black beauty

Heute Morgen holte ich also wie geplant die bedruckten Design-Elemente für die Rikscha ab. Die vermieteten Werbeflächen sind mehrheitlich schwarz und um ein Erscheinungsbild "aus einem Guss" zu erreichen, gestaltete ich meine eigenen Flächen ebenfalls mit schwarzem Hintergrund.

Bevor ich jedoch die Werbeflächen montierte gab es noch letzte mechanische Vorbereitungsarbeiten für die neue Saison durchzuführen. Räder und Bremsen erneuerte ich ja bereits vor der FESPO, heute nun ersetzte ich noch das 9-fach Ritzelpacket und die Kette. Die Kette ist fast doppelt so lang wie an einem normalen Fahrrad und deshalb musste ich zwei Ketten zusammennieten. Nach dem Tausch der Teile justierte ich die Schaltung und nach zwei kurzen Testfahrten in der Tiefgarage war ich mit dem Resultat zufrieden.

Vom Sternen-Grill, dem Hauptwerbepartner für die nächsten Monate, sind insgesamt 4 Flächen (Rückwand, 2x Seitenteile, unter Sitzbank). Die übrigen Teile sind von mir und dienen zur Eigenwerbung (Dachleiste hinten und vorne, Dreiecke im Velorahmen und Trapetzflächen zwischen dem Fahrer und den Fahrgästen). Es dauerte etwas, bis alles perfakt sass, doch ich nahm mir auch die nötige Zeit, denn je sauberer ich heute arbeitete, desto problemloser hält und funktioniert das später im Betrieb. Zum Schluss montierte ich noch den Visitenkartenhalter und den Flyerhalter. Diese sind nun neu aussen am Trapez und nicht mehr innen. Auf der Innenseite habe ich 6 kleine Werbeflächen vorgesehen, wobei hier die Vermietung aber noch ziemlich harzt. Ich nehme mir diesbezüglich vor, dass ich im März und April verschiedene Restaurants besuchen werde und so versuche zu Werbepartnern zu kommen. Da muss ich dranbleiben.

Als alles soweit fertig war fuhr ich noch kurz auf die Kasernenwiese um ein paar Fotos zu machen. Obwohl ich grundsätzlich kein Fan von schwarz bin muss ich zugeben, dass schwarz schon irgendwie edel wirkt. Ja, mir gefällt das wirklich gut.

viel Bürokram

Schon wieder ist eine Woche seit dem letzten Blogeintrag verstrichen... Ein kalte Woche war es und so sass ich mehrheitlich zuhause in der warmen Stube und vor dem PC. Es gab noch einige Dinge zu tun. Zum Beispiel die Steuererklärung 2012...

Mehrheitlich kümmerte ich mich jedoch um mein kleines Rikschageschäft. Der Plan zu wachsen und weitere Rikschas zu kaufen verdichtet sich zunehmend. Wenn alles wie geplant abläuft, werde ich noch im März zwei weitere Rikschas kaufen. Dazu bin ich mit einem zusätzlichen Fahrer im Gespräch, denn eine Rikscha allein bedeutet ja erstmal nur Ausgaben und keine Einnahmen. Die müssen eingefahren werden. Ich habe lange hin und her gerechnet, doch wenn ich dem Fahrer auch nur einen Minimallohn zahlen will/muss, so bleibt eigentlich nichts übrig. Ich habe ja letztes Jahr selbst erfahren wie schwierig es ist um auf einen kostendeckenden Verdienst zu kommen. Ich muss also froh sein, wenn der zusätzliche Fahrer die Kosten der Rikscha und der Garage sowie sein eigenes Einkommen zu decken vermag. Für mich wird wohl nichts übrig bleiben. Es geht mir mit den zusätzlichen Rikschas vor allem einmal darum, ein grösseres Marktsegment abdecken zu können als ich das nur mit einer Rikscha und Platz für zwei Fahrgäste tun kann. Ich habe gelernt, dass sich der Erfolg nicht schnell und plötzlich einstellt, sondern dass man mit viel Einsatz und positivem Geist sich den Erfolg erarbeiten muss. Für 2013 erhöhe ich also noch einmal den Einsatz...

Insgesamt plane ich für 2013 also nun mit 3 Rikschas. Zwei sollen dauernd gefahren werden und die Dritte dient dazu Spitzen abzudecken. Zusätzlich kann ich diese Rikscha auch ohne Fahrer vermieten (da gab es letztes Jahr ein paar Anfragen). Ich denke, dass die Rikscha im Normalfall mit der Hochzeitsdekoration in der Garage steht, so dass ich für einen Hochzeitseinsatz nur in der Garage die Rikschas tauschen und nicht die ganze Dekoration umbauen muss. So in etwa der Plan...

Dafür musste ich natürlich auch die Homepage von BIKE BUTLER BEAT überarbeiten und anpassen. Das hat einigen Aufwand bedeutet, doch nun gibt es auch Angebote für Gruppen und Firmen. Tja, so verstreicht die Zeit...

Morgen nun fahre ich zum Werbedrucker um die März-Werbeplatten abzuholen. Am Donnerstag mache ich die Rikscha einsatzbereit und am Freitag ist dann der 1. März, also der Start in die neue Saison. Nach vier Monaten vorwiegend zu Hause und im Büro folgen nun 8 Monate Rikschafahren und Praxis. Es ist Zeit. Es müsste dazu nun nur moch etwas wärmer und frühlingshafter werden.

neuer Werbepartner

Das Dranbleiben und beharrlich weiterarbeiten hat sich ausbezahlt! Heute hat nun ein weiterer Werbepartner unterschrieben. In den Sommermonaten Juli, August und September werde ich mit Werbung vom Nelson Pub und von Lady Hamilton's Pub unterwegs sein. Das ist sehr gut und freut mich natürlich riesig! Für sieben von acht Monaten der Rikschasaison 2013 habe ich nun einen Haupt-Werbepartner.

Ein gutes Gefühl!

In den nächsten Wochen und Monaten geht es nun darum, die noch freien, kleineren Werbeflächen zu vermieten. Es wäre natürlich super, wenn letztendlich alles vermietet ist.

In der Zwischenzeit haben sich noch andere Möglichkeiten und Chancen ergeben und deshalb überlege ich mir ernsthaft, ob ich noch eine zweite und ev. sogar eine dritte Rikscha zulegen soll. Gut, dass ich diesbezüglich Anfang Januar schon mal eine Erweiterung der Bewilligung bei der Stadtpolizei beantragt habe. Wenn von da grünes Licht kommt (und davon gehe ich einfach einmal aus), werden sich diese Pläne wohl rasch konkretisieren. Ja, es ist und bleibt spannend!

in der warmen Stube...

Die drei Tage an der FESPO waren doch ziemlich anstrengend und so war ich über den heutigen Bürotag gar nicht unglücklich.

Freitag = ganzer Tag Regen, ca. 5° Grad. Samstag = trocken aber windig, ca. 3° Grad. Sonntag = morgens Schneefall, mittags trocken, ca. 2° Grad. Jeden Tag gegen 8 Stunden draussen und an die 40 Kilometer auf dem Tacho. Das heisst, dass wir die etwa 300 Meter zwischen Parkhaus und Messeeingang an die 140x gefahren sind, oder 70x hin und zurück. Meist mit Passagieren an Bord. Ja, es war kalt und anstrengend. Doch es hat sich wirklich gelohnt. Nicht nur des Verdienstes wegen, sondern vor allem um der Erfahrung willen. In diesen drei Tagen habe ich einiges gelernt, was mir für zukünftige Events in dieser Art helfen wird.

Heute nun stellte ich ein paar Fotos zusammen, welche ich auf der BIKE BUTLER BEAT Seite veröffentlichte. Danach schrieb ich einen Messebericht und schickte diesen zusammen mit einer Foto-CD und der Schlussrechnung an den Auftraggeber. Zusätzlich konnte ich noch eine Offerte für die Vermietung von Werbeflächen auf der Rikscha schreiben. Es wäre natürlich super, wenn das zustande kommen würde. Ja, das waren gute Tage...

erste FESPO-Eindrücke

Hier ein paar erste Bilder von der FESPO.

Gestern regnete es den ganzen Tag und deshalb mussten wir immer mit dem Regenverdeck fahren. Der guten Stimmung und dem grossen Interesse tat dies jedoch keinen Abbruch. Von 13:00 bis 20:00 Uhr sind wir fast Nonstop gefahren und hatten eigentlich immer Gäste. Viele schätzten es sehr, dass sie trockenen Fusses vom Parkaus zum Messegelände oder zurück fahren konnten. So waren die Leute oft auch sehr grosszügig und gaben nette Trinkgelder.

Zu erwähnen ist sicher noch die Geschichte mit der, durch den Kunden gestellten, Cyclo-Rikscha. Dieses Gefährt wurde in ziemlich schlechtem Zustand angeliefert und die Fahrt damit eigentlich eine Zumutung. Die Fahrerposition ist derart beengt, dass ich selbst gar nicht damit fahren konnte, denn ich kam mit den Knie gar nicht an der Lenkstange vorbei. Zudem hatte das Gefährt Starrlauf ohne Schaltung, mit einer mörderischen Übersetzung. Na ja, Arjun (mein engagierter Fahrer) hätte zwar irgendwie damit umgehen können, doch schon nach der ersten Fahrt hatten wir einen Plattfuss. Natürlich hatten wir für diese original vietnamesische Cyclo-Rikscha keinen passenden Schlauch... Also schickte ich Arjun damit zum nächstegelegenen Fahrradgeschäft. Diese hatten dann für dieses komische Radmass auch keinen wirklich passenden Schlauch und gaben die Sache nach 30 Minuten üben und versuchen auf. Nutzen = 0, Kosten = 56 Franken. "Sag ein Satz mit X...: Das war wohl nix!"

Ich besprach mich mit dem Kunden, ob wir eine Ersatzrikscha organisieren sollen, doch ohne Werbeaufdrucke wollte der Kunde keine Rikscha (zu Zusatzkosten) einsetzen. Wir einigten uns auf folgendes Vorgehen. Einer fährt mit meiner Rikscha und der andere stellt sich an guter Position neben die defekte Cyclo-Rikscha und verteilt Werbeflyer des Kunden. So können wir uns gegenseitig abwechseln und meine Rikscha immer in Bewegung halten. So hat es dann auch ganz gut funktioniert.

Da habe ich wieder etwas gelernt. Wenn ich je wieder gefragt werde, ob ich auch eine fremde Rikscha einsetzen werde, dann nur nach vorheriger Besichtigung und Probefahrt. Ansonsten ist das Risiko, dass es eben nicht klappt einfach zu gross. O.K. Ich merke es mir. Ah noch was: Wie man auf den Bildern erkennt, hält die Blumedeko an den Seitenstreben nicht wirklich. Ich versuchte mehrmals die Blumekordel wieder anzukleben, doch weil fast alle Passagier beim ein- und aussteigen dort an die Rikscha greifen, hält das einfach nicht. Für eine ähnliche Anforderung muss ich mir eine bessere Lösung überlegen.

Heute regnete es glücklicherweise nicht, doch es war ziemlich kalt. Somit war der Rikschafahrer in doppeltem Vorteil. Erstens konnte er sich mit Bewegung warmhalten und zweitens konnte er die Trinkgelder einstecken. Damit es für beide stimmt, wechselten wir im Schnitt immer nach 45 Minuten ab. So ging es. Das Interesse der Fahrgäste war auch heute wieder gut und auch das Kundenfeedback hat gestimmt. Soweit ist also alles o.k. und wir können den morgigen Schlusstag in Angriff nehmen.