oben blau - unten grau

Nun hat mich -oder uns- der Nebel eingeholt. Wie es halt im Herbst öfters der Fall ist, bleibt Zürich unter dem Hochnebel und so steigen die Temperaturen kaum mehr auf über 13 Grad. Gestern Montag war ich noch mit der Rikscha in Zürich, doch die Sonne zeigte sich nur wenig und meist blieb der Himmel milchig.

Der Kontrast zum Sonntag war extrem. Da waren noch tausende von Menschen unterwegs und am Montag konnte man fast jedem Touristen einzeln die Hand schütteln. Zu den eher garstigen Bedingungen kam noch hinzu, dass die Zürichsee- und auch die Limmatschiffahrt auf Winterbetrieb umgestellt haben und dadurch die Personenfrequenz am Bürkliplatz, wo ich doch häufig stehe und auf Kunden warte, deutlich abgenommen hat.

So hatte ich sehr wenig zu tun und mir wurde dadurch wirklich bewusst, dass sich die Rikschasaison 2012 nun wohl wirklich dem Ende nähert. Eigentlich schade. So nach den Ferien und nach der letzten Woche hätte ich noch Lust auf mehr...

Der heutige Wetterbericht sagte eine Nebelgrenze von 1'100 Metern über Meer voraus und der regelmässige Blick auf verschiedene Web-Cams bestätigte auch, dass es in der Stadt genau so grau blieb, wie bei mir zu Hause. Weil Dienstage schon immer die schwächsten Tage waren fiel es mir leicht, heute zu Hause zu bleiben. Es gibt nun auch einige Dinge aufzuarbeiten und für das nächste Jahr vorzubereiten. Ein guter Tag also, um etwas Büroarbeit anzupacken.

Als erstes gilt es das Werbekonzept für das kommende Jahr festzulegen. Nachdem ich für dieses Jahr pro Monat einen Voll-Werbepartner suchte, möchte ich die Flächen aufteilen. Dies vor allem weil ich öfters angesprochen wurde, ob ich nicht kleinere Flächen anbieten, diese jedoch dann für die ganze Saison vermieten würde. Zudem könnte ich durch dieses Vorgehen die Hauptwerbefläche günstiger anbieten, was die Suche nach Partnern wohl auch etwas vereinfachen wird. Damit habe ich mich heute vorwiegend beschäftigt.

Dann muss ich auch die Zusammenarbeit mit Hotels verbessern. Von dieser Seite kam dieses Jahr eindeutig zu wenig. Da muss ich nach Wegen suchen, wie ich mein Angebot für Hotels interessanter gestalten kann. Eventuell braucht es Kickbacks oder vielleicht kann man gemeinsam Packete (z.B. ein Wochenendaufenthalt inkl. Rikscha-Stadtrundfahrt) anbieten. Vermutlich muss ich dafür zuerst einmal bei ein paar Hotels vorbeischauen und mit den Damen oder Herren an der Rezeption sprechen und ihre Meinung abholen. Es gibt also noch einiges zu tun...

Schöne Herbstwoche

Ab Dienstag bin ich nun die ganze Woche, bis heute Sonntag jeden Tag mit der Rikscha unterwegs gewesen. Es war wirklich Traumwetter und von Freitag bis heute Sonntag konnte ich sogar in kurz-kurz fahren. Es war angenehm warm. Richtig goldene Herbsttage!

Heute Sonntag waren unglaublich viele Menschen in der Stadt und bevölkerten das Seebecken. Wer irgendwie Zeit hatte, nutzte das Prachtswetter um etwas dem See entlang zu flanieren. Recht hatten sie natürlich alle, denn es wird wohl nicht mehr mach so schönen und warmen Tag geben. Insgesamt dreimal fuhr ich mit Gästen vom Bellevue zum Zürichhorn und musste dabei förmlich zwischen den Leuten hindurch zirkeln. Da bin ich jeweils froh, dass die Rikscha so positiv aufgenommen wird und es nie zu Gehässigkeiten kommt. Natürlich nehme ich viel Rücksicht und bin immer freundlich. Das versteht sich von selbst und ist mein Teil für ein zufriedenes Miteinander.

Nun hoffe ich natürlich, dass es noch ein paar Tage so weiter geht...