Aussichtsturm auf dem Altberg

Heute Mittag unternahmen wir einen schönen Spaziergang. Ziel war der neu erbaute Aussichtsturm gleich beim Restaurant Waldschenke auf dem Altberg. Dieser Berg, eigentlich eher ein Hügel, liegt zwischen Regensdorf und Weiningen, zwischen dem Wehntal und dem Limmattal. Die Waldkooperation der umliegenden Gemeinden initierten den Bau des 30 Meter hohen Aussichtsturms um die Attraktivität dieses Naherholungsgebiets von Zürich zu steigern. Das ist meiner Ansicht nach auch wirklich gelungen. Es waren sehr viele Leute da und die Rundumsicht oben auf der Aussichtsplattform ist wirklich einen Sonntagsausflug wert.

Jammeri

Soll ich über's Wetter jammern? Immer wieder Regen. Dabei kühlt es stetig ab. Nicht mein Ding. Kein Bikewetter. Schade. Diese Woche gibt es seit langem mal keine ausgedehnte Tour.

Nein, ich jammere lieber über meine Gesundheit. Der Hexenschuss hat mich wirklich voll erwischt. Die Büro-Klimaanlagen-Erkältung bin ich auch noch nicht los. Ein hartnäckiger Husten plagt mich noch immer. Dazu kommt noch etwas Muskelkater in den Schultern von der Power-Yoga-Lektion vom Mittwoch. Zu allem Übel ist meine Stimmung dem entsprechend trüb und wehleidig. Das ist alles echt zum jammern...

Um nicht vollends in Selbstmitleid zu verfallen entschied ich mich, mit dem Auto ins Fitnesscenter zu fahren um wiedereinmal eine Runde Krafttraining zu machen aber hauptsächlich, um meinen Rücken in der heissen Sauna etwas zu dehnen und mir so etwas Linderung zu verschaffen. Auf dem Trainingsblatt sah ich, dass mein letztes Krafttraining schon fast zwei Monate her ist. Nicht gut, Faulpelz! Dementsprechend war auch meine Leistung. Ich musste an einigen Geräten die Gewichte zurücknehmen und fand dennoch alles total anstrengend. Mein T-Shirt war komplett durchgeschwitzt und ich hatte mir meine Sauna-Sonne wirklich redlich verdient. Zwischen den Saunagängen habe ich im Ruheraum dermassen gut entspannt, dass ich glatt eine Stunde verschlafen habe. Schön war's und gut getan hat's.

Fernsehsport

Heute Morgen musste ich um 08:00 Uhr beim Zahnarzt sein um ein Karies-Loch mit einer Kunststofffüllung reparieren zu lassen. Mitten im Arbeitsverkehr in die Stadt fahren, da noch einen Parkplatz in der Nähe finden und dann zu Fuss in die Arztpraxis. Ich hatte richtig Stress, damit ich pünktlich da war und war froh, dass ich mich einen Moment im Wartebereich hinsetzen konnte, als plötzlich ziemlich Aufregung herrschte. Ein Notfall. Ein Sanitäter begleitete einen Mann in die Praxis, welcher ein paar ausgeschlagene Zähne zu beklagen hatte. Das hatte natürlich Vorrang und so musste ich doch eine ganze Weile warten, bis ich dann dran war. Dafür ging es dann gleich richtig zur Sache. Dreimal setzte der Arzt die Narkosespritze an und bald hatte ich das Gefühl, dass mein linker Nasenflügel einfällt und abstirbt. Na ja, immerhin spürte ich von der Folgebehandlung dann gleich gar nichts mehr. Auf meine kurze Nachfrage, wie lange dieser linke Backentod noch anhält, erhielt ich eine klare Antwort: "Etwa 4 Stunden. In der Zeit sollten Sie nicht essen, da Sie sich dabei wohl in die Wange oder die Lippe beissen würden." Kurz vor neun Uhr wurde ich gestochen, macht also etwa mittags um ein Uhr. Mal sehen.

Auf dem Nachhauseweg ging ich einkaufen und danach war wiedereinmal Hausputz angesagt. Da spielt es keine Rolle, wenn die Backe noch etwas brummt... Nun kommt der Witz des Tages: Beim Staubsaugen habe ich mir einen Hexenschuss geholt. Ja, ja, lacht nur... Ich bückte mich tief um unter dem Gästebett zu saugen und beim Aufrichten hat es mich kurz gezwickt. Also ich meine: Da wurde mir ein Messer auf der linken Seite zwischen Kreuzbein und Lendenwirbel gestossen. Aus früherer Erfahrung wusste ich, was nun kommt. 1 Tag zunehmender Schmerz, 1 Tag richtiger Schmerz und dann etwa 2 Tage abklingede Schmerzen. Seit dem letzten Mal ist es zum Glück schon lange her, doch heute hat es mich also erwischt.

Das hat -neben dem schlechten Wetter- meinen Bewegungsdrang doch ziemlich eingeschränkt, was aber überhaupt nicht schlimm war. Heute stand nämlich die Königsetappe der Tour de France auf dem Programm und der aktuell Zweite, Andy Schleck, hat angekündigt, dass er alles versuchen werde um den Leader, Alberto Contador, anzugreifen. Er lag ja nur ein paar Sekunden zurück und im Idealfall könnte er in der Schlusssteigung auf den Tourmalet ein paar Minuten Vorsprung herausfahren. Eine spannende Ausgangslage. Die Experten waren sich einig, dass heute die Tour entschieden werde. Das Schweizer Fernsehen übertrug ab 14:30 Uhr live und so verbrachte ich den späteren Nachmittag auf der Couch und vor dem Fernseher.

Die Bilder, die das Fernsehen liefert sind schlicht sensationell. Die sind extrem nah dran und man kann wirklich fast jedes Detail sehen. Sehr spannend ist auch, wie die Fahrer als Team agieren und wie sich die Teams untereinander verhalten. Da ist enorm viel Taktik dabei und nur radfahren reicht da längst nicht mehr.

Etwa zehn Kilometer vor dem Ziel kam dann der erwartete Angriff und ausser Contador vermochte keiner mehr mit Andy Schleck mitzuhalten. Dieser versuchte Contador abzuschütteln, doch er blieb immer an seinem Hinterrad. Nicht nur das. Contador seinerseits verschärfte nochmals das Tempo und zeigt mit seiner Konterattacke, dass auch er gute Beine hat. Schleck musste einsehen, dass er Contador auch heute nicht distanzieren kann. Immerhin gewann er die Etappe, was auch ein grossartiger Erfolg ist. Es scheint also, dass Alberto Contador nach 2007 und 2009 dieses Jahr die Tour de France zum dritten Mal gewinnen wird.

Als ich mich abends ins Bett legte, fühlte sich mein Kreuz richtig steif an. Mal sehen, wie sich das entwickelt.

ruhiges Wochenende

Gestern Samstag habe ich das neue Santa Cruz Bike tiptop geputzt und für eine kommende Tour bereit gemacht. Die fliessenden Formen der Carbonkonstruktion sind deutlich einfacher zu reinigen als das Intense Spider29 Alu Bike. Dann nahm ich das Kish Titan Bike aus der Garage und pützelte noch etwas drum herum.  

Laut Wetterbericht sollte es öfters mal regenen, doch bei uns im Flachland war es zwar wolkig, doch trocken und mit etwa 25° Grad auch angenehm warm. Ich nutzte deshalb den Nachmittag um mit dem Kish wiedereinmal eine genüssliche Strassenrunde zu fahren. Ich bin dabei immer wieder begeistert, wie geräuschlos und einfach das Kish rollt. Man damit so richtig dahin gleiten, über den Asphalt schweben. Leicht und beschwingt, das macht wirklich Spass. So wie jedes Jahr, so gibt es auch diesmal wieder ein Bild mit Sonnenblumen. Das GPS sagt: 46 km., 2:19 Std., 520 Hm

Den heutigen Sonntag verbrachten wir zuerst auf dem Gartensitzplatz, bis wir dann doch noch etwas unternehmen wollten. Wir entschieden uns, wieder einmal gemeinsam mit den Velos um den Flughafen Kloten zu fahren. Am Pistenende bei Oberglatt gibt es einen kleinen Gelati-Verkäufer, der sensationell gutes Eis anbietet und das war eine gute Motivation für diese Sonntagsrunde. An diesem schönen Tag waren natürlich auch viele andere Menschen unterwegs. Es war eine zufriedene Stimmung, ohne Hektik, schon fast mediterran. Ja, schönes und warmes Wetter lässt auch uns alle etwas auftauen... Schön war's. Das GPS sagt: 18 km., 1:12 Std., 30 Hm.

erkältet

Das gibt's doch gar nicht! Seit mehr als zwei Wochen ist es hier sommerlich schön und heiss und gerade jetzt ziehe ich mir eine Erkältung rein. Es ist der erste Sommer, den ich in einem klimatisierten Büro arbeite und die Kühlschrank-Atmosphäre hat mich scheinbar erwischt. Seit gestern habe ich Hals- und Schluckweh und nun mache ich alles, damit sich die Sache nicht noch verschlimmert. Das kann ich (wie immer) überhaupt nicht gebrauchen...

Beruflich muss ich diese Woche noch nach Deutschland und so wird der Freitag mein einziger freier Tag sein, an dem ich biken könnte und hoffentlich auch kann. Jürg hat dann ebenfalls frei und wir dachten eigentlich, dass wir gemeinsam in die Berge fahren um eine schöne Tour unter die Stollenpneus zu nehmen. Hoffentlich bessern sich die Beschwerden bis dann.

Freitagspflicht

Nachdem ich gestern vollständig tun und lassen konnte was ich wollte, so bestimmten heute vor allem Dinge den Tagesablauf, die ich erledigen sollte. Egal, wie sehr ich sie mochte oder nicht. Natürlich hatte ich müde Beine von gestern und da konnte etwas Haushaltsgymnastik gar nicht schaden...

Nachmittags baute ich das Hinterrad am Santa Cruz aus und schaute mir das Schlauchlosproblem mal genauer an. Der Reifen war nicht platt, sondern hielt noch wenig Luft. Ich pumpte das Rad wieder auf 2 bar und siehe da, der Reifen hielt dicht. Die Dichtmilch hat scheinbar das kleine Loch verklebt. Also doch so etwas wie Selbstheilung... Meine Idee war eigentlich, den Reifen von der Felge zu nehmen, von innen das Loch im Reifen zu verkleben und danach den Reifen nach Möglichkeit wieder schlauchlos aufzupumpen. Da der Reifen nun aber dicht schien, entschied ich mich, nur von aussen zu reparieren. Ich reinigte die angeritzte Stelle mit Alkohol und klebte einen Speedpatch-Flick auf. Mal sehen, ob es am Samstag hält.

heisse Woche

Am Montagabend schwänzten Karin und ich die Pilatesstunde. Es war uns zu heiss und wir wollten das erste Mal in diesem Jahr in's örtliche Freibad. Das hat mir sehr gut gefallen und ich hatte richtig Spass im Wasser rum zu plantschen und von den verschiedenen Sprungbrettern zu springen, denn in jedem Manne steckt noch ein Kind... Dabei habe ich Wasser in die Ohren gekriegt, was an sich kein grosses Thema ist, wenn ich spätabends nicht versucht hätte, meine Ohren mit Wattestäbchen zu trocknen. Dabei habe ich mir nämlich rechts Ohrenschmalz direkt in den Gehörgang, vor das Trommelfell geschoben und so hörte ich fast nichts mehr. Es war mir sofort klar, was das bedeutet. Arzttermin und Ohrenspühlung. Ziemlich doof.

So besuchte ich am Dienstagmorgen seit langem wiedereinmal meinen Hausarzt und innert zehn Minuten war das Problem gelöst. Von der Dienstagabendrunde habe ich ja bereits berichtet.

Am Mittwoch waren Karin und ich dann artig und waren pünktlich um 18:30 Uhr bereit für eine Stunde Power-Yoga. Power-Yoga bei fast 30 Grad... Wer mich kennt, kann sich vorstellen, wie bei mir der Schweiss in Strömen floss... Ich habe kein Problem damit und das ganze toppte ich noch mit einem zehnminütigen Gang in die Sauna, zur Entspannung und Regeneration. Dafür trank ich dann fast zwei Liter Wasser, bis ich zu Bett ging.

Gestern Donnerstag war ich dann mit Jürg auf eine Feierabendrunde verabredet. Nun war es 30° Grad und ich spürte deutlich, dass die Ozonwerte weit über den eigentlichen Grenzwerten lagen. Die Luft ist heiss und stickig und reizt zu husten. Zwar schön und sonnig, doch nicht das ideale Bikewetter. Wir entschieden uns deshalb, ganz locker zu einem schönen Aussichtsrestaurant zu fahren, etwas zu paudern und lecker zu essen. Das war auch mal ganz nett. Es müssen ja nicht immer 50 und mehr Kilometer sein.

Heute war dann Haushalt angesagt. Abstauben, putzen, staubsaugen, Müll entsorgen, einkaufen... das Übliche halt, man kennt es ja. Erst im Laufe des Nachmittags entschied ich mich, doch noch eine kurze Runde Velo zu fahren. In der Zwischenzeit weiss ich nun, welche Länge und Steigung der Vorbau am Santa Cruz braucht und diesen wollte ich bestellen. Ausserdem wollte ich das Gabelschaftrohr auf das richtige Mass kürzen lassen. Das bedeutete also, dass ich zu mainstreet42 nach Zweideln fuhr. Ganz locker. Es war wirklich heiss, über 30° Grad und wieder (oder noch mehr) Ozon! So fuhr ich auch heute eher gemütlich und genoss während der Fahrt den herrlichen Sommertag.

Als ich vorhin nun meine Velokilometer in die Statistik übertrug bemerkte ich, dass ich gestern wir heute je 33 Kilometer und etwa 400 Höhenmeter gefahren bin. Gestern brauchte ich dafür 1:40 Std, heute 1:37 Std. Eine Art Doublette.

Zu berichten gibt es noch, dass ich heute 3x Scherben produzierte! Das erste Mal während dem Einkaufen. Ich nahm ein Sixpack San-Bitter aus dem Gestell und wollte es in den Wagen legen, da fällt eine der kleinen Flaschen aus der Verpackung und die Sauerei ist perfekt. Zum Glück muss man im Geschäft nicht selber putzen und das Personal bleibt dabei erst noch freundlich.

Das zweite Mal war nachmittags, als ich zuhause mit putzen fertig war. Ich füllte mir ein Glas mit Sirup, stellte es auf den Tisch und wollte noch etwas Zeitung lesen. Als ich diese dann aufschlug, streifte ich mit der Hand das Glas, dieses kippt um und geht gleich kaputt. Drei Deziliter Sirup ergiessen sich über den Tisch, über zwei Stühle, auf den kurz zuvor geputzten Boden. Hier kam kein Personal... ich musste selber putzen.

So auch beim dritten Mal, als ich während des Kochens ein Gewürzstreuer aus dem Oberkasten nehmen wollte, dabei ein Glas mit Spargeln touchierte, welches aus dem aus dem Kasten herausfällt und auf der Granitarbeitsfläche in 1'000 kleine Teile zersplittert. Super! Glassplitter im Essen stelle ich mir nicht wirklich gut vor... also sehr vorsichtig alles aufräumen und putzen... (ich hätte vermutlich Lotto spielen sollen. Soviel Schwerben müssen doch Glück bringen)...