Monatsabschluss

Schon wird wieder ein Monat abgeschlossen. Nach nur 28 Tagen oder genau vier Wochen. Der Februar war gemäss meiner Tabelle recht ausgeglichen. Anfangs mit etwas mehr Bikezeit als zum Schluss, doch immer regelmässige alternative Tätigkeiten. Die Zusammenfassung für Februar 2011:

  • 7x Velo fahren, 414 km. (4x Kish, 3x Santa Cruz)
  • 4x Pilates
  • 4x Squash
  • 4x Power Yoga

Der Tagesdurchschnitt liegt bei einer Stunde und 16 Minuten Bewegung pro Tag. Das ist gut. Soweit bin ich zufrieden.

Um regelmässige Morgengymnastik habe ich mich aber ebenso gedrückt, wie um weitere Meditationsversuche. Dafür kann ich mich nur schlecht überwinden. Dies obwohl mir mein Kopf klar sagt, dass es mir gut tun würde. Da kämpfe ich noch mit mir... Das Potential bleibt riesig! Ich freue mich auf den März und auf wieder langsam längere Tage.

wieder gesund

So sah es heute Abend aus, wenn man aus meinem PC geschaut hätte.

Unser Kater Tigi hat mächtig angeschmust und gemeinsam surften wir etwas durch die Weiten des Internets... Seit seinem Autounfall Anfang November und der anschliessenden Beinoperation macht er langsame, doch stetige Fortschritte. Mittlerweile läuft er schon richtig gut. Auch der rasierte Pelz wächst langsam nach und in ein paar Monaten wird man nichts mehr vom Unfall erkennen.

Ich selbst bin ja Anfang Dezember heftig vom Bike geflogen und habe mir dabei eine Bandscheibe gequetscht. Das hat heftige Rücken-, Schultern- und Nackenbeschwerden ausgelöst, die nun schrittweise verschwinden. Die bisherigen Physiotermine haben mir gut getan und langsam aber sicher bin ich wieder so fit wie zuvor.

Auch um mich herum genesen Mitmenschen und Vielen geht es heute besser als vor ein paar Tagen oder Wochen. Das ist eine schöne Momentaufnahme. Danke!

etwas lockerer

Die letzten drei Wochen war ich ziemlich aktiv. Das sportliche Pensum stieg von 10 über 11 auf 12 Stunden pro Woche. Dies vor allem, weil ich jede Woche eine lange Velotour auf der Strasse fahren konnte. Das Wetter war für einen Februar bisher ungewöhnlich schön, schneefrei und trocken. Das war aussergewöhnlich und da hat jede Tour wirklich Spass gemacht.

Diese Woche gibt es keine "lange Tour auf der Strasse". Gestern war ich schon nach dem Morgenprogramm mit Physio, Spinning, Dampfbad und Sauna k.o. Der Hochnebel verzog sich zudem kaum, Alles war grau in grau, das hat dann doch zuwenig motiviert. Da blieb ich lieber zu Hause.

Heute Freitag wie bekannt, der wöchentliche Haushaltstag mit aufräumen, putzen, entsorgen, einkaufen. Was halt so anfällt. Heute hatte ich Zeit und Musse um mehr als das Minimum zu tun. Auch gut. Draussen blieb es den ganzen Tag grau, bei 7 bis 8 Grad. Wen interessiert's?...

Zufällig entspricht mein Vorgehen ziemlich gut den Empfehlungen der Trainingslehre, wonach man zyklisch vorgehen soll. Nach drei Wochen steter Umfangsteigerung folgt eine Erholungswoche um die gesetzten Reize zu verarbeiten. Dann folgen die nächsten drei Wochen Steigerung plus eine Woche Erholung, und so weiter. Mal sehen...

am Rheinfall

Heute fuhren wir mit dem Auto zum "biggest waterfall of europe", zum grössten Wasserfall Europas. Bei Neuhausen parkierten wir das Auto und fuhren mit den Bikes an die Unterseite der fast 150 Meter breiten Wasserfälle. Über ein paar Stufen bricht der Fluss um etwa 22 Meter in die Tiefe. Der Rhein führte derzeit nicht sonderlich viel Wasser und so hielt sich die Gischt und auch der pompöse Eindruck der ganzen Szenerie etwas in Grenzen.

Das ist also Europas grösster Wasserfall... O.K. Da hat Südamerika mit Iguazu und Nordamerika mit den Niagara-Fällen, wohl ganz andere Dimensionen zu bieten. Dort brechen die Wassermassen weit tiefer ab, jeder Sturz ist tödlich. Der Rheinfall ist imposant und gefährlich, doch er schaut irgendwie noch überlebensmöglich aus. Ich will es nicht ausprobieren, wie man mitten im Wasserstrudel 22 Meter in die Tiefe stürzt, doch das zu überleben, scheint mir nicht unmöglich. James Bond könnte das. Oder Bruce Willis... Wir blödeltn etwas rum, wärmten uns an der Mittagssonne und baten einen Tourist, ein Foto von uns zu machen. Danke!

Es folgte die Steigung des Tages. Zuerst an den oberen Rand der Wasserfälle und von da nochmals steil hoch nach Neuhausen. Und das nur, um von da zur nächstgelegenen Brücke wieder abzuzweigen. Wir wollten auf der anderen Flussseite zum Schloss Laufen um von da nochmals auf die Wasserfälle zu schauen. Interessant war, wie ruhig der Rhein vor der Abbruchkante fliesst. Selbst fünfzig Meter vor dem Wasserfall ist es noch völlig still.

Beim Schloss Laufen angekommen, waren wir etwas ob der vielen Leute überrascht. Klar. Sonntagnachmittag, Sonnenschein und Mitte Februar Temperaturen von 11-14° Grad, das hat den letzten Stubenhocker rausgelockt. Man muss Tickets kaufen um nach unten zu den Aussichtsplattformen direkt am Wasser zu gelangen. Na, ja, dann eher doch nicht... Lieber trinken wir einen Kaffee im Sonnenschein, mit einem kleinen Stück Kuchen in der Hand.

Nach der Kaffeepause folgte eine steile Abfahrt bis zur nächsten Brücke über den Rhein. Danach eine kurze Steigung und die letzten Meter zurück zum Auto. Das war eine kurze Runde, kaum sieben Kilometer. Aber es war ein schöner Sonntagsausflug und weil man ja nicht weit/lange velofahren musste, hatten wir Zeit um die Momente zu geniessen. Schön war es, auch wenn meine Kindheitserinnerungen bezüglich Rheinfall etwas gewaltiger waren, als es sich heute gezeigt hat.

Woche rum...

Mittwochabend, 18:30-19:30 Uhr, Power-Yoga, Groupfitness mit Karin

Donnerstagmorgen, 08:00-08:45 Uhr, Physiotherapie, erster Besuch. 09:15-10:10 Uhr, Spinning, Groupfitness. Danach 1x Dampfbad und 1x Sauna.

Heute Freitag: drei Stunden Haushalt und Putzen. Dann noch einkaufen.

Wenn ich heute etwas früher aufgestanden wäre, hätte ich nachmittags noch eine Velorunde drehen können, doch dem war halt nicht so. Als ich gegen drei Uhr Mittags alles erledigt hatte, war es mir dann zu spät und in Anbetracht der bevorstehenden Samstagsrunde, musste es heute ja auch nicht unbedingt sein. Ich verspürte leichten Muskelkater in den Beinen von der gestrigen Spinningstunde. Ein paar Körperübungen, etwas Yoga, als Vorbereitung auf einen nächsten Meditationsversuch, dafür eignete sich der späte Nachmittag noch gut.

Es tut gut, ganz bewusst den Körper durchzubewegen. Ich bin unglaublich steif und ungelenk. Irgendwie verkrustet. Ich kann noch immer nicht mit den Fingern den Boden berühren, wenn ich mich mit gestreckten Beinen vorwärts beuge. Trotz Power-Yoga, Pilates und all dem Zeugs, ich bleibe ziemlich starr. Um effektiv beweglicher zu werden müsste ich wirklich täglich üben und dazu kann ich mich derzeit (noch) nicht motivieren.

Über die Meditationsversuche möchte ich nicht viele Worte verlieren. Heute versuchte ich es mit geschlossenen Augen. Das klappt etwas besser. Es fehlt mir irgendwie an der richtigen Stützmuskulatur. Ich ermüde in der Sitzposition und beginne mich zunehmend zu verspannen, was sich eher früher als später in Bewegung ausdrückt. Nächster Versuch...

Squashabend und "still sitzen"

Diesen Winter berichtete ich sehr wenig über die Dienstags-Squash-Abende. Dies liegt wohl daran, dass mir in diesem Winter die Motivation für Squash etwas abhanden gekommen ist. Ich gehe zwar hin, spiele meist auch engagiert und strenge mich an, doch irgendwie gibt mir Squash nichts mehr zurück. Seit über 25 Jahren spiele ich in der Winterzeit ein Mal pro Woche Squash mit Freunden, doch so langsam habe ich das ausgelebt. Von mir aus könnte die Sommerzeit schon bald wieder starten, damit wir aus der Halle raus kommen und wieder auf Feierabend-Bikerunden umstellen können. Na ja, für eine Stunde abschwitzen und auspowern ist Squash immer noch sehr gut.

Nach dem gemeinsamen Abendessen und noch etwas plaudern war es dann schon gegen 22 Uhr, bis ich zu Hause war. Karin war mit einer Freundin unterwegs und so hatte ich noch etwas Zeit für mich. Ein guter Moment um mit etwas Gymnastik die Muskeln zu lockern und dann einen Meditationsversuch zu unternehmen. Ich schreibe absichtlich "Meditationsversuch", denn das was ich da versuchte, ist noch kilometerweit von Mediation entfernt.

Punkt 1: Still sitzen! Zielvorstellung: 15-30 Minuten.
Am Boden, auf Kissen sitzen. Gekreuzte Beine. Hände leicht verschränkt auf den Oberschenkeln. Leicht vorgekipptes Becken, aufrechter Rücken, langer Hals, neutrale Kopfposition, leicht eingezogenes Kinn. Augen offen oder geschlossen.

Ich versuche also einfach nur still zu sitzen. .. und schon dabei scheitere ich. Ich schaffe es keine fünf Minuten wirklich regungslos zu bleiben, einfach nur da zu sitzen. Das ist unglaublich. Urplötzlich kratze ich mich am Kopf, oder mich zwickts in den Füssen oder ich lockere die Nackenmuskulatur oder sonst ist irgendwas. Ich bewege mich, also sitze ich nicht mehr nur da. Ganz einfach.

Das ist sehr, sehr schwierig!

Zuerst dachte ich, dass körperliche Zentriertheit die Voraussetzung dafür ist, dass man überhaupt freie Energie findet, um dann die eigenen Gedanken beobachten zu können. So ganz falsch lag ich damit auch gar nicht, doch als ich erkannte, dass sich die meisten meiner Gedanken um die Erhaltung eben dieser körperlichen Zentriertheit drehten, fand ich das ja auch nicht sooo lustig.

Währends des zweiten Versuchs bemerkte ich dann, wie stark mein hin und her springender Geist meinen Körper beeinflusst. "Ich denke, also bin ich, also mach ich! Ruhig sitzen und nichts tun, das ist etwas für Verlierer und Sitzengebliebene!"

Dritter Versuch: Loslassen! Herz öffnen! Augen schliessen! Ruhig und natürlich atmen. Nicht einschlafen.

Schwierig.