GPS-Track in 3D

Heute Abend wollte ich vor den angekündigten Gewittern noch eine kurze Feierabendrunde fahren und wollte mir dazu eine früher schon gefahrene Tour auf das GPS laden. Als ich die Datei abspeichern wollte, wurde ich zu meiner Überraschung gefragt: 3D-Modus Ja/Nein? Trackfarbe blau/pink? Track links/rechts? Hä? Was ist denn das? Das wurde ich bisher noch nie gefragt. Na ja. Ohne gross nachzudenken wählte ich   Ja, blau, links. Worauf das GPS antwortet: Warten Sie 10 Minuten. Der 3D-Track wird erstellt. Ich war gespannt. Als ich dann losgefahren bin, war ich doch sehr überrascht... Auf dem Foto sieht man den 3D-Track, den ich abgefahren bin. Blau und immer links des Weges. Unglaublich, was die heutige Technik alles möglich macht... 3D-Tracks... wirklich unglaublich...So kann man sich echt nicht mehr verfahren. Obwohl, ich finde den Aufwand schon fast etwas übertrieben. Ich wollte ja nur kurz biken...

erkältet

Das gibt's doch gar nicht! Seit mehr als zwei Wochen ist es hier sommerlich schön und heiss und gerade jetzt ziehe ich mir eine Erkältung rein. Es ist der erste Sommer, den ich in einem klimatisierten Büro arbeite und die Kühlschrank-Atmosphäre hat mich scheinbar erwischt. Seit gestern habe ich Hals- und Schluckweh und nun mache ich alles, damit sich die Sache nicht noch verschlimmert. Das kann ich (wie immer) überhaupt nicht gebrauchen...

Beruflich muss ich diese Woche noch nach Deutschland und so wird der Freitag mein einziger freier Tag sein, an dem ich biken könnte und hoffentlich auch kann. Jürg hat dann ebenfalls frei und wir dachten eigentlich, dass wir gemeinsam in die Berge fahren um eine schöne Tour unter die Stollenpneus zu nehmen. Hoffentlich bessern sich die Beschwerden bis dann.

Sommersonntag

Nach der gestrigen Grill-Schlemmerei und dem Juli-Rekordgewicht auf der Waage war klar, dass ich mich heute noch etwas bewegen wollte. Es war nicht mehr ganz so drückend heiss wie gestern, doch die 30° Grad Grenze wurde auch heute wieder geknackt.

Ich hatte Lust auf eine Sonntagsrunde und wollte dabei mein neues biciclista-Bikeshirt ausführen. Ich hatte mir schon vor Monaten ein oranges Shirt bestellt, passend zum orangen Santa Cruz Tallboy. biciclista hat eine Shirt-Kollektion als Hommage an den Spaghetti-Western The good, the bad and the ugly aufgelegt und da passte mir natürlich die Abbildung von Clint Eastwood, als the good. Übrigens, die deutsche Übersetzung des Streifens hiess "Zwei glorreiche Halunken".

Ich bin dann gemütlich etwas in der Gegend rumgekurvt und habe einfach den schönen Tag genossen. Dreimal habe ich einen kleinen Verpflegungshalt gemacht und zum Schluss der Tour besuchte ich noch kurz meine Eltern. Wir plauderten etwas im Garten, bevor ich mich dann auf den Heimweg machte. Schön war's, heiss war's, das hat mir wirklich gut gefallen. Das GPS sagt: 54 km., 2:27 Std., 510 Hm.

PS: Heute Morgen demontierte ich den Hinterradreifen und putzte die Reste der Dichtmilch weg, damit ich danach einen passenden 29er-Schlauch montieren konnte. Somit ist zumindest das Hinterrad wieder mit Schlauch und nur noch das Vorderrad schlauchlos. Ich sehe das Problem beim Racing Ralph Reifen, der einfach zu dünne Seitenwände hat. Ein eingelegter Schlauch festigt die Flanke noch etwas, während schlauchlos hier doch sehr pannenanfällig ist. Wenn im Herbst der Reifen abgefahren ist, werde ich einen erneuten tubless-Versuch starten. Vorest bleibt's nunmal beim Schlauch.

kurze Samstagsrunde

Morgens um neun Uhr traf ich mich mit Jürg für eine nicht allzu lange Trainingstour. Karin und ich waren mittags/abends an einem "Räbbärg-Fäscht" eingeladen und dafür mussten wir um zwölf Uhr losfahren. Für eine Zweistundentour fahren wir am besten einige unserer Standardtrails, da können wir den Zeitbedarf am besten abschätzen.

Nach etwa einer Viertelstunde wollte ich einen Schluck aus dem Trinkrucksack nehmen und merkte tatsächlich erst da, dass ich den Rucksack in der Garage stehen gelassen hatte. Kein Trinkwasser, kein Werkzeug, kein Fotoapparat, kein Handy, kein Geld... Wir besprachen kurz ob wir nochmals zurück fahren wollten, doch auf unserer Strecke gibt es mehrere Brunnen mit gutem Trinkwasser und sollte ich eine Panne haben, muss mir halt Jürg aushelfen. Und so kam es dann auch. Auf einem schnellen Singletrail streifte ich mit dem Hinterrad einen spitzen Stein und schon wieder zischte es.

Es war nicht das Loch von Donnerstag sondern es blubberte an einer anderen Stelle, wieder an der Reifenflanke. So ein Käse, was machen wir jetzt? Jürg hatte zwar nur einen 26-Zoll Schlauch dabei, doch das war unsere einzige Chance. Wir bauten also das Hinterrad aus, schraubten das Ventil heraus, öffneten den Reifen und zogen den etwas zu kurzen Schlauch ein. Das Aufpumpen war dann zwar etwas mühsam, doch es hat letztendlich alles gut funktioniert und wir konnten weiterfahren. Ich war überrascht, wie wenig Sauce sich im Reifen befindet. Ich hätte erwartet, dass es eine grössere Sauerei gibt.

In den Morgenstunden zu biken war eine gute Idee, denn es wurde stetig wärmer und als wir kurz nach elf Uhr nach Hause kamen, war es wieder über 30° Grad. Tolle Sommerwochen! Das GPS sagt: 36 km., 2:06 Std., 810 Hm.

Freitagspflicht

Nachdem ich gestern vollständig tun und lassen konnte was ich wollte, so bestimmten heute vor allem Dinge den Tagesablauf, die ich erledigen sollte. Egal, wie sehr ich sie mochte oder nicht. Natürlich hatte ich müde Beine von gestern und da konnte etwas Haushaltsgymnastik gar nicht schaden...

Nachmittags baute ich das Hinterrad am Santa Cruz aus und schaute mir das Schlauchlosproblem mal genauer an. Der Reifen war nicht platt, sondern hielt noch wenig Luft. Ich pumpte das Rad wieder auf 2 bar und siehe da, der Reifen hielt dicht. Die Dichtmilch hat scheinbar das kleine Loch verklebt. Also doch so etwas wie Selbstheilung... Meine Idee war eigentlich, den Reifen von der Felge zu nehmen, von innen das Loch im Reifen zu verkleben und danach den Reifen nach Möglichkeit wieder schlauchlos aufzupumpen. Da der Reifen nun aber dicht schien, entschied ich mich, nur von aussen zu reparieren. Ich reinigte die angeritzte Stelle mit Alkohol und klebte einen Speedpatch-Flick auf. Mal sehen, ob es am Samstag hält.

Seblengrat

Um es gleich vorneweg zu nehmen: Glarner sind beinharte Typen! Was für viele Biker als unfahrbar gilt, ist für Glarner immer noch ein schwarz gepunkteter Trail. Doch schön der Reihe nach.  

Ich war wie geplant sehr früh unterwegs und wie man an der GPS-Aufzeichnung ablesen kann, startete ich schon um 07:41 Uhr beim Bahnhof Schwanden, im Kanton Glarus. Ich bin die rote Linie im Uhrzeigersinn gefahren. Anfangs war es mit 15° Grad noch ziemlich frisch, doch der wolkenlose Himmel kündigte einen schönen Sommertag an.

Die etwa 10 Kilometer bis nach Linthal steigen nur ganz leicht an und sind ideal um etwas einzurollen. Es gibt einen meist asphaltierten Radweg, welchen ich vor drei Wochen auf der Klausen-Pragel-Strassentour in die entgegengesetzte Richtung fuhr, doch ich hatte in der Karte gesehen, dass direkt entlang der Linth ein Wanderweg angelegt ist und mit dem Mountainbike wollte ich natürlich da entlang fahren. Das war eine super Idee. Wunderschön führt der Weg immer direkt am Wasser nach hinten ins Tal und ehe man sichst versieht, ist man schon am Fusse der Klausenpassstrasse.

Es folgen 600 Höhenmeter auf etwa acht Kilometer direkt auf der Passstrasse und ich bin froh, dass nur wenig Fahrzeuge unterwegs sind. Kurz vor Urnerboden zweigt dann eine kleine Nebenstarsse ab. Nebst vielen Wanderwegweiser ist da auch gut sichtbar ein Bikeschild. Strecke Nr.7. Da bin ich richtig. Die Strasse wird immer steiler, ich schalte auf das kleine 20er Kettenblatt und kurble die knapp dreihundert Höhenmeter bis zum ersten Bergpreis des Tages eher gemütlich hoch. Die Morgensonne knallt richtig an den Hang und ich bin wirklich froh, so früh unterwegs zu sein. Dann folgt ein erster schwarz gepunkteter Downhill. Was auf den ersten Metern noch gemütlich beginnt, wird unvermittelt sehr steil und steinig. Ausserdem ist der Weg enorm von Kühen zertreten und hat teils tiefe Löcher. Ich musste anhalten und den Sattel absenken um etwas mehr Bewegungsfreiheit und Sicherheit zu erhalten. Ja, nicht schlecht der Weg! Das war doch schon mal was. Vor der Hauptsteigung des Tages wollte ich in Braunwald eine Pause einlegen und schon von weit her sah ich die schöne Aussichtsterasse des Hotels Tödiblick. Ideal. Ich setze mich in den Schatten und bestelle ein zwei Rivella. Dazu esse ich ein Gipfeli und geniesse die tolle Aussicht. Quizfrage: Wie heisst der Berg im Hintergrund?

Die ersten 1'000 Höhenmeter waren geschafft und ich wusste, dass nun der schwere Teil noch kommen wird. Von Braunwald bis zur Bergstation auf dem kleinen Gumen sind es etwas über 500 Höhenmeter, alles auf kleinen Schotterwegen. Zwar steil, doch durchwegs fahrbar. Von der Bergstation weg, bis zum Höhepunkt des Tages, dem Seblergrat sind es dann noch etwa 100 Höhenmeter, die ich fast vollständig schieben muss. Es ist einfach zu steil und zu ausgesetzt. Als ich dann direkt am Seblergrat stand musste ich natürlich ein Gipfel-Foto machen. Schon während des fotografierens fragte ich mich, wie es denn dahinter weitergehen wird, denn irgendwie blickte man in ein leeres Nichts und dann bereits wieder an die Felswände des Glärnischmassivs. Geht man ein paar Schritte weiter und blickt nach rechts, kann man sich den weiteren Tourenverlauf vorstellen. Ich habe dafür eine rote Linie in das Foto gezeichnet. Es geht gleich furchtbar steil bergrunter und Steinstufen wechseln sich mit tiefen Kuhtritten ab. Heftig. Ich muss ein paar Mal absteigen, einmal davon unfreiwillig. In einer tiefen Wanderwegrinne bin ich mit dem Pedal an einer Wurzel hängengelieben, worauf das Bike unvermittelt stehen blieb und ich mich nicht oben halten konnte. Ein langsamer Überschlag ohne Bike nach links war die Folge. Zum Glück traf ich einen Busch mit Alpenrosen und nicht einen grossen Stein. Es war nichts passiert und ich konnte gleich weiterfahren.

Kurz vor dem Oberblegisee, da wo das Profil von bergab nach bergauf wechselt, kam ich an einer schmucken Alphütte mit Bewirtung vorbei. Es sassen bereits ein paar Wanderer unter den Sonnenschirmen und da es mittlerweile schon nach zwölf Uhr war, nutzte ich den Moment für eine längere Pause. Ich bestellte mir einen Glarner-Hirsch-Salsiz mit Brot und trank dazu 1 1/2 Liter Mineralwasser.

Mir war schon aufgefallen, dass der offizielle Bikeweg hier talwärts nach Luchsingen führt, doch ich hatte ja noch weitere Pläne. Ich wollte am Oberblegisee vorbei hoch bis zum Leuggelstock, wieder etwas runter und dann bis zum oberen Guppen. Dabei stellte ich fest,dass meine Einschätzung vom Seblergrat gestimmt hatte. Das war unfahrbar. Das heisst: Bis zum Oberblegisee konnte ich noch abschnittsweise fahren, dann war schieben und später auch tragen angesagt. Lange und heftig! Eineinhalb Stunden schieben und tragen, mittags von 13 bis etwa 14:30 Uhr, ohne Schatten, ohne Wind. Das fand ich hart (was man mir wohl auch ansieht). Das Bild rechts ist ein Blick zurück, vom Leuggelstock über den Oberblegisee zum Seblengrat. Noch härter fand ich dann jedoch die Tatsache, dass ich auch die ersten etwa 100 Höhenmeter bergrunter das Bike tragen musste. Hier fragte ich mich dann, wer auf die Idee gekommen ist, diesen Weg in der Swiss Singletrail Map einzuzeichnen. Ein Wanderer? Sicher gibt es technisch bessere Biker als mich, doch unter einer Stunde schieben/tragen, kommt da auch ein Crack nicht weg. Wie auch immer. Endlich folgte der Schlussdownhill, auf dem 900 Höhenmeter innert vier Kilometer vernichtet werden, was theoretischen 25% Gefälle entspricht. Also richtig steil und demzufolge fast permanent auf der Bremse.

Die Scheibenbremsen begannen zu glühen und zu quitschen und ich glaube, dass auch das Öl in den Federelementen kräftig warm gekriegt hat, doch es hat alles tip-top gehalten. Fast alles, denn irgendwann hatte ich das Gefühl, hinten Luft zu verlieren. Ich habe angehalten und tatsächlich, da war vielleicht noch etwa 1 bar drin, mehr nicht. Ich drehte das Rad und sah, wie an einer Stelle der Reifenflanke, die Dichtflüssigkeit nach aussen drückt und Blasen bildet. (Simon hat mich davor gewarnt. Der Racing Ralph Reifen hat papierdünne Seitenwände und schrammt man damit an einem scharfkantigen Stein entlang, gibt es schon mal Plattfüsse). Einem Schlauch hätte das vermutlich nichts ausgemacht. Ich überlegte, was ich tun konnte. Soll ich gleich den Reifen öffnen und einen Reserveschlauch montieren oder soll ich erst einmal nachpumpen und schauen, wie lange es hält? Eigentlich sollte die Dichtmilch das Loch verschliessen können (wünsche ich mir). Ich pumpe also kurz nach und fahre weiter. Das klappt recht gut und erst am Fusse des Downhills pumpe ich ein zweites Mal. Das hält dann locker noch bis zum Auto.

Kurz vor halb vier Uhr bin ich dann zurück beim Auto. Ich war gesamthaft sechseinhalb Stunden unterwegs, wovon das GPS fünfeinhalb Stunden Bewegung registrierte. Ich denke mir, dass ich etwa dreieinhalb Stunden fahren konnte und fast zwei Stunden geschoben und getragen habe... Dieser hohe Schiebe-Anteil führt dazu, dass ich diese Tour wohl kaum wiederholen werde. Bis zum Seblengrat ist die Tour wirklich sensationell schön und empfehlenswert. Danach sollte man besser auf der offiziell ausgeschilderten Bikestrecke bleiben. Die Variante Leuggelstock oberer Guppen lässt man besser sein. Landschafts- und Panoramamässig hat diese Tour aber wirklich die Note 1A verdient. Das GPS sagt: 49 km., 5:42 Std., 2'200 Hm.

Noch ein paar Worte zum Tallboy. Berghoch auf Asphalt fährt es sich super. Auf der Passstrasse hatte ich Dämper und Gabel blockiert und konnte so recht effizient hochkurbeln. Extreme Singletrail-Steigungen, wo ich die kleinsten Gänge fahre, sind nicht so der Hit. Das Vorderrad will deutlich rascher abheben, als am Spider29. Ich muss zudem ganz kosequent nach vorne auf die Sattelspitze rutschen, sonst bin ich einfach zu hecklastig und so lassen sich zum Beispiel Serpentinenkehren berghoch fast nicht bewältigen. Wie gesagt. Es ist nicht schlecht, doch ich muss mich daran gewöhnen. Bergrunter fährt es sich dafür wirklich sicherer als das Intense. Dabei merke ich vor allem die deutlich steifere Front. Das Tallboy-Vorderrad lässt sich punktgenau steuern und auch beim starken Bremsen oder in engen Bergab-Sepentinen verwindet sich nichts. Das ist wirklich ein Unterschied. Wäre also noch das Schlauchlos-Thema. Hmm... Was soll ich sagen? Eigentlich finde ich schlauchlos gut, doch der Racing Ralph Reifen ist dafür weder gebaut, noch sonderlich geeignet. Ich muss morgen mal schauen, wie ich das wieder richtig dicht kriege.

Tour-Vorbereitungen

Die letzten zwei Abende habe ich mir eine schöne Biketour für morgen Donnerstag gesucht und für die Verwendung auf dem GPS am PC gezeichnet. Der Wetterbericht ist schon lange gut und ich will richtig in die Berge. Eine schöne Mountainbiketour mit allem, wovon man auf kalten Wintertrainingsrunden träumt: Panorama, blauer Himmel, Hitze, Sonne, Berge, Wälder, Seen, Einsamkeit, Wanderwege, Singletrails, schieben/tragen, technische Downhills...

All das wird es morgen geben. Ich habe mir aus der Swiss Single Trail Map Glarus-Heidiland eine knackige Tour zusammengestellt. Ich starte in Schwanden im Kanton Glarus und fahre zuerst der Linth entlang und dann später die Klausenpassstrasse hoch, bis etwa Höhe Urnerboden. Dann wendet die Strecke und führt via Braunwald, den Seblengrat zum Oberblegisee, wo ich bestimmt einen Halt machen werde. Man befindet sich hier direkt südlich des Glärnisch-Massivs und ich freue mich auf diese Umgebung. Dann folgt nochmals eine Wanderweg-Steigung über den Leuggelstock bis zum mittleren Guppen. Da beginnt dann der 1'000-Höhenmeter-Schlussdownhill nach Schwändi und das Ausrollen nach Schwanden. Das PC-Programm errechnete nach dem Zeichnen der Tour eine Distanz von knapp 47 Kilometer und eine Höhendifferenz von etwas mehr als 2'200 Höhenmeter. Der höchste Punkt wird der Seblengrat sein, etwa 1'920 m.ü.m. Auf der Karte sind etwa 15 Kilometer schwarz gepunktet eingezeichnet was soviel bedeutet wie "schwieriger Singletrail" das heisst, ich muss mich unter Umständen auf längere Schiebe- und Tragepassagen gefasst machen.

Ich habe nun schonmal das Bike ins Auto gepackt und die Kleider für morgen bereit gelegt. So um etwa sechs Uhr will ich mit dem Auto losfahren, damit ich vor dem grossen Berufsverkehr an Zürich vorbei in Richtung Glarnerland komme. Wenn alles klappt, bin ich schon um etwa acht Uhr auf dem Bike und habe den ganzen Tag Zeit um alles zu geniessen. Ich freue mich riesig und ich bemühe mich, ein paar schöne Bilder mitzubringen.

Diese Tour wird eine erste echte Prüfung für das neue Bike. Ich bin gespannt, wie sich der Tallboy in schwierigem Gelände fährt und auch, wie ich damit die über 2'000 Höhenmeter berghoch verkrafte. Stay tuned.

you can get it, if you

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Heute bin ich nach Feierabend rasch nach Hause um den schönen Abend für eine Bikefahrt in den Sonnenuntergang zu nutzen. Unterwegs bin ich eher zufällig an einer Mauer mit Graffities vorbei gekommen und die Zeichnungen haben mich zu zwei Fotos animiert. Das Bild oben gefällt mir, doch werde ich ein ander Mal da wieder hinfahren und das Bike in die andere Richtung hinstellen. Etwas weiter nach links, so dass man den Schriftzug vollständig lesen kann. Das wäre vermutlich noch besser.
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Dieser freundliche Kobold scheint zum ersten Mal einen Twentyniner in der Hand zu halten. "Was sollen denn diese grossen Räder?" oder "ist das ein Trekking-Rad?" Haha... immer die selben Sprüche... Immerhin, bei dem orangen Rahmen fällt es etwas besser auf, als beim weissen Intense Spider29.
Ja, ich genoss den herrlichen Abend in nahen Wäldern und Hügeln.
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Vor der letzten Abfahrt machte ich noch eine kurze Pause. Ich kramte einen Apfel aus dem Rucksack und blinzelte in die tiefstehende Abendsonne. Es war schon nach 21 Uhr und der gerötete Abendhimmel verstärkte die Rottöne noch mehr. Man sieht, dass die Kamera Mühe hat, mit so viel rotem Licht umzugehen. Es war fast kitschig schön. Ich geniesse diese warmen und langen Sommertage sehr... Das GPS sagt: 33 km., 2:15 Std., 830 Hm

Sonntagsabendplausch

Bei uns war es gewitterhaft und schon kurz nach Mittag fielen die ersten Tropfen. Nur ein paar Wenige und bald hörte es auch wieder auf, doch man wusste einfach nicht so recht, wie es sich weiter entwickeln wird. Wir blieben zuhause und kramten etwas rum. Ich erledigte Zahlungen und bastelte noch etwas am gestrigen Blogbeitrag rum. So gegen Abend zeigten sich dann vermehrt wieder die Sonnenstrahlen und so bot sich die Gelegenheit für eine kleine Abendrunde.

Es war um 26° Grad warm, doch die Luft war durch die verschiedenen Regenschauer deutlich sauberer und leichter zu atmen als in den letzten Tagen. Der Untergrund war noch leicht feucht, Sommer dampfte aus den Wäldern. Sehr schön. Ich fuhr hoch zum Irchelturm und machte nebst dem Standardfoto noch ein weiteres Bild unterwegs. Es waren keine Leute unterwegs und somit war es perfekt um etwas abzuschalten und durchzulüften, sich selbst und seinen Körper zu spüren. Das GPS sagt: 28 km., 1:38 Std., 570 Hm

Geometrievergleich Intense Spider29 zu Santa Cruz Tallboy

Am Nachmittag versuchte ich dem unterschiedlichen Fahrverhalten meiner zwei 29er MTBs etwas auf die Spur zu kommen. Auf dem Papier sind die zwei Bikes ziemlich gleich, doch sie fahren sich ziemlich unterschiedlich. Am einfachsten erkennt man die Unterschiede anhand von Vergleichsfotos. Ich stellte den Fotoapparat auf ein Stativ um beides Mal den gleichen Bildausschnitt zu erhalten. Beide Räder stehen vorne bündig an dem aufgestellten Brettchen. Die gelbe Wasserwaage steht senkrecht, direkt hinter dem Lenker des Tallboys.

Sofort sieht man, dass die Intense-Gabel deutlich steiler steht und dadurch der Lenker deutlich weiter vorne an der Wand liegt (die Distanz bis zur Wasserwaage beträgt fast 6cm). Das heisst, die gesamte Sitzposition ist auf dem Intense weiter vorne und so erklärt sich auch, weshald das Spider29 besser bergoch fährt, als der Tallboy. Auch die kürzeren Kettenstreben am Tallboy bringen die Sitzposition weiter nach hinten. Der Tallboy hat eine 120mm Gabel im Vergleich zur 100mm Gabel am Spider29 und auch dies trägt dazu bei, dass der Tallboy das insgesamt längere Bike ist. Weitere Masse und Details kann man rechts ablesen.

So wird mir immer klarer, weshalb ich den Tallboy als etwas träge empfinde. Das schreibe ich nun ohne negative Gedanken. Das Intense Spider29 lag an der nervösen Grenze und eine etwas ruhigere Front kann wirklich nicht schaden. Es gibt kein aktuelles Bike mehr, das einen solch steilen Lenkwinkel (73°) aufweist, wie das Spider29. Der Tallboy ist mit 71° Grad Lenkwinkel laut Papier auf der agilen Seite. Ich brauche scheinbar noch ein paar Kilometer, doch ich werde mich bestimmt mit den neuen Fahreigenschften anfreunden.

Nachtrag: Ich habe die beiden Bilder oben noch etwas zurechtgeschnitten und dann als Animation abgespeichert. Nun wechselt das Bild jede Sekunde und man kann die verschiedenen Positionen auf den jeweiligen Bikes gut erkennen. (Achtung, der Download könnte etwas dauern, 640KB).