zweiter Schnee

Vor ziemlich genau einem Monat fiel der erste Schnee, welcher sich erwartungsgemäss nur ein paar wenige Tage halten konnte. Über Nacht und heute Morgen schneite es dann zum zweiten Mal bis hier ins Flachland runter. Auch diesmal wird es wohl nicht allzulange halten, denn es ist mehr Matsch als Schnee. Pünktlich zum Winteranfang soll es aber empfindlich kühl werden und für Samstag sind sogar Temperaturen angesagt, die nicht mehr über Null Grad steigen sollen.

Ich seh's locker. Erfahrungsgemäss hält früher Schnee nicht wirklich lang. Weisse Weihnachten sind hier mehr die Ausnahme als die Regel und erfahrungsgemäss ist es bei uns Ende Januar und im Februar am kältesten. So gesehen ist der heutige Schneefall einfach ein Zeichen dafür, dass der Winter wirklich kommt.

Nachdem ich mir ja am Montagabend ordentliche Blasen an den Fersen geholt hatte, blieb ich die letzten beiden Tage vorwiegend zu Hause und widmete mich Büro- und Internet-Arbeiten. Heute wollte ich aber doch mal wieder nach Draussen, auch wenn es nur für einen kurzen Spaziergang sein sollte. In der Luft lag förmlich der Geschmack von Schnee...

Postversand

Nachdem wir gestern noch Briefmarken ausgedruckt haben, war nun alles bereit für den Versand von Werbe-Aquisationsbriefen für die Rikschasaison 2013. Gedruckte Informationsbroschüren, Werbebriefe, Couverts und Briefmarken-Etiketten lagen bereit. Es galt fast 200x zu unterschreiben, den Brief zu falten, eine Broschüre beizupacken, alles ins Couvert zu stecken, dieses zuzukleben und zum Schluss auf der Frontseite die Briefmarkenetikette aufzukleben.

Zum Schluss packte ich alles in die Seitentasche des Velos und fuhr zur Poststelle, wo ich alle Briefe zum Versand aufgab. Ein gutes Gefühl! An der Broschüre und den verschiedenen Begleitschreiben habe ich nun fast den ganzen November herumgebastelt und nun bin ich froh, dass die Briefe raus sind. Natürlich bin ich schon gespannt ob und in welchem Ausmass ich auf Echo stosse.

Noch ist das Thema nicht ganz abgeschlossen. Es bleiben noch etwa 10 Briefe, die ich speziell auf die jeweilige Situation abfassen muss. Wenn die auch raus sind, dann ist Schritt 1 für die "Werbung an der Rikscha 2013" erledigt. Mir ist aber schon bewusst, dass es noch einige Schritte und Anstrengungen benötigt, bis die Werbeflächen dann auch effektiv vermietet sind. Immerhin, der erste Schritt wäre dann getan.

dumm gelaufen

Nach Karins Feierabend hatte ich mit ihr im Büro abgemacht, weil wir noch Serienbriefe auf dem Laserdrucker ausdrucken wollten. Tagsüber regnete es meist und so überlegte ich mir im Laufe des Nachmittags, wie ich denn da hin komme. Mit dem Motorrad hatte ich keine Lust und fürs Velo war's mir zu nass. Die 12 Kilometer sollten doch auch zu Fuss machbar sein. Das hätte zudem den Vorteil, dass ich nach getaner Arbeit mit ihr nach Hause fahren könnte.

Als es dann Zeit zum aufbrechen war, holte ich die Wanderschuhe aus dem Schrank und überlegte noch kurz, was für Socken ich tragen will. Nicht zu dick dachte ich, denn es ist ja nicht wirklich kalt. Das war dann eine ziemliche Fehlentscheidung, denn die Wanderschuhe kaufte ich einst um damit Schneeschuh zu laufen und deshalb wählte ich sie eine Nummer grösser, damit ich auch Thermosocken darin tragen kann.

Das Ergebnis nach etwa zwei Stunden zügigem wandern kann man oben bestaunen. Tja, das ist wirklich dumm gelaufen.

noch mehr Weihnachtsbeleuchtung...

Heute montierten wir vor der Hauseingangstüre unsere Weihnachtsbeleuchtung. Neu hinzugekommen ist eine Türumrandung mit (künstlichen) Tannenzweigen, Tannenzapfen und teils blinkenden Lämpchen. Sieht gut aus...

Weihnachtsbeleuchtung

Heute wurde an der Bahnhofstrasse in Zürich die Weihnachtsbeleuchtung für 2012 erstmals eingeschaltet. Da wollte ich natürlich nicht hinten anstehen und montierte deshalb auch eine kleine Weihnachtsbeleuchtung unters Dach meiner Rikscha.

Kurz vor acht Uhr hatte ich eine bestellte Rikschafahrt vom Kreis 4 zum Bahnhof Enge. Danach bin ich noch kurz an die Bahnhofstrasse gefahren um mal zu sehen, ob eventuell Abendverkaufstage (Geschäfte haben bis 22 Uhr offen) auch für mich lohnend sein könnten. Das Wetter war recht angenehm und mit etwa 6° Grad auch nicht wirklich kalt. Für die Fahrgäste habe ich noch eine wärmende Decke dabei und so klappt das eigentlich ganz gut. Ich war überrascht, wie viele Leute sich wirklich im Stadtzentrum tummeln. Die Konsumlaune scheint gut zu sein. Prompt konnte ich noch zwei kleine Fahrten verbuchen. Ich muss mich also wirklich über diese Abendverkaufstage informieren...

Nebelfahrt

Heute wollte ich eigentlich das Erlebnis vom letzten Freitag wiederholen, denn die Vorzeichen waren die selben. Ich machte mich also auf den Weg zu den Lägern und pflügte mich durch den Unterländer Nebel. Leider hatte ich Pech, denn heute lag die Nebelobergrenze doch höher als die vorhergesagten 800 M.ü.M. Wie man auf dem Bild erkennen kann, war es auch auf 856 M.ü.M. noch neblig und man konnte die Sonne nur als hellen Fleck erahnen.  

Natürlich war ich etwas enttäuscht, doch da kann man ja nichts machen. Immerhin war ich ein paar Stunden an der frischen Luft und habe mich etwas bewegt. So gesehen war es o.k. Das GPS sagt: 2:40 Std., 47km., 830Hm.

in der Zeitung

Heute war ich mit Freunden zu einer Bikerunde verabredet und gleich nach der Begrüssung fragte mich einer, ob es gestern auf den Lägern wirklich so schön gewesen sei. Ich war überrascht, woher er das wusste und fragte deshalb: "Woher weisst denn Du das?" Er antwortete: "Während des Frühstücks blätterte ich im "Zürcher Unterländer" und da stolperte ich über ein Bild, dass Dich oben auf der Aussichtsplattform zeigt." Das fand ich natürlich lustig und erzählte dann von der Begegnung mit dem Lokalredaktor.

Nach der Bikerunde klingelte ich beim Nachbarn weil ich wusste, dass dieser den "Zürcher Unterländer" abonniert hatte und fragte ihn nach der heutigen Ausgabe. Und siehe da, da fand ich den kurzen Artikel: "Unterländer Meersicht" mit dem besagten Bild.

an die Sonne

In der Zeitung stand: "Nebelgrenze auf ca. 800 Metern über Meer". Die einzige Erhebung über 800 Meter, die ich mit vernünftigem Aufwand erreichen kann, ist die Lägern-Hochwacht mit genau 856 Meter über Meer. Das sollte reichen.

Ich schwang mich schon kurz vor neun Uhr in den Sattel und pflügte mich durch den dichten Unterland-Nebel. Kühl und feucht, doch mit der richtigen Bekleidung gar nicht unangenehm. Die ersten 20 Kilometer sind ziemlich flach und so rolle ich die erste Stunde gemütlich dahin. Dann beginnt der Aufstieg und schon bald bin ich mitten in der Nebeldecke. Auf 800 Metern über Meer ist noch nichts von einem blauen Himmel zu sehen und langsam zweifle ich, ob es wirklich reicht um über den Nebel zu kommen. Wie man aber dem Tagesbild entnehmen kann reichte es. Auf den letzten Höhenmetern lichtete sich tatsächlich der Nebel und darüber war wirklich Sonne satt an einem strahlend blauen Himmel. Traumhaft! Das ganze Flachland liegt im Nebel, nur die Spitze des Uetlibergs (869 M.ü.M., siehe Pfeil) ragt auch noch aus dem Nebel. Im Hintergrund dann die erste Bergreihe der Zentralalpen.

Ich hatte Zeit und bin fast eine Stunde geblieben und genoss die Sonne (und tankte Vitamin D). Ich wusste ja, sobald ich mich wieder aufs Bike setze, geht es wieder in die Nebelsuppe. Ein paar Wanderer kamen, eine Bikerin und ein Fotograph. Dieser stellte sich mir als Lokalredaktor vom "Zürcher Unterländer" vor und wir kamen ins Gespräch. Ich erzählte ihm, dass ich mehr Rikscha als Velo fahre und er begann sich gleich dafür zu interessieren. "Da könnte man ja mal einen Bericht machen. Über den Unterländer, der in der Stadt Rikscha fährt." Natürlich fand ich das gut, denn ich kann wahrlich Publicity jeder Art gebrauchen. Ich gab ihm meine Kontaktdaten und er versprach, das Thema bei einer Redaktionssitzung aufzubringen. Er würde dann gerne auf mich zu kommen. Das würde mich natürlich freuen.

Auf dem Rückweg bin ich dann die bekannten Singletrails bis nach Watt gefahren. Es war ziemlich nass und rutschig, doch mit der nötigen Vorsicht kein Problem. Eigentlich wollte ich auf dem Rückweg einen Kaffeehalt einlegen, doch als dann die Gelegenheit dafür günstig war, hatte ich keine Lust mehr. Lieber direkt nach Hause fahren, warm duschen und dann einen günstigen, selbstgemachten Zvieri mit Kafi geniessen. Ich bin vermutlich 98% der Fahrzeit durch den Nebel gefahren, doch für die restlichen 2%, und die schöne Pause, hat sich der Aufwand wirklich gelohnt. Das GPS sagt: 3:11 Std., 54 km., 900 Hm.

Administratives

Schon seit einiger Zeit bin ich daran, das "Rikschajahr 2013" vorzubereiten. Das heisst also: Ja, ich habe mich entschieden und will das Rikschageschäft weiterbetreiben. Nach dem "knapp genügend" in diesem Jahr will ich nächstes Jahr natürlich Fortschritte sehen und dafür muss ich nun halt einiges tun.

Als Erstes entwarf ich einen Flyer für das Anpreisen von Werbeflächen auf der Rikscha. Wie schon erwähnt bilden die Werbekunden die finanzielle Basis und deshalb muss ich die Werbeflächen besser auslasten als dieses Jahr. Nach dem ersten Entwurf zeigte ich den Flyer ein paar Testlesern und arbeitete danach deren Feedback ein. Das brauchte Zeit. Ich fragte beim Drucker nach, was die Produktion kostet und spätestens Ende Woche will ich den Auftrag erteilen. In der Zwischenzeit überarbeitete ich meine Adressliste. Die Hotels sind schon erfasst. Neu will ich etwa 150 Restaurants und etwa 100 "Diverse"-Betriebe anschreiben. Vorwiegend natürlich Unternehmen, die an von mir häufig befahrenen Routen liegen. Zum Flyer braucht es dann auch noch einen Werbebrief. Mein Ziel ist, mindestens 200 Werbebriefe vor dem 1. Dezember zu verschicken.

Heute nun widmete ich mich den ganzen Tag der BBBEAT-Webseite. Die Art-and-the-City Tour musste raus und einige Texte galt es zu überarbeiten. Das Hauptaugenmerk lag natürlich auch hier auf der "Werbung"-Seite. Zudem fügte ich ein paar neue Bilder ein. Noch bin ich nicht ganz fertig, doch mit dem Erreichten bin ich schon einmal zufrieden.

Aufgeschoben (jedoch nicht aufgehoben) habe ich mal meine Umfrage bei den Hotels. Damit will ich herausfinden, weshalb die verteilten Touren-Flyer kaum Resonanz gefunden haben. Anfang Dezember werde ich das wohl anpacken.

Streichelphone

Mein altes Sony Ericsson Handy gab langsam aber sicher den Geist auf. Längere Gespräche als zwei Minuten waren damit nicht mehr möglich, dann stellte es jeweils einfach ab. Ich konnte es zwar wieder anschalten, doch ich musste etwa 10 Minuten warten, bis die Akkuanzeige wieder auf grün war und ich somit weitere zwei Minuten telefonieren konnte. Kein wirklich guter Zustand, wenn man auf das Mobiltelefon angewiesen ist.

Es brauchte aber ein paar Monate, bis ich mich endlich zu einem Neukauf durchringen konnte. Zwar sah ich die Vorteile der neuen Smartphones durchaus, doch in Anbetracht der vielen ferngesteuerten Leute, die ich häufig in der Stadt beobachte, hielt sich meine Begeisterung für ein solches Spielzeug in engen Grenzen. Ganz sicher wollte ich kein iPhone. Dieser neuen Pseudorelligion wollte ich mich nicht anschliessen. Zudem reuen mich die Kosten für ein solches Gerät.

In den letzten Wochen habe ich dann ein paar Online-Produktvergleiche angesehen und ohne wirklich schlauer zu werden setzte ich mir dann einfach mal eine Preislimite von 400 Franken für ein Neugerät ohne Abo.

Natürlich können alle modernen Geräte viel mehr als ich je brauchen werde, doch ob ein Gerät meine Minimalanforderung erfüllt oder nicht, das konnte ich nicht herausfinden. Meine Mindestanforderung ist nämlich diese: Ich muss während einer Rikschafahrt mit einer Hand das Handy aus der Trikottasche nehmen können und mit einem einfachen Tastendruck einen ankommenden Ruf entgegennehmen können. Nur: moderne Handys haben gar keine Tasten mehr... sie wollen sanft berührt und gestreichelt werden...

Insgesamt drei Geräte hatte ich dann in die engere Auswahl genommen und so machte ich mich auf den Weg um bei MediaMarkt ein entsprechendes Gerät zu kaufen. Alle drei Geräte waren da - soweit so gut. Ich suchte mir einen MediaMarkt-Mitarbeiter, der mich abschliessend beraten sollte. Doch meine einfache Frage: "Kann ich einen kommenden Anruf mit einer Hand und mit möglichst einer Bewegung abnehmen?" konnte leider nicht beantwortet werden. Handbücher gibt es in der heutigen Zeit ja keine mehr, weil alles online verfügbar ist und Probeanrufe konnte man auch nicht machen, da die Musterhandys keine SIM-Karten drin hatten und man so auch nicht probehalber anrufen konnte. Tja, schöne neue Welt... Blieb also die simple Frage: "Welches dieser drei Modelle würden Sie mir empfehlen?". Immerhin, darauf hatte der gute Mann eine klare Antwort: "Das HTC One S ist das neuste der drei Modelle und wird auch sehr gut verkauft. Deshalb empfehle ich ihnen das HTC-Handy." O.K. Danke. Gekauft. Macht 399.95 Franken.

Man weiss es ja. Nur die SIM-Karte umstecken und loslegen, das geht nun mal gar nicht. Schliesslich will man im Minimum seine bestehenden Kontakte vom alten Handy auf das neue kriegen. Es heist also zwangsläufig, dass man ein paar Stunden am PC verbringen muss um das neue Gerät kennenzulernen und den Trick herauszufinden, wie man die Kontakte synchronisieren kann. Nach etwas üben hat das dann auch geklappt und für's erste war ich dann mal zufrieden. Dann rief ich vom Festnetz auf das neue Handy an um auszuprobieren, wie ich nun einhändig den Anruf entgegennehmen kann. Also: Ich muss das "annehmen"-Symbol mit dem Daumen in die "Entsperrzone" führen und dann loslassen. Hmmm. Das braucht wohl noch etwas Übung und ich hoffe, dass mir dabei der neue Handschmeichler nicht allzuoft aus der Hand fallen wird.

Noch habe ich weder Musik noch Fotos auf das Handy kopiert. Ich bin vorerst schon einmal froh, wenn ich telefonieren und SMS schreiben kann. Von "Apps" oder "Widgets" habe ich auch noch keine Ahnung und ob ich mich wirklich noch in diese Materie vertiefen werde, weiss ich noch nicht. Für heute habe ich mal genug der neuen Technik.