one more time

Heute Nachmittag kriegte ich ganz unverhofft ein paar Stunden frei und da wollte ich nochmals nach Draussen gehen. Nordic Walking oder Mountainbike, das war nun die Frage. Die Reihe war eigentlich wieder beim walken und ich hätte dazu auch Lust gehabt und trotzdem habe ich mich fürs Bike entschieden. (Es ist heute der letzte Tag im Oktober. Biken bringt mehr Kilometer und mehr Aktivitätszeit als walken. Das tut der Statistik gut).

Eigentlich wollte ich eine Runde um die Kyburg fahren, doch unterwegs änderte ich meine Meinung. Es zogen mehr und mehr Wolken auf, der Wind verstärkte sich und in die Richtung, in die ich fahren sollte, da sah es am Dunkelsten aus. So drehte ich schon vor Winterthur ab und überlegte mir eine entsprechend neue Variante.

Ich wollte nochmals hoch nach Brütten, weil man von da so fantastisch in die Berge sehen konnte. Die verschneiten Berggipfel scheinen in dieser Föhnstimmung wirklich zum Greifen nah, obwohl sie mehr als 80 Kilometer entfernt sind. Zusammen mit dem Wind und den, durch die Luft wirbelnden Blättern, ergab sich eine eigentümliche Stimmung. Man hatte zwar gute Fernsicht dabei aber das Gefühl, es braue sich "Etwas" zusammen. 

Weil ich nicht mehr sonderlich motiviert war, wählte ich eine eher einfache Route, mit Windunterstützung. Es ist immer angenehm wenn man merkt, wie einem der Rückenwind anschiebt. Schade war nur, dass das Wetter am Besten war, als ich losfuhr. Später wurde es zunehmend grauer und kühler. Die frische Luft hat mir trotzdem gut getan und der kurze Abstecher zu meinen Eltern war auch sehr angenehm. Das GPS sagt: 37 km., 2:32 Std., 850 Hm.

noch mehr Herbst

Heute war ich schon um zehn Uhr zum biken verabredet und bis zum Treffpunkt brauchte ich auch noch 30 Minuten. Wollte ich also noch in Ruhe frühstücken und Zeitung lesen, musste ich um halb neun Uhr aus den Federn.

Als ich losfuhr fühlte ich mich noch ungelenk und steif. Mein Hintern meldete sofort, dass er diesen Sattel kannte. Ich musste mich zuerst wieder etwas einbewegen und einsitzen, bis ich mich halbwegs wohl fühlte. Letzte Nebelschwaden zogen durchs Tal, es war noch ziemlich kühl, genau so fühlte sich mein Körper an. Da kam mir der erste Hügel des Tages natürlich genau richtig. Puls 150 heizt nun mal besser als Puls 130! ;-)

Die Idee war heute, auf die Lägern-Hochwacht zu fahren um bei möglichem Föhn ein tolles Panorama sehen zu können. Damit die Anfahrt zu den Lägern nicht zu flach und langweilig ausfällt entscheiden wir uns, mit Stadlerberg und Schöfflisdorfer-Höhe, noch zwei Hügel in die Strecke einzubauen. Das Wetter ist gut, wir haben Zeit, alles perfekt! Nicht ganz perfekt, denn als wir oben auf der Aussichtsplattform der Lägern ankommen, ist die Sicht nicht überragend. Dunst und dünne Schleierwolken nehmen die Sicht auf die Berge. Das tut unserer guten Laune jedoch keinen Abbruch.

Die bekannten Singletrails runter nach Buchs sind heute trocken und super schön zu fahren. Überall liegt Laub, die Sonne scheint in die bunten Bäume. Grün, gelb, orange, braun, noch etwas rot, das sind die dominierenden Farben. Sehr schön! Wir machen nochmals einen Fotohalt um die tolle Stimmung festzuhalten, bevor wir dann eher gemütlich nach Hause rollten.

Eigentlich wollte ich am Kiosk beim Pistenende bei Oberglatt noch einen Kaffee trinken, doch die Menschenmenge vor der Theke war schlicht abschreckend. Wir wollten nicht 15 Minuten anstehen und entschliessen uns deshalb auch heute wieder in Seeb im Restaurant Hecht (Stützli50) einzukehren. Da wurden wir bedient und konnten sogar draussen in der Sonne sitzen. Eine gute Entscheidung. Ich konnte die Beine unter dem Tisch ausstrecken und in die Herbstsonne blinzeln, dazu etwas essen und trinken, wunderbar.

Der Heimweg war dann nur noch eine Kleinigkeit. Ich fand's eine sehr schöne Herbsttour. Danke. Das GPS sagt: 62 km., 3:54 Std., 1'250 Hm.

schöner Herbsttag

Nachmittags um 15:30 Uhr war ich mit einer Vitaltrainerkollegin auf eine Stunde Nordic Walking verabredet. Das Wetter war ideal dazu, Sonne, blauer Himmel, fast 15° Grad. Perfekt!

Wir zwei haben uns schon länger nicht mehr gesehen und so hatten wir einiges zu erzählen. Job, Familie, Vitaltrainer, und, und, und. Ja, es stimmt schon. Nordic Walking eignet sich hervorragend um zu schwatzen (und sich dabei gleichzeitig zu bewegen). Schön war's. Danke. Das GPS sagt: 6,4 km., 1:03 Std., 70 Hm.

100 Kilometer Herbsttour

Die heutige Tour ist eigentlich rasch erzählt. Ich bin die genau gleiche Tour gefahren, wie am 8. April 2010. Damals war Frühling, diesmal Herbst. Damals war das Bike weiss, dieses Mal orange. Soweit die Unterschiede... Gemeinsames gab es jedoch viel mehr. Die Temperatur lag wieder so um 10° Grad herum, wie damals, und es war zwar schön, doch wieder nur zeitweise sonnig. Ein prächtiger Biketag, für eine prächtige Biketour, damals wie heute.

Diese Runde ist lang, dafür nicht sonderlich schwer. Die ersten 70 Kilometer sind meist wellig und doch nahezu flach. Viele Kilometer auf "Simpletrails", auf einfachsten Wanderwegen oder Kiesstrassen. Über weite Strecken ein angenehmes und gemütliches dahin fahren, nun im Herbst ganz ohne Trainingsstress, bei herrlichen Herbstfarben, heute sogar ganz ohne Wanderer. Sehr schön.

Es folgte der Anstieg des Tages, von Ennetbaden via Lägernweid auf die Lägern Hochwacht. Auf etwa 10 Kilometer sind an die 500 Höhenmeter verpackt, wobei sich flachere Abschnitte munter mit steilen Rampen abwechseln. Ziemlich bissig. Ich musste mehrfach aufs kleine Kettenblatt schalten und fühlte mich nun doch schon ziemlich matt. Doch die Schinderei hat sich heute wirklich gelohnt, denn eine leichte Südwindstimmung sorgte für fast klare Sicht auf den Alpenkamm. Auf dem Bild rechts erkennt man im Vordergrund Buchs/ZH und Dällikon. Es folgt der Hügelzug von Altberg (rechts) und Gubrist (links). Dahinter die Stadt Zürich, gut zu erkennen der Zürichsee, rechts davon der Üetliberg (mit dem Turm) und dahinter die frisch verschneiten Gipfel des Alpennordkamms. Wirklich sehenswert.

Auf dem Nachhauseweg schaltete ich den Eco-Mode ein. Im Kopf hörte ich Whitney Housten "The greatest love of all" singen und dazu liess ich die Beine drehen. Ich hätte auch die Augen schliessen und um die arme Whitney weinen können. Sie hatte einst eine derart wundervolle Stimme. In meinem Kopf singt sie natürlich mit dieser, ihrer besten Stimme und ihre Augen funkeln dabei. Natürlich sieht sie bezaubernd aus. So vergeht die Zeit und schon bald bin ich beim Besucherparkplatz beim Pistenende bei Oberglatt. Ich hatte nun wirklich Hunger und für die letzte Kuppe wollte ich mich noch stärken.

Der Tacho zeigte 92 Kilometer. Bis nach Hause waren es noch deren zehn, mit etwas mehr als 100 Höhenmetern. Das war kein wirkliches Problem mehr. Whitney Housten hat mich bis vor die Garage begleitet. Komisch, wie ich gerade auf sie und dieses Lied gekommen bin...

Das war eine sehr schöne, lange und anstrengende Tour. Im Herbstgewand vielleicht fast noch eine Spur schöner, weil farbiger als im Frühling. Ich brauchte diesmal gut 20 Minuten länger, war aber auch wie gesagt eher gemütlich untergwegs. Das GPS sagt: 102 km., 6:07 Std., 1'240 Hm.

spät dran

Heute Abend konnte ich im Büro nicht rechtzeitig los und der Mittwochs-Monster-Stau knickte dann meine Hoffnung, pünktlich um 18:30 Uhr im Fitnesscenter zu sein. Ich wollte trotzdem mitmachen und so schlich ich mich halt knapp zehn Minuten später in den Übungsraum. "Sorry, tut mir leid."

Nach der Lektion Power-Yoga hatte ich noch Zeit und Lust für ausgiebig Sauna. 3x 10 Minuten bei etwa 80° Grad, dazwischen jeweils eiskalt duschen und zehn Minuten ruhen, liegen und entspannen. Danach war ich porentief rein... und müde. Es hat sich gelohnt, trotz der Verzögerung, am geplanten Programm festzuhalten.

nochmals Nordic walken

Im Laufe das Nachmittags besserte sich das Wetter hier zunehmend und so bot sich nach der Arbeit und vor Einbruch der Dunkelheit noch die Gelegenheit, für eine knappe Stunde Outdoor-Bewegung. Obwohl ich vom Sonntagswalk noch leichten Muskelkater verspürte, fasste ich nochmals die Nordic Walking Stöcke aus der Garage und machte mich auf den Weg.

Das ging dann so: 11 Minuten mit Gummifüssen auf Asphalt, dann 9 Minuten auf einer griffigen Kiesstrasse berghoch (mit Stahlspitzen). Insgesamt 20 Minuten ansteigend, 130 Höhenmeter auf 2,1 Kilometer. Am höchsten Punkt wenden, wieder 750 Meter, 60 Höhenmeter, in 5 Minuten nach unten laufen, wieder umdrehen, die gleichen 750 Meter, 60 Höhenmeter, in 8 Minuten erneut hochwalken. Dann retour in 20 Minuten, mit noch 10 Höhenmeter zum Schluss. Macht gesamthaft 5,74 Kilometer, in 52 Minuten, mit 200 Höhenmeter. ca. 5'500 Schritte.

Beim zweiten Mal hochlaufen konzentrierte ich mich sehr stark auf den Atem. Ich schloss den Mund und atmete nur noch durch die Nase. Vier Schritte einatmen, vier Schritte ausatmen. Das versuchte ich etwa fünf Minuten ununterbrochen einzuhalten. Man muss die Schrittlänge und -geschwindigkeit der Steigung anpassen, damit man die Belastung tief halten kann. Durch den Mund atmen gilt nicht! Klappe zu!

Es wurde nun rasch dunkler, doch auf dem Rückweg half die Schwerkraft ja etwas mit. Zuerst 80 Höhenmeter auf Schotter bergrunter (die ich locker runter jogge), dann der letzte Kilometer wieder auf Asphalt mit Gummifüssen an den Stöcken. Da konnte ich noch etwas auspendeln. Der Puls war tief und der Atemrhythmus lag bei sechs Schritte einatmen und 8 Schritte ausatmen. Ja, diese 50 Minuten haben gut getan. Ich komme langsam wieder in Fahrt und freue mich schon auf die morgige Lektion Power-Yoga.

Sonntagswalk

Bei uns war heute ziemlich durchzogenes Herbstwetter. Ich putzte das Santa Cruz von der gestrigen Tour mit Gartenschlauch, Bürste und Schwamm und überlegte dabei kurz, ob ich nachmittags noch eine Bikerunde, zum Beispiel mit dem Kish auf der Strasse, drehen soll. Das war aber nur ein kurzer Augenblick. Zu trüb, zu nass.

Ich erledigte noch ein paar PC- und Bürodinge und wollte dann trotzdem noch etwas nach draussen. Schon ewig war ich nicht mehr Nordic walken, und dafür reichte das Wetter alle Mal. Also Laufschuhe suchen, geeignete Kleidung anziehen und die Stöcke aus der Garage nehmen. Loslaufen. Rhythmus suchen. Ist das schon lange her...

Zu Beginn am besten gleich eine leichte Steigung. Da kann man die Stöcke am Besten einsetzen. Einstecken, durchziehen, nach hinten stossen, loslassen und über die Schleife nach vorne schwingen. Schultern nicht verkrampfen, breite Brust, gleichmässiger Schwung. So zu laufen ist wirklich ein sehr gutes Ganzkörperprogramm. Der Kopf sitzt ruhig oben auf, der ganze Körper darunter ist in dynamischer Bewegung und pendelt gleichmässig hin und her.

Wenn nur die Stöcke nicht so einen Lärm machen würden...

Ich belohnte meine Aktivität mit einem Walk ins Nachbardorf, wo ich mir im Restaurant einen feinen Latte Macchiatto gönnte. Auf dem Rückweg spürte ich dann deutlich den Unterschied zum Radfahren. Zu Fuss gibt es keine Rollerabschnitte, wo man sich einfach hinsetzen und entspannen kann. Beim Nordic Walking muss man jeden Meter laufen. Auch bergab und in der Fläche, da gibt es nichts geschenkt. Wobei gerade monotone Abschnitte das Rhythmusgefühl verbessern können. Ich mag Nordic Walking nach wie vor und werde es in den Wintermonaten bestimmt wieder etwas forcieren. Das GPS sagt: 7 km., 1:08 Std., 120 Hm. 6'700 Schritte

Samstagstrainingstour

Um 13:00 Uhr war ich mit drei Freunden zum biken verabredet. Das Wetter war so so, la la... Frühmorgens regnete es noch, doch gegen Mittag trocknete es zuhnehmend ab. Trotzdem war es Wetter für Schutzbleche, für lange Hose und Windjacke, knappe 10° Grad. Vorne konnte ich kein Schutzblech montieren weil ich keinen passenden Zapfen für das 1,5-Zoll-Steuerrohr gefunden habe und daran wird das Schutzblech ja angeklipt. Ich bastelte mir an die Gabel ein Dreckschleuderschutzschild und war gespannt, ob es funktionieren würde. Das Bike war also gut gerüstet und ich war es auch.

Wie man unschwer am Bild des Tages erkennen kann, fuhren wir den Laubberg hoch und über schöne Waldsingletrails rüber bis zum Paradiesgärtli, wo wir eine erste Nussgipfel- und Birrenweggen-Pause einlegten. Die Trails waren zwar feucht und stellenweise rutschig, doch der vordere Kenda Nevegal Reifen lässt sich dadurch nicht beeindrucken. Sicher greift der Reifen in den Untergrund und fährt präzise da hin, wo man will. Auch der hintere Nobby Nic macht mir einen guten Eindruck. Vor allem beim Bremsen bietet er viel mehr Verzögerung als der Racing Ralph, welcher rasch rutschte und zum blockieren neigte. Die Räder sind nun zwar 600 Gramm schwerer als mit den Sommerreifen, doch sie können dafür auch viel mehr. Eindeutig die richtige Entscheidung für kalte Herbst- und Wintertouren. (Dachte ich eigentlich nicht daran, im Winter das Intense zu fahren und das schöne Carbonbike zu schonen? Dann hätte diese Bereifung aber eher auf das Intense Spider29 gehört).

Wir sind eine ziemlich ähnliche Tour wie vor einer Woche gefahren und machten zum Tourende wieder einen Kaffeehalt im Stützli-füfzg. Es kommen nun also wieder die Touren mit Kaffee Lutz, mit klammen Händen und Füssen, es kommt der Winter. Soviel ist klar. Das GPS sagt: 55 km., 3:42 Std., 1'000 Hm.

Abends waren dann noch meine Kochkünste gefragt, da wir Gäste eingeladen hatten. Ich versuchte gesund und schmackhaft zu kochen. Sprich, es brauchte einige Vorbereitung und ein gutes Timing zum Schluss. Das hat alles bestens geklappt und zum Dank wurde Alles aufgegessen. Die anschliessenden Kaffee- und Dessertgespräche waren anregend und wir haben uns alle gut unterhalten. Ein schöner Tag. Danke.