Nebelfahrt

Heute wollte ich eigentlich das Erlebnis vom letzten Freitag wiederholen, denn die Vorzeichen waren die selben. Ich machte mich also auf den Weg zu den Lägern und pflügte mich durch den Unterländer Nebel. Leider hatte ich Pech, denn heute lag die Nebelobergrenze doch höher als die vorhergesagten 800 M.ü.M. Wie man auf dem Bild erkennen kann, war es auch auf 856 M.ü.M. noch neblig und man konnte die Sonne nur als hellen Fleck erahnen. 

Natürlich war ich etwas enttäuscht, doch da kann man ja nichts machen. Immerhin war ich ein paar Stunden an der frischen Luft und habe mich etwas bewegt. So gesehen war es o.k. Das GPS sagt: 2:40 Std., 47km., 830Hm.

an die Sonne

In der Zeitung stand: "Nebelgrenze auf ca. 800 Metern über Meer". Die einzige Erhebung über 800 Meter, die ich mit vernünftigem Aufwand erreichen kann, ist die Lägern-Hochwacht mit genau 856 Meter über Meer. Das sollte reichen.

Ich schwang mich schon kurz vor neun Uhr in den Sattel und pflügte mich durch den dichten Unterland-Nebel. Kühl und feucht, doch mit der richtigen Bekleidung gar nicht unangenehm. Die ersten 20 Kilometer sind ziemlich flach und so rolle ich die erste Stunde gemütlich dahin. Dann beginnt der Aufstieg und schon bald bin ich mitten in der Nebeldecke. Auf 800 Metern über Meer ist noch nichts von einem blauen Himmel zu sehen und langsam zweifle ich, ob es wirklich reicht um über den Nebel zu kommen. Wie man aber dem Tagesbild entnehmen kann reichte es. Auf den letzten Höhenmetern lichtete sich tatsächlich der Nebel und darüber war wirklich Sonne satt an einem strahlend blauen Himmel. Traumhaft! Das ganze Flachland liegt im Nebel, nur die Spitze des Uetlibergs (869 M.ü.M., siehe Pfeil) ragt auch noch aus dem Nebel. Im Hintergrund dann die erste Bergreihe der Zentralalpen.

Ich hatte Zeit und bin fast eine Stunde geblieben und genoss die Sonne (und tankte Vitamin D). Ich wusste ja, sobald ich mich wieder aufs Bike setze, geht es wieder in die Nebelsuppe. Ein paar Wanderer kamen, eine Bikerin und ein Fotograph. Dieser stellte sich mir als Lokalredaktor vom "Zürcher Unterländer" vor und wir kamen ins Gespräch. Ich erzählte ihm, dass ich mehr Rikscha als Velo fahre und er begann sich gleich dafür zu interessieren. "Da könnte man ja mal einen Bericht machen. Über den Unterländer, der in der Stadt Rikscha fährt." Natürlich fand ich das gut, denn ich kann wahrlich Publicity jeder Art gebrauchen. Ich gab ihm meine Kontaktdaten und er versprach, das Thema bei einer Redaktionssitzung aufzubringen. Er würde dann gerne auf mich zu kommen. Das würde mich natürlich freuen.

Auf dem Rückweg bin ich dann die bekannten Singletrails bis nach Watt gefahren. Es war ziemlich nass und rutschig, doch mit der nötigen Vorsicht kein Problem. Eigentlich wollte ich auf dem Rückweg einen Kaffeehalt einlegen, doch als dann die Gelegenheit dafür günstig war, hatte ich keine Lust mehr. Lieber direkt nach Hause fahren, warm duschen und dann einen günstigen, selbstgemachten Zvieri mit Kafi geniessen. Ich bin vermutlich 98% der Fahrzeit durch den Nebel gefahren, doch für die restlichen 2%, und die schöne Pause, hat sich der Aufwand wirklich gelohnt. Das GPS sagt: 3:11 Std., 54 km., 900 Hm.

Schienerberg

Seit langer Zeit konnte ich mich heute Samstag wieder einmal mit Freunden für eine Bikerunde verabreden. Geplant war ein Runde rund um den Schienerberg bei Stein am Rhein, etwa so, wie wir sie vor ziemlich genau zwei Jahren schon einmal gefahren sind.

Um rechtzeitig am Treffpunkt zu sein, musste ich schon kurz nach acht Uhr losfahren, deshalb war zeitiges Aufstehen angesagt. Wir waren heute sechs Leute und so wurde der VW-Bus eines Freundes ziemlich vollgepackt. Damit fuhren wir nach Ramsen, zum Ausgangspunkt der heutigen Tour. Das Wetter war von Beginn weg gut. Der angekündigte Föhn bescherte uns Temperaturen bis gegen 15° Grad und der Schnee vom letzten Wochenende war auch schon aller weggeschmolzen. Dadurch war der Untergrund natürlich ziemlich nass und stellenweise etwas rutschig, alles in allem waren die Bedingungen aber sehr gut.

Die Runde an sich ist wirklich vom Feinsten. Der Singletrailanteil ist sehr hoch und man hat immer wieder sehr tolle Ausblicke in die nahe Umgebung. Ich war zwar einigermassen fit, doch ich spürte doch deutlich, dass mir die Höhenmeter der vergangenen Jahre fehlen. Puls 170 kenne ich auf der Rikscha genau so wenig, wie längere Anstiege. Deshalb fuhr ich heute öfters am Ende der Gruppe. Dem Genuss und der Freude an der Sache tat dies jedoch keinen Abbruch.

Nach der Tour fuhren wir dann nach Stein am Rhein, wo wir uns direkt am Rheinufer noch einen Abschlussdrink gönnten, bevor wir uns auf den Heimweg machten. Ich danke meinen Freunden für den Transport, die Tourenführung und überhaupt für das aufgestellte Zusammensein. Das war sehr schön und es hat mir gut gefallen. Das GPS sagt: 3:40 Std., 47 km., 1'150 Hm.

Genussausfahrt

Nach dem verfrühten Wintereinbruch wurde es nun wieder wärmer und sonniger. Für heute waren gegen 13° Grad angesagt und deshalb wollte ich den Tag nutzen um wiedereinmal eine etwas ausgedehntere Strassenrunde mit dem Kish zu drehen.

Die Strassen war zwar mehrheitlich trocken, doch viele Schmelzwasserpfützen liessen immer wieder das Wasser unangenehm hochspritzen. Deshalb werde ich über kurz oder lang das Kish wohl noch mit vernünftigen Schutzblechen ausrüsten. Momentan ist jedoch die Verfügbarkeit von 29er-Schutzblechen hier in der Schweiz noch nicht gegeben. Normale 28"-Schutzbleche passen leider nicht, weil die 50mm breiten Reifen darunter nicht Platz finden. Im Internet habe ich aus Holland oder England zwar schon entsprechende Schutzbleche gesichtet, doch schrecken mich bis anhin noch die Transport- und Zollkosten vor einem möglichen Kauf ab. Kommt Zeit, kommt Rat (oder Angebot).

Meine heutige Tour führte mich via Kyburg ins Tösstal, von wo ich eigentlich auf den Sternenberg hoch wollte. Ich fühlte mich aber nicht sonderlich wohl und machte deshalb beim Bahnhof Turbental eine längere Pause. Auf dem Tacho standen 35 Kilometer und es war schon nach ein Uhr Mittag. Mit dem Sternenberg würden es wohl gegen 100 Kilometer, was etwa 3 Stunden Fahrzeit und mit Pausen etwa 4 Stunden Bruttozeit entspricht. 13:15 + 4 = 17:15 = Dunkelheit. Nein. Ich fühlte mich nicht fit genug und in die Dunkelheit wollte ich auch nicht fahren. Also Planänderung.

Ich fuhr dann über den Wildberg nach Russikon und von da via Fehraltdorf, Volketswil, Wallisellen nach Bassersdorf. Da machte ich dann nochmals ein Pause und nutzte die Gelegenheit um gleich auch noch ein feines Abendessen einzukaufen. Die Packtasche am Kish bietet dafür ja den nötigen Stauraum. Danach fuhr ich noch hoch nach Gerlisberg, wo ich die letzten Sonnnenstrahlen genoss, bevor sich die Abendsonne hinter Wolken verzog. Als ich dann kurz nach vier Uhr zu Hause vom Rad gestiegen bin, fielen bereits erste Regentropfen. Ein super Timing! Statt kalter Regen bevorzuge ich die warme Dusche! Es war eine schöne Tour. Hat Spass gemacht. Das GPS sagt:3:41 Std. 74 km., 600 Hm