ab i'd Badi

Der Wetterbericht prophezeite einen Sommertag mit Sonne und 28° Grad im Schatten. Ich hätte nun eine lange Velotour machen können, doch dafür fehlte mir irgendwie ein Ziel und und wohl auch die Lust. Ich packte lieber die Badehose und ein gutes Buch in die Seitentasche und mache mich bereit für einen Badeausflug an den Greifensee.

Zuerst dachte ich, dass ich das Freibad in Greifensee besuchen werde, doch auf der Anfahrt habe ich mich dann für das kleine und beschauliche Freibad Egg entschieden. Als ich da etwa um elf Uhr ankam, waren noch kaum zehn Gäste da. Eine wunderbar ruhige Stimmung war am See und ich freute mich sehr auf eine Runde freies Schwimmen. Das Wasser des kleinen Sees ist schon angenehm warm.

Ich geniesse ein paar schöne Stunden an der Sonne und hole mir einen Trainingssonnenbrand. Ich kann mir selbst den Rücken nicht einschmieren... Weil ich das weiss, übertreibe ich es auch nicht. Eine leichte Rötung reicht mir (für eine angenehme Bettwärme).

Nachmittags fahre ich gemütlich nach Hause und zeichne am PC noch weiter an meiner Sommerreise 2011. Das GPS sagt: 57 km., 2:30 Std., 400 Hm.

Kein Anschluss unter dieser Nummer

Ich schätze mal, dass ich schon über 15 Jahre einen mobilen Telefonanschluss habe. Oder wie man in der Schweiz sagt, ein Natel. Es begann mit einem Natel D International Vertrag für 75 Franken pro Monat Grundgebühr. Für die "schöne" Nummer bezahlte ich schon 1995 sechzig Franken. Obwohl, sooo schön war nun 079 421 50 25 auch wieder nicht (doch mehr wollte ich damals nicht ausgeben).

Diese Handynummer hatte ich bis gestern. Nun kommt die Ansage: "Diese Nummer ist ungültig oder nicht mehr in Betrieb." Es sieht so aus, als ob mein Änderungsantrag (Montag) zu spät kam und mein lieber Arbeitgeber den Anschluss bereits deaktivierte. Das Blöde dabei ist, dass deaktivierte Abos nicht transferiert werden können und ich somit die Nummer nicht mehr kriege.

In einer einfachen Welt wäre das alles nicht wirklich ein Problem. Ich würde wen anrufen, der aktiviert die Nummer bei Swisscom wieder und die ändern den Abotyp zu einem Privatabo. Nur leider leben wir nicht in einer einfachen Welt. Mein Arbeitgeber organisiert das ganze Mobile-Geschäft für Europa aus Asien. Das heisst: Ich müsste einen internen Antrag stellen, welcher via Indien und England nach Zürich zur Swisscom geschickt wird. Dieser Antrag müsste von meinem Vorgesetzten bewilligt werden und bestimmt noch weitere Kriterien erfüllen, die mich schon in Gedanken schwindlig werden liessen.

NEIN! Ich will nicht mehr! Ich will eine einfachere Welt und das heisst in diesem Fall ganz einfach LOSLASSEN! Was interessiert mich meine alte Handy-Nummer denn? Das sind nur ein paar Zahlen. Wer wirklich mit mir in Kontakt treten will, wird Mittel und Wege finden um auch meine neue Mobilenummer herauszufinden. Mit einem SMS an alle Freunde sind die mir wichtigsten Menschen ja schnell informiert. Das ist einfach nur ein weiterer, kleiner Schritt in der Loslösung aus meinem alten Leben...

Zum Schluss kann ich der ganzen Geschichte auch noch etwas Positives abgewinnen. Nun war ich plötzlich frei in der Wahl des Abotyps und konnte so auch gleich auf PrePaid wechseln. Nun bin ich Natel easy liberty uno Kunde. Sunrise oder Orange waren für mich kein Thema. Solange ich es mir leisten kann, unterstütze ich lieber Schweizer Firmen. Ich habe gleich einmal 100 Franken Guthaben aufgeladen und bin gespannt, wie lange das reicht.

Luxus-Kratzbaum

Heute war Basteltag. Ich wollte draussen an der Kinderschaukel die langsam verrottende Sisalschnur  ersetzen, die unser Kater in den letzten Jahren runtergekratzt hat. Dazu brauchte ich logischerweise Sisalschnur, weshalb eine Velofahrt zum Baucenter auf dem Programm stand. Zwar liegt im Gartenhaus noch eine Rolle der alten Schnur, doch das reicht nirgends hin. Im gleichen Gang wollte ich noch einen Swisscom-Shop aufsuchen, um meine Mobilenummer vom Geschäft auf Privat umzuschreiben.

Die Strecke zum Ziel führt über einen Hügel. 3km berghoch und dann 3km bergrunter. Gefühlte 30 Minuten und ohne schwitzen gehen die 150 Höhenmeter bei mir nicht. Schon gar nicht, wenn es so schön und warm ist, wie heute Morgen. Vor dem Swisscom-Shop steige ich also schwitzend vom Rad und in dem Moment fällt mir ein, dass ich das Übernahmeformular zuhause auf dem Tisch liegen gelassen haben. Shit! Ich versuche es trotzdem, doch ohne Formular geht gar nichts. So sind nun mal die Prozesse...

Im Baucenter bin ich dann unschlüssig welche Sisalschnur und vor allem wie viel davon ich kaufen soll. Ich entscheide mich für die dickere und kaufe nur mal 10 Meter. Ich weiss genau dass dies zuwenig ist, doch ich muss ja wegen dem Formular nochmal herkommen und dann kann ich die richtige Restmenge kaufen. Gute Idee. Dann nach Hause, also wieder 150 Höhenmeter, 3km hoch, 3km runter.

Zuhause mache ich mich gleich ans Werk und stelle fest, dass 10m Sisalschnur nur 20cm des Holzpostens abzudecken vermag. Wenn ich also auf 80cm Höhe will, brauche ich noch zusätzlich 30 Meter. O.K. Nun das Formular aber nicht vergessen!

Um die Mittagszeit mache ich mich zum zweiten Mal auf den gleichen Weg. 3km berghoch, 3km bergrunter. Leichtes schwitzen, mittlerweile brennt die Sonne ziemlich runter. Mit dem richtigen Formular ist dann alles kein Problem und nach fünf Minuten ist der Antrag "an die Zentrale" zur Verarbeitung gefaxt. Innert der nächsten 10 Tage wird meine Nummer aus dem Geschäftsvertrag herausgelöst und mir für mindestens ein Jahr ein Natel Liberty primo Abo für 29.00 SFr. pro Monat verrechnet. Eigentlich wollte ich auf ein PrePaid-Angebot wechseln, doch das war irgendwie vertragstechnisch nicht möglich. Für ein Jahr ist das o.k. Mehr interessiert mich im Moment gar nicht.

Dann nochmals zum Baucenter und 30 Meter dicke Sisalschnur ab der Rolle abwickeln und abmessen. Der Seilbund sieht zum Schluss aus, als wollte ich in die Berge. Doch ich will nicht in die Berge sondern in den Garten. Also wieder 3km berghoch und 3km bergrunter.

Dann begann der mühsame Teil der Ausführung. Weil der Pfosten ja fest verankert ist, muss man den ganzen Rest der Schnur (zu Beginn also fast 30m) immer um den Pfosten herumgeben, wenn man die Schnur wickeln will. Das ist ziemlich mühsam. Zudem sollte man ja stets Zug auf der Schnur haben, damit sie möglichst straff anliegt. Immer nach 5x umwickeln klopfe ich mit einem Hammer die Schnur nach unten zusammen, damit sie wirklich dicht an dicht liegt. Alle 12-15 Umrundungen fixiere ich die Schnur hinten mit einer Hagraffe und entspanne mich einen Moment. Es ist Mittags um drei, die Sonne brennt ziemlich, der Schweiss läuft in Strömen, doch das Werk kommt voran. Ziemlich genau nach 80cm sind dann die insgesamt 40 Meter Sisalschnur verbraucht. Zum Abschluss nehme ich die dünnere Schnur aus dem Gartenhaus und wickle diese mit gösseren Abständen weiter nach oben, damit der Kater daran hochklettern kann. Ja, find ich gut. Ist ansprechend geworden und wie man am Bild des Tages erkennt, hat unser Tigi den aufgepimpten Katzenbaum gleich mal ausgetestet und für gut befunden.

VitaltrainerInnen-Treffen am Pfäffikersee

Seit dem Abschluss unserer Vitaltrainerausbildung versuchen wird den Kontakt aufrecht zu erhalten und zu diesem Zweck treffen wir uns nach Möglichkeit alle zwei Monate zu einem gemeinsamen Abendessen. Heute trafen wir uns in Pfäffikon, direkt am See. Diejenigen, die Lust und Zeit hatten, trafen sich etwas früher und machten einen kleinen Ruderbootausflug.

Wie man an den Bildern erkennen kann, war wieder herrliches Wetter. Ein paar Restwolken schmückten den blauen Himmel und mit etwa 24° Grad war es auch angenehm warm. Perfekt um mit dem Velo da hin zu fahren und natürlich auch perfekt für eine Fahrt mit dem Ruderboot. Birgit, Andrea und ich hatten Spass "auf See" und genossen die schöne Abendstimmung. Gegen 19 Uhr trafen wird dann die übrigen Teilnehmer im Restaurant quer. Das ist eine Showbäckerei mit Erlebnisgastronomie. Sehr schön und groszügig gemacht, mit vielerlei Spezialitäten. Die Speisekarte ist ein halbes Buch. Eine interessante Location...

Wir haben uns gut unterhalten und vorzüglich gegessen. Das war wirklich ein gelungener Abend und so war es dann schon nach halb elf Uhr nachts, bis ich mich für den Heimweg parat machte. Nun zog ich Knielinge an, ein Langarmtrikot und darüber noch eine leichte Jacke. Dazu montierte ich die Akkubeleuchtung ans Velo. So war ich gut gerüstet für die etwa 25 Kilometer. Die Nacht war angenehm mild und es hatte nur sehr wenig Strassenverkehr. So machen auch Nachtfahrten Spass. Das war ein schöner Tag. Danke! Das GPS sagt: 66 km., 3:32 Std., 400 Hm.