Katastrophenwetter

Am gestrigen Karfreitag war es morgens zwar kalt, doch mehrheitlich trocken. Nachmittags begann es zu regnen und seither ist es ein Gemisch aus Regen und Schnee. Heute Nachmittag habe ich eine gebuchte Rikschafahrt und es wird wohl nicht ohne Regenkleider und Regendach gehen. Die Wetterentwicklung der letzten Wochen ist wirklich eine Katastrophe!

Anfang Monat konnte ich gleich 10 Tage hintereinander mit der Rikscha auf die Strasse. Es war zwar mehrheitlich kalt, doch immerhin trocken und zweitweise zeigte sich sogar etwas die Sonne. Seither musste ich mir trockene Tage aber wirklich zusammensuchen und die Temperaturen kamen nie mehr über 10° Grad. Ein Jammer! Da ist es mir ein schwacher Trost wenn ich sehe, dass die Glacéverkäufer dieses Jahr erst einen oder zwei Tage draussen waren und ich doch schon immerhin 18. Es ist einfach, so oder so, zu wenig!

Gerade weil das Wetter schon seit über zwei Wochen schlecht ist, setzte ich grosse Hoffnungen auf dieses verlängerte Oster-Weekend. Ich quetschte den Kauf und die Bereitsstellung der zweiten Rikscha nur aus diesem Grund noch in diese Woche, damit wir dann für das Ostergeschäft bereit sind. Nun fällt jedoch auch dieses wohl wortwörtlich ins Wasser. Das ist schade und ärgert mich schon etwas. Ich weiss... es lohnt sich nicht, sich über das Wetter zu ärgenrn, denn ändern kann man es ja sowieso nicht...

Rikscha Nr. 2

Den heutigen (regnerischen) Tag nutzte ich um eine der zwei neuen Rikschas aufzumöbeln und betriebsbereit zu machen.

Ich war etwas enttäuscht über den Zustand der Rikscha. Obwohl ich nicht wenig Geld dafür bezahlte, war der Zustand... ich nenne es mal lieblos. Die Rikscha wurde stark gebraucht und wurde seit längerem weder gewartet noch gereinigt. Also putzte ich erst mal alles gründlich. Die Hinterachse lief ziemlich rau und am Differenzial fehlte eine Befestigungsschraube. Die hinteren Bremsbeläge waren auch ziemlich runtergefahren. Es gab also einiges zu tun.

Gestern Abend holte ich die bedruckten Platten für die Dekoration und nun montierte ich alle Teile. Dann noch den Tourenplan an die Rücklehne kleben und die Preisliste befestigen. Zum Schluss drehte ich eine Testrunde in der Garage und war mit dem Ergebnis zufrieden. Nun ist die Rikscha einsatzbereit. Am nächsten Donnerstag ist noch der Prüfungstermin beim Strassenverkehrsamt, dann ist ist dieses Thema soweit erledigt.

Vermutlich werde ich für Rikscha Nr.3 den gleichen Aufwand betreiben müssen, bis sie "ready to use" ist, doch das eilt ja nicht sonderlich. Zudem mache ich das ja auch noch gerne...

Oster-Prognose

Ich wollte die Wetterprognose für das kommende Wochenende noch etwas verbessern und deshalb versuchte ich Petrus zu bestechen, in dem ich die zwei Osterhasen umsonst die Bahnhofstrasse auf und ab fuhr...

Tja, das scheint nichts genutzt zu haben. Leider ist der Wetterbericht für die folgenden Tage ziemlich schlecht. Donnerstag und Karfreitag Regen, Samstag zeitweise Regen, Sonntags meist bewölkt und nur am Ostermontag kann mit teilweise sonnigem Wetter gerechnet werden. Schade... Das habe ich mir wirklich anders gewünscht. Weil ja das Wetter den ganzen März schon ziemlich schwächelt hoffte ich doch immerhin auf einen tollen Abschluss mit gutem Oster-Wetter... Tja, die Hoffnung stirbt zuletzt!

So habe ich also keine Chance um auf die geplanten 150 Stunden Präsenzzeit zu kommen. Das bedeutet dann auch, dass ich nicht die volle Werbe-Prämie verrechnen kann. Auch schade. Na ja, nützt alles nichts. Ich versuche es positiv zu sehen und sage: Es kann nur noch besser werden!

9 Std. Autofahren

Heute war nun also der Tag gekommen, an dem ich mit einem Transporter nach München fuhr um die zwei neuen Rikschas abzuholen.

Kurz vor 06:00 Uhr musste ich erst Mal die Windschutzscheibe des Autos vom Scnee befreien und das Eis vom Glas kratzen. Es war klar, dass es eine mühsame und anstrengende Fahrt bis nach München geben wird. Und so war es dann auch. Steter Schneefall begleitete mich und oftmals war die Überholspur noch deftig mit Schneematsch bedeckt, so dass das Überholen von Lastwagen zum gefährlichen Abenteuer wurde. Hinzu kommt, dass der Transporter eine ziemlich grosse Fläche für Seitenwind bietet und die Schneeböen einem somit fast aus der Spur treiben. Ich brauchte Nerven, Geduld und ein ruhiges Händchen am Steuer.

Gegen halb elf Uhr war ich dann in München und war überrascht, wie viel Schnee da mitten in der Stadt liegt. Mit dem Verkäufer habe ich nur kurz gesprochen, denn ich wollte mich so rasch wie möglich wieder auf den Rückweg machen. Ich wusste ja nicht, wie viel Zeit ich am Zoll für den EU-Export und den CH-Import noch brauchen werde. Die Zollgeschichten begannen jedoch schon in München. Ich musste zuerst in einen Münchner Vorort fahren um dort in einem Zollbüro die Exportdokumente abzuholen. Das ging recht fix und schon bald war ich wieder auf der Autobahn in Richtung Österreich und Schweiz.

Beim Grenzübertritt von Österreich in die Schweiz musste ich dann allen Papierkram erledigen. Zuerst die EU-Ausfuhr deklarieren lassen, dann bei einem CH-Spediteur Schweizer Einfuhrdokumente auststellen lassen, dann eine Zollgebühr entrichten, beim Schweizer Zoll die Waren vorzeigen und noch die 8% Mehrwertsteuer bezahlen. Da Beamte nicht wirklich schnell sind, brauchte ich für das ganze Prozedere doch eineinhalb Stunden. Dann wieder hinters Steuer und nach Zürich fahren um die Rikschas auszuladen. Da bin ich glücklicherweise noch knapp vor der Rush-hour angekommen und musste mich danach nur für den Weg aus der Stadt hinaus durch den Feierabendverkehr quälen. Zum Schluss noch das Fahrzeug wieder auftanken und dankend abgeben. Es war nun ziemlich genau 19 Uhr. Ein langer und anstrengender Tag.

3D-Bild

Ein Rikscha-Kunde macht auch Aufnahmen in 3D. Er hat mir das nebenstehende Foto zugeschickt. Mit blossem Auge wird einem beim Betrachten des Bildes etwas schummerig. Mit einer ro/grün 3D Brille wird das Bild aber unglaublich plastisch und der 3D-Effekt kommt voll zum tragen. Vielen Dank für das Bild!

neue Trikots

Für Arjun, meinen neuen Rikschafahrer ab April, bestellte ich die gleichen Frack-Shirts, wie ich sie während des Rikschafahrens immer trage. Das soll ja einen Teil der Marke "BikeButler - Velotaxi mit Stil" ausmachen. Da ich während des letzten Jahres öfters mal gefragt wurde, wo man solche Velotrikots herkriegt, bestellte ich gleich einige mehr. Vielleicht kann ich sie ja weiter verkaufen und so noch etwas Zusatzgeschäft generieren. Mein Vorteil dabei ist, dass es diese Shirts so in der Schweiz nicht zu kaufen gibt.

schwieriges Wetter

Dieser März ist nicht gerade Rikscha-tauglich. Unbeständig und kühl präsentiert sich meist die Wetterlage. Vermutlich wird es morgen Mittwoch schon wieder regnen und so werde ich Mühe bekunden, die einkalkulierten 150 Stunden Präsenz pro Monat zu erreichen. Schade. Trotzdem bleibe ich optimistisch. Irgendwann wird es zwangsläufig schön und warm. Ich setze nun meine Hoffnungen auf Ostern. So hat das Wetter noch eineinhalb Wochen Zeit um sich zu bessern...

Tunnelblick

Ich sehe nur noch Rikscha... Freitag und Samstag war ich in der Stadt am arbeiten. Wobei ich zum Freitag eigentlich sagen muss, dass ich vorwiegend fror und wenig arbeitete, weil es so kalt war, dass kaum jemand mitfahren wollte. Am Samstag war es dann leicht besser und gegen Abend hatte ich zum Glück noch eine gebuchte Rundfahrt, die dann auch sehr unterhaltsam war. Soweit so gut.

In der Zwischenzeit beschäftigte ich mich mit dem Kauf von zwei weiteren Rikscha, was mitlerweile beschlossene Sache ist. Am 26. März werde ich nach München fahren um die beiden Rikschas abzuholen und in die Schweiz zu importieren. Rund um dieses Thema gibt es allerhand zu tun. Einerseits geht es darum alles soweit vorzubereiten, dass die zweite Rikscha möglichst schnell einsatzfähig ist. Mein Ziel ist hier, dass Arjun, mein indischer Fahrer, noch vor Ostern (Zieltag Donnerstag, 28.03.) loslegen kann. So muss ich bis dann also ein zweites Set von Designplatten gedruckt haben, Frack-Shirts bereit haben, einen Termin beim Strassenverkehrsamt beantragen, etc. etc. Mittlerweile ist eine ganze Liste von Aktivitäten entstanden, die eine solche Erweiterung auslöst.

Noch ärgere ich mich nicht über das ausbleibende Frühlingswetter, doch ich wünsche mir natürlich schon, dass es dann möglichst zu Ostern richtig schönes und möglichst auch warmes Wetter gibt. Gutes Wetter ist schlicht und einfach meine Basis für ansprechenden Erfolg. Im Vergleich zu letztem Jahr gehe ich schon bedeutend gelassener mit der Situation um. Ich profitiere nun von den gemachten Erfahrungen und weiss, dass es um diese Jahreszeit vorwiegend einmal drum geht, dass man wieder gesehen wird und dass die Leute wissen, dass es dieses Angebot gibt. Wenn dann wirklich der Frühling erwacht, steigen auch die Fahrgastzahlen.