Tourasia-Deko

Gestern wurden die Druckplatten für die FESPO/Tourasia-Werbung fertig und so konnte ich heute die Rikscha entsprechend "einkleiden".   Rote Stoffblumengirlanden kriegte ich angeliefert, welche ich (ziemlich aufwändig) am Rahmen der Rikscha befestigte. Die weissen Sitzüberzüge der Hochzeitsdeko montierte ich ebenfalls, da mein Zürich-Tourenplan ja an der FESPO nicht interessiert. Erstmals montierte ich auch Kunden-Dachleisten, so dass nirgends mehr ein Hinweis auf BIKE BUTLER BEAT zu sehen ist.

Die Bilder wurden mit dem Handy gemacht, welches die Rottöne scheinbar ziemlich überzeichnet. Morgen werde ich meine Digicam mitnehmen und dann bessere Fotos machen. ich bin schon gespannt, wie ich als verkleideter Vietnamese ausschauen werde... ;-) . Mein FESPO-Auftritt beginnt morgen Freitag und geht bis zum Messeschluss am Sonntagabend. Der Wetterbericht sieht nicht sehr verlockend aus. Vor allem am Samstag ist immer wieder mit Regen zu rechnen. Na ja, ich werde es nehmen wie es kommt. Ändern kann man das Wetter ja (zum Glück) nicht. Ich freue mich auf diesen Einsatz und denke, dass es ein paar lustige Momente gibt.

Glücksbringer

Heute war ich nocheinmal mit dem Kish in der Stadt und suchte nach kleinen Glücksbringern, mit welchen ich die Rikscha für's neue Jahr dekorieren will. Vierblättrige Kleeblätter, Glücksschweine, Marienkäfer, Glücksrappen, Hufeisen und Kaminfeger. Noch nicht fündig wurde ich bezüglich kleinen roten Lampions, welche als chinesische Glückssymbole gelten.

Investitionen

Heute holte ich die runderneuerten Räder meiner Rikscha bei Mainstreet 42 ab. Da blieb fast kein Stein auf dem Anderen. Die beiden hinteren 24"-Zoll-Räder kriegten neue Felgen, Bremsscheiben und Schläuche. Die gebrochenen Speichen wurden ersetzt und die Räder neu aufgebaut. Ebenfalls aus- und eingespeicht wurde das 26"-Zoll-Vorderrad. Der Grund dafür waren die zerbröselten Radlager, die den Einbau einer neuen Nabe nötig machten. Hier wählten wir   eine HOPE Pro-II MTB-Nabe, welche über Industrielager verfügt. Diese können im Verschleissfall getauscht werden, ohne dass es einen neuen Nabenkörper braucht. Zum Schluss wurde ein neuer Reifen und Schlauch montiert.

Zusätzlich kaufte ich mir folgende Ersatzteile: Vier hintere und ein vorderer Reifen. Zwei Schläuche hinten und einer vorne. Dazu noch drei paar neue Bremsbeläge. Diese Teile lege ich an Lager, damit ich unter dem Jahr schnell und einfach Ersatz habe.

Am Nachmittag fuhr ich dann in die Stadt und montierte die Räder an der Rikscha. Dabei stellte ich fest, dass die hinteren Bremsbeläge ziemlich runtergefahren sind. Gut also, dass ich Ersatz hatte und die Beläge nun gleich wechseln konnte. Nun steht die Rikscha wieder auf den Rädern und ist bereit für die nächsten Einsätze.

Man kann sich vorstellen, dass der Neubau der Räder und all die Ersatzteile eine schöne Stange Geld gekostet hat. Das ist mir eine Lehre. Normaler Verschleiss ist ja o.k. und unvermeidlich, doch der schlechte Zustand der Räder ist eindeutig auf mehrfache Überlastung zurückfzuführen. Ich bin öfter mal mit drei oder vier Fahrgästen gefahren, was dann eindeutig das maximal zulässige Gesamtgewicht überschritt. Da muss ich in diesem Jahr konsequenter sein und lieber eine Fahrt ablehnen, als zu überladen.

Auftrag für die FESPO

Schon Anfang Dezember bin ich darauf angesprochen worden, ob ich an der Schweizer Ferienmesse FESPO mit der Rikscha Gratis-Shuttle-Fahrten zwischen Parkhaus und Messeeingang durchführen würde.Natürlich würde ich das tun, doch es ist halt wie immer nicht ganz so einfach. Es mussten zuerst verschiedene Dinge abgeklärt werden wie z.B.: ist der Messeveranstalter damit einverstanden? Braucht es Bewilligungen? Wem gehören die Grundstücke die befahren werden und braucht es dafür Bewilligungen? Wo kann die Rikscha über Nacht eingestellt werden?

Seit letzter Woche ist es nun alles klar und ich habe den Auftrag von Tourasia erhalten. Ich werde da mit meiner Rikscha, mit Tourasia-Werbedesign, fahren und ein zweiter Fahrer wird die nebenstehend abgebildete Cyclo-Rikscha fahren. Beide Fahrzeuge werden asiatisch geschmückt und die Fahrer werden als Asiaten verkleidet. Das wird bestimmt lustig. Als zweiten Fahrer konnte ich Arjun, einen Rikschafahrer von Rikscha Taxi Zürich, engagieren. Er selbst ist Inder und so wirkt dann sein Auftritt wohl sehr authentisch.

Diese Woche nun muss ich also meine Rikscha wieder auf die Räder stellen. Diese sind seit drei Wochen in der Werkstatt und wurden von Grund auf neu gebaut. Hinten neue Felgen und Bremsscheiben, vorne eine neue Nabe und ein neuer Reifen. Die Räder sind nun abholbereit und am Donnerstag werde ich sie wohl holen und zusammen mit neuen Bremsbelägen montieren. Bis Mitte nächster Woche sollten die bedruckten Werbeplatten auch fertig sein, so dass ich punktgenau auf Freitag den 1. Februar einsatzbereit bin.

Ich freue mich natürlich über diesen Auftrag. Vor allem in der Winterpause kann ich jedes Engagement und jede Möglichkeit um etwas Geld zu verdienen gut gebrauchen. Ausserdem erhoffe ich mir natürlich ein paar schöne Fotos, die ich einerseits auf der Homepage verwenden kann und vieleicht auch als Werbematerial für weiter Messe-Einsätze nutzen kann.

50 weitere Werbebriefe

Heute schrieb ich mir aus dem Telefonbuch 50 Adressen von Immobilienfirmen und Liegenschaftsverwaltungen heraus. Danach erstellte ich einen Serienbvrief, druckte das Ganze aus und packte die Briefe zusammen mit Werbeflyern in Couverts. Abends brachte ich dann die Briefe zur Post mit der Hoffnung, dass ich irgendwo auf Feedback stosse und so nach Möglichkeit zu neuen Werbepartnern auf der Rikscha komme.

Noch immer harzt die Suche nach Werbepartnern. Es ist wirklich schwierig. In diesem, eher schwierigen wirtschaftlichen Umfeld sparen viele Firmen oder sie sind in ihrer Werbestrategie sehr konservativ und haben nicht viel Interesse an neuen und unkonventionellen Werbeformen.

Ich muss dabei aber auch zugeben, dass ich selbst wohl auch ein Teil des Problems bin. Ich versuche fast alles aus der Ferne zu erwirken. Ich schreibe Werbebriefe und EMails oder aktualisiere meine Homepage, was alles bestimmt nicht schlecht ist. Doch es würde wohl mehr persönliches Engagement erfordern. Als Beispiel: Die 140 Werbebriefe an Restaurants blieben ziemlich erfolglos. Es wäre vermutlich wirksamer, wenn ich bei den Restaurants vorbeigehen würde um persönlich vorzusprechen. Werbebriefe werden weggeschmissen, persönlichen Gesprächen kann man weniger ausweichen und man schenkt ihnen ganz zwangsläufig mehr Aufmerksamkeit. Tja... ich müsste mich wohl echt mehr überwinden, meine Komfortzone und mein Schneckenhaus verlassen...