Jahresende

Heute war noch einmal richtig schönes Wetter und desbalb bot es sich förmlich an, noch ein paar Velokilometer im alten Jahr zu fahren. Es war so um die 8° Grad warm und zeitweise bot sich eine fantastische Sicht in die Berge.

Meist bin ich an Silvester leicht melancholisch, denn mich beschleicht dann jeweils das Gefühl, dass ich mehr aus dem abgelaufenen Jahr hätte machen sollen. Das ist auch heute nicht anders und deshalb tat mir etwas frische Luft, Sonnenschein und Bewegung richtig gut.

Mit dem Jahr 2012 bin ich eigentlich ganz zufrieden. Wie so oft komme ich zum Schluss, dass es nicht super, aber ganz o.k. war. Es ist diese Dissonanz aus nicht ganz erfüllten Erwartungen/Wünschen/Träumen und der erlebten Realität. Als Träumer oder als positiv denkender Mensch sieht man die Zukunft meist etwas durch die rosa Brille und die Realität ist dann zwar bunt aber halt nicht immer rosa. Eigentlich besteht aber kein wirklicher Grund zur Melancholie. Ich füge hier ein Bild ein, weil ich gestern über diesen Blogeintrag von vor zwei Jahren gestolpert bin. Ganz interessant zu lesen, was ich damals dachte und was mittlerweile daraus geworden ist.

Der Start des Rikscha-Projekts verlief zwar harzig doch immerhin so positiv, dass ich auch 2013 und vermutlich noch einige weitere Jahre dabei bleiben werde. Es gibt nichts geschenkt und ich muss mir mein Geld bestimmt härter erarbeiten als zuvor als Bürogummi. So ist nun mal die Selbständigkeit, die Unabhängigkeit und die Freiheit. Und genau diese drei Worte bilden meine neue Wert-Basis. Es ist ein wirklich gutes Gefühl, so weit über sein eigenes Leben bestimmen zu können. Ich bin der Chef der sagt, was ich zu tun habe und wann ich arbeiten muss und wann nicht. Ich muss niemandem wirklich Rechenschaft abliefern und mein Wohlergehen liegt so sehr in meiner eigenen Hand, wie vermutlich nie zuvor in meinem Leben.

Selbst für alles verantwortlich zu sein ist meist ein gutes und befriedigendes Gefühl, auch wenn ich immer wieder Momente habe, wo ich mich gerne in irgend ein Netz fallen lassen möchte und für Fehlschläge oder Misserfolge gerne jemandem Anderen die Schuld in die Schuhe schieben möchte. Wie alle Menschen unterliege auch ich Stimmungsschwankungen und an schwachen Tagen kämpfe ich doch auch öfters mal mit der Eigenmotivation. Ich denke das ist normal und so lange man solche Tage oder Momente durchsteht und überwindet, so lange entwickelt man sich vorwärts.

Für 2013 wünsche ich mir natürlich Wachstum (wie alle). Das Rikschageschäft muss mehr Umsatz genierieren, damit es längerfristig tragbar wird. Dafür muss ich weiterhin am Ball bleiben und rotieren. Natürlich ist das Wichtigste Gesundheit. Ich muss weiterhin fit und leistungsfähig bleiben, sonst funktioniert die Sache überhaupt gar nicht. Diesbezüglich habe ich jedoch keine Bedenken. 2012 litt ich nur wenige Tage an kleinen Wehwehchen und es gibt kein Grund, weshalb dies im neuen Jahr anders sein soll. Und natürlich wünsche ich mir schönes Wetter für 2013, weil dies die beste Basis für mein Geschäft ist. So, das war's mal mit den Wünschen für's neue Jahr.

Allen Leser/innen dieses Blogs wünsche ich von ganzem Herzen einen guten Rutsch ins neue Jahr. Gesundheit, Zufriedenheit, Liebe und Freude soll Euch im Jahr 2013 begleiten!

etwas radfahren

Schon seit fast zehn Tagen ist es bei uns eigentlich viel zu warm. Meist liegen die Temperaturen zwischen 5 und 12° Grad. Zwar regnete es ab und zu, doch für heute Samstag war schönes und trockenes Wetter angesagt. Genau richtig um noch etwas Rad zu fahren und die eine oder andere angefressene Kalorie wieder zu verbrennen.

Ich fuhr mit dem Kish ins Stadtzentrum von Zürich und flanierte etwas durch die Stadt, bevor ich mir dann am Seebecken einen Kaffee gönnte. Das schöne Wetter lockte sehr viele Menschen nach Draussen und es war eine friedliche und schöne Stimmung.

Ende November dachte ich eigentlich, dass ich dieses Jahr die 7'000-Kilometer-Marke noch knacken werde, doch mit dem Schnee Anfang Dezember und dem Regen gegen Mitte Monat lag nicht viel drin. Nebst drei Mal Rikschafahren war ich heute das einzige Mal wirklich auf dem Bike und so wird es also nicht reichen. Das ist mir egal. Wär's mir das nicht, so hätte ich bestimmt noch die eine oder andere Tour reingequetscht, einfach um über die 7'000 zu kommen.

Die heutige Ausfahrt habe ich sehr genossen. Das sanfte dahinrollen mit dem Kish gefällt mir immer wieder ausgezeichnet. Schade, dass ich das nicht öfters tun kann. Denn, die Kilometer verteilen sich dieses Jahr sehr einseitig. Knapp 6'000 Kilometer war ich mit der Rikscha in Zürich unterwegs. Die restlichen Kilometer verteilten sich auf das Santa Cruz Mountainbike und das Kish Strassenrad. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich ziletzt so wenig mit dem Mountainbike unterwegs war wie dieses Jahr. Tja, die Zeiten ändern sich... Und 2013 wird es wieder ähnlich sein...

Festessen

An Heiligabend waren wir bei meinen Eltern zu Fondue Chinoise eingeladen. Am Weihnachtstag hatten wir selbst Gäste und es gab Tischgrill in allen Variationen und heute stand ein weiteres Festessen auf dem Programm.

Diesmal war es jedoch nicht mit dem Aufstellen der Zutaten getan. Für das Filet Wellington mussten 500 Gramm Champignons geputzt, geschnitten und vorgekocht werden. Das Filet wurde zuerst scharf angebraten und wieder kalt gestellt. Dann den Blätterteig auf die richtige Grösse auswallen und dünn mit Kalbsrät bestreichen. Darauf dann die Champignons verteilen und festdrücken. Das Filet mittig platzieren und alles einpacken, verzieren und mit Eigelb bestreichen. Nach 35 Minuten im Backofen sah es dann aus wie oben abgebildet.

Dazu gab es als Vorspeise einen Nüsslisalat mit Ei, Speck und Brotcroutons. Als Beilage grüne Bohnen mit Pepperoni und etwas Nudeln, sowie eine Champignon-Rahmsauce. Zum Dessert dann Eis mit warmen Waldbeeren. Mmmm... welch ein Schmaus.

Ich mag diese Weihnachtszeit mit all den ausgedehnten Essen in guter Gesellschaft. Eine schöne Zeit... da darf das bloggen ruhig einmal etwas warten...

Rikscha-Service

2012 bin ich mit der Rikscha fast 6'000 Kilometer durch Zürich gefahren, ohne den Untersatz wirklich zu pflegen. Während der Saison hatte ich kaum Zeit und vor den Weihnachten wollte ich das auch nicht mehr tun. Ich wusste nämlich, dass ich alle Räder in die Werkstatt bringen musste und dass die Reparatur wohl eine oder zwei Wochen in Anspruch nehmen wird.

Heute nun war es soweit. Ich konnte mir Karins Auto ausleihen und so fuhr ich mit Werkzeug bewaffnet in die Garage der Rikscha. Ich demontierte die Räder und begutachtete die übrigen Teile. Alle Bremsbeläge sind ziemlich abgefahren, also baute ich die auch gleich aus. Für das Schaltwerk muss ich eine neue Befestigung basteln, weil das Gewinde für die Montage ausgerissen ist und ich schon seit Monaten das Schaltwerk provisorisch mit Kabelbindern festgezurrt hatte. Das funktionierte erstaunlich gut, doch für die neue Saison muss da eine wirkliche Lösung her.

Die Rikscha an sich hat sich wirklich bewährt. Ein paar Plattfüsse und einmal eine gerissene Kette. Das waren die einzigen wirklichen Defekte. Dass die hinteren Räder ziemlich mitgenommen sind, ist meine Schuld. Ich bin ein paar Mal mit drei, vier oder gar fünf Personen gefahren und das halten die Räder einfach fast nicht aus. Es sind Fahrradteile und das zulässige Gesamtgewicht von 395 Kilo sollte man eigentlich nicht überschreiten. Das heisst 200 Kilo für Passagiere. Steigen also vier Personen ein, ist das einfach zu schwer. Rumple ich dann noch schräg über Bordsteinkanten verwundert es nicht, wenn Speichen brechen oder Felgenösen ausreissen...

Zuhause reinigte ich die Räder gründlich, bevor ich damit zu Mainstreet 42 fuhr und mit Simon die Sache ansah. Er weiss noch nicht, ob er die Räder reparieren kann oder ob ich neue Felgen kaufen muss. Ich muss mir auch überlegen, ob ich mir für die kommende Saison ein Ersatzrad anschaffe. Während der Hauptzeit kann ich nicht eine Woche für Reparaturen verlieren. Muss ich drüber nachdenken.

Sonntagsverkauf

Heute war verkaufsoffener Sonntag und die Temperatur lag bei angenehmen 11° Grad. Die letzte Chance um noch ein paar Franken vor Weihnachten zu verdienen.

Ich war von 12:30 bis 17:30 Uhr unterwegs und es lief ganz ansprechend. Es war auch unglaublich, wie viele Leute sich im Stadtzentrum gegenseitig auf den Füssen standen. Man glaubte, dass ab morgen alle Geschäfte für Wochen geschlossen hätten und es nun die letzte Möglichkeit war um etwas einzukaufen. Enorm. Konsum, soweit das Auge reicht. Von Wirtschaftskrise keine Spur...

winterlich

Heute war mein zweiter und letzter Einsatz als NOKIA-Werbefahrer. Ich musste vier Stunden lang mit einer Elektrorikscha durch die zürcher Innenstadt fahren und nach Möglichkeit Gäste fahren. Tja, die Möglichkeit dazu gab es leider nicht...

Das lag nicht an mir, sondern am garstigen Wetter. Während der ersten Stunde war es noch trocken aber kalt. In der zweiten Stunde schneite es und die Stunden drei und vier waren verregnet. So hat wirklich niemand Lust auf eine Rikschafahrt. Zum Glück war ich dafür bezahlt...

Zuerst fuhr ich nach Wollishofen, dann alles dem See entlang bis zum Bahnhof Tiefenbrunnen, danach wieder ins Stadtzentrum, wo ich mich ein erstes Mal mit einem Kaffee etwas aufwärmen musste. Danach fuhr ich durch den Kreis 4 bis zum Letzigrundstadion und von da via Hardbrücke und Turbinenplatz zu den Viaduktbögen. Da schneite es so heftig, dass ich unter einer Brücke eine nächste Pause machte und das Wetter beobachtete. Es war grau in grau und da nicht wirklich Hoffnung auf Besserung bestand fuhr ich in die Garage und zog die Regenhose an, was eine gute Idee war.

Danach wieder in die Innenstadt, etwas an der Bahnhofstrasse herumlungern und dann nochmals eine Kaffepause. Ich hatte trotz Handschuhe ziemlich klamme Finger und so war ich froh, einen heissen Becher halten zu können. Als Abschluss fuhr ich danach via Hafen und Bahnhof Enge nochmals ins Langstrassenquartier, bis dann endlich die vier Stunden um waren und ich mit gutem Gewissen die Garage ansteuern konnte. Das Foto des Tages machte ich am Hafen Enge. Es zeigt die Fahrersicht aus der Elektrorikscha.

A propos Elektrorikscha. Insgesamt gibt es drei dieser Fahrzeuge und heute wählte ich bewusst ein anderes als am letzten Freitag. Dieses Ding fuhr bedeutend ruhiger und fast klapperfrei. Man kann sich schon daran gewöhnen, wenn es denn sein muss. Der -aus meiner Sicht- einzige wirkliche Vorteil gegenüber meiner eigenen Rikscha ist der, dass man bei Regen unter einem Dach sitzt. Die Beine werden zwar nass, doch am Oberkörper und Kopf bleibt man trocken.

Der Wetterbericht prophezeit einen Wärmeeinbruch und so soll es am Sonntag bis zu 11° Grad "warm" werden. Sollte es nicht regnen, werde ich wohl mit meiner Rikscha den verkaufsoffenen Sonntag nutzen. Ich kann mir vorstellen, dass es da, so kurz vor Weihnachten, richtig viele Leute in der Innenstadt hat und da könnte schon noch was gehen.

ERFOLG !

Heute fand ich im Briefkasten die -mit zunehmender Ungeduld erwartete- Auftragsbestätigung eines neuen Werbekunden für mein Rikscha-Geschäft 2013. Ich konnte die Hauptwerbeflächen gleich für vier Monate vermieten! HURRA! Das ist ein schöner Erfolg und freut mich natürlich riesig!

Zumal es wirklich schwer ist, an Werbepartner zu kommen. Die Reaktionen auf den Versand von 200 Werbebriefen waren leider sehr bescheiden. Alle müssen sparen, sind skeptisch, wollen sich nicht entscheiden... Es braucht noch mehr Aufwand und Anstrengungen von meiner Seite um meinem Ziel näher zu kommen. 2013 möchte ich möglichst die ganze Hauptsaison vermietet haben. Das muss möglich sein! Gerade deshalb bin ich jetzt sehr froh, dass ein wirklich guter Anfang gemacht ist.

PS: Falls jemand helfen will und kann: Hier sind die Werbemöglichkeiten für 2013 beschrieben.

vergessen...

Gestern Sonntag war der siebte Geburtstag meines BLOGs. Das habe ich glatt vergessen, was wohl auch etwas den Stellenwert zeigt, den dieser Blog mitlerweile hat. Ich mag bloggen noch immer, doch es ist mir nicht mehr so wichtig wie früher. Hinzu kommt, dass man als moderner Mensch und Kleingewerbler ja nicht nur einen BLOG führt sondern auch einen Facebook-Account und eine Geschäftshomepage...

Ich werde weiterhin dabei bleiben, auch wenn die Regelmässigkeit des Schreibens innerhalb des letzten Jahres doch ziemlich nachgelassen hat. Das hat mir vermutlich ein paar Leser gekostet, doch damit muss ich halt leben. Ich habe es in sieben Jahren nicht zum Trend-Blogger geschafft, was jedoch auch gar nie meine Intension war. Diese Plattform als "extended Memory" zu nutzen funktioniert zumindest für mich recht gut. Ich selbst stöbere immer wieder gerne in alten Beiträgen. Ich finde es ein angenehmes Gefühl, dass ich mir Dinge nicht mehr unbedingt merken muss. Ich weiss, ich kann hier nachschlagen und werde es bei entsprechender Relevanz auch finden.

Also: ALOHA! Auf ein nächstes Jahr!