kalte Bikerunde

Um elf Uhr war die Temperatur noch knapp unter Null und es lag wenig Schnee. Brrr! Kalt! Was ziehe ich auf die Bikerunde nur alles an? Ich bin noch gar nicht auf Winter und Schnee eingestellt. So brauche ich vor dem Schrank etwas länger, bis ich mich entscheiden kann. Unten zwei Schichten Kleider und oben drei, das sollte passen. Dazu Stirnbald mit Ohrenwärmer und Langfingerhandschuhe.

Wir waren heute zu viert und eigentlich wollten wir ein paar schöne Singletrails fahren, doch bei den heutigen Bedingungen war das gar nicht so einfach. Da muss man situativ entscheiden, wo man fahren kann und wo nicht. Und auch, wann man so kalte Füsse hat, dass man besser eine geheizte Gaststätte aufsucht um sich etwas aufzuwärmen.

Wir fuhren zum Irchelturm hoch und da wollte ich klarerweise noch mein Standardfoto machen. Schön, dass heute, seit langem wieder einmal, Gäste auf dem Foto sind. Nach der Weiterfahrt freuten wir uns auf schöne Singletrails, doch unsere Fahrt wurde schon bald unterbrochen. Grossflächige Waldarbeiten versperrten unsere Wege und so suchten wir Alternativen, welche dann aber nicht so prickelnd waren. Prickelnd war jedoch zunehmend das Wetter. Feine Schneeflocken, die mit kaltem Wind wie feine Nadelstiche im Gesicht auftreffen. mmm.... macht nicht so Spass! Wir beraten kurz was wir machen wollen und entscheiden uns für den kurzen Heimweg mit zweitem Kaffeehalt. Das nasskalte Unterländer Winterwetter hatten wir zur Genüge gesehen. Das GPS sagt: 31 km., 2:40 Std., 770 Hm.

Trainingstour

Es zeichnete sich ein nebliger Tag ab und da ist die Idee, auf die Lägern Hochwacht zu fahren, immer gut. Mit 856 Metern über Meer hat man da gute Chancen um an die Sonne zu kommen. Wie man sehen kann, hat es auch heute geklappt.

Wir waren heute eine richtig grosse Gruppe von 10 Bikern, darunter einige Neue, die ich bisher nicht kannte. Etwas ungewohnt, so viele Leute. Gewohnt war dann schon eher, dass ich im Anstieg auf die Lägern das Schlusslicht bildete. Alle sind fit und leicht und gut trainiert... So ist es nunmal. Am höchsten Punkt schien dann auch für mich die Sonne. ;-)

Wir waren nur knapp über der Nebeldecke und sahen, dass unser nächstes Ziel, der Altberg, mitten im Nebel steckt. Auf dem Weg bis zur Waldschenke Altberg gibt es zwei fiese, steile Rampen, die mir alles abverlangen. Vor allem die letzten 100 Meter bis zum Restaurant sind heftigst steil. Im kleinsten Gang erreichte ich da meinen heutigen Pulsspitzenwert von 172 Schlägen. Da bot die anschliessende Pause dann die nötige Erholung. Ich genehmigte mir zuerst ein Rivella und danach ein Stück Kuchen zu einer Tasse Kaffee. Das sollte mir den nötigen Brennstoff für die Rückfahrt liefern.

Jürg und ich sind dann noch auf denn 33 Meter hohen Aussichtsturm gestiegen, doch die Aussicht war gleich Null. Man konnte sehen, wie der Nebel über den Hügelrücken getrieben wurde und es war dabei ziemlich kühl.

Auf dem Rückweg sind wir den langen Singletrail bis nach Regensdorf gefahren, der wirklich viel Spass machte. Ich kannte den Weg ja von früher und wusste, dass es ziemlich dreckig wird, weil es da ein paar tiefe, sumpfige Stellen gibt und weil immer mehr Biker immer tiefere Löcher fahren. Spassig war es trotzdem oder vielleicht auch gerade deswegen.

Es folgten noch etwa 15 Kilometer auf Asphalt oder leichten Schotterstrassen und heute haben wir da nochmals richtig Tempo gemacht. Mir verkrampften nun immer mehr die Beine und ich hätte wohl nicht anhalten und still stehen können. Nur die dauernde Bewegung verhinderte anhaltende Muskelverkrampfungen. Das ist auch eine Folge der Gruppenzusammenstellung, denn heute gab es immer wieder jemanden, der das Tempo anzog und dafür sorgte, dass die Belastung hoch blieb. Bis ich zuhause war, empfand ich es als eine lange und anstrengende, weil ziemlich schnelle Trainingstour. Das GPS sagt: 64 km., 3:52 Std., 1'210 Hm.

Fahrt in die Nacht

Ich wollte nun endlich mal die neue Bikebeleuchtung ausführen. Gegen Abend montierte ich die MigicShine-Lampe an den Titanleker des Kish Hardtails und fuhr los. Es sollte eine schöne Strassenrunde werden. Mit etwa acht Grad war es recht angenehm und nicht wirklich kalt. Die Strassen waren trocken, soweit alles o.k.

Bevor ich losgefahren bin, pumpte ich beide Reifen auf drei Bar so dass sie gut rollen und so war es dann auch. Ich bin kilometerweise mit Puls 120 so dahin gerollt und genoss die Umgebund und die zunehmende Dunkelheit. Das Bike rollt fast geräuschlos. Nur die Luft, die ich durchschneide, pfeift mir um die Ohren. Gleichmässig drehen die Beine...

Die neue Lampe gibt wirklich sehr hell. Das Diodenlicht ist sehr weiss, ein klares, eher hartes Bild mit leichtem Blaustich. Im Strassenverkehr ist Stufe 1 schon absolut hell genug (Bild rechts). Auf der hellsten Stufe 3 wird das für entgegenkommende Autofahrer ziemlich blendend (Bild links). Ist man dann aber etwas von Häusern, Strassenlaternen und Autos entfernt, loht es sich aber schon, mit Vollicht rumzufahren, denn das macht richtig Spass! Die Lichtstreuung ist gelungen und ich sehe bedeutend mehr, als mit der alten Lupine Halogenlampe. Ja, das ist sehr gut!

Als Nächstes will ich mal mit dem MTB einen Nightride fahren wo ich dann die MagiShine-Lampe auf den Helm montiere und die Lupine an den Lenker.  Das GPS sagt: 58 km., 2:50 Std., 600 Hm.

gutes Wetter - komische Stimmung

Auch dieses Wochenende zeigte sich das Wetter von seiner allerbesten Seite. Warmer Südwind vertrieb die Regenwolken vom Freitag und schenkte uns zwei wunderbare Herbsttage mit Temperaturen bis nahe 20° Grad. Unglaublich.

Am Samstag war ich mit Peter biken und unterwegs trafen wir noch auf andere Bike-Freunde, so dass wir gegen Tourende zu siebent in einem Gartenrestaurant sassen und unsere Kohlenhydratspeicher wieder aufluden. Das GPS sagt: 52 km., 3:20 Std., 750 Hm.

Heute habe ich mich vorwiegend zuhause rumgedrückt, bevor ich dann gegen Abend doch noch zu einer Runde Nordic walken aufgebrochen bin. Heute wählte ich eine flache Asphaltstrecke um Rhythmus und Gleichmässigkeit zu üben. Das GPS sagt: 7.5 km., 1:07 Std., 10 Hm.

Psychsich war ich aber irgendwie angeschlagen. Ich hatte Mühe, mich zu motivieren, fühlte mich eher schlapp und etwas neben mir. So ganz generell... Hmmm... Na ja. Immerhin verhalf mir das zu ausreichend Schlaf und Erholung. So kann ich zumindest ausgeruht in die neue Woche starten.

ich brauche mehr Licht

Für nächtliche Walkingrunden bin ich seit letzter Woche nun lichttechnisch gut ausgerüstet. Will ich jedoch mit dem Bike in die Nacht, wird es mittlerweile wirklich recht schnell dunkel. Der Akku meiner fünf Jahre alten Lupine-Halogenlampe bringt nur noch etwa eineinhalb Stunden Licht. Ein neuer Akku ist ziemlich teuer und in der Zwischenzeit haben sich Hochleistungs-LED-Lampen etabliert, die eine enorme Lichtkraft bieten und gleichzeitig weniger Strom brauchen als die alten Halogenlampen. Als dann im Twentyninerforum Zingel anbot eine Kleinserie von MagicShine-Lampen zu importieren, diese zu verbessern und weiter zu verkaufen, war ich von der Idee gleich angetan. Drei Stunden Vollicht mit 900 Lumen, das ist ein Versprechen.

Letzte Woche war nun die Lampe mit der Post bei mir eingetroffen und heute wollte ich mal sehen, wie ich die Lampe denn nun an meinen Helm kriege. Meine Idee ist, am Lenker weiterhin die Lupine einzusetzen um direkt vor dem Bike Licht zu haben und zusätzlich dazu die neue Lampe auf dem Helm, damit ich immer genau da Licht habe, wo ich hinsehe. In der Packung gab es keine Helmbefestigung. Hmmm. Vielleicht in der Schachtel der Lupine-Lampe? Nein, auch nicht. Da muss ich etwas basteln...

Ich kramte in alle Kästen und überall, wo ich irgendwelche Biketeile lagere und stöberte dann ein Halteteil auf, das ursprünglich zu einem Trinkrucksack gehörte. Es schien sich jedoch auch für meine Idee zu eignen und so versuchte ich mal die Lampe daran fest zu machen. Ja, mit dem richtigen Gummiband klappte das ganz ansprechend. Nun musste die ganze Sache noch irgendwie auf den Helm. Dafür nahm ich ein Armband mit Klettverschluss von einer alten HAC4-Pulsuhr. Nach ein paar Versuchen klappte auch das nicht schlecht.

Das einzige Problem ist nun noch, dass ich gerne ein Verlängerungskabel hätte, damit ich den Akku in den Rucksack packen kann. Wenn der Akku auch am Helm befestigt wird (so wie auf dem Bild), dann wird die ganze Sache langsam etwas schwer, was man schon deutlich auf dem Kopf merkt. Der Akku im Rucksack ist da sicher die bessere Lösung.

Eigentlich wollte ich heute Abend die ganze Geschichte noch kurz ausprobieren, doch mit der Dunkelheit kam auch der Regen und das wollte ich mir dann doch nicht antun. Ich werde mich in den nächsten Tagen/Wochen um eine Verlängerungskabel bemühen und dann wieder berichten.

zur Burg Hohenklingen

Heute packten wir fünf Leute und fünf Bikes in einen VW-Transporter und fuhren nach Ramsen im Kanton Schaffhausen. Beat hatte eine "Supertour mit sehr hohem Singletrailanteil" im Internet entdeckt und mir den entsprechenden GPS-Track zugemailt, so dass ich sie auch auf mein Garmin GPS laden konnte. Wir alle waren noch nie in dieser Gegend biken und waren gespannt, was da auf uns zukommt. 

Das Wetter war nicht schlecht. Etwas windig, die versprochenen 16° Grad wurden vermutlich nicht erreicht, dazu viele Wolken und nur ab und zu mal etwas Sonnenschein. Der Untergrund war jedoch perfekt trocken und das Laub knisterte nur so unter den Reifen. Wirklich ideale Bedingungen für eine schöne Herbsttour.

Die Strecke hat dann unsere Erwartungen eigentlich noch übertroffen. Da gab es wirklich kilometerlange Singletrails, die sich durch den Wald schlängelten. Oft befahrene Strecken, nicht allzu schwierig aber mit viel Flow. Dazu das viele Herbstlaub, ja, das war wirklich Spitzenklasse! Zwischendurch gab es aber auch ziemlich heftige Steigungen, die alle Kraft erforderten. Wirklich abwechslungsreich und interessant. An den drei höchsten Stellen der Runde gab es auch immer wieder tolle Ausblicke ins flache Land oder an das Ende des Bodensees, da wo der Rhein in Richtung Schaffhausen und Basel beginnt. Sehr schön.

Unsere wohlverdiente Rast legten wir erst gegen Ende der Tour, im Restaurant der Burg Hohenklingen, ein und genehmigten uns Kuchen und heisse Schokolade. Das hat gut getan, denn das stete auf und ab hat doch Substanz gekostet. Zum Abschluss bestiegen wir noch den Burgturm und genossen die tolle Aussicht runter nach Stein am Rhein. Dazu dann noch ein Gruppenfoto mit Selbstauslöser. ;-)

Der Rückweg bot noch einen letzten superschönen Singletrail und dann ein gemütliches Ausrollen bis zum Auto. Das war eine wirklich superschöne Herbsttour. Besten Dank für die Organisation, das Fahrzeug und den tollen Tag. Diese Tour wird in Erinnerung bleiben. Das GPS sagt: 38 km., 3:30 Std., 1'070 Hm.

doch noch eine Tour auf den Palfries

Am 13. Oktober stellte ich ja fest, dass ich zwei meiner Lieblingstouren dieses Jahr noch nicht gefahren bin. Pizol und Palfries. Auf dem Pizol war dann am 14. Oktober (vor genau drei Wochen) und heute bot sich mir ganz unverhofft doch noch die Chance die Palfries-Tour auch 2010 abhaken zu können. Unverhofft deshalb, weil nach den Schneefällen vor zwei Wochen lange nicht klar war, ob man mit dem Velo nochmals auf über 1'500 m.ü.m. fahren kann. Das schöne Wetter der letzten Woche hat diesen ersten Schnee jedoch schon sehr weit wieder weg geputzt.

Gestern Abend lud ich mir die Daten der Tour vom 14.06.2008 auf das GPS. Damals bin ich mit Peter diese Runde gefahren und heute bin ich also (fast) genau gleich gefahren. Nur, irgendwie hatte ich die Steigung via Kurhaus Alvier auf den Palfries nicht mehr so streng in Erinnerung, wie sie mir dann heute gefallen ist. Schon nach etwa einer halben Stunde uphill begannen mich die hinteren Oberschenkel zu schmerzen und dabei fühlte ich mich auch ziemlich kraftlos. Nur ist kraftlos nicht wirklich gut für über 1'500 Höhenmeter. Das tolle Wetter und die schöne Herbststimmung haben mir zum Glück über diese kleinen Krisen hinweg geholfen.

Es war wirklich sehr, sehr schön. Obwohl nun schon November ist, war es kurz nach zehn Uhr, als ich mit dem Bike in Sargans gestartet bin, etwa 12° Grad und im Laufe des Tages wurde es noch bis 16° Grad warm. Einfach super! Ich konnte echt in kurzen Hosen fahren. Dies auch, obwohl ab etwa 1'500 m.ü.m.  Schneeresten und an schattigen Stellen, kleine Schneefelder zu sehen und zu bewältigen waren. Farblich war das alles super. Dunkelgrüne Wiesen, gelb-braune Bäume, weisser Schnee, blauer Himmel.

Ein kleiner Wehrmutstropfen gab's dann doch noch. Obwohl an der Strecke drei Bergrestaurants liegen, waren alle drei geschlossen. Die Sommersaison ist vorbei und die Wintersaison hat noch nicht angefangen, scheinbar ideal um den Laden ein paar Wochen dicht zu machen. Ich war deshalb froh, dass ich genügend Proviant dabei hatte und ich mich aus dem Rucksack gut verpflegen konnte. Daran hat es nicht gemangelt. Genauso wenig an schönen Rastgelegenheiten mit Traumaussicht.

Der Downhill vom Kurhaus Sennis runter bis nach Heiligkreuz hat dann wieder richtig Spass gemacht (genau so, wie ich das in Erinnerung hatte). Für die letzten flachen Kilometer zurück zum Auto war ich noch dankbar. Ich konnte so leicht auskurbeln und die müden Beine schon mal etwas lockern. Das war wieder eine Supertour! Ich weiss, weshalb das eine meiner Lieblingsrunden ist und ich denke, dass ich auch 2011 wieder hierher kommen werde. Das GPS sagt: 42 km., 3:47 Std., 1'650 Hm.