Ich brauche einen Garagenparkplatz

Für mein Velotaxi brauche ich ab dem 01.03., besser noch ab Mitte Februar, einen sicheren Garagenparkplatz im Stadtzentrum von Zürich. 

Meinen zukünftigen Arbeitstag stelle ich mir wie folgt vor. Ich fahre morgens mit dem Motorrad zur Garage in der Stadt, parkiere da den Töff und nehme das abgestellte Velotaxi. Nach Arbeitsschluss wechsle ich wieder die Fahrzeuge und fahre mit dem Töff nach Hause. Der Parkplatz ist also immer besetzt. Entweder steht dort das Velotaxi oder das Motorrad.

Auf der Parkfläche will ich eine abschliessbare Box aufstellen, in der ich ein paar Werkzeuge und Ersatzteile lagern kann. Austauschbare Verkleidungsteile für die Rikscha und ein paar Ersatzkleider für mich sollte ich da auch lagern können.

Ideal wäre eine Doppelgarage, doch das dürfte unrealistisch sein. Ein einzelnes Parkfeld in einer Tiefgarage würde zu Beginn auch reichen. Oder ein kleiner, ebenerdiger Lagerraum mit breitem Zugang wäre auch eine Möglichkeit. Mehr als 250 Franken pro Monat will ich eigentlich nicht ausgeben. Da muss ich sehen, was machbar ist.

Falls mir diesbezüglich jemand einen Tipp geben kann, wäre ich sehr dankbar. Ich suche in der Zwischenzeit mal die online-Angebote ab...

Die Qual der Wahl

Bezüglich Fahrzeug gibt es zwei wirklich brauchbare Varianten:

1. Rikscha-Mobil von RIKSCHA-MOBIL GmbH & Co. KG, München, Deutschland

Das ist eine klassische Rikscha. Oben im Bild. Der Fahrer sitzt vorne, die Gäste auf einer Bank hinten.

2. Taxi-Rad Rikscha von Christiania-Bikes Kopenhagen, Dänemark

Das ist eine sogenannte Cyclo-Rikscha. Hier sitzen die Gäste vorne und der Fahrer hinten.

Beides ist machbar, beides hat Vor- und Nachteile. Eigentlich war mir von Beginn weg die Idee der Cyclo-Rikscha sympathischer. Die Gäste sitzen vorne und geniessen freie Aussicht. Ich dachte, das ist nur schwer zu toppen.

Leider konnte ich in ganz Europa nur zwei Anbieter ausfindig machen, die wirklich in vernünftiger Frist ein solches Rad hergestellt und verkauft hätten. Davon gab es nur das Christiania-Taxi-Bike mit Dach, doch bei Regen funktioniert das bestimmt viel schlechter als bei einer klassischen Rikscha.

Wirklich gestört hat mich die geringe Sitzbreite von nur etwas über 60 Zentimeter. Zwei Personen müssen sich da reinquetschen und über 150 Kilo dürfen diese auch nicht wiegen. Das ist zu knapp. Das Rikscha-Mobil trägt bis zu 200 Kilo Passagierlast auf einer 90 Zentimeter breiten Sitzbank. Ob ich das noch zu treten vermag, bleibe mal dahingestellt.

Zudem empfinden es manche Fahrgäste als unangenehm, wenn vor ihnen nichts mehr ist und Sie im Strassenverkehr an einer Ampel zum Beispiel direkt hinter ein Auto gefahren werden. Front-Lader seien zudem eher schwieriger zu fahren und benötigen mehr Platz um zu wenden.

Hinzu kommt, dass eine klassische Rikscha viel bessere Werbemöglichkeiten bietet, als ein Front-Lader Dreirad. Durch die Konstruktion der normalen Rikscha ergeben sich gross nutzbare Werbeflächen, welche gut bedruckt werden können und so für gute Einnahmen sorgen können.

Aus diesen Gründen habe ich mich nun für ein Rikscha-Mobil aus Deutschland entschieden.

PS: Die Seite www.bbbeat.ch hat Fortschritte gemacht.

schwierige Freiheit

Mein Berufsberater sagte während der Standortbestimmung einmal: "Sie verfügen über viele und grosse Freiheiten! So etwas gibt es heute, und in diesem Alter, nur noch ganz selten. Sind Sie sich dessen bewusst!"

Freiheit macht aber auch Angst, denn Freiheit bedeutet, auf das Unbekannte zugehen. Unsicheren Boden zu betreten. Wir alle sagen zwar, dass wir frei und glücklich sein wollen, doch wenn es darauf ankommt, dann entscheiden wir uns meist doch für die Unfreiheit, für das Bekannte und Bequeme. Lieber fühlen wir uns unfrei aber sicher, als unsicher. Lieber wissen wir was wir haben, als was oder wer wir sind. Denn irgendwie haben wir Angst, dass von uns am Schluss nicht mehr übrig bleiben wird, als ein warmer Furz.

Und wenn wir schon bei Fürzen sind. Sind wir ehrlich: Es furzt sich halt schon angenehmer und stilvoller in Satinbettwäsche, als in eine kratzige Wolldecke...

Seit Mai 2011 bin ich beruflich befreit, doch so langsam neigt sich mein Geldvorrat dem Ende entgegen und mein "dolce vita" wird ein Ende finden. Um auch zukünftig weiter in die Satinbettwäsche furzen zu können, muss ich demnächst wieder Einkommen generieren. Ab 4'000 Franken pro Monat sollten es schon sein. Das ist meine finanzielle Anforderung an meinen neuen Job.

Das sollte möglich sein, denn im Grundsatz bin ich davon überzeugt, dass in Zürich ein emissionsfreies Velotaxi Erfolg haben kann. Wenn so etwas in New York, in London, Berlin und München funktioniert, warum sollte es in Zürich nicht auch funktionieren? Zürich ist schön gelegen, ist eine reiche Stadt, die von vielen gut betuchten Touristen besucht wird. Der gelebte Wohlstand, der saubere Zürichsee, die frische Luft, die schöne Stadt und die nahen Berge, dies alles bietet viel Potential.

Die ganz grosse Unsicherheit besteht einfach darin, dass ich nicht weiss, wie realistisch es überhaupt ist, in Zürich ein Fahrrad mit über 300 Kilo Last zu bewegen. Zürich ist nicht flach! Es werden wohl rasch Steigungen folgen, die einfach nicht machbar sind. Das Velotaxi muss zudem per se etwas schneller vorwärtskommen als normale Fussgänger, sonst hat es keine wirkliche Berechtigung. Ob das so funktioniert, muss ich herausfinden. Anders geht es nicht.

Und da ist es wieder... dieses mulmige Gefühl... Unsicherheit... Freiheit.

Was mir wirklich hilft ist die Feststellung, dass ich mit der Velo-Rikscha-Geschichte auf ein Thema gestossen bin, welches mich zunehmend fasziniert und motiviert. Es wird zu einer Herzensangelegenheit und das ist gut so. Es hilft mir Entscheidungen zu treffen.

So entwickelt sich meine "Freiheit von" nun langsam zu einer "Freiheit zu". Ich entwickle mich vorwärts und werde aktiv.

Das Kind sucht einen Namen

Leider klingt das "Butler" für uns Deutschsprachige etwas nach Bettler. Das ist nicht schön... Ansonsten trifft es viele Anforderungen. Die Webseite www.bbbeat.ch -als Abkürzung für "Bike Butler Beat"- halte ich bereits, der Ausdruck ist für internationale Touristen eher verständlich, als alles was mit "...Velo..." zu tun hat.

Mein bisheriger Arbeitstitel ist einfach "Velotaxi". Die Domaine www.velotaxi.ch ist aber bereits vergeben. Bisher hatte ich folgende Ideen:

  • Bike Butler Beat (www.bbbeat.ch)
  • aFahrt - Velotaxi (Anfahren. www.afahrt.xxx sind noch zu haben. Schönes Mundartbekenntnis zu Zürich, doch englisch... unmöglich. Gleich wie Beat.)
  • Velo-Mobil (www.velomobil.ch ist schon vergeben. www.velo-mobil.ch ist noch zu haben.)
  • Velorikscha (www.velorikscha.xxx sind noch zu haben.)

Persönlich hätte ich gerne das Wort Velo verwendet, weil es eine klare Bezeichnung für ein rein muskelbetriebenes Fahrrad ist. Deutsch und Französisch ist es verständlich. Ich respektiere jedoch den Einwand, dass englische, amerikanische und alle asiatischen Touristen eher englisch sprechen, als Deutsch oder Französisch. Da versteht man eher "Bike" (obwohl das auch für Motorräder steht) oder "Bicycle"

... oder Rikscha?

Vielleicht gibt es ja Meinungen, Gedanken und Ideen dazu. Das würde mich freuen.

Auf die "Bike Butler" Geschichte bin ich via Bekleidung gekommen. Ich überlegte mir nämlich wie ich auftreten will und ob ich damit eine Art Marke schaffen kann, an die sich die Leute erinnern können. Ich dachte, eine Art Uniform wäre noch witzig. Seit ein paar Jahren habe ich ein "La Ritz"-Velotrikot im Schrank, welches ich am liebsten an Sonntagen trage. Dieses Shirt löst immer wieder positive Reaktionen aus. Zusammen mit einer schwarzen Hose, schwarzen Handschuhen, Socken und Schuhen, macht das echt etwas her. So kann ich positiv in Erscheinung treten, ohne als Werbesäule rumfahren zu müssen. Diese Idee hat mir so gut gefallen, dass ich gleich noch mehrere solche Trikots bestellt habe. Es unterstreicht auch meine Dienstleistungshaltung.

Meine Idee war sowieso, dass ich eher elegant als sportlich auftreten will. Es soll um das Fahrvergnügen gehen und nicht um die sportliche Leistung. Wenn ich Kunden also auf der emotionalen Ebene ansprechen will, sollte mein Gefährt, und auch ich selbst, einladend und positiv wirken. Dieses Shirt löste schon oft solche kleinen, positiven Moment aus. Das möchte ich nutzen.

auftauchen

Es wird mal Zeit, dass hier wieder etwas Leben in die Bude kommt! Über drei Wochen gab es keinen Blogbeitrag, obwohl das Leben doch so prall gefüllt war. Mit einer Fondue-Bike-Tour oder der Silvesterfeier in Zürich, oder dem gediegenen Jahresanfang, dann eine Erkältung, und, und, und.

Und natürlich bin ich auch in mich gegangen...

Und nun tauche ich wieder auf und gebäre eine kleine Maus.

Die Gespräche zur Standortbestimmung und Laufbahnberatung haben gezeigt, dass es Zeit für einen Neuanfang ist. Für die technokratische Arbeitswelt der coolen Jobs und geilen Einkommen bin ich ausgeschieden. Das könnte ich vielleicht noch, doch ich will es nicht mehr. Während der 2-jährigen Vitaltrainerausbildung musste ich zudem feststellen, dass mir das Helfer-Gen wohl doch irgendwie fehlt und dass es mich nicht wirklich zu sozialen Berufen hinzieht. Soviel zum Thema Standortbestimmung.

Jeder Laufbahnberater empfielt dann, über eigene Fähigkeiten, Stärken und Neigungen nachzudenken und den wirklichen und ganz eigenen Freuden des Lebens auf den Grund zu gehen. Daraus schöpfe man die Kraft, sich für "das Richtige" zu entscheiden.

Eh bien... Ich fahre gerne Velo und ich mag die Stadt Zürich. Ich bin im Geiste ein einfacher Unternehmer, kein grosser Manager, doch auch nicht ein Angestellter. Ich will mehr frische Luft und würde auch gerne draussen arbeiten. Mir stinken Autos, ich stehe auf alternative Energie, auf green Power und bin da ganz der Velofreak. Nichts wird effizienter bewegt als mit einem normalen Fahrrad!

Und so kam ich auf die Idee, eine Velo-Rikscha für Touristen und Einheimische in Zürich anzubieten. Das ist sie nun, die kleine Maus. Ein ganz kleines, lokales Gewerbe, das vor allem durch mich selbst bestimmt wird. Solange ich fahre, solange funktioniert es! Ganz einfach.

Auf meiner zweiten Domaine, auf www.bbbeat.ch, versuchte ich dann einen ersten Wurf für einen Internetauftritt. Der Ausdruck "aFahrt" ist noch ein Arbeitstitel, das überzeugt mich noch nicht wirklich, doch die Ideen zu aFahrt und die Verfügbarkeit der Domaine finde ich reizvoll.

Das war es vorerst einmal.