FERIEN!

Der heutige Tag verging wie im Flug. Ich war mit Ferienvorbereitungen beschäftigt und nun steht das Auto aufgetankt und vollgepackt vor der Türe.

Ich will morgen schon früh losfahren, damit ich um die Mittagszeit in Riccione an der Adriaküste bin. So kann ich am Nachmittag gleich eine erste Wiedersehensrunde fahren. Dafür habe ich mir auch gleich eine schöne Route ausgedacht und für das GPS vorbereitet.

Dem GPS-Gerät habe ich in den letzten Tagen einige Aufmerksamkeit geschenkt. Da ich nur über eine Swiss Topo Karte verfüge, zeigt mir das GPS im Ausland nur einen grauen Hintergrund auf dem Display. Natürlich könnte ich für knapp 300 Franken die Garmin-Karte für Italien kaufen und auf dem Gerät installieren, doch da gibt es auch diese offene Software, OpenStreetMap, die von Benutzern erstellt wird und die kostenlos gebraucht werden kann. Auf mtb-news.de fand ich eine gute Anleitung, die ich mit ein paar Versuchen dann auch umsetzen konnte. Das ist wirklich eine feine Sache. Nun habe ich Karten der Provinzen Emilia-Romagna und Marken auf dem Gerät. Ich bin total gespannt, wie das alles nun in Italien funktioniert. Morgen Abend weiss ich mehr.

Ich werde den Laptop und den ganzen übrigen Elekronikkrempel mitnehmen. Im Hotel gibt es Bereiche mit Wireless-LAN und so sollte es mir gut möglich sein, öfters mal online zu sein. Ich freue mich sehr auf diese Woche Italien und Radfahren. Auch auf das Rennen vom Sonntag. Ich melde mich. Bis dann!

neue Bremsen am Kish

Am Donnerstag berichtete ich, dass ich von Peter ein neues Set Scheibenbremsen gekauft habe und heute hatte ich schön Zeit um diese ans Kish zu montieren. Zuerst baute ich die Räder aus und wechselte die Bremsscheiben. Rein technisch wäre das nicht nötig gewesen, denn die bisherigen Scheiben der Avid Juicy Titan sind baugleich mit den neuen der Avid Elixir CR SL. Doch wenn schon, denn schon. Die hintere Scheibe hatte zudem schon länger einen leichten Seitenschlag, was sich somit auch gleich erledigte.

Die vordere Bremse konnte ich leicht anbauen und sie passte von der Leitungslänge zum Hebel am Lenker auch sofort. Vielleicht eine Spur lang, doch o.k. Bei der hinteren Bremsanlage war die Bremsleitung dann aber deutlich zu lang. Da musste ich die Leitung fast 20 cm kürzen. Ein kurzer Blick ins Manual zeigte, dass ich dazu zwei Kleinteile brauche um die abgeschnittene Leitung wieder dicht montieren zu können. Hmm.. ich wusste, dass ich so etwas noch hatte. Nach etwas Suchen fand ich dann die gewünschten Teile auch. Gut so, dann kann's ja losgehen.

Es hiess also die Bremsleitung vom Hebel zu trennen und zu kürzen. Wie steht so schön in der Anleitung geschrieben? "Messe zweimal, schneide einmal!" Nur nicht zu kurz! Und wie es dann so kommt, ist die Leitung nach dem ersten Schnitt noch immer zu lang. Also messe ich noch zweimal und schneide nocheinmal. Dann passt es. Eigentlich müsste man die Bremse nach dem Kürzen der Leitung entlüften, doch diese Arbeit erspare ich mir mal. Ein, zwei Mal kurz am Hebel ziehen, die Beläge fahren schön zur Scheibe, ein definierter Druckpunkt ist gleich da. Mal sehen, ob ich es so lassen kann oder ob ich später doch noch entlüften muss.

Es folgt eine kleine Testrunde vor dem Haus. Ja, sehr schön. Noch die Hebel in die gewünschte Position bringen, sehr gut. Die Räder drehen frei, es gibt keine Schleifgeräusche im Normalbetrieb und auch kein quitschen beim Bremsen. Genauso soll es sein. Die Verzögerung ist noch nicht der Hammer, doch dafür müssen Bremsbeläge und die Scheiben auch erst etwas eingebremst werden, das kommt schon noch giftiger.

Der Nachmittag war noch nicht um und so entschloss ich mich kurzerhand, mit dem Kish (mit den neuen Bremsen) rund um den Flughafen zu fahren. Eineinhalb Stunden frische Luft konnten nicht schaden. Obwohl der Wetterbericht von Regen sprach, war es bei uns trocken. Zwar vollständig bewölkt, doch es regnete nicht und sah auch nicht unmittelbar nach Regen aus. So ergab sich diese Sonntagsausfahrt eher zufällig und ungeplant.

Wie zu erwarten war, war ich nicht alleine unterwegs. Heute gab es das volle Programm. Hunde, Kinder, Kinderwagen, Spaziergänger, Inlinescater, Jogger und Velofahrer jeglicher Gattung. Schön. Ich mag das, wenn ich Zeit habe um zu bremsen und den Leuten auszuweichen. Dabei bin ich immer freundlich und habe wirklich volles Verständnis dafür, dass Sonntag Familientag ist und man da halt ganz besonders aufeinander Rücksicht nehmen muss. Veloweg hin oder her.

Bei der Imbissbude hinter der Nord-Landepiste gönnte ich mir dann einen Milchkaffee und ein Stück Nusskuchen. Auch da hatte es natürlich sehr viele Leute. Interessant fand ich, dass sowohl der Maroni-Verkäufer, wie auch der Gelati-Verkäufer 30 Meter entfernt gute Geschäfte machten. An Tagen wie heute essen die Hitzigen bereits Eis und freuen sich auf den Sommer, während die Anderen noch frieren und lieber mit heissen Maronis den Winter vertreiben.

Die neuen Bremsen haben sich gut angefühlt und auf den zwei kurzen Abfahrten gut zugepackt. Ja, da habe ich Freude daran. Das Kish ist schon irgendwie mein Lieblingsrad... Das GPS sagt: 27 km., 1:23 Std., 250 Hm.

schöne Frühlingstour

Nach dem Mittag war ich mit zwei Bikefreunden für eine Samstagstrainingstour verabredet. Das Wetter war, wie schon in den letzten Tagen, richtig schön und frühlingshaft warm. Dies verleitete mich dazu, das erste Mal im neuen Jahr in kurzen Hosen (mit Knielingen) und einem Langarmtrikot zu fahren. Steigende Temperaturen bis gegen 18° Grad waren dafür die richtigen Bedingungen.

Wir fuhren eine der vielen Varianten unserer Standardtrainingsrunde. Der trockene Boden erlaubte heute viele schöne Singletrails, die wir schon lange nicht mehr gefahren sind. Dabei fiel mir auf, wie die sonnige letzte Woche die Natur vorwärts gebracht hat. Nun blühen viele Schlüsselblumen und kleine weisse und violette Blumen spriessen am Wegrand. Erstes Grün drückt durch den laubbedeckten Boden, noch sind die Laubbäume ohne Blätter, der Wald ist hell und licht. Bald schiessen die Buchenblätter heraus und nach dem Braun und Grau der letzten Monate wird dann ein saftiges Grün die letzten Winterspuren vertreiben. Doch noch ist es nicht soweit, auch wenn die Schlüsselblumen ein untrügliches Zeichen dafür sind, dass der Sommer nicht mehr weit ist und die Luft nach Erde schmeckt. (Ein Liedzitat von Konstantin Wecker).

Wir waren heute eher gemütlich unterwegs und genossen die schöne Stimmung. Als wir dann in einer Waldlichtung auf ein ganzes Gebiet mit jungem Bärlauch stiessen, machten wir einen kurzen Halt. Einer der Bikefreunde wollte sich etwas Bärlauch pflücken und für das Abendessen mit nach Hause nehmen. Während ich nichts besseres wusste, als wiedereinmal mein Plastikbike zu fotografieren. Der orange Rahmen kontrastiert gut mit dem grünen Bärlauch...

Auf dem Rückweg machten wir natürlich noch unseren obligaten Restauranthalt für Kaffee und Mandelgipfel. Es war so mild, dass wir gut draussen sitzen und noch etwas plaudern konnten. Was will man mehr? Das war wirklich eine stimmige Samstagstour, die mir gut gefallen hat. Danke! Das GPS sagt: 40 km., 2:36 Std., 960 Hm.

ü107 muss her!

ü107 war mein heutiges Ziel. Das ist die Abkürzung für eine Velotour über mindestens 107 Kilometer. 107 deshalb, weil am 3. April das Velorennen in Cervia über diese Distanz geht. Ich wollte das nochmals austesten, denn in eineinhalb Wochen ist es ja schon so weit.

Ich bin deshalb schon kurz nach neun Uhr losgefahren. Bei Königswetter! Strahlender Sonnenschein, noch letzte Dunstwolken vor einem blauen Himmel, perfekte Frühlingsbedingungen, bei etwa fünf bis sechs Grad über Null. Gegen Mittag sollte es an die 15, 16 Grad warm werden. Wirklich perfekt.

Mein Plan war, diese Tour in die andere Richtung zu fahren. Über Brütten zur Kyburg, dann Sitzberg, Sternenberg, Hulftegg und zurück im Tösstal dann entscheiden, wie weiter. Da gibt es noch viele Oprionen. Ein guter Plan, fand ich.

Die erste Fahrstunde, bis hoch zur Kyburg war ein gutes Einfahren mit erstem Schwitzen. Oben machte ich nur einen kurzen Fotohalt bevor ich ins Tösstal runter fuhr. Es folgte der angenehme Radweg entlang der Töss bis nach Tablat, wo ich Richtung Sitzberg abbog. Ich erinnerte mich an eine steile Abfahrt also musste nun gleich ein steiler Anstieg folgen. Da kann man schon mal die Jacke etwas öffnen und etwas runterschalten. Was dann auch wirklich nötig war. Die Strasse hoch zum Sitzberg ist wirklich steil und anstrengend. Etwa 15 Minuten lang liegt der Puls immer über 150. Die Maschine Mensch läuft auf Hochtouren, ich schwitze und leide.... nur 15 Minuten.

Dies reicht jedoch um mich zu verwirren, denn prompt biege ich wo falsch ab und verliere den Sternenberg aus dem Gesichtsfeld. Immerhin, ein Schild zeigt nach Fischingen, da will ich ja auch hin. Sehr gut. In der Abfahrt schaue ich auf den Computer. Nun bin ich gute zweieinhalb Stunden im Sattel. Langsam etwas müde und hungrig. Ich entschliesse mich, auf der Hulftegg ins Restaurant einzukehren um da etwas zu essen. Vorher machte ich unten beim Kloster Fischingen noch das nebenstehende Foto.

Die Sonnenterasse war schon gut besetzt und überall standen leckere Speisen auf dem Tisch. Das machte richtig Appetit und so musste ich mich schon etwas zurück halten, damit ich nicht auch gleich eine grosse Portion bestelle. Ich einigte mich dann auf einen Wurst-/Käsesalat mit einem halben Liter Rivella. Herrlich war es hier. Man konnte ganz locker im Kurzarmshirt an der Sonne sitzen und hatte angenehm warm.

Nach der Abfahrt nach Steg fuhr ich das Tösstal weiter aufwärts und spielte mit dem Gedanken, bis nach Rapperswil zu fahren und dann dem Zürcher Seebecken entlang zurück. Das Problem daran war, dass ich bereits 70 Kilometer und weit über 1'000 Höhenmeter in den Beinen hatte. Ich war ehrlich gesagt schon etwas müde, nach nun drei Stunden im Sattel. Nochmal 50 Kilometer, nein, das ist mir zu viel. Heute brauche ich einen kürzeren Heimweg.

Etwa bei Kilometer 85 hat mich dann der Unlust-Blitz getroffen. Plötzlich war die Luft draussen. Die Beine schmerzten nur noch, ich begann eckig zu treten, die Lust auf Velo fahren war völlig weg. Ich wollte oder musste anhalten, brauchte Zucker, Red Bull und Schoggistängeli als Sofortmassnahme, also ab an die nächste Tankstelle.

Zucker war nun drin, doch wirklich Flügel konnte mir das Red Bull nicht verleihen. Ich rollte deshalb eher gemütlich, eher flach und eher einfach nach Hause. Die Beine waren schwer, der Hintern schmerzte, die 100 Kilometergrenze wurde geknackt, soweit wurden also alle Ziele erfüllt. Wobei... So richtig als Test für den 3. April kann das nun nicht dienen. Da kann ich nicht eine Stunde Mittagspause machen und bei einer Tankstelle einen Zwischenhalt einlegen. Da wird erwartet, dass ich die 107 Kilometer durchfahre und mich nur an den zwei offiziellen Verpflegungsposten ernähre. Das ist dann etwas ziemlich anderes, als die heutige Tour. Das GPS sagt: 112 km., 5:29 Std., 1'400 Hm.

Abends war ich dann mit Peter verabredet. Er hatte sich ein neues Bike, ein Specialized Epic 29er, gekauft und dieses wurde nun letzte Woche geliefert. Das wollte ich mir natürlich ansehen und danach wollten wir lecker Essen gehen. Das Bike ist wirklich sehr schön gemacht und Peter hat natürlich schon Einiges auf seine genauen Bedürfnisse abgeändert. Unter anderem wollte er die Bremsanlage tauschen und die Originalbremse danach verkaufen. Dies passte dann auf meinen Wunsch, die Bremsanlage am Kish zu verbessern. Statt an meiner Bremse rumzubasteln könnte ich seine Bremse kaufen und anbauen. Dies hat auch den Vorteil, dass dann wieder beide meine Fahrräder die selben Scheibenbremsanlagen haben und ich so nur eine Sorte Bremsbeläge als Ersatzteile halten muss. Gesagt getan. Peter hat mir die Avid Elixir CR SL dann auch gleich mitgegeben. Da freue ich mich schon drauf.

Der Tag war lang und anstrengend. Deshalb schrieb ich dieses Beitrag erst am Freitagabend.

sonniger Sonntag

Gestern regnete es den ganzen Tag und so fiel die Samstagstrainingsrunde förmlich ins Wasser. So verbissen oder ehrgeizig sind wir dann doch nicht, dass wir selbst bei Wind und Wetter losfahren. Abends liess der Regen langsam nach und der Wetterbericht versprach eine deutliche Besserung für den heutigen Sonntag. So kam es dann auch.

Schön früh am Morgen entdeckte ich blauen Himmel und Sonnenschein. Da mittags noch ein Festessen auf dem Programm stand, wollte ich den sonnigen Morgen für eine kurze Strassenrunde nutzen. Kurz nach halb zehn Uhr stieg ich aufs Bike. Es war schön aber kalt, nur wenig über Null Grad. Da konnten Stirnband und Langfingerhandschuhe nicht falsch sein. Ich fuhr rund um den Irchel und genoss die herrlich frische Morgenstimmung. Die vom Regen gewaschene Luft atmete sich sehr gut, die Strassen waren nur wenig frequentiert, ich konnte mich sehr gut spüren und frische Energie tanken. Das GPS sagt: 28 km., 1:35 Std., 500 Hm.

Als ich kurz vor zwölf Uhr mittags wieder das Bike in die Garage stellte, blieb nicht mehr viel Zeit um mich für die Geburtstagsfeier bereit zu machen. Duschen, rasieren, schöne Kleider anziehen und los. Wir trafen uns in der nahen Umgebung zu einem gemeinsamen Mittagessen, im erweiterten Familienkreis, in einem sehr schönen Restaurant. Meine Mutter feierte heute ihren Geburtstag. Da war dann alles wirklich formidabel. Sehr gute Küche, nette und aufmerksame Bedienung und natürlich viele liebe Menschen am Tisch, mit denen ich mich gerne und gut unterhalte.

Als wir am späteren Nachmittag wieder nach Hause kamen, wollte ich meinen kugelrunden Bauch nicht einfach auf's Sofa vor den Fernseher legen, obwohl mir irgendwie der Sinn danach stand. Nein, dieser sonnige Nachmittag war noch nicht zu Ende und da wollte ich doch noch etwas unternehmen. Ich entschied mich, das Kish Titanvelo wieder einmal gründlich zu reinigen. In letzter Zeit bin ich oft damit gefahren, doch geputzt hatte ich es schon länger nicht mehr. Das war dann noch ganz entspannend. In der tiefstehenden Sonne diese eigenartig unlackierte Metallkonstruktion sauber putzen... ja, das hat was. Und so bin ich zum Schluss doch noch zu einem Bild des Tages gekommen.

Das war ein sehr schöner und erholsamer Sonntag. Meiner Mutter wünsche ich zum Geburtstag natürlich von Herzen das Allerbeste. Vor allem gute Gesundheit und viel Lebensfreude. Danke für Alles und danke für den schönen Tag.

mit Verzögerung

Ich wollte eigentlich schon zeitiger auf's Bike, doch erstens entwickelte sich das Wetter nur langsam und dann entschied ich mich auch noch dazu, vor der Tour am Kish beide Schaltkabel zu ersetzen. Dies, weil diese durch den neuen Lenker nun etwas zu kurz sind und sich so der Lenker nicht voll einschlagen lässt. Bis alles tip top war, war auch schon wieder eine Stunde um. Dann montierte ich mal wieder einen anderen Sattel. Ich kaufte mir gestern bei Veloplus dieses Ding und das wollte ich natürlich auch gleich ausprobieren. So wurde es gegen halb drei Uhr am Nachmittag, bis ich endlich losfuhr.

Wenn ich nicht so genau weiss wo ich hin fahren soll, entscheide ich mich meist für eine Fahrt an's Zürcher Seebecken. Hin und zurück sind das "easy" 40 Kilometer und das lässt sich nach Lust und Laune verlängern. Je nach Gusto. Heute führte meine Anfahrt über zwei Hügel, um auch den Kreislauf etwas anzuregen. Das hatte ich auch nötig, denn die knapp neun Grad fühlten sich durch die Wolken und den Wind eher kälter an. Ich hielt sogar kurz an um mir ein Stirnband anzuziehen. Im Flachen oder bergab begann ich nämlich an die Ohren zu frieren.

Die heutigen Fotos gefallen mir sehr gut. Das Titelbild mit Statue machte ich in der Nähe des Bürkliplatzes. Wunderschön, wie die Krokusse blühen. Das macht richtig Lust auf Frühling! Die zwei Bilder oben machte ich am Bucheggplatz. Geschwungene Füssgängerbrücken bedienen die Tramstation und führen sicher über die Strasse. In einem der wenigen Momente, wo die Sonne schien, reizten mich die kräftigen Farben des 70er Jahre Stahlbetonlooks.

Die Fahrt an sich war meditativ. Wie meistens mit dem Kish. Oft rolle ich völlig geräuschlos durch die Welt. Wunderbar, wie dieses Fahrrad funktioniert. Da habe ich viel Freude daran. Zum neuen Sattel kann ich nicht sehr viel sagen. Ich finde, er fährt sich ziemlich ähnlich wie der bisherige Selle Italia SLR Gel Flow. Vielleicht ist der Veloplus-Sattel eine Spur breiter. In der Mittelzone fand ich den SLR aber eine Spur komfortabler (wegen dem Loch?), aber das sind nur Nuanchen und daran gewöhnt man sich rasch. Ich lasse den Sattel mal drauf und werde nach einer +100km Tour entscheiden, welchen Sattel ich für die Ferien montiere. Das GPS sagt: 55 km., 2:48 Std., 570 Hm.

Teilchenbeschleuniger 2011

Im Laufe des Nachmittags wollten wir noch etwas unternehmen und so kam uns der Teilchenbeschleuniger 2011 in der roten Fabrik Zürich gerade richtig. An der Occasionsbörse für Veloteile war ich auch schon 2010 und 2009.

Die Preisverleihung für das individuellste E-Bike war schon vorbei als wir da waren, doch das interessierte mich eh nicht sonderlich. Irgendwie habe ich Mühe mit der Motorunterstützung am Fahrrad, egal ob per Benzinmotor oder per Elektromotor. Für mein Geschmack ist ein Velo ausschliesslich muskelbetrieben. Der Motor sitzt oben auf und sonst nirgends. Ist meine Meinung. Dass Elektrovelos in sind und boomen soll mir recht sein, denn eigentlich unterstütze ich alles, was zu mehr Bewegung und zu weniger Erdölverbrauch führt. Aber egal, das ist eine ganz andere Diskussion.

Mein Problem mit dem diesjährigen Teilchenbeschleuniger war, dass ich so rein gar nichts brauchte. Meine Fahrräder stehen so in der Garage, wie ich sie mir wünschte und weshalb sollte ich denn da irgendwelche weiteren Teile hinzu kaufen? -Gedankenpause- Keine Ahnung... also blieb es diesmal beim schauen (und befummeln). Da gab es eine schöne HOPE Scheibenbremse mit rot eloxierten Hebeln zur Hälfte des Neupreises. Oder durchsichtige Gummigriffe. Alle Arten von Gabeln, Lenkern, Vorbauten, Schaltwerken, Naben, Rädern, Rahmen. Viele Rennveloteile und komplette Räder. Hier werden wirklich Teile beschleunigt um möglichst wieder gefahren zu werden. Ein sympathischer Anlass!

Samstagstour auf die Lägern

Der Wetterbericht war ausgezeichnet, es sollte mehrheitlich sonnig und bis gegen 15° Grad warm werden. Genau das richtige Wetter also, um eine schöne Samstagstour zu fahren. Wir wollten das erste Mal im neuen Jahr eine Tour auf die Lägern Hochwacht machen und auf dem Rückweg einen Besuch im neu eröffneten Restaurant Bergwerk in Buchs einlegen. 

Wir machten uns die Aufgabe nicht allzu schwer und fuhren alles auf bekannten Wegen. Der Boden war völlig trocken. Dies ganz im Gegensatz zur Fonduetour vor zwei Wochen. Der damalige Matsch war nun trocken und hart. Das Bike wurde heute höchstens staubig. Ideale Bedingungen um auch berghoch alle Singletrails zu fahren. Das hat wirklich sehr viel Spass gemacht.

Das Restaurant Bergwerk präsentierte sich dann in einer sanft renovierten Version. Neu bewirten Bernadette und Peter die Gäste. Ein herzliches Paar, mittleren Alters. Das Interieur wurde nur sanft aufgefrischt und der ländliche Gasthausstil blieb erhalten. Auch der Spinat/Speck-Kuchen hat geschmeckt und uns Treibstoff für den Rückweg geliefert.

Bemerkenswert an der heutigen Tour war eigentlich noch, dass wir Hin- und Rückweg absolut gleich gefahren sind. Während normale Touren auf der Karte irgendwie Kreise bilden, ist die heutige Tour eine gezackte Linie. Hin und zurück. Das GPS sagt: 56 km., 3:00 Std., 800 Hm.