Rikscha Session

Im Frühling wurde ich von 78s Bessere Musik angefragt, ob ich mit ihnen zusammenarbeiten würde um ein paar Videos mit lokalen Musikern zu drehen. Die Idee war, dass die Musiker in einer Rikscha sitzen und live einen Song spielen und dass aus der zweiten Rikscha gefilmt wird.

Anfänglich war ich nicht so begeistert, denn erstens sollten wir dies gratis machen, zweites war das Projekt in den Sommermonaten von Juni bis August angesagt, da wo wir auch sonst stark gebucht sind und drittens war der Zeitaufwand von 1-2 Stunden pro Session mit jeweils zwei Rikschas ja auch nicht ohne. Trotzdem reizte mich die Sache. Ich sah es als eine günstige Werbemöglichkeit an. Videos welche über YouTube verbreitet werden kommen meist gut an und jede zusätzliche Visibilität unserer Rikschas ist von Vorteil.

Heute war nun die dritte dieserr Rikscha-Sessions. Die Zusammenarbeit klappt gut und unkompliziert und man lernt dabei auch interessante Menschen kennen. Nach und nach werden die Videos nun publiziert. Hier ist ein Link zum YouTube-Kanal.

Gasträume

Letztes Jahr gab es in der Stadt die Kustausstellung "art and the city" und auch dieses Jahr gibt es wieder Kunst im öffentlichen Raum zu sehen. An 13 verschiedenen Orten wurde Künstler ein "Raum" zur Verfügung gestellt, den sie für Ihre Kunst benutzen konnten/durften. So sind zum Beispiel am Rennweg 31 bunte Flaggen zu sehen, oder die obigen Bronzefiguren stehen am Uto-Quai, gleich beim Bellevue.

Das nebenstehende Objekt mit den bunten Festerscheiben steht am Paradeplatz. Der Künstler hat mit einem grossen Hammer selbst auf die Sicherheitsglasscheiben eingeschlagen und wollte damit ein Zeichen gegen Vandalismus setzen. Irgendwie eine nette Idee, doch viele (junge) Menschen fühlen sich nun auch motiviert um etwas künstlerisch tätig zu sein und schlagen weitere Löcher in die Scheiben, bis sie dann letztendlich ganz kaputt aus dem Rahmen fallen. Deshalb mussten einzelne Gläser bereits getauscht werden und in Anbetracht von "Züri-Fäscht" und "Streetparade" wird es wohl noch manchen Scheibenwechsel geben, bis die Ausstellung dann Mitte September endet.

Ich finde Kunst im öffentlichen Raum immer wieder faszinierend und inspirierend. Für mich zeugt es irgendwie von gesteigertem Bewusstsein, wenn der öffentliche Raum nicht nur funktional und wirtschaftlich genutzt wird. Kunstwerke -so kontovers sie auch sein mögen- verleihen der Umgebung ein Plus an Bedeutung. Es ist ja nicht nur das Kunswerk selbst, sondern das Wechselspiel von Umgebung und Kunstwerk, was unsere Sinne anspricht. Und ganz nebenbei sind diese Objekte auch immer gut für meine Rikschatouren, denn da kann man den Passagieren etwas zeigen und erzählen.

"Züri West Night live"

Heute waren wir für etwa 7 Minuten in der Sendung "Züri West Night live" auf SF2 zu sehen. Im Bild: Arjun, Moderator Dani Fohrler, und ich. Bin jetzt zu müde für mehr Text. Ev später mehr.

Tour de Suisse

Es war wie immer, wenn man ein Radrennen live sieht. Man wartet eine Ewigkeit und wundert sich ab all den Werbefahrzeugen, den Pressemotorrädern, dem Helikopter in der Luft und dem ganzen Brimburium drum herum. Dann surrt es ein paar Sekunden und die über 150 Fahrer sind an einem vorbei gerauscht. Das geht so schnell, dass man kaum etwas erkennen kann. Ehrlich: Am Fernseher sieht man mehr...

erste Tests

Leider hat die Pad-Halterung nicht an das dafür vorgesehene Ort gepasst. Um dennoch erste Tests machen zu können, montierte ich das Google Nexus Pad vor mir an den Lenker/Vorbau.

Die Bluetoth-Verbindung zum Lautsprecher klappt einwandfreei und die BoomBox bietet guten Sound. Da gibt es nichts zu verbessern.

Die Idee, Internet-Radio live zu hören muss ich wohl abstreichen. Pro Stunde Musik werden so an die 50MB Daten über das Mobilfunknetz empfangen. Das heisst nach 100 Stunden wäre mein 5GB-Abo aufgebraucht und da wir pro Monat zwischen 150 und 200 Stunden fahren ist das nicht praktikabel. Ich werde mir wohl einen Spotify-Account leisten (müssen) und die Musik auf Pad laden und von da abspielen (das Pad hat 32GB Speicher).

Die Fotogeschichte mit Instagram und einer eigenen Facebook-Seite funktioniert soweit (www.facebook.com/bikebutler.fotos). Hier habe ich noch das Problem, dass alle Bilder spiegelverkehrt erscheinen und ich noch nicht herausgefunden habe, wie ich das korrigieren kann.

Es braucht also noch etwas Arbeit und Zeit. Als erstes muss ich an der Rikschahalterung arbeiten. Mittlerweile denke ich aber, dass zusätzlich eine Pad-Halterung am Lenker ganz nützlich ist. So hat man bei Leerfahrten das Pad unter Kontrolle und kann auch gut die Lautstärke regulieren. Von Vorteil ist auch, dass man bei Pausen mal kurz die Mails oder den Kalender checken kann. Stay tuned!

Top-Ranking in Google

Die verschiedenen Anstrengungen im Online-Bereich zeigen langsam Wirkung. Wenn man in der Google Suchmaschine die Worte Rikscha und Zürich eingibt, erscheint mein Angebot nun erstmals auf den Top-Positionen. Zuoberst steht das Angebot von Zürich Tourismus (was meine Rikschas zeigt) und dann kommt schon die Bikebutler-Homepage. Sehr gut! Das freut mich natürlich riesig!

Rikscha 2.0

Arjun liegt mir schon lange in den Ohren, dass er gerne Musik in seiner Rikscha hätte. Ausserdem suchte ich nach einer Möglichkeit, wie sich Fahrgäste einfach fotografieren können und diese Fotos möglichst automatisch nach Facebook hochgeladen werden können. Drittens wäre eine Art "Zürich-Audio-Guide" noch interessant, mit dem man Informationen an die Fahrgäste weitergeben kann, die eine andere Sprache sprechen als wir.

Die modernen Zeiten machen ja vieles möglich und die Anschaffung der technischen Ausrüstung ist meist das kleinste Problem. Anspruchsvoller wird es, die Geräte stabil und klausicher an die Rikscha anzubauen und dann vor allem, alles richtig zu konfigurieren und entsprechend einzurichten, dass dann alles möglichst einfach und zuverlässig funktioniert.

Ich habe mir nun mal ein Google Nexus 7 Pad gekauft, welches sich via Bluetooth mit dem Boombox-Lautsprecher verbinden kann. Das hat den entscheidenden Vorteil, dass man keine Kabel verlegen muss. Dazu besorgte ich mir eine ORANGE-Datacard, damit das Pad via Mobile-Netz Verbindung zum Internet kriegt. Nach ein paar Versuchen hat dann soweit das Grundsetup mal funktioniert. In den nächsten Tagen muss ich mich nun um entsprechende Halterungen an der Rikscha kümmern und sehen, wie ich die gewünschten Funktionen möglichst einfach bereitstellen kann.

Wir wollen das Ganze mal an meiner Rikscha austesten und wenn wir mit den Ergebnissen zufrieden sind, würden wir dann ein zweites Set für die Rikscha von Arjun anschaffen.

Oder... ich persönlich stehe nicht so auf Musik in der Rikscha und all den technischen Kram. Ich verfolge noch immer das Motto "keep it simple" und möchte meinen Fahrgästen ein möglichst untechnisches Fahrvergnügen bieten. Doch die Zeit bleibt nicht stehen und die Kundenbedürfnisse sind verschieden. Ausserdem ist es eine gute Geschichte um immer wieder etwas auf Facebook darüber zu berichten...

endlich schön und warm

Es kann ja nicht immer Winter bleiben... Nun endlich zeigt sich das Wetter von seiner prächtigen Seite und nach den starken Regenfällen Ende letzter Woche ist es nun sonnig und auch gleich an die 25° Grad warm. Das wirkt sich dann auch gleich aus. Es hat viel mehr Leute in der Stadt und die sind auch besser in Stimmung und eher daran interessiert, sich einmal eine Rikschafahrt zu gönnen. Von mir aus kann es so bleiben...