schöner Herbsttag

Nachmittags um 15:30 Uhr war ich mit einer Vitaltrainerkollegin auf eine Stunde Nordic Walking verabredet. Das Wetter war ideal dazu, Sonne, blauer Himmel, fast 15° Grad. Perfekt!

Wir zwei haben uns schon länger nicht mehr gesehen und so hatten wir einiges zu erzählen. Job, Familie, Vitaltrainer, und, und, und. Ja, es stimmt schon. Nordic Walking eignet sich hervorragend um zu schwatzen (und sich dabei gleichzeitig zu bewegen). Schön war's. Danke. Das GPS sagt: 6,4 km., 1:03 Std., 70 Hm.

spät dran

Heute Abend konnte ich im Büro nicht rechtzeitig los und der Mittwochs-Monster-Stau knickte dann meine Hoffnung, pünktlich um 18:30 Uhr im Fitnesscenter zu sein. Ich wollte trotzdem mitmachen und so schlich ich mich halt knapp zehn Minuten später in den Übungsraum. "Sorry, tut mir leid."

Nach der Lektion Power-Yoga hatte ich noch Zeit und Lust für ausgiebig Sauna. 3x 10 Minuten bei etwa 80° Grad, dazwischen jeweils eiskalt duschen und zehn Minuten ruhen, liegen und entspannen. Danach war ich porentief rein... und müde. Es hat sich gelohnt, trotz der Verzögerung, am geplanten Programm festzuhalten.

nochmals Nordic walken

Im Laufe das Nachmittags besserte sich das Wetter hier zunehmend und so bot sich nach der Arbeit und vor Einbruch der Dunkelheit noch die Gelegenheit, für eine knappe Stunde Outdoor-Bewegung. Obwohl ich vom Sonntagswalk noch leichten Muskelkater verspürte, fasste ich nochmals die Nordic Walking Stöcke aus der Garage und machte mich auf den Weg.

Das ging dann so: 11 Minuten mit Gummifüssen auf Asphalt, dann 9 Minuten auf einer griffigen Kiesstrasse berghoch (mit Stahlspitzen). Insgesamt 20 Minuten ansteigend, 130 Höhenmeter auf 2,1 Kilometer. Am höchsten Punkt wenden, wieder 750 Meter, 60 Höhenmeter, in 5 Minuten nach unten laufen, wieder umdrehen, die gleichen 750 Meter, 60 Höhenmeter, in 8 Minuten erneut hochwalken. Dann retour in 20 Minuten, mit noch 10 Höhenmeter zum Schluss. Macht gesamthaft 5,74 Kilometer, in 52 Minuten, mit 200 Höhenmeter. ca. 5'500 Schritte.

Beim zweiten Mal hochlaufen konzentrierte ich mich sehr stark auf den Atem. Ich schloss den Mund und atmete nur noch durch die Nase. Vier Schritte einatmen, vier Schritte ausatmen. Das versuchte ich etwa fünf Minuten ununterbrochen einzuhalten. Man muss die Schrittlänge und -geschwindigkeit der Steigung anpassen, damit man die Belastung tief halten kann. Durch den Mund atmen gilt nicht! Klappe zu!

Es wurde nun rasch dunkler, doch auf dem Rückweg half die Schwerkraft ja etwas mit. Zuerst 80 Höhenmeter auf Schotter bergrunter (die ich locker runter jogge), dann der letzte Kilometer wieder auf Asphalt mit Gummifüssen an den Stöcken. Da konnte ich noch etwas auspendeln. Der Puls war tief und der Atemrhythmus lag bei sechs Schritte einatmen und 8 Schritte ausatmen. Ja, diese 50 Minuten haben gut getan. Ich komme langsam wieder in Fahrt und freue mich schon auf die morgige Lektion Power-Yoga.

Sonntagswalk

Bei uns war heute ziemlich durchzogenes Herbstwetter. Ich putzte das Santa Cruz von der gestrigen Tour mit Gartenschlauch, Bürste und Schwamm und überlegte dabei kurz, ob ich nachmittags noch eine Bikerunde, zum Beispiel mit dem Kish auf der Strasse, drehen soll. Das war aber nur ein kurzer Augenblick. Zu trüb, zu nass.

Ich erledigte noch ein paar PC- und Bürodinge und wollte dann trotzdem noch etwas nach draussen. Schon ewig war ich nicht mehr Nordic walken, und dafür reichte das Wetter alle Mal. Also Laufschuhe suchen, geeignete Kleidung anziehen und die Stöcke aus der Garage nehmen. Loslaufen. Rhythmus suchen. Ist das schon lange her...

Zu Beginn am besten gleich eine leichte Steigung. Da kann man die Stöcke am Besten einsetzen. Einstecken, durchziehen, nach hinten stossen, loslassen und über die Schleife nach vorne schwingen. Schultern nicht verkrampfen, breite Brust, gleichmässiger Schwung. So zu laufen ist wirklich ein sehr gutes Ganzkörperprogramm. Der Kopf sitzt ruhig oben auf, der ganze Körper darunter ist in dynamischer Bewegung und pendelt gleichmässig hin und her.

Wenn nur die Stöcke nicht so einen Lärm machen würden...

Ich belohnte meine Aktivität mit einem Walk ins Nachbardorf, wo ich mir im Restaurant einen feinen Latte Macchiatto gönnte. Auf dem Rückweg spürte ich dann deutlich den Unterschied zum Radfahren. Zu Fuss gibt es keine Rollerabschnitte, wo man sich einfach hinsetzen und entspannen kann. Beim Nordic Walking muss man jeden Meter laufen. Auch bergab und in der Fläche, da gibt es nichts geschenkt. Wobei gerade monotone Abschnitte das Rhythmusgefühl verbessern können. Ich mag Nordic Walking nach wie vor und werde es in den Wintermonaten bestimmt wieder etwas forcieren. Das GPS sagt: 7 km., 1:08 Std., 120 Hm. 6'700 Schritte

Stillstand

Seit ein paar Tagen stehe ich körperlich still und bewege mich nur wenn unbedingt nötig. Gestern haben wir die Pilates-Lektion geschwänzt und auch heute Abend sitze ich lieber in der warmen Stube, als dass ich mich für irgend eine Trainings- oder Übungseinheit motivieren könnte. Das schlechte Herbstwetter hat abgefärbt. Ich bin derzeit faul und verfressen. Ich überkompensiere mit Pause und Stillstand.

Morgen Abend stehen 50 Minuten Power-Yoga auf dem Programm. Ich werde da sein, es wird mir gut tun.

Erholungstag

Gestern Abend war ich ganz schön müde. Die lange Steigung zur Pizolhütte hat mich schon recht viele Körner gekostet. Ich habe mir die Tour noch lange am PC angeschaut (siehe Bild unten) und dabei finde ich es immer wieder faszinierend zu sehen, was das Programm SportTracks aus den Daten des Garmin Edge 705 alles darstellen kann. Man kann die Tour wirklich im Detail analysieren und es gibt dabei keine Lücken. Ich kann jeden Punkt der roten Linie anklicken und erhalte eine Vielzahl von Informationen. Wo war ich geografisch, wie stark schlug mein Herz, wie schnell bewegte ich mich, auf welcher Höhe war ich um wie viel Uhr und wie lange war ich schon unterwegs. Die kleinen weissen Vierecke zeigen an, wo ich stehen geblieben bin. Wirklich nichts bleibt unregistriert...

Mein Durchschnittspuls lag bei 143 Schlägen, oder bei 81% meines Maximalpulses (173). Das ist ganz schön hoch. In der langen und gleichmässigen Steigung hoch zur Alp Vordersäss lag mein Puls fast zwei Stunden lang zwischen 85 und 90 Prozent meiner maximalen Kapazität. Man kann sich gut vorstellen, wie stark mein ganzer Organismus dabei belastet wurde. Natürlich schwitzte ich stark und die Beine mussten immer Leistung bringen. Gleichmässig atmen hiess in diesen zwei Stunden eher gleichmässig keuchen. Ich konnte fast nur noch durch den Mund atmen. Sprechen wäre zwar noch möglich gewesen, aber nur langsam und mit Unterbrechungen. Puls 150 (87%) ist da so in etwa meine Grenze. In diesen zwei Stunden überwand ich etwa 1'300 Höhenmeter, macht 650 Höhenmeter pro Stunde. Ein normal guter Wert, damit bin ich zufrieden.

Auch interessant ist der obere Teil des Downhills. Das war der Weg so steil, verblockt und anspruchsvoll, dass ich auch da eine halbe Stunde lang einen Puls um 150 hatte. Soweit also meine Betrachtungen zu Gestern.

Heute gönnte ich mir deshalb AUSSCHLAFEN. So lange wie es ging, bis mich irgendetwas schmerzte, entweder die Schultern oder das Kreuz, oder Beides. Das hat heute aber lange gedauert, denn insgesamt schlief ich fast 11 Stunden und so war mein Frühstück mit Zeitung schon fast ein Mittagessen ;-) Schön.

Nachmittags war dann ganz dem Haushalt gewidmet. Putzen war angesagt. Das ist ein etwas spezielles Thema. Ich putze nicht gerne. Niemand putzt gerne. Oder doch? Hat Putzen nicht auch etwas Meditatives? Man staubt immer wieder die selben Dinge ab, schrubbt die gleichen Toiletten, sprüht den immer gleichen Badezimmerspiegel mit Glasreiniger ein und saugt die immer gleichen Teppiche. Ganz super finde ich, mit dem Wischmobb die glatten Böden zu reinigen. Die Bewegungen sind so rhythmisch und man sieht gleich, wie es glänzt. Moment! Wie war das nun? Putze ich nun doch gerne? Wer weiss... Ich wohne jedenfalls gerne in einer sauberen Umgebung und wenn ich nicht selbst diese Sauberkeit herstelle, müsste ich jemanden dafür bezahlen, dass er oder sie es macht. Solange ich jedoch die Zeit dazu habe, mache ich es (wie alle anderen) lieber selbst.

Auch wenn mir Putzen meistens stinkt, so entspannt mich zumindest, wenn ich einmal dran bin. Ich bin dabei immer in Bewegung, greife nach Dingen, beuge und strecke mich und lockere so meine Muskeln. Weil Putzen eine geistig öde Arngelegenheit ist, kann ich gut einige Dinge durchdenken oder wenn mir auch das zuviel ist, lasse ich laut Musik spielen und singe dazu. Zur Live-Doppel-CD von Dire Straits putzt es sich gar nicht schlecht. Ganz locker. ;-)

Zum Schluss dann noch Altglas entsorgen und Einkaufen. E voilà, der Tag ist schon bald vorbei. Wie gewohnt dann Kochen, Essen, vielleicht noch etwas Glotze gucken, sicher noch PC und Internet surfen und dann bin ich ganz entspannt und schon wieder müde... Gute Nacht.

Ich will Sonne!

Diese Woche ist das Wetter ja ziemlich herbsttypisch. Unten grau und oben blau. Heute war es also bei uns im Flachland nur grau und dies soll auch in den nächsten Tagen so bleiben. Wenn ich also Morgen oder Übermorgen Sonne sehen will, muss ich in die Höhe. Ein kurzer Blick auf den Wetterbericht sagt: Nebelobergrenze auf ca. 1'500 Metern über Meer... da muss ich doch ziemlich weit hinauf...

Dieses Jahr fehlen mir zwei Touren, die ich in den vergangenen Jahren immer wieder gefahren bin und die mir auch immer gut gefallen haben. Dies ist einerseits die Palfris-Tour ab Sargans und andererseits die Pizol-Tour ab Bad Ragaz. Der höchste Punkt der Palfris-Tour liegt auf knapp 1'800 Metern über Meer und die Pizolhütte liegt auf genau 2'222 Metern über Meer.

Sicher ist sicher... Ich habe mir die Tourdaten der Pizol-Tour auf das GPS-Gerät geladen und denke nun, dass ich den morgigen Tag dafür nutzen werde.

trautes Heim

In letzter Zeit bin ich nicht so bloggy. Es fällt mir eher schwer, mich hinzusetzen und Blogeinträge zu schreiben. Zeit also, für etwas Katzen-Content. Zur Erklärung: In Bloggerkreisen sind Beiträge à la "meine Katze und ich" ziemlich verpönt, weil das scheinbar so in etwa das Letzte ist, worüber man schreibt. Da fällt einem sonst wirklich gaaaaaaar nichts anderes mehr ein...

Egal.

Wie schön früher angesprochen, bin ich innerlich etwas hin und her gerissen. Beruflich meine ich das. Mein aktueller Job ist unsicherer denn je und ich weiss noch immer nicht, wo es mich denn hinzieht, wenn es mich denn rausspühlt. Die Vitaltrainer-Sache liess ich einschlafen und weiss nicht, ob ich sie wieder aktivieren soll und die Ravioli-Geschichte war wohl eher ein schönes Gedankenspiel. Es liegt in der menschlichen Natur, dass man sich in Zeiten der Unsicherheit nach "Wahrem", nach "Einfachem" sehnt und dass es vor allem technokratisch angehauchte Berufsgruppen so quasi als Ausgleich zu Bodenständigem hinzieht. Nur, bei genauem Hinsehen ist nichts einfach und nur wenig wahr...

So sind denn die Bikegeschichten etwas weniger wichtig geworden und ich verspüre auch wieder vermehrt das Bedürfnis mehr zu lesen und mich so weiter zu entwickeln und weiter zu bilden. Oder mir selbst dadurch etwas besser auf die Spur zu kommen um vielleicht doch einmal zu ergründen, wie ich denn nun die kommenden 18 Jahre bis zu meiner Pensionierung verleben will. Es gibt noch viel zu tun. Und das Tun ist halt etwas anderes, als darüber zu bloggen. Ich versuche trotzdem dran zu bleiben.