erste Nachtfahrt

Nach den letzten vier Tagen Rikschafahren war ich ziemlich müde und so kam mir der regnerische Wetterbericht gerade recht. Ich konnte so einen Ruhetag einlegen, auch wenn ich abends noch eine gebuchte Fahrt im Kalender stehen hatte.

Ich wünschte mir natürlich sehr, dass es zur Fahrzeit nicht regnen wird und nachdem es um 20 Uhr noch einmal richtig heftig schüttete war klar, dass ich die Regenkleider mitnehmen muss. Um 21 Uhr war ich mit den Leuten von Rikscha Taxi Zürich verabredet, denn wir sollten für einen Firmenanlass zwei halbstündige Touren fahren. Um halb neun Uhr tropfte es nur noch leicht und wie gewünscht war es dann um 21 Uhr trocken. Sehr gut.

Die erste Gruppe Leute war sehr angenehm, scheinbar waren dies die besser Motivierten. Die zwei Fahrgäste der zweiten Gruppe fanden den Rikschaevent ziemlich unnütz und sie waren richtig desinteressiert. Sie besprachen lieber die neusten Apps auf ihren Smartphones als dass sie etwas die Aussicht ins Nachtleben von Zürich genossen. Eigentlich wären sie lieber nach Hause gegangen, doch aus Anstand machten sie halt diesen Zitat "firmeninternen Teambildungsscheiss" mit. Na ja... Es waren halt Bankangestellte... Mir kann es ja egal sein. Die Organisatorin des Anlasses hatte ihre Freude und die Bezahlung war gut.

Auf dem Rückweg zur Garage fielen dann wieder Regentropfen. Petrus hat auf uns aufgepasst. Danke.

Feiertage sind toll!

Gestern Pfingstsonntag und auch heute am Pfingstmontag war ich in der Stadt mit meinem Velotaxi unterwegs und es waren wohl zwei der besten Tage, die ich bisher überhaupt zu verzeichnen hatte. Eigentlich ist es ganz einfach: Es braucht schönes Wetter und ein Feiertag, dann klappt die Rikschageschichte.

An Feiertagen sind die Menschen einfach etwas entspannter und eher in der Stimmung um sich einmal etwas Spezielles zu gönnen. Die grauen Alltagswolken sind etwas verzogen und somit öffnen sich die Gefühlsfenster ein wenig. Nicht alles immer nach Sinn oder Unsinn, nach Nutzen oder Kosten zu hinterfragen macht macht eben doch glücklich!

trotzdem...

Morgens war das Wetter wirklich prächtig und die Schmerzen meiner Muskelentzündung sind fast völlig verschwunden. Was soll man mit einem solch schönen Sonntag anfangen? Weil der Wetterbericht für die kommenden Tage (schon) wieder Regen ankündigte, entschied ich mich dazu, nochmals nach Zürich zu fahren um einige Stunden mit der Velorikscha meine Dienste anzubieten.

Leider nahm dann aber die Bewölkung stetig zu, was dann gleich auf die Motivation von möglichen Kunden drückt. Das fand ich nicht tragisch. Ich wollte einfach Präsenz zeigen und eher etwas auf Kunden warten als leer herumfahren.

Lustig fand ich zwei Japaner, die mit gezücktem Fotoapparat auf mich zu kamen und fragten ob ich wisse, wo das Foto geschossen wurde, welches sie mir im Display zeigten. "Schwierig zu sagen... wieso?". Sie hätten da in der Nähe ihr Mietauto parkiert und suchen dieses nun schon seit über einer Stunde, aber ohne Erfolg. Ich schaute mir das Foto noch einmal genau an. Ich hatte eine Idee und die zwei stiegen ein. Und siehe da, an der Fraumünsterstrasse fanden wir dann ihr Mietauto. Da waren Sie sehr erleichtert.

Gegen halb fünf Uhr am Nachmittag fielen dann erste Regentropfen und weil ich mich nicht überlasten wollte, fuhr ich gleich zurück zur Garage und brach meine Sonntagsübung ab. Nachher stellte ich zwar fest, dass es nicht wirklich zu regnen begann und ich nach einer kurzen Pause wieder hätte weiterfahren können. Doch irgendwie schallten mir die Worte des Arztes noch im Ohr, der mir drei, vier Tage Ruhe und Erholung verordnet hatte. Also besser nicht übertreiben.

Polterabend-Fahrt

Ich war froh, dass die entzündungshemmenden Medikamente so gut wirkten, denn ich wollte die von Rikscha Taxi Zürich gebuchte Polterabend-Fahrt unbedingt bestreiten. Solche Gruppenfahrten sind immer etwas Spezielles und machen grossen Spass.

Um die Belastung aber wirklich gering zu halten, bin ich nur ganz gezielt für diese eine Fahrt in die Stadt gefahren. Dort trafen wir auf acht junge Frauen, die für ihre Freundin den Polterabend und diese Fahrt organisiert hatten. Interessant fand ich, dass die Hauptperson, die zukünftige Braut, unbedingt mit mir mitfahren wollte. Das offenere Fahrzeug (und mein Outfit) hatten es ihr sichtlich angetan. Das fand ich ein schönes Kompliment.

Mit insgesamt vier Rikschas sind wir dann quer durch Zürich bis nach Kilchberg gefahren, wo schon andere Poltergäste auf die Ankunft der lustigen Gruppe warteten. Der Abend war angenehm warm und die Stimmung ausgezeichnet. So macht es natürlich allen grossen Spass. Ja, mir hat es auch sehr gut gefallen. Danke!

Geduld

Das Wetter will einfach nicht wirklich besser werden. Noch immer ist eher April- als Maiwetter. Am Montag war es noch knapp 18° Grad, heute kaum mehr 15 und morgen soll es dann regnen bei noch etwa 10° Grad. Wahrlich, für ein sonniges Rikschavergnügen braucht es noch immer Geduld...

Um meine Eigenwerbung etwas zu verbessern liess ich den Touristen-Tourenplan auf einen 85x55cm grossen Aufkleber drucken, den ich auf das Polster der Rückenlehne aufbrachte (Tagesbild). Zudem fuhr ich heute wieder einige Hotels an um Flyer zu verteilen. Ich bemühe mich wirklich, um das Geschäft anzukurbeln. Das Wetter kann ich aber nicht beeinflussen...

Zeitweise zweifle ich schon etwas... Es gibt nichts geschenkt... Bisher verkauft sich weder die Werbefläche wirklich gut, noch gibt es viele Leute, die in Zürich spontan Rikscha fahren wollen und auch die Resonanz auf die mittlerweile über 1'000 verteile Flyer ist sehr bescheiden. Da könnte man schon ins Grübeln geraten.

Auch wenn es mir nicht immer leicht fällt, so will ich mir dieses Grübeln aber etwas verbieten. Nachdenken was ich besser machen kann ist o.k., doch frustriert zu sein liegt nicht drin. Es ist einfach noch nicht an der Zeit um irgendwelche Schlüsse zu ziehen. Ein harziger Start ist noch kein Misserfolg. Ich brauche Geduld. Mindestens bis Ende September will ich mir und meinem Rikscha-Projekt Zeit geben. Erst nach einem vollständigen Sommer kann ich die Sache erst wirklich beurteilen. Anfang Oktober sind zwei Wochen Ferien geplant und dann -am Strand- werde ich etwas Distanz kriegen und dann erlaube ich mir auch Schlüsse zu ziehen. Bis dahin muss ich positiv bleiben und mich in Geduld üben.

anstrengender Freitag


Heute Abend war ich das erste Mal für eine Hochzeitsfahrt gebucht. Ich holte das Hochzeitspaar am Schiffsteg beim Bürkliplatz ab und fuhr es dann zum Restaurant in der Nähe des Albisriederplatzes, wo die Hochzeitsfeier stattfand. Die Fahrgäste fanden die Sache eine tolle Überraschung und freuten sich über die gemütliche und entspannte Fahrt durch die Stadt.

Morgens startete ich bereits um 10:00 Uhr, weil es einfach perfektes Wetter war und ich so hoffte, schon einmal morgens ein paar Gäste fahren zu können. Das war zwar eine schöne Idee, doch wie ich schon früher feststellte, klappt das nicht. Am Morgen ist einfach noch nichts los. So hatte ich Zeit um ein paar schöne Fotos mit dem Mainstreet42-Design zu machen. Kurz nach dem Mittag fand ich dann erste Fahrgäste und ab diesem Moment gab es einiges zu tun. Schön so!

Abends war ich dann ganz schön platt. Heute sind über 50 Kilometer zusammengekommen und den ganzen Tag draussen an der Sonne zu verbringen ermüdet zusätzlich. Ich bin natürlich froh, wenn es so gut läuft, doch wenn ich da an Juli und August denke, wo es dann doch noch einiges wärmer sein wird, so weiss ich noch nicht so genau, wie ich dann lange Wochen überstehen werde. So rein körplich meine ich das. Aber ich will mir jetzt nicht den Kopf über die Zukunft zerbrechen. Bis dann bleibt noch etwas Zeit und die (an sich schon gute) Form wird sich wohl noch weiter verbessern. Man wird es sehen...

Ende April - Anfang Mai

Gestern war ja der letzte Tag im April und ab heute, dem 1. Mai, fahre ich nun mit Werbung für den Bikeshop Mainstreet 42 an der Rikscha kreuz und quer durch Zürich.

Der April war wettermässig sehr durchzogen und so war es nicht sehr verwunderlich, dass es Rikscha-mässig nicht sehr gut lief. Ich konnte bedeutend weniger fahren und wegen der teils ziemlich tiefen Temperaturen hatte ich auch weniger Gäste als noch im März. Das hat mir zeitweise schon etwas an den Nerven gezerrt, denn irgendwie erwartete ich, oder zumindest wünschte ich mir, dass es von Monat zu Monat besser geht und mehr Leute zusteigen. So war es nun aber nicht. Na ja... Der April ist nun zum Glück Geschichte und ein neuer Monat (und neues Glück) liegt vor uns...

Wie es sich gehört, montierte ich heute Morgen das Werbedesign für den Monat Mai. An dem schönen Foto-Design habe ich echt Freude. Es sieht richtig gut aus und natürlich freut es mich besonders, für ein Bikegeschäft Werbung zu machen. Bei Simon Ruchti (Inhaber und Geschäftsführer) von Mainstreet 42 kaufte ich mein oranges SANTA CRUZ Tallboy 29 Bike, welches leider in letzter Zeit vorwiegend in der Garage steht. Das ist halt die Kehrseite der Medallie. Da ich quasi mein Hobby zum Beruf gemacht habe, habe ich in meiner Freizeit kaum noch Lust um auch noch aufs Rad zu steigen. Wobei Lust auf echtes Mountainbiken hätte ich schon, doch meist habe ich ja nur dann frei, wenn es schlechtes Wetter ist oder wenn meine Bikefreunde arbeiten müssen. Das fehlt mir schon etwas, doch man kann ja bekanntlich nicht alles haben...

Der heutige 1. Mai war vermutlich der allererste 1. Mai, an dem ich arbeitete. Dabei profitierte ich einerseits vom ansprechend guten Wetter und davon, dass wegen der vielen 1.Mai-Veranstaltungen die Zürcher Verkehrsbetriebe nur in reduziertem Ausmass fuhren (und vielleicht auch davon, dass fast alle Geschäfte geschlossen waren). Die Stimmung war gut und die Leute motiviert um sich einmal etwas Spezielles, wie zum Beispiel eine Rikschafahrt, zu gönnen. Das war ein wirklich guter Tag und so hoffe ich, dass dies ein gutes Omen für einen tollen Monat Mai ist.