wechselnder Rhythmus

Gegen elf Uhr war ich im Fitnesscenter und machte mich für eine Spinning Lektion bereit. Heute wechselten sich zwei Trainerinnen ab und so war rasch klar, dass es anstrengend wird und ich ganz kräftig abschwitzen werde. Die mir bisher unbekannte Leiterin fuhr gerne hohe Trittfrequenzen und liess uns richtig wirbeln. Bei nur geringem Widerstand sehr schnell kurbeln und dabei den Musikrhythmus zu treffen und halten zu können, das fordert ganz schön. Die steten Positionswechsel halten den Puls lange ziemlich hoch...

Nach der Stunde bin ich klatschnass und freue mich auf den heissen Teil meines Sonntagsprogramms. Zuerst setzte ich mich 10 Minuten ins Dampfbad und nach 10 Minuten Ruhe auf der Liege gönnte ich mir noch 10 Minuten in der 80° Grad heissen Sauna. Danach eiskalt duschen und nochmals etwas Entspannung. Sehr schön - ich mag das.

Den Nachmittag verbrachte ich in der warmen Stube, mit einem guten Buch. Ich freute mich auf das ATP World Tour Finalspiel zwischen Rafael Nadal (1) und Roger Federer (2). Das heutige Fernsehsport-Highlight. Das Spiel hielt dann auch, was es versprach und mit Roger Federer siegte aus meiner Sicht auch der richtige Spieler (6:3, 3:6, 6:1). Auch sehr schön.

Damit lassen sich die heutigen Abstimmungsresultate auch etwas einfacher verdauen. Ich bin mal wieder völlig überstimmt worden. Meine poltischen Ansichten sind scheinbar derzeit nicht Mehrheitsfähig...

kalte Bikerunde

Um elf Uhr war die Temperatur noch knapp unter Null und es lag wenig Schnee. Brrr! Kalt! Was ziehe ich auf die Bikerunde nur alles an? Ich bin noch gar nicht auf Winter und Schnee eingestellt. So brauche ich vor dem Schrank etwas länger, bis ich mich entscheiden kann. Unten zwei Schichten Kleider und oben drei, das sollte passen. Dazu Stirnbald mit Ohrenwärmer und Langfingerhandschuhe.

Wir waren heute zu viert und eigentlich wollten wir ein paar schöne Singletrails fahren, doch bei den heutigen Bedingungen war das gar nicht so einfach. Da muss man situativ entscheiden, wo man fahren kann und wo nicht. Und auch, wann man so kalte Füsse hat, dass man besser eine geheizte Gaststätte aufsucht um sich etwas aufzuwärmen.

Wir fuhren zum Irchelturm hoch und da wollte ich klarerweise noch mein Standardfoto machen. Schön, dass heute, seit langem wieder einmal, Gäste auf dem Foto sind. Nach der Weiterfahrt freuten wir uns auf schöne Singletrails, doch unsere Fahrt wurde schon bald unterbrochen. Grossflächige Waldarbeiten versperrten unsere Wege und so suchten wir Alternativen, welche dann aber nicht so prickelnd waren. Prickelnd war jedoch zunehmend das Wetter. Feine Schneeflocken, die mit kaltem Wind wie feine Nadelstiche im Gesicht auftreffen. mmm.... macht nicht so Spass! Wir beraten kurz was wir machen wollen und entscheiden uns für den kurzen Heimweg mit zweitem Kaffeehalt. Das nasskalte Unterländer Winterwetter hatten wir zur Genüge gesehen. Das GPS sagt: 31 km., 2:40 Std., 770 Hm.

müde Beine

Seit dem Wochenende verspüre ich an unterschiedlichen Stellen in den Beinen Muskelkater. Vermutlich sind das noch Auswirkungen von den Beinkrämpfen der Samstagstour. Oder von den 15 Kilometer walken am Sonntag. Das war alles etwas viel. Die schnellen Stop-and-go Bewegungen beim Squash vom Dienstag waren noch o.k. Bei den anstrengenden Power Yoga Standübungen am Mittwoch merkte ich dann aber jeden Muskel einzeln und hatte nur noch wenig Kraft. So kamen die heutigen 50 Minuten Spinning gerade richtig. Die Beine richtig ausschütteln und schnell drehen lassen, geschmeidig im Rhythmus sich bewegen. Das konnte nur gut tun und es hat mir wirklich gut getan. Der Gang in die Sauna und danach ins Dampfbad war ein super Abschluss meiner heutigen Bewegungseinheit.

stabiles Tiefdruckgebiet

Seit Beginn der Woche hat kalter, feuchter und grauer November Einzug gehalten und auch für die kommenden Tage ist keine wirkliche Besserung in Sicht. Nebel, Wolken, zeitweise etwas Regen oder Schnee, Temperaturen nur knapp über Null Grad. Nicht wirklich Velo-Wetter...

Die letzten drei Tage erlebte ich nach folgendem Muster: Arbeit, Sport, Essen, Medien, Schlafen. Am Montagabend war ich mit Karin im Pilates, gestern Dienstag mit zwei Freunden Squash spielen und heute Abend noch mit Karin in einer Lektion Power-Yoga. Deshalb wurde es immer ziemlich spät, bis wir essen konnten und bis dann hatten wir immer einen Riesenhunger. Zu später Stunde noch viel essen ist ernährungstechnisch zwar nicht so gut, doch was soll's. Machmal geht es halt nicht anders und manchmal ist essen auch Belohnung. C'est la vie.

Morgen will ich bereits wieder ins Fitnesscenter. Um 09:15 Uhr startet jeweils eine 50 Minuten Lektion Spinning und das macht mir ziemlich Spass. Schon die letzten zwei Donnerstage war ich da. Ich mag die Musik und ich mag die Leute. Die Velofahrerei an Ort finde ich ziemlich nebensächlich, es ist die Musik, die Spinning für mich spannend macht. Sich exakt im Rhythmus zu bewegen, das ist die Kunst. Sich auf die Musik einzulassen und sich mit der Musik zu bewegen, sich in der Musik zu motivieren oder von ihr getragen zu werden, je nach Situation. Das kann ich nur auf dem Spinningrad, wo ich mich nicht auf die Strasse oder die Umgebung konzentrieren muss. Die eigene Belastung kann man durch die Bremse am Spinningrad sehr fein regulieren, was ich auch toll finde. So kann jeder so anstrengend trainieren, wie er will. Ja, da freue ich mich drauf.

Longwalk

Das Wetter war heute trüb, hochnebelverhangen, grau und die Temperatur lag bei kühlen vier Grad über Null. Trotzdem wollte ich nach draussen und mich etwas bewegen. Ich hatte Zeit und kurz nach Mittag habe ich mich umgezogen und bin mit den Nordic Walking Stöcken losgelaufen.

Natürlich spürte ich die gestrige Biketour noch in den Beinen, doch rasches Gehen wie beim Nordic Walking hilft mir auch die Muskeln auszuschütteln und sie im Laufrhythmus zu entspannen. Ich starte deshalb bewusst flach und laufe locker 15 Minuten auf Asphalt, bis ich die Gummifüsse von den Stockspitzen nehme und auf Waldstrassen abbiege.

Nun folgt der beste Teil meiner heutigen Strecke. Auf sehr griffigem Untergrund steigt die Strasse etwa 100 Höhenmeter an. Zuerst noch wenig, dann folgt eine kurze, steile Stelle, bevor es dann gleichmässig weiter ansteigt. Da kann man schön kraftvoll laufen und während etwa 10 Minuten steigt der Puls auf über 130. Dabei geniesse ich wirklich diese Art von Ganzkörpertraining. Durch den Stockeinsatz sind die Hände, die Arme, Schultern, der Nacken und obere Rücken genauso in die Laufbewegung integriert, wie die tragenden Beine. Und das beste dabei ist der Rhythmus dieser Überkreuzbewegung von Armen und Beinen, die wie eine Art Welle, den ganzen Körper durchströmt. Der ganze Rücken wird durchbewegt und die Wirbelsäule steht dynamisch im Zentrum dieser Schwingungen (und wird genährt).

Ich laufe ohne mobile Musik im Ohr, weil ich der natürlichen Umgebung nahe sein will. Ich versuche nichts zu denken, was natürlich nie klappt. Deshalb lenke ich aufkommende Gedanken auf meinen Laufstil um. Ich gebe mir Anweisungen wie: Schultern locker lassen, Stock sauber einstechen, Brustkorb öffnen, gerade auftreten, über Stock beschleunigen und nach hinten durchstossen, Hand öffnen und Stock nach hinten wegschicken. Schwung aus den Schultern, nicht aus den Ellbogen, lange Schritte, locker und aufrecht...

Die Luft ist frisch, kühl und gut zu atmen. Das schreibe ich deshalb, weil ich mich an der frischen Luft regelrecht auftanke. Ich regeneriere meinen Körper während des Laufens mit frischem Sauerstoff. Das gleichmässige und tiefe Atmen spühlt mir mehr Sauerstoff ins Blut als ich während der Bewegung verbrauche und so gesehen erfrischt mich eine gute Nordic Walking Runde eher, als dass sie mich ermüdet. So war es auch heute und weil von der gestrigen Biketour noch ein paar Schlacken und Rückstände in meinem Körper steckten, brauchte es halt heute ein paar Kilometer mehr. Mit über 15 Kilometern wurde es zum Schluss meine bisher längste Nordic Walking Strecke, was ich dann auch zunehmend merkte. Die Koordination und Kontrolle liess doch langsam nach und ich war ziemlich müde, als ich endlich wieder vor der eigenen Haustüre stand. Ich war zufrieden und hatte das Gefühl, etwas Gutes aus diesem grauen Nachmittag gemacht zu haben. Das GPS sagt: 15,5 km., 2:32 Std., 200 Hm.

Trainingstour

Es zeichnete sich ein nebliger Tag ab und da ist die Idee, auf die Lägern Hochwacht zu fahren, immer gut. Mit 856 Metern über Meer hat man da gute Chancen um an die Sonne zu kommen. Wie man sehen kann, hat es auch heute geklappt.

Wir waren heute eine richtig grosse Gruppe von 10 Bikern, darunter einige Neue, die ich bisher nicht kannte. Etwas ungewohnt, so viele Leute. Gewohnt war dann schon eher, dass ich im Anstieg auf die Lägern das Schlusslicht bildete. Alle sind fit und leicht und gut trainiert... So ist es nunmal. Am höchsten Punkt schien dann auch für mich die Sonne. ;-)

Wir waren nur knapp über der Nebeldecke und sahen, dass unser nächstes Ziel, der Altberg, mitten im Nebel steckt. Auf dem Weg bis zur Waldschenke Altberg gibt es zwei fiese, steile Rampen, die mir alles abverlangen. Vor allem die letzten 100 Meter bis zum Restaurant sind heftigst steil. Im kleinsten Gang erreichte ich da meinen heutigen Pulsspitzenwert von 172 Schlägen. Da bot die anschliessende Pause dann die nötige Erholung. Ich genehmigte mir zuerst ein Rivella und danach ein Stück Kuchen zu einer Tasse Kaffee. Das sollte mir den nötigen Brennstoff für die Rückfahrt liefern.

Jürg und ich sind dann noch auf denn 33 Meter hohen Aussichtsturm gestiegen, doch die Aussicht war gleich Null. Man konnte sehen, wie der Nebel über den Hügelrücken getrieben wurde und es war dabei ziemlich kühl.

Auf dem Rückweg sind wir den langen Singletrail bis nach Regensdorf gefahren, der wirklich viel Spass machte. Ich kannte den Weg ja von früher und wusste, dass es ziemlich dreckig wird, weil es da ein paar tiefe, sumpfige Stellen gibt und weil immer mehr Biker immer tiefere Löcher fahren. Spassig war es trotzdem oder vielleicht auch gerade deswegen.

Es folgten noch etwa 15 Kilometer auf Asphalt oder leichten Schotterstrassen und heute haben wir da nochmals richtig Tempo gemacht. Mir verkrampften nun immer mehr die Beine und ich hätte wohl nicht anhalten und still stehen können. Nur die dauernde Bewegung verhinderte anhaltende Muskelverkrampfungen. Das ist auch eine Folge der Gruppenzusammenstellung, denn heute gab es immer wieder jemanden, der das Tempo anzog und dafür sorgte, dass die Belastung hoch blieb. Bis ich zuhause war, empfand ich es als eine lange und anstrengende, weil ziemlich schnelle Trainingstour. Das GPS sagt: 64 km., 3:52 Std., 1'210 Hm.

Fahrt in die Nacht

Ich wollte nun endlich mal die neue Bikebeleuchtung ausführen. Gegen Abend montierte ich die MigicShine-Lampe an den Titanleker des Kish Hardtails und fuhr los. Es sollte eine schöne Strassenrunde werden. Mit etwa acht Grad war es recht angenehm und nicht wirklich kalt. Die Strassen waren trocken, soweit alles o.k.

Bevor ich losgefahren bin, pumpte ich beide Reifen auf drei Bar so dass sie gut rollen und so war es dann auch. Ich bin kilometerweise mit Puls 120 so dahin gerollt und genoss die Umgebund und die zunehmende Dunkelheit. Das Bike rollt fast geräuschlos. Nur die Luft, die ich durchschneide, pfeift mir um die Ohren. Gleichmässig drehen die Beine...

Die neue Lampe gibt wirklich sehr hell. Das Diodenlicht ist sehr weiss, ein klares, eher hartes Bild mit leichtem Blaustich. Im Strassenverkehr ist Stufe 1 schon absolut hell genug (Bild rechts). Auf der hellsten Stufe 3 wird das für entgegenkommende Autofahrer ziemlich blendend (Bild links). Ist man dann aber etwas von Häusern, Strassenlaternen und Autos entfernt, loht es sich aber schon, mit Vollicht rumzufahren, denn das macht richtig Spass! Die Lichtstreuung ist gelungen und ich sehe bedeutend mehr, als mit der alten Lupine Halogenlampe. Ja, das ist sehr gut!

Als Nächstes will ich mal mit dem MTB einen Nightride fahren wo ich dann die MagiShine-Lampe auf den Helm montiere und die Lupine an den Lenker.  Das GPS sagt: 58 km., 2:50 Std., 600 Hm.