Blog und so...

In der Kopfzeile dieses Weblogs steht: beats blog - mountainbiking und anderer unfug

Der Fokus liegt also auf mountainbiking. Alles Andere bezeichnete ich als unfug. Trotzdem beschrieb ich vor vier Jahren deutlich mehr unfug als in letzter Zeit. Dies liegt vor allem daran, dass ich lange Zeit fast täglich einen Blogbeitrag schrieb und natürlich nicht jeden Tag auf dem Bike gesessen bin.

Über die Jahre reduzierte sich einerseits die Schreibdichte und andererseits lernte ich auch, dass das allen öffentlich zugängliche Internet nicht unbedingt die richtige Plattform ist, um geschäftliches oder persönliches zur Diskussion zu stellen. Der unfug wurde also immer weniger beschrieben und dadurch mutiert beats blog langsam zum mountainbiking-Einthemenblog.

Ich nehme das einfach mal zur Kenntnis. Das ist ja nicht schlimm, vielleicht eher "dazu gelernt".

Gleichzeitig stelle ich nun jedoch fest, dass für mich persönlich das Thema mountainbiking an Wichtigkeit verliert. Wobei das vielleicht schon zu hart formuliert ist. Alles rund um meine Velofahrerei ist mir nach wie vor wichtig doch ich merke, dass es erstens nicht lebensentscheidend ist und zweitens, dass andere Themen in meinem Leben an Bedeutung gewinnen und sich in den Vordergrund drängen. Aus diesem Grund habe ich auch immer öfter Beiträge später geschrieben und einfach auf das effektive Erlebnisdatum zurückdatiert. Das erkennt man daran, dass ich dann jeweils die Uhrzeit des Beitrags auf 23:59 Uhr stelle.

Ich muss mir überlegen, wie ich blogmässig weiterfahren will. Wenn ich nämlich anderen Themen in meinem Leben mehr Platz einräumen will, muss ich beim Thema mountainbiking zeitliche Abstriche vornehmen. Und wie kann ich das am einfachsten? In dem ich weniger blogge. Im Schnitt "verbrauche" ich pro Biketour etwa fünf Stunden. Drei Stunden im Sattel, eine Stunde Pause unterwegs und eine Stunde Fotos bearbeiten und bloggen. Wenn ich die drei Stunden im Sattel beibehalten möchte, zeichnet sich rasch ab, wo sich Zeit sparen liesse. Ich könnte z.B. die Beitragsdichte weiter verringern und wie viele Einthemenblogs nur noch die Highlights meiner Biketouren beschreiben.

Ob mir bloggen als geistige Verarbeitung auch für die neuen Themen als interessant erscheint, weiss ich noch nicht. Deshalb kann ich auch noch nicht beurteilen ob in Zukunft einfach der unfug wieder zunehmen wird oder ob ich diesen in einem neuen Gefäss (anderes Blog oder andere Webseite) unterbringen werde. Mich würde auch einmal eine andere Struktur interessieren, denn in einem Blog gibt es nur eine Wichtigkeit und das ist die Zeit. Die Zeit verschluckt alles und drängt auch ganz wichtige Sachen immer wieder in den Hintergrund, in die Vergangenheit. Natürlich hat das auch etwas philosophisches (es gibt weder Vergangenheit noch Zukunft, sondern nur das Hier und Jetzt, die Gegenwart), doch das hilft mir wenig, um meine Gedanken zu strukturieren.

Mal sehen, wie sich das entwickelt.