heisser Monatsabschluss

Die letzten Junitage waren mit über 30° Grad die bis anhin heissesten Tage des Jahres. Das kam mir sehr entgegen, denn am Freitag und auch heute Samstag hatte ich je eine gebuchte Hochzeitsfahrt und für ein Hochzeit kann es ja kaum genug sonnig und warm sein. So konnten beide Anlässe wie geplant durchgeführt werden und die Paare hatten jeweils sichtlich Freude an der Sache. Schön so.

Das tolle Wetter der letzten zwei Wochen hat meiner Monatsbilanz sehr gut getan und so bin ich mit der "Fahrstatistik" eigentlich erstmals wirklich zufrieden. Im Juni kam ich nun auf 140 bezahlte Fahrten. Demgegenüber stehen 157 aufgewendete Stunden. Für Juli und August (die wohl zwei besten Monate des Jahres) wünsche ich mir, dass die Anzahl der bezahlten Fahrten die Anzahl Arbeiststunden übersteigen möge. Noch habe ich viel Leerzeiten und es würde noch einiges ertragen...

Am Freitagabend bin ich bis 21:30 Uhr gefahren und heute Samstag war die letzte Fahrt von 22:30 bis 23:00 Uhr geplant. Zusammen mit "Rikscha Taxi Zürich" holten wir beim Kunsthaus eine illustere Frauengruppe ab, welche einen Polterabend bestritt. Natürlich war um diese Uhrzeit die Stimmung feucht-fröhlich und ausgelassen. Alle hatten mächtig Spass an der Fahrt in den Zürcher Kreis 4. Danach fuhr ich direkt in die Garage, wechselte auf's Motorrad und fuhr müde und zufrieden nach Hause.

noch zu viel Zufall

Mit dem wärmeren Wetter besserte sich auch die Auslastung meines Velotaxis. Trotzdem bin ich immer noch sehr vom Zufall abhängig. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und die richtigen Leute anzutreffen, das ist das einzige, was funktioniert. 

Seit dem Start am 1. März konnte ich mir doch ein paar wenige Stammgäste erarbeiten, die mich ab und zu anrufen und für eine Fahrt bestellen. Das freut mich natürlich und ich hoffe auch, dass es langsam mehr werden. Auf dem Tagesbild sieht man einen dieser Stammgäste. Danke!

Die Touristenfahrten sind finanziell interessanter, doch irgendwie bin ich auch hier auf den Zufall angewiesen. Obwohl ich über 1'000 Flyer in Hotels auflegen konnte und seit zwei Wochen nun auch Flyer im Tourist-Office am Hauptbahnhof zu finden sind, gibt es praktisch keine Vorbuchungen. Die Rundfahrten die ich bisher verkaufen konnte, waren fast alles Spontanentscheidungen. Oder heute gesehen und für morgen gebucht. Das finde ich wirklich schade, denn das Feedback von den Sightseeing-Touren ist ausnahmslos positiv. Alle Fahrgäste fanden die Touren interessant und schätzten die Erklärungen, die ich dazu abgebe. Zudem können sie aus der Rikscha heraus sehr gut fotografieren und ich kann jederzeit auf individuelle Wünsche eingehen. Ich selbst denke schon, dass dies eine sehr gute Variante ist um in kurzer Zeit einen guten Eindruck von der Stadt Zürich zu gewinnen. Hier liegt meiner Ansicht nach noch viel Potential. Leider weiss ich nicht wirklich, wie ich dies besser aktivieren kann. (Muss man dazu Portiers oder Receptionisten bestechen)?

Die Werbeflächen auf der Rikscha sind ebenfalls sehr schwierig zu verkaufen. In diesem Bereich müsste ich stärker aktiv werden und weiter Firmen anschreiben und danach abtelefonieren. Doch das entspricht mir so rein gar nicht. Ich war noch nie ein guter Telefon-Verkäufer und mochte es noch nie, mich so anzupreisen. Auch hier denke ich: Das Produkt ist gut und müsste eigentlich Anklang finden, doch einfach so funktioniert es nicht. Die potentiellen Kunden müssen aktiv überzeugt und gewonnen werden. Da muss ich mich mehr anstrengen...

schön und warm

Seit letztem Freitag ist endlich schönes und warmes Wetter eingekehrt. Das wirkt sich gleich positiv auf mein Rikschageschäft aus. Endlich steigt die Zahl der Fahrten und der zufriedenen Gäste. Sehr schön! Hoffentlich hält diese Schönwetterperiode noch lange an...

abgeledert

Auf dem Nachhauseweg hat mich dieser kleine Knirps ganz locker überholt. Frechheit! ;-)

vor 1 Jahr

Vor einem Jahr startete ich meine Sommerreise 2011, in den Süden von Italien und wieder zurück. Es war eine bewusste Auszeit aus meinem bisherigen Leben und ein kleines, kontrolliertes Abenteuer. Es sollte mir Raum geben um mich später beruflich neu zu positionieren und so quasi den Start in meine zweite Lebenshäfte einläuten.

In den nächsten zwei Monaten werde ich wohl öfters in der linken Seitenleiste einen Tagesbeitrag anklicken und mich gerne an die gemachten Erlebnisse zurückerinnern. Es war eine schöne, sorgenfreie Zeit...

Doch das Leben besteht ja nicht nur aus Ferien und eine Auszeit bedingt irgendwann einen Wiedereintritt in die Arbeitswelt. Auf keinen Fall wollte ich wieder zurück in die Telekommunikation. Keine Grossfirma mehr und kein acht Stunden Bürojob. Über zwanzig Jahre lang fühlte ich mich beruflich unwohl, doch ich brauchte das Geld. Es war der einfachste Weg um mit geringem Aufwand eine angenehme Summe zu verdienen, die es mir in der Freizeit ermöglichte das berufliche Unbehagen zu kompensieren. Und so wusste ich zwar was ich nicht mehr wollte, was ich aber wirklich will, das wusste ich damals nicht und auch heute weiss ich das nicht wirklich. Ich bin nun am Versuchen, am Ausprobieren.

Die gestartete Rikschageschichte ist nun ein erster ernsthafter Versuch. Natürlich habe ich mir die Sache einfacher und erfüllender vorgestellt als es sich mir bisher zeigt, doch der Versuch dauert noch mindestens bis zum Herbst. Eine Sommersaison lang will ich das schon durchziehen, bevor ich resümiere. In der Zwischenzeit ist mir aber schon ziemlich klar geworden, dass das Rikschageschäft unter 15° Grad Aussentemperatur nicht funktioniert, sprich im Winterhalbjahr muss ich irgenwie sonst Geld für meinen Lebensunterhalt verdienen. Sollte ich beim Rikschathema bleiben, wird mein Arbeitsjahr also noch einen Zweitjob benötigen und das zwingt mich natürlich, bald schon wieder darüber nachzudenken, wo und wie ich meinen nächsten Versuch starten werde...

Es ist mir schon bewusst, weshalb ich so lange im ungeliebten Bürojob geblieben bin. Es war so einfach und so komfortabel. Mit voller Hose lässt sich gut stinken... Vor einem Jahr habe ich mich aber aus dieser klimatisierten Komfortzone verabschiedet und nun stehe ich im Wind. Das braucht Kraft... und ich werde ja auch nicht jünger...

Ich bin nicht enttäuscht über den Stand der Dinge. Es wäre ja zu einfach gewesen, wenn der erste Versuch gleich zum Volltreffer wird. Es ist ein Schritt. Ein Schritt der Annäherung an mich selbst. Und das ist ja vor allem wichtig. Ich will nicht aufgeben meinen Weg zu suchen. Vielleicht -oder hoffentlich- stellt sich irgendwann das Gefühl ein angekommen zu sein. Das wäre schön. So komplex wie ich innerlich jedoch funktioniere, werde ich wohl noch ein paar Versuche benötigen um all die Knoten aufzulösen... ich bleibe dran!

Reko-Tour für AATC

Heute war das Wetter auch nicht viel besser als gestern, was so viel bedeutet, dass es nicht dauernd regnete, sondern nur ab und zu... ;-)

Ich hatte also kaum Hoffnung auf Rikschagäste und deshalb nutzte ich den Mittag für eine Probefahrt und für Fotoaufnahmen der Objekte von ART AND THE CITY. Das war wirklich sehr interessant und hat mir gut gefallen. Natürlich war nicht alles beeindruckend oder grossartig, doch in Summe finde ich diese Kunstschau doch sehr spannend. Die Fotos habe ich heute Abend bearbeitet und auf dieser BBBEAT-Seite abgespeichert. Vielleicht erstelle ich daraus auch ein Fotoalbum für diesen Blog, doch das muss noch warten.

art and the city

Am letzten Samstag wurde die Sommerausstellung "ART AND THE CITY" in Zürich eröffnet und bis zum 23. September 2012 können nun über 40 Beiträge zu "Kunst im öffentlichen Raum" angesehen, entdeckt und erlebt werden. Diese Objekte, Skulpturen und Installationen sind in den Stadtkreisen 1, 5 + 9 verteilt mit Schwerpunkt Zürich West, also Kreis 5. 

Ich musste nicht lange überlegen um zu erkennen, dass dies eine Chance für mich sein kann. Es gibt keine offiziellen Führungen und man kann auch nicht einfach mit einem Tram an die Objekte hinfahren. Eine ideale Ausgangslage um entsprechende Rikschatouren anzubieten. Gestern zeichnete ich eine entsprechende Route für das GPS und erstellte mir meinen eigenen Ausstellungskatalog mit Bildern und Texten zu den jeweiligen Kunst-Objekten. Daraus ergaben sich dann zwei Touren:

1. ART AND THE CITY - QUICKY - 1 Stunde -> Eine Tour durch den Kreis 5 die an etwa der Hälfte aller Kunstobjekte vorbeiführt.

2. ART AND THE CITY - FULL BLOWN - 2,5 Std. -> Das volle Programm! Alles was man sehen kann, in allen Stadtkreisen. Eine lange aber bestimmt sehr interessante Tour. Und damit der Geist nicht überfordert wird, biete ich etwa zur Tourmitte einen Kaffeehalt mit Kuchen an.

Die Planung hat mir bis hier hin Spass gemacht. In den nächsten Tagen werde ich die Routen testen und ein paar Fotos machen, die ich dann auf der BBBEAT-Seite zur Ansicht freigebe. Ich überlege mir auch, ein Zusatzblatt drucken zu lassen, welches ich in den Flyer legen kann. Das würde vielleicht auch noch etwas bringen.

Wer sich über ART AND THE CITY informieren will, klicke auf das Tagesbild (Link).

wird es irgendwann mal Sommer?

Im April war richtiges Aprilwetter. Der Mai glich einem verlängerten April und nun im Juni schaut es schon den dritten Monat aus wie im April... Lieber Petrus: Lass es bitte endlich Sommer werden. Schick uns eine lange Schönwetterperiode. Bitte!