online-Abstinenz

Für die nächsten zwei Wochen entsage ich Medien und online Diensten vollständig und deshalb wird es in dieser Zeit auch keine Blogeinträge geben. Ab 15. Oktober geht es dann hier wieder weiter. Ich wünsche allen Lesern eine schöne Zeit.

Der Rahmen steht

Fast die ganze Woche arbeitete ich im Garten und am neuen Gartenhaus. Am Montag machte ich den Boden fertig, am Dienstag wurde der Holzrahmen aufgebaut, Mittwoch und Donnerstag baute ich das Dach auf und heute Freitag war Zeit für all die kleinen Arbeiten, die noch zu erledigen waren. Wie z.B. neue Rasenerde mit Samen an der Platzkante anbringen oder die Schnittflächen der gekürzten Dachlatten aussen 2x weiss streichen, oder eine Silikonfuge an der oberen Kante des Wandabschlusses anzubringen, oder die übrig gebliebenen Gartenplatten sauber versorgen und die abgefrästen Stücke zum Entsorgen bereitlegen, oder...

Montagabend Pilates und Mittwochabend Yoga, das war mein Sportprogramm. Angesichts der vielen körperlichen Arbeit der letzten zwei Wochen bin ich zufrieden damit. Natürlich wäre es auch herrliches Bikewetter gewesen und man hätte schöne Herbsttouren fahren können, doch dafür fehlte mir die Zeit, respektive ich wollte sie -wie oben geschildert- anders nutzen. Muskelkater im Rücken, in den Schultern, den Unterarmen, sowie den Händen und Fingern sind auch Erfahrungen, die von körperlicher Aktivität zeugen. Hat Spass gemacht.

es geht voran

Das obige Bild schon wieder alt, denn der Plattenboden für das neue Gartenhaus ist mittlerweile fertig verlegt. Heute füllte ich alle Randabschlüsse mit Split und streute Sand in die Fugen der Steinplatten. Für Morgen ist der Aufbau der Holzkonstruktion geplant und bis Ende Woche will ich das Dach fertig montiert haben. An der Garagenrückwand kann man die Kontur des alten Gartenhäuschens noch erkennen. Das neue Haus wird mit 2,50m deutlich höher (siehe stehender Balken).

Danach kann ich die Seitenwände ausmessen und bestellen. Bis Mitte Oktober die Türe und die Fenster geliefert werden, sollten die Holzwände dann auch da sein. Dann folgt erst die Fertigstellung. Bis dahin steht einfach einmal die Holzkonstruktion mit Dach. Quasi als Unterstand.

Mit der bisher erzielten Arbeit bin ich sehr zufrieden. Es entwickelt sich gut und bis zum Schluss gibt das bestimmt eine gelungene Sache.

real life

Ich bin nicht verschwunden oder so, doch das echte Leben interessiert mich derzeit mehr, als Zeit vor dem PC zu verbringen. Und wenn ich online bin, informiere ich mich lieber gemäss meinen Interessen, als dass ich selbst Inhalt produzieren möchte. Hinzu kommt, dass man unreife Themen nicht im öffentlichen Internet ausbreiten sollte (betrifft meine berufliche Situation).

Die zweimonatige Sommerreise ist mir natürlich immer noch sehr präsent und ich merke an kleinen Details, dass sich in mir etwas verändert hat. Ich bin nun zwar wieder zuhause und doch erlebe ich dieses zuhause irgendwie anders. Die Reise war eine sehr spezielle Erfahrung und irgendwie beginne ich einzelne Auswirkungen nun langsman zu verstehen. Gut so.

Im echten Leben bin ich seit dem letzten Blogeintrag vor allem mit dem Ersatz des alten Gartenhäuschens beschäftigt. Was als kleine Idee anfing, artet zusehens in ein grosses und arbeitsintensives Projekt aus. Derzeit schaufle und pickle ich Erde aus dem Garten um danach einen wirklich flachen Steinplattenboden verlegen zu können. Nach der Offerte des lokalen Gartenbauers entschied ich mich, diese Arbeiten selber auszuführen. Zeit habe ich ja und körperliche Arbeit kann ja auch mal nicht schaden.

Natürlich war ich auch öfters mal auf dem Bike. Immer von zuhause aus und meist auf bekannten (und schon fotografierten) Trails. Darüber muss ich ja auch nicht jedesmal berichten.

Über mein derzeitiges und zukünftiges Blog-Verhalten mache ich mir keine besonderen Gedanken und lasse es einfach mal fliessen...

Schienerberg

Ziemlich unverhofft wurde ich heute auf eine schöne Bikerunde in der Umgebung von Stein am Rhein eingeladen. Der Himmel war stark bewölkt, es war ziemlich windig und mit knapp 20° Grad auch nicht wirklich warm. Für eine schöne Singletrailrunde, wo man seine Konzentration auf die Fahrspur und die unmittelbare Umgebung richten muss, aber nahezu ideale Bedingungen. Der Waldboden war fast trocken, richtig griffig und perfekt zu fahren. Ich war in Form und gut gelaunt.

Wir fuhren eine bekannte Singletrailrunde in entgegengesetzter Richtung. Im letzten November bin ich mit Freunden in die Originalrichtung gefahren, heute waren wir über weite Strecken anders herum unterwegs. Mein Bikepartner war noch eine Spur fitter als ich und so musste ich gegen Ende der Runde an den Anstiegen etwas leiden. Mountainbiken ist körperlich schon viel intensiver als fahren auf der Strasse und es fehlt mir im Hochpulsbereich noch die Erfahrung, wie gut und wie lange ich das derzeit vertrage. Das GPS sagt: 39 km., 2:40 Std., 1'010 Hm.

schöne Heimattrails

Der Wetterbericht war recht gut und deshalb wollte ich heute eine schöne Bikerunde mit dem Santa Cruz Tallboy fahren. Kurz nach neun Uhr war es noch ziemlich kühl und deshalb startete ich mit Knielingen und mit einem Langarmtrikot auf eine Heimatrunde.

Wie gewohnt fuhr ich via Pfungen zum Irchelturm, wo ich nun schon das dritte Standardfoto seit meiner Rückkehr machen konnte. Danach wählte ich die lange Singletrailvariante entlang der Westflanke des Irchels. Trotz des gestrigen Regens war der Boden recht griffig und die Trails waren gut zu fahren.

Ich hatte Zeit und genoss meine gute Form. Deshalb hängte ich noch ein paar Zusatzhügel an meine Standardrunde. Dabei genoss ich diese wunderbar schöne Umgebung und nahm die ersten Herbstblätter wahr, die nun von den Bäumen zu fallen beginnen. Ja, der Sommer neigt sich dem Ende entgegen und der Herbst streckt seine Fühler aus.

Es hat sich gelohnt, dass ich an den Lenker wieder die Hörnchen montiert habe. Ich nutze diese sehr oft und vor allem im Wiegetritt profitiere ich davon. Das Fully ist sehr bequem und mit der absenkbaren Gabel nun auch gut in steilen Uphills. Ein wirklich tolles Velo! Das GPS sagt: 63 km., 4:30 Std., 1'600 Hm.

I'm walking in the rain

Heute bin ich lange auf verschiedenen Stühlen rumgesessen und las ein interessantes Buch. Draussen war es grau in dunkelgrau. In der Nacht regnete es bereits und alles sah so aus, als ob es bald wieder zu regnen beginnt. Ein idealer Tag also, um dem eigenen Geist mit Lesen ein paar neue Ideen näher zu bringen.

Im Laufe des Nachmittags setzte der Regen wieder ein und trotzdem hatte ich nun Lust um mich draussen noch etwas zu bewegen. All das Gelesene brauchte auch etwas Luft, um sich setzen zu können. Ausserdem ist das letzte Mal Nordic Walking bestimmt schon eine Ewigkeit her. Das kann man auch gut bei Regenwetter machen. Entsprechende Regenbekleidung habe ich ja schon vom Biken. Es ist trotz des Regens noch an die 20° Grad, also überhaupt nocht kalt, was ja bei Regen oft zum Hauptproblem wird. Also los, sei nicht schlapp! Umziehen, bereitmachen und loslaufen.

Ich beginne den Bewegungsablauf sofort zu lieben und atme ganz automatisch passend zum Laufrhythmus. Ein harmonisches Fliessen stellt sich ein. Die Beine bewegen sich wie Pendel einer grossen Standuhr, während der Oberkörper und die Arme die Gewichtsverlagerungen ausgleichen. Die Wirbelsäule steht aufrecht und wird in dynamischen Wellenbewegungen immer wieder neu und optimaler als zuvor positioniert. Ja, auch wenn Nordic Walking -mit diesen Stöcken- bescheuert aussieht, so mag ich es! Das ist ein gutes Ganzkörpertraining auf tiefem Belastungsniveau. Ideal um eine gewisse Grundausdauer aufzubauen oder um zu regenerieren und durch die sanfte Bewegung die Durchblutung anzuregen. Wieder keine Bilder, da Regen. Das GPS sagt: 9,5 km., 1:45 Std., 260 Hm.

Der letzte Sommertag?

Heute sollte es noch einmal sonnig und bis zu 28° Grad warm werden, bevor dann gegen Sonntagnachmittag das Wetter umschlagen soll und somit Temperaturen über 25° Grad dieses Jahr wohl eher nicht mehr erreicht werden. Ein Tag also, der für eine schöne Velorunde genutzt werden soll.

Nachdem mir am Donnerstagabend Peter das Kish Hinterrad zentriert hat, wollte ich heute eine schöne Strassentour fahren und hatte auch schon einen konkreten Plan. Für die Motorradgeschichte brauche ich wasserdichte Kleidung um auch bei Regen  fahren zu können. In Uster gibt es ein Geschäft für Motorradbekleidung und da sollte ich fündig werden. Von da wollte ich dann über den Pfannenstiel nach Meilen. Dort entscheide ich dann ob mit der Fähre nach Horgen und dem linken Seeufer folgend nach Zürich, oder gleich von Meilen entlang des rechten Seeufers in Richtung Stadt. Je nach Lust und Laune.

Ich hatte heute viel Lust und gute Laune! Zum Start der Sommertour wog ich 90 Kilo und hatte 20 Kilo Gepäck an einem 12 Kilo schweren Velo. Das sind 122 Kilo Gesamtgewicht. Heute wiege ich 85 Kilo und habe 5 Kilo Gepäck am gleichen Velo, was ein Gesamtgewicht von 102 Kilo ergibt. Satte 20 Kilo Unterschied! So kann ich heute klarerweise schneller fahren als in Italien und alles fühlt sich ziemlich leicht an. Die Räder laufen super ruhig, selbst das Innenlager knackt nicht mehr, das ganze Velo ist auf der Strasse ein Traum. Das macht bei diesem Superwetter mächtig Spass!

In der Bergfahrt zum Pfannenstiel hoch testete ich meine Form und liess den Puls bewusst mal richtig hoch gehen, um mich dann in der Abfahrt runter nach Meilen wieder zu erholen. Dort wurde gerade eine Autofähre nach Horgen beladen und so packte ich die Gelegenheit, mich auch gleich über den See fahren zu lassen. Von Horgen bis nach Zürich kann man entweder ganz gemütlich rollen oder man kann die Kette auf das grosse Kettenblatt legen und eine halbe Stunde lang "Zeitfahren" üben, das macht auch Spass.

Fotos habe ich heute keine gemacht weil ich dachte, dass dies alles schon gezeigt wurde und ich nicht ein x-beliebiges Bild schiessen wollte, nur um ein Blogbild zu haben. Es war eine sehr schöne Velorunde und so war ich wie geplant, kurz vor 16 Uhr zuhause. Das GPS sagt: 78 km., 3:27 Std., 610 Hm. Ich wollte nämlich das Männer-Elite-Rennen, der Mountainbike Weltmeisterschaften in Champery, am Fernseher mitverfolgen und dessen Start war auf 16:30 Uhr angesetzt, mit einer Renndauer von ca. 1:30 bis 1:45 Std.

Mit einem grossen Glas Sirup und einer Packung Chips setzte ich mich also vor den Fernseher und fieberte mit den Schweizern mit. Zum vollen Siegesjubel hat es dann halt aber doch nicht gereicht. Nino Schurter wurde als bester Schweizer Zweiter und gewann somit die Silbermedallie. Mit dem Sieger, dem Tschechen Jaroslav Kulhavy, konnte er in den letzten zwei Runden leider nicht mehr mithalten. Dieser war, wie so oft in diesem Jahr, einfach stärker als alle anderen und hat den Weltmeistertitel und die Goldmedallie somit absolut verdient.

Später guckte ich mir auch noch ein Tennisspiel von Roger Federer am US-Open an, welches er in vier Sätzen gewann. Das war ein schöner Ausklang des möglicherweise letzten Sommertags 2011.