Putzaktion

Kurz nach dem Aufstehen zeigte sich für einen kurzen Moment die Sonne, obwohl der Wetterbericht schlecht und der nächste Regenschauer wohl auch nicht weit weg war.

Ich nutzte den Moment um das gestern eingesaute Mountainbike zu putzen. Mit Eimer, Bürste und Schwamm bewaffnet, trat ich dem Dreck entgegen. Ich habe absichtlich vorher-nachher Bilder gemacht, um den Erfolg zu dokumentieren...

Fondue-biken

Einmal jeden Winter unternehmen wir eine Abendbiketour mit anschliessendem Essen. Wir fahren eine Biketour zu einem schönen Restaurant, treffen da unsere Frauen und essen gemeinsam Fondue. Die Frauen kommen meist mit dem Auto und so kann nachher jeder frei entscheiden, ob er noch mit dem Bike in der Dunkelheit heimfährt oder ob er das Rad lieber ins Auto packt.

Am schönsten sind solche Touren natürlich bei Schnee und winterlichen Bedingungen. Wenn es draussen eisig kalt ist, schmeckt Fondue in der warmen Gaststube gleich noch etwas besser. Heute war jedoch ganz anderes Wetter. Etwa 8° Grad, unter einer geschlossenen Hochnebeldecke. Viele nasse Forststrassen mit da und dort ein paar Schneeresten, Durch den Regen der letzten Tage war alles richtig dreckig, mit teils tiefen und morastigen Singletrails. Es war Killerwetter für teure Edelteile... Schutzbleche wären nicht schlecht gewesen... Wir liessen uns aber nichts anmerken. Wir hatten gute Laune und waren gewillt vorher ein paar Kalorien zu verbrennen, damit wir nachher beim Fondue voll zuschlagen können. Ausserdem macht richtig dreckig ja auch richtig gut Eindruck bei den Frauen...

Nach dem Essen bin ich dann gemeinsam mit Peter mit dem Bike nach Hause gefahren. Wir wollten eigentlich noch die Räder bei einer Autowaschanlage putzen, doch nach 20:00 Uhr war dann da bereits geschlossen. Schade. So musste er ein dreckiges Bike ins saubere Auto verladen und ich stellte das zugesaute Bike in die Garage. Da weiss ich schon jetzt, was ich morgen mal machen werde... 41km., 3:00 Std., 1'000 Hm.

15° GRANFONDO SELLE ITALIA - la via del sale 2011 domenica 3 aprile

Ich surfte bezüglich meiner Frühlingsferien etwas im Internet und stolperte dann über ebendieses Velorennen: 15° GRANFONDO SELLE ITALIA - la via del sale 2011 domenica 3 aprile. Klingt noch ganz interessant. Start und Ziel ist die Ortschaft Cervio, ca. 45 kilometer nördlich von Riccione. Der percorso medio mit 107km (siehe oben) würde mir doch super in meine Trainingswoche passen. Wenn ich mich bis zum 21.03. entscheide, kostet die Teilnahme 35 Euro. Das beinhaltet die Startberechtigung/Zeitmessung, zwei Verpflegungsposten und zeitweise Streckensicherung. Scheinbar sind da mehrere hundert Rennradfahrer am Start...

Und da soll ich mit dem Kish, mit 2,0er Reifen und breitem MTB-Lenker mitfahren? Womöglich noch mit Rucksack? Schnell und auf Zeit? Ich weiss ja nicht... vielleicht bin ich da etwas fehl am Platz. Wobei, es gibt die Kategorie CICLOTURISTA, was ja ganz gut auf mich passen würde... Und überhaupt. So könnte ich ein Stück italienische Volks-Rennradkultur kennen lernen. Live - als Teilnehmer. Ja, das ist schon interessant. Darüber muss ich nochmals nachdenken...

rund um die Kyburg

So wie letzte Woche, trafen wir uns um elf Uhr für eine Bike-Trainingsrunde. Heute waren wir zu viert. Das Wetter war (noch) hochnebelverhangen bei sechs bis acht Grad über Null. Es dauerte jedoch nocht lange, bis wir die Sonne sehen und bei super guten Bedingungen biken konnten.

Die Strecke rund um die Kyburg bietet ein paar schöne Trails, die heute alle gut fahrbar und fast trocken waren. Super! So macht biken selbst im Februar Spass! Bei einer kurzen Bananenpause an der Sonne fotografierte ich noch mein oranges Plastikvelo... Schön war's, aber auch ganz schön anstrengend. Das GPS sagt: 54 km., 3:28 Std., 1'300 Hm.

sonnige Samstagsrunde

Vier Freunde trafen um elf Uhr bei mir ein und wir plauderten noch etwas vor der Garage. Ich erzählte, dass ich das Intense verkaufen wolle und sofort war da ein Interessent. Probefahrt? Na klar! Stell Dein Bike in die Garage und nimm das Intense gleich mit auf die Runde. Noch schnell den Luftdruck kontrollieren und ab gehts.

Wir fuhren gemütlich zur Tössegg runter und folgten dann dem Rheinufer bis nach Kaiserstuhl, wo wir eigentlich im Restaurant Krone einkehren wollten. Das war aber leider wegen Betriebsferien geschlossen. 100 Meter später bricht bei einem der Biker das linke Pedal weg. die Alu(?)Befestigungsschraube ist mitten durch gebrochen und der innere Teil steckt noch im Gewinde fest. Das können wir nicht reparieren. Per Handy wird ein Familienmitglied herbeitelefoniert, das den Pechvogel mit dem Auto abholt.

Zu viert fahren wir dann hoch zum Leuenkopf und nehmen auf dem Weg in Richtung Stadel ein paar schöne Singletrails mit. Alles bei bestem Frühlingswetter, bei 10 bis 12° Grad.

Ich fühlte mich heute etwas schlapp. In den letzten Wochen habe ich ein bis zwei Kilo zugenommen und das spürte ich. Ich war froh, dass ein paar flache Kilometer folgten, bis wir im Stützli50 unseren obligaten Kaffee-Schnaps-Halt machen. Zwetschgenlutz und Mohrenkopf. Das ist da meine Lieblingskombination. Bei zwei Zwetschgenlutz dürfen es auch ruhig zwei Mohrenköpfe sein... für diese Momente schwitze ich...

Es folgt ein kurzer Moment des Handelns um das Intense Spider29 Bike. Er will und ich will. So wird man sich rasch einig. Er fahre mit dem Intense gleich nach Hause und hole dann mit dem Auto sein altes Bike bei mir ab. Ja, o.k. Plötzlich geht alles sehr schnell...

Kaum habe ich nach der Tour zu Hause geduscht, klingelt es auch schon an der Türe. Er holt sein Bike aus der Garage und plötzlich wird mir bewusst, dass nun das schöne weisse Bike, das Intense Spider29, weg ist. Eine kleine Träne... und viel Freude. Es wird wieder gefahren und es bleibt in der Nähe. Alles ist gut. Ich bin überrascht, wie schnell und unkompliziert das nun gegangen ist. Gestern entschieden und heute verkauft. Tip Top! Das GPS sagt: 52 km., 2:59 Std., 600 Hm.

Gedanken zum Fuhrpark

    

    

<- Nöll S6cross, 2006, Rennrad

    

<- Kish, Titan 29er Hardtail, 2006, vorwiegend Strasse

  

<- ARROW Sirius Red Racing 26er Fully, 2001, (verkauft 2008). Ersetzt durch: Santa Cruz Tallboy, 29er Carbon-Fully, 2010.

    

<- Intense Spider29, 29er Fully, 2007

    

    

    

    

Das obige Bild ist fast drei Jahre alt. Was noch stimmt: Ich besitze derzeit vier Fahrräder (man ersetze in Gedanken das ARROW Alu-Fully mit dem Santa-Cruz Carbon-Fully, dann passts schon.). Zwei der Fahrräder benutze ich regelmässig. Das Kish Titanhardtail auf der Strasse und das Santa Cruz Fully im Gelände. Ein Drittes, das Intense Spider29 fahre ich nur noch ab und zu und das Vierte, das Nöll S6cross, benutze ich gar nicht mehr. Langsam wird es Zeit um auszumisten. Was ich früher mit dem Nöll gefahren bin, fahre ich heute mit dem Kish und was ich früher mit dem Intense gefahren bin, fahre ich heute mit dem Santa Cruz. Beide Bikes wurden durch Besseres und Neueres ersetzt und so kann ich mich auch von ihnen trennen. Beide sind leicht defekt (Nöll= defekte Sattelklemmung, Intense= Riss im Rahmen) und so werde ich vermutlich weit unter Wert verkaufen müssen. Doch das ist auch nicht wirklich das Problem.  Sich von einem Fahrrad überhaupt zu trennen, das ist das Problem! Ein altes Bike frisst kein Heu bei Nichtgebrauch... Wieso also überhaupt verkaufen?

Das Intense müsste bewegt werden! Das ist so ein tolles Bike und wenn einer nicht gleich 100 Kilo wiegt, wird der Rahmen wohl auch mit Riss noch lange halten. Das Rad braucht dringend frische Luft. Es wäre einfach besser, wenn es gefahren wird, das schöne Bike.

Das Nöll S6cross war ein Fehlkauf meinerseits. Ich wollte mich mit einem Crossbike anfreunden, doch geschwungene Rennradlenker mit senkrecht nach unten stehenden Bremsen, das passt einfach nicht zu mir. Die Masse des Rahmens stimmten schon nicht mit der Bestellung überein, die Pulverbeschichtung liess zu wünschen übrig und der Stahlrahmen (2430gr.) mit Gabel (1030gr.) ist ziemlich schwer. Wie auch immer, das Hauptproblem war der Rennradlenker mit den Rennrad-Brems-Schaltgriffen. Das hat nie gepasst, auch später mit dem on-one midge wurde ich nie richtig warm. Die 3x10 Campagnolo Schaltung Jahrgang 2006 funktioniert einwandfrei und bietet fein abgestufte Übersetzungen. Ich habe je einen Satz Strassenreifen mit langer Übersetzung und einen Satz Crossreifen mit kürzerer Übersetzung (Kettenblätter und Kassette). Nur... Ich brauche es nicht mehr. Die letzte Nöll-Ausfahrt war am 23.05.2008. Vor bald drei Jahren. Wenn jemand Spass an dem Bike haben könnte, soll er es haben...

Ich muss mir mal überlegen, wo ich welches Rad zum Verkauf anbiete...

Die Tour von gestern

Komisch... Gestern Abend schrieb ich bereits einen entsprechenden Blogeintrag, doch heute gibt es den hier nicht zu sehen. Da wird nichts angezeigt und auch in der Beitragsübersicht gibt es kein Zeichen von gestern. Sehr komisch. Auch in der Bilderdatenbank gab es keine Bilder von gestern. Die musste ich auch nocheinmal hochladen. Sehr komisch... Hab mir wohl alles nur eingebildet oder was?

lass es rollen...

Um 08:00 Uhr hatte ich einen Termin bei der Physiotherapeutin. Es gab 20 Minuten Massage und 10 Minuten Bewegungsübungen an Geräten. So lässt sich durchaus in den Tag starten...

Zuerst dachte ich, dass ich gleich wie letzte Woche nach dem Physiotermin ins Fitnesscenter fahre und dort die Morgenlektion Spinning mitmache. Doch der Wetterbericht war einfach zu gut für Indoor-Training und ich wollte den Tag lieber draussen, an der frischen Luft, verbringen.

Noch lag unser Dorf jedoch in dichtem Nebel. Noch sah man keine Spur von blauem Himmel oder Sonne. Das machte mich einen Moment unsicher, genauso, wie ich eigentlich noch keinen Streckenplan im Kopf hatte. Hulftegg-Sternenberg war noch nett letztes Jahr, das wäre vielleicht etwas. Ich starte den PC und schau mir in Internet den Wetterbericht an. 10° Grad, Sonne. Perfekt. Keine Ausreden! Ich ziehe mich also um, fülle frisches Wasser in den Trinkrucksack, lege ein zweites Stirnband und ein Langarmtrikot dazu, ein Apfel, eine Mandarine, Geld, Handy, GPS, Hausschlüssel. Alles dabei, um 09:46 Uhr ging es dann los.

Ich wollte via Kyburg nach Kollbrunn ins Tösstal fahren. Von da flussaufwärts bis eine Abzweigung links zur Hulftegg weggeht. Das war so in etwa der Plan. Nur, diese Abzweigung schien ich verpasst zu haben. Ich merkte es nicht sofort sondern schleichend, weil ich bei jeder weiteren Ortschaft die ich passierte, unsicherer wurde. Es war mir aber auch nicht wichtig. Das Wetter war schön, die Luft gut zu atmen, die Velowege in Ordnung. Ich freute mich auch über eine abgeänderte Tour über Rapperswil und der Zürichseeuferstrasse. Flach und lang soll mir auch recht sein. In Rapperswil fuhr ich ans Seebecken und genoss einen Moment die Frühlingsstimmung. Mittags, 13:42 Uhr.

Dann folgte ich bewusst der Seestrasse entlang des rechten Zürichseeufers. Auch wenn es da mehr Autoverkehr gibt, so lohnen sich die flachen 30 Kilometer als ausgezeichnete Roll-Strecke. Man kann über eine Stunde lang meist gleichmässig treten. Dazu immer wieder tolle Blicke aufs Wasser, über den See, die Nachbarhügel und die dahinter liegenden Schneeberge. Einfach prächtig! Das ist gutes Training!

Heute habe ich nicht so Lust auf Zürich Stadtzentrum und die bekannten Wege die ich sonst so fahre. Spontan entscheide ich mich, hoch zum Zoo zu fahren und von da via Dübendorf, Wallisellen und Bassersdorf nach Hause zu fahren. Beim Bahnhofskiosk in Dübendorf mache ich dann meinen letzten Kaffeehalt. Heute habe ich insgesamt drei mal Kaffee getrunken und zweimal dazu einen Mandelgipfel gegessen. Nun gönnte ich mir zum Kaffee ein Schoggistängeli - Zucker und Fett in süsser Kombination... Benzin für die letzten Kilometer. 16:00 Uhr.

Mittlerweile schien bereits eine warme Abendsonne. Ich guckte öfters aufs GPS und fragte mich, ob ich es auf über sechs Stunden Fahrzeit bringen würde... nicht dass es wichtig wäre... die 100 Kilometermarke war schon längst gefallen... Das GPS sagt: 126 km., 6:03 Std., 950 Hm.

Als ich abends vor dem PC sitze, spüre ich die müden Beine. 126 Kilometer, 6 Stunden, das ist lang und viel. Das gute Wetter halt viel dazu beigetragen. Aber ich gebe es zu, ich suchte auch diese Momente der gleichförmigen Bewegung, indenen mein Körper angenehm belastet ist und perfekt durchlüftet und mit frischem Blut versorgt wird. In solchen Momenten bleibt mir auch freie Energie um "urteilsfrei zu betrachten". Bei der stillen Meditation nutzt man die freie Energie, die durch still sitzen, durch körperliches Energiesparen, gewonnen wird. Bei meiner aktiven Velo-Meditation nutze ich die überschüssige Energie, welche mein aktiver Körper produziert, nicht jedoch für die Fortbewegung benötigt. In beiden Fällen gibt es freie Energie, die zur Reflexion/Meditation genutzt werden kann.