FERIEN!

Der heutige Tag verging wie im Flug. Ich war mit Ferienvorbereitungen beschäftigt und nun steht das Auto aufgetankt und vollgepackt vor der Türe.

Ich will morgen schon früh losfahren, damit ich um die Mittagszeit in Riccione an der Adriaküste bin. So kann ich am Nachmittag gleich eine erste Wiedersehensrunde fahren. Dafür habe ich mir auch gleich eine schöne Route ausgedacht und für das GPS vorbereitet.

Dem GPS-Gerät habe ich in den letzten Tagen einige Aufmerksamkeit geschenkt. Da ich nur über eine Swiss Topo Karte verfüge, zeigt mir das GPS im Ausland nur einen grauen Hintergrund auf dem Display. Natürlich könnte ich für knapp 300 Franken die Garmin-Karte für Italien kaufen und auf dem Gerät installieren, doch da gibt es auch diese offene Software, OpenStreetMap, die von Benutzern erstellt wird und die kostenlos gebraucht werden kann. Auf mtb-news.de fand ich eine gute Anleitung, die ich mit ein paar Versuchen dann auch umsetzen konnte. Das ist wirklich eine feine Sache. Nun habe ich Karten der Provinzen Emilia-Romagna und Marken auf dem Gerät. Ich bin total gespannt, wie das alles nun in Italien funktioniert. Morgen Abend weiss ich mehr.

Ich werde den Laptop und den ganzen übrigen Elekronikkrempel mitnehmen. Im Hotel gibt es Bereiche mit Wireless-LAN und so sollte es mir gut möglich sein, öfters mal online zu sein. Ich freue mich sehr auf diese Woche Italien und Radfahren. Auch auf das Rennen vom Sonntag. Ich melde mich. Bis dann!

eingespielter Wochenrhythmus

Montag bis Mittwoch bis jeweils etwa 18 Uhr arbeiten und Geld verdienen. Am Montagabend Pilates, am Dienstag Squash und am Mittwochabend Power Yoga. Mit diesem Programm reicht die Lust spätabends dann meist nicht mehr, um noch Blogeinträge zu schreiben.

Donnerstag ist Beat-Tag, der gehört nur mir. Meist fahre ich eine Velotour und davon gibt es dann einen Beitrag. Freitag ist Haushalt, Putzen und Einkaufen ist angesagt, was blogmässig nicht viel hergibt. Samstags gehe ich eigentlich immer mit Freunden auf eine Trainingstour. Sonntag ist dann Familientag, da unternehmen Karin und ich etwas gemeinsam oder mit Freunden. Oft gibt es auch davon Blogbeiträge.

So verläuft in etwa mein Leben im Arbeitsmodus, das heisst, wenn weder Karin noch ich Ferien haben und wir permanent zu Hause sind. Anfang dieses Jahr funktioniere ich genau drei Monate so, Januar, Februar und März. Im April kommen dann erste Ferien, dann ändert sich das Schema. Noch drei eingespielte Wochen, dann geht es in die Radwoche nach Riccione an die italienische Adriaküste. Ich freue mich schon...

Safiental

Nach einem ausgedehnten Frühstück packten wir unsere Sachen im Ferienhaus langsam wieder zusammen. Die zwei, drei kleinen Putz-Jobs wurden verteilt und schon bald war alles wieder so hergerichtet, wie man sich bei Ankunft ein Ferienhaus wünscht. Unser Gastgeber zeigte uns die nähere Umgebung und so fuhren wir mit dem Auto ganz nach hinten ins Safiental. Das Tal ist zeitweise extrem steil und schroff, deshalb ist es wintersportmässig nicht erschlossen. Es ist ruhig und wirklich abgelegen. Man sieht nur wenige Touristen, ein paar Tourengeher, ein paar Schneeschuhläufer, ein paar Wanderer. Absolut entspannend.

Beim einzigen Restaurant sitzen wir draussen in der Sonne und geniessen nochmals einen herrlichen Wintertag. Wir können sogar Rehe, Gämse und ein paar Steinböcke sehen; einfach so, in freier Wildbahn. Sie suchen an schneefreien Stellen nach Futter und immer wenn sie wieder über den Schnee gehen, kann man sie erkennen. Das war wirklich sehr schön.

Im Laufe des Nachmittags machen wir uns auf den Nachhauseweg und tauchen dazu wieder unter die Hochnebeldecke. Der zuvor so strahlend blaue Himmel verbirgt sich schon bald hinter dem Dunst und die zuvor so leuchtenden Farben werden wieder blass und kraftlos... Ein, zwei Tage in den Bergen haben einen wirklich grossen Erholungswert! Das war ein Super-Weekend! Danke!

Winterwanderung in Flims

Dieses Wochenende fuhren wir mit einem Freund in die Berge. Karin wollte seit langem wieder einmal Ski fahren und ich dachte eigentlich an eine Schneeschuhtour. Nur, dafür lag einfach zu wenig Schnee und deshalb disponierte ich am Freitagabend um. Es soll über zehn ausgeschilderte Winterwanderrouten geben und so etwas konnte ich mir als Alternative gut vorstellen.

Ich entschied mich für die Strecke: Flims - Foppa - Stargels - Naraus. Alles berghoch, nur 3,5 Kilometer, jedoch 800 Höhenmeter. Dann mit dem Sessellift von Naraus runter zur Alp Foppa und von da wieder zu Fuss zurück nach Flims.

Die heutige Tour war eine richtige Beizen-Tour und wie man den Bildern entnehmen kann, war das Wetter absolut hammermässig. Schon bald konnte ich einen Pullover, die Kappe und die Handschuhe ausziehen und im Rucksack verstauen. Am Sonnenhang berghoch wandern gibt schnell warm. Zuerst waren die Wege noch geräumt, doch schon bald kam festgefahrener Schnee und da konnte ich die Nordic Walking Stöcke gut gebrauchen. Im Schnee finden die Spitzen gut Halt und mit gutem Stockeinsatz kann man die Trittsicherheit - gerade auf Schnee und Eis - enorm erhöhen. Nach etwa einer Stunde Wanderzeit kehrte ich das erste Mal ein. Das war bei der Talstation Foppa (Titelbild der Aussicht).

Es folgte dann ein wirklich steiler Abschnitt, den ich ganz langsam und gemütlich hochging. Es gab überhaupt keinen Grund zur Eile. Ich hatte jede Menge Zeit und gerade deswegen lag mir mehr am Genuss und an der herrlichen Aussicht, als an irgendeiner sportlichen Betätigung. Eine stille Geh- und Atemmeditation... Unterwegs machte ich bei einem leerstehenden Ferienhaus eine Pause und setzte mich auf die wunderbar plazierte Aussichtsbank. Ich konnte nur im T-Shirt bekleidet an der Sonne sitzen und war echt froh, im Rucksack auch noch etwas Sonnencreme zu finden. Praktisch. Für Biker und Wanderer geeignet.

Kurz nach 13 Uhr war ich dann am höchsten Punkt meiner Wandertour, der Bergstation Naraus, auf 1'842 Metern über Meer. Dort genehmigte ich mir einen weiteren Kaffe, diesmal mit einem Berliner. Von meinem Platz auf der Aussichtsterasse konnte man sich fast nicht satt sehen. Da war vor mir das prächtige Alpenpanorama (bild links, Grap Sogn Gion im Hintergrund) und hinter mir war das Bergrestaurant und im Hintergrund erkennt man sogar noch die Godelbahn die hoch nach Gassons auf 2'676 Meter führt. Absolut spannend jedoch fand ich, wie sich das Alpenpanorama in den Glasscheiben des Bergrestaurants widerspeigelte. In real konnte man das viel deutlicher erkennen, weil man mit dem Auge gezielt fokussieren kann, leider kommt das auf dem Foto nicht so gut rüber. Es sah auf jeden Fall so aus als ob die Leute, die unmittelbar vor dem Fenster sassen, direkt vor den verschneiten Bergen sitzen. Täuschend echt.

Später bin ich mit dem Sessellift runter zur Alp Foppa gefahren und bin dann von da die fast gleiche Strecke zurückgelaufen, die ich am Morgen herkam. Auch wenn berghoch gehen anstrengender ist, so ist es auf alle Fälle angenehmer, als bergrunter zu gehen. Auf dem Schnee ist es oft rutschig und das stete Bremsen geht doch ordentlich in die Knie und in die Beine.

Gegen Abend haben wir uns in Flims wieder getroffen und sind von da mit dem Auto weiter nach Safien gefahren, wo unser Freund ein Ferienhaus besitzt. Da haben wir uns dann rasch eingerichtet und schon bald blubberte der Käse in der Fonduepfanne. Der ganze Tag an der frischen Luft hat uns allen einen mächtigen Hunger beschert und so freuten wir uns schon heftig auf das feine Fondue. Das ist natürlich genau der Klassiker für so eine Alpen-Hütten-Romantik. Der perfekte Tag!