wechselnder Rhythmus

Gegen elf Uhr war ich im Fitnesscenter und machte mich für eine Spinning Lektion bereit. Heute wechselten sich zwei Trainerinnen ab und so war rasch klar, dass es anstrengend wird und ich ganz kräftig abschwitzen werde. Die mir bisher unbekannte Leiterin fuhr gerne hohe Trittfrequenzen und liess uns richtig wirbeln. Bei nur geringem Widerstand sehr schnell kurbeln und dabei den Musikrhythmus zu treffen und halten zu können, das fordert ganz schön. Die steten Positionswechsel halten den Puls lange ziemlich hoch...

Nach der Stunde bin ich klatschnass und freue mich auf den heissen Teil meines Sonntagsprogramms. Zuerst setzte ich mich 10 Minuten ins Dampfbad und nach 10 Minuten Ruhe auf der Liege gönnte ich mir noch 10 Minuten in der 80° Grad heissen Sauna. Danach eiskalt duschen und nochmals etwas Entspannung. Sehr schön - ich mag das.

Den Nachmittag verbrachte ich in der warmen Stube, mit einem guten Buch. Ich freute mich auf das ATP World Tour Finalspiel zwischen Rafael Nadal (1) und Roger Federer (2). Das heutige Fernsehsport-Highlight. Das Spiel hielt dann auch, was es versprach und mit Roger Federer siegte aus meiner Sicht auch der richtige Spieler (6:3, 3:6, 6:1). Auch sehr schön.

Damit lassen sich die heutigen Abstimmungsresultate auch etwas einfacher verdauen. Ich bin mal wieder völlig überstimmt worden. Meine poltischen Ansichten sind scheinbar derzeit nicht Mehrheitsfähig...

müde Beine

Seit dem Wochenende verspüre ich an unterschiedlichen Stellen in den Beinen Muskelkater. Vermutlich sind das noch Auswirkungen von den Beinkrämpfen der Samstagstour. Oder von den 15 Kilometer walken am Sonntag. Das war alles etwas viel. Die schnellen Stop-and-go Bewegungen beim Squash vom Dienstag waren noch o.k. Bei den anstrengenden Power Yoga Standübungen am Mittwoch merkte ich dann aber jeden Muskel einzeln und hatte nur noch wenig Kraft. So kamen die heutigen 50 Minuten Spinning gerade richtig. Die Beine richtig ausschütteln und schnell drehen lassen, geschmeidig im Rhythmus sich bewegen. Das konnte nur gut tun und es hat mir wirklich gut getan. Der Gang in die Sauna und danach ins Dampfbad war ein super Abschluss meiner heutigen Bewegungseinheit.

stabiles Tiefdruckgebiet

Seit Beginn der Woche hat kalter, feuchter und grauer November Einzug gehalten und auch für die kommenden Tage ist keine wirkliche Besserung in Sicht. Nebel, Wolken, zeitweise etwas Regen oder Schnee, Temperaturen nur knapp über Null Grad. Nicht wirklich Velo-Wetter...

Die letzten drei Tage erlebte ich nach folgendem Muster: Arbeit, Sport, Essen, Medien, Schlafen. Am Montagabend war ich mit Karin im Pilates, gestern Dienstag mit zwei Freunden Squash spielen und heute Abend noch mit Karin in einer Lektion Power-Yoga. Deshalb wurde es immer ziemlich spät, bis wir essen konnten und bis dann hatten wir immer einen Riesenhunger. Zu später Stunde noch viel essen ist ernährungstechnisch zwar nicht so gut, doch was soll's. Machmal geht es halt nicht anders und manchmal ist essen auch Belohnung. C'est la vie.

Morgen will ich bereits wieder ins Fitnesscenter. Um 09:15 Uhr startet jeweils eine 50 Minuten Lektion Spinning und das macht mir ziemlich Spass. Schon die letzten zwei Donnerstage war ich da. Ich mag die Musik und ich mag die Leute. Die Velofahrerei an Ort finde ich ziemlich nebensächlich, es ist die Musik, die Spinning für mich spannend macht. Sich exakt im Rhythmus zu bewegen, das ist die Kunst. Sich auf die Musik einzulassen und sich mit der Musik zu bewegen, sich in der Musik zu motivieren oder von ihr getragen zu werden, je nach Situation. Das kann ich nur auf dem Spinningrad, wo ich mich nicht auf die Strasse oder die Umgebung konzentrieren muss. Die eigene Belastung kann man durch die Bremse am Spinningrad sehr fein regulieren, was ich auch toll finde. So kann jeder so anstrengend trainieren, wie er will. Ja, da freue ich mich drauf.

Longwalk

Das Wetter war heute trüb, hochnebelverhangen, grau und die Temperatur lag bei kühlen vier Grad über Null. Trotzdem wollte ich nach draussen und mich etwas bewegen. Ich hatte Zeit und kurz nach Mittag habe ich mich umgezogen und bin mit den Nordic Walking Stöcken losgelaufen.

Natürlich spürte ich die gestrige Biketour noch in den Beinen, doch rasches Gehen wie beim Nordic Walking hilft mir auch die Muskeln auszuschütteln und sie im Laufrhythmus zu entspannen. Ich starte deshalb bewusst flach und laufe locker 15 Minuten auf Asphalt, bis ich die Gummifüsse von den Stockspitzen nehme und auf Waldstrassen abbiege.

Nun folgt der beste Teil meiner heutigen Strecke. Auf sehr griffigem Untergrund steigt die Strasse etwa 100 Höhenmeter an. Zuerst noch wenig, dann folgt eine kurze, steile Stelle, bevor es dann gleichmässig weiter ansteigt. Da kann man schön kraftvoll laufen und während etwa 10 Minuten steigt der Puls auf über 130. Dabei geniesse ich wirklich diese Art von Ganzkörpertraining. Durch den Stockeinsatz sind die Hände, die Arme, Schultern, der Nacken und obere Rücken genauso in die Laufbewegung integriert, wie die tragenden Beine. Und das beste dabei ist der Rhythmus dieser Überkreuzbewegung von Armen und Beinen, die wie eine Art Welle, den ganzen Körper durchströmt. Der ganze Rücken wird durchbewegt und die Wirbelsäule steht dynamisch im Zentrum dieser Schwingungen (und wird genährt).

Ich laufe ohne mobile Musik im Ohr, weil ich der natürlichen Umgebung nahe sein will. Ich versuche nichts zu denken, was natürlich nie klappt. Deshalb lenke ich aufkommende Gedanken auf meinen Laufstil um. Ich gebe mir Anweisungen wie: Schultern locker lassen, Stock sauber einstechen, Brustkorb öffnen, gerade auftreten, über Stock beschleunigen und nach hinten durchstossen, Hand öffnen und Stock nach hinten wegschicken. Schwung aus den Schultern, nicht aus den Ellbogen, lange Schritte, locker und aufrecht...

Die Luft ist frisch, kühl und gut zu atmen. Das schreibe ich deshalb, weil ich mich an der frischen Luft regelrecht auftanke. Ich regeneriere meinen Körper während des Laufens mit frischem Sauerstoff. Das gleichmässige und tiefe Atmen spühlt mir mehr Sauerstoff ins Blut als ich während der Bewegung verbrauche und so gesehen erfrischt mich eine gute Nordic Walking Runde eher, als dass sie mich ermüdet. So war es auch heute und weil von der gestrigen Biketour noch ein paar Schlacken und Rückstände in meinem Körper steckten, brauchte es halt heute ein paar Kilometer mehr. Mit über 15 Kilometern wurde es zum Schluss meine bisher längste Nordic Walking Strecke, was ich dann auch zunehmend merkte. Die Koordination und Kontrolle liess doch langsam nach und ich war ziemlich müde, als ich endlich wieder vor der eigenen Haustüre stand. Ich war zufrieden und hatte das Gefühl, etwas Gutes aus diesem grauen Nachmittag gemacht zu haben. Das GPS sagt: 15,5 km., 2:32 Std., 200 Hm.

gutes Wetter - komische Stimmung

Auch dieses Wochenende zeigte sich das Wetter von seiner allerbesten Seite. Warmer Südwind vertrieb die Regenwolken vom Freitag und schenkte uns zwei wunderbare Herbsttage mit Temperaturen bis nahe 20° Grad. Unglaublich.

Am Samstag war ich mit Peter biken und unterwegs trafen wir noch auf andere Bike-Freunde, so dass wir gegen Tourende zu siebent in einem Gartenrestaurant sassen und unsere Kohlenhydratspeicher wieder aufluden. Das GPS sagt: 52 km., 3:20 Std., 750 Hm.

Heute habe ich mich vorwiegend zuhause rumgedrückt, bevor ich dann gegen Abend doch noch zu einer Runde Nordic walken aufgebrochen bin. Heute wählte ich eine flache Asphaltstrecke um Rhythmus und Gleichmässigkeit zu üben. Das GPS sagt: 7.5 km., 1:07 Std., 10 Hm.

Psychsich war ich aber irgendwie angeschlagen. Ich hatte Mühe, mich zu motivieren, fühlte mich eher schlapp und etwas neben mir. So ganz generell... Hmmm... Na ja. Immerhin verhalf mir das zu ausreichend Schlaf und Erholung. So kann ich zumindest ausgeruht in die neue Woche starten.

armer Kerl

Die genaue Untersuchung ergab, dass am rechten hinteren Knie unseres Katers, aufgrund der unliebsamen Begegnung mit einem Auto, so ziemlich alle Bänder gerissen sind, die es da so gibt. Aussicht auf Heilung ohne Operation gleich Null. Also gab es dazu keine wirkliche Alternative. (Ich bin eigentlich schon erstaunt und dankbar, dass man solche Verletzungen an Katzen überhaupt operieren kann).

Heute Abend konnten wir ihn dann wieder nach Hause holen und so wie man ihn jetzt so daliegen sieht, tut er einem ganz mächtig leid. Das rasierte Bein würde ja noch gehen. Er muss zwei Wochen diesen Kunststoffkragen tragen, damit er sich nicht wund leckt. Er muss mindestens vier Wochen eingesperrt sein und darf weder irgendwo hinauf, noch herunter springen. Das wird mühsam und eine harte Zeit. Da tut er mir/uns ganz schön leid.

sprachgewandt

Heute Abend konnte ich ein letztes Geburtstagsgeschenk einlösen. Karin schenkte mir zwei Tickets für ein Livekonzert von Konstantin Wecker, im Volkshaus Zürich, und sie erlaubte mir auch, dass ich mit Jürg und nicht mit ihr hinging (Danke!). Vor etwa 25 Jahren hörten Jürg und ich viel Musik von Wecker und wir waren zu der Zeit an selber Stelle auch schon an einem Konzert. Ein super Geschenk also, um alte Erinnerungen aufzufrischen.

Wobei, das mit den Erinnerungen ist so eine Sache. Vieles hat sich verändert in 25 Jahren, die eigenen Interessen und Ansichten haben sich gewandelt und einiges, was ich in jungen Jahren ganz toll fand, interessiert mich heute überhaupt nicht mehr. Und dazu gehören irgendwie auch sozial-politisch-psychologisch-philosophisch angehauchte Liedermacher wie Konstantin Wecker. Na ja, neugierig war ich auf alle Fälle und ich freute mich auch auf diesen Abend.

Der Herr Wecker ist mittlerweile ja auch über 60 und dementsprechend war auch das Publikum. Alt-68er, Linke, Intellektuelle oder solche wie wir, die dafür etwas spät geboren sind, mit dem Gedankengut aber sympathisieren... Viel Handgestricktes, Selbst-Gebliebenes, um Originalität ringendes...

Das Programm war eine Art Karriererückblick und so bis etwa zur Pause hin hätten wir fast jedes Lied mitsingen können. Da war sie wieder, die geistige Revoluzzer-Zeit. Auch wenn wir heute über vieles nur noch schmunzeln. Später kamen dann die neueren Stücke, die wir nicht mehr kannten. Das Muster und der Grundtenor blieb sich dabei jedoch gleich, denn Wecker bleibt Wecker und seine Energie reicht noch lange um aufmüpfig und unbeugsam zu sein.

Das fand ich generell sehr spannend. Ich habe diesen Mann also 25 Jahre nicht mehr gesehen, er ist ü60, doch die Energie und Präsenz die von ihm ausgeht, ist noch immer so stark wie früher. Er brennt noch immer, sprüht und lebt sein "leben im Leben" (Titel des Abendprogramms). Oder aber, er kann sich an der Konzertsituation derart aufladen, dass er sich in die Welt seiner Lieder versenkt und dadurch die entsprechende Stimmung und Athmosphäre zum Publikum transportieren kann. Seine Konzerte sind Handwerk, Arbeit, die nötige Geldmaschine um den angestrebten Lebensstandard zu ermöglichen. Er rackerte sich ab, schwitzte, bot ehrliche Arbeit und liess uns an seiner Sprach- und Musikkunst teilhaben.

Nach fast drei Stunden Konzert sind wir zufrieden nach Hause gefahren. Es war ein gelungener Abend, der ein paar alte Saiten wieder zum schwingen brachte (und das durchaus in einem angenehmen, positiven Sinn).

fauler Sonntag

Die Anstrengungen der letzten Tage forderten etwas Ruhe und Erholung. Ich hatte müde Beine und fühlte mich ziemlich schlapp. Da kam die heutige Wetterverschlechterung mit Regen gar nicht ungelegen. Es gab so keinen wirklichen Grund um die warme Stube zu verlassen. Zeit also, um etwas zu lesen, Fernsehsport zu gucken, am PC und Internet rum zu hängen oder was mir gerade so in den Sinn kam. Nur nichts Ernsthaftes und nichts Anstrengendes...

Das Bild des Tages ist unserer Katze gewidmet. Diese hatte vor einer Woche einen Unfall. Wir wissen nicht genau was passiert ist, doch der Tierarzt war sich ziemlich sicher, dass er von einem Auto erfasst wurde. Die Krallen der hinteren Pfoten waren fast weggerissen und hinten rechts konnte der Kater nicht mehr abstehen. Die Untersuchung ergab: gerissene Kreuzbänder und ev. auch ein gerissenes Aussenband. Man kann warten und sehen, ob er "von Natur aus" wieder auf die Beine kommt oder man kann operieren.

Wir haben nun eine Woche gewartet und gesehen dass es zwar langsam bessert, doch glauben wir ehrlich gesagt nicht, dass das ohne Operation wieder wirklich gut wird. Das rechte hintere Bein knickt bei jedem Aufsetzen nach aussen ab. Das stimmt nicht wirklich zuversichtlich. Morgen steht nun ein weiterer Arztbesuch an und dann werden wir zusammen mit dem Tierarzt entscheiden, ob wir ihn nun doch besser operieren lassen oder nicht. Ich habe da ein etwas mulmiges Gefühl.

Night-Walk

Meine alte Stirnlampe habe ich nicht mehr gefunden und als ich heute "zufällig" an einem Sportgeschäft vorbei kam, war es dann nur noch ein kleiner Schritt bis zu einem Neukauf. Für 26.00 Franken habe ich mir eine kleine Pezl-Leuchte mit zwei Diodenlampen gekauft (Modell Tikkina2, 23 Lumen). Dabei staunte ich schon, wie günstig heutzutage solche Sachen sind. Natürlich gab es auch viel teurere Modelle, trotzdem.

Nach dem Abendessen und etwas Verdauungs-TV wollte ich meine neue Errungenschaft natürlich gleich ausprobieren. Es war zwar schon gegen neun Uhr nachts, doch immer noch über 10° Grad warm und trocken. Ideal, für einen Test-Night-Walk. Im Wohnquartier reichte die Economic-Stufe (1/2 Leuchtkraft) locker, denn solange Strassenlampen da sind, könnte man ja auch ganz ohne eigenes Licht laufen. Im Wald stellte ich dann auf die Maximum-Stufe um und das fand ich dann wirklich angenehm hell.

Während des Laufens sind mir folgende Sachen aufgefallen:

  1. Die Lampe ist sehr leicht und mit dem Stirnband angenehm zu tragen.
  2. Man kann die Neigung der Lampe so einstellen, dass man den Kopf gerade hält und quasi zum Horizont schaut, während dem der Lichtkegel trotzdem direkt vor die Füsse leuchtet. Das fand ich noch ganz angenehm.
  3. Nachts alleine im Wald walken kann auch Angstmomente beinhalten. Da raschelt etwas im Wald, man dreht den Kopf und plötzlich leuchten einem zwei Augenpaare direkt entgegen. Huch! Zwei Rehe. Ich wusste gar nicht, dass deren Augen genauso reflektieren, wie die von Katzen. Da bin ich ziemlich erschrocken.
  4. Wenn man lange und gleichmässig läuft, hat walken in der Nacht etwas Hamsterrad-mässiges. Alles ist dunkel, nur direkt vor einem ist dieser Lichtkegel, in den man immer hinein läuft und ihn doch nie erreicht. Es wickelt sich eine Art Laufband aus der Finsternis ab und verschwindet hinter einem wieder. Man läuft wie der Hamster im Rad, nur um des Laufens willen.

Wie auch immer. Die neue Stirnlampe hat mich überzeugt und somit bin ich eigentlich gut für den Winter gerüstet. Ab und zu einen Feierabend-Walk, der in den Wintermonaten zwangsläufig zum Night-Walk wird, kann ich mir nun gut vorstellen. Das GPS sagt: 10,4 km., 1:37 Std., 290 Hm.