Eröffnungs-Event

Heute musste ich früh aufstehen, denn ich war den ganzen Tag gebucht um zu der Eröffnung der Bäckerei Wüst an der Seefeldstrasse 178 in Zürich Schoggistängeli auszufahren. Um 8 Uhr musste ich da auf der Matte stehen und wer mich kennt weiss, dass ich lieber 10 Minuten zu früh als 1 Minute zu spät bin. Und wenn ich schon früh raus muss kann ich auch noch etwas Reserve einplanen, so dass ich nicht hetzen muss. Diese Idee klappte dann so gut, dass ich noch Zeit hatte um bei Marinello auf der Rathausbrücke noch einen Kaffee zu trinken.

Ich geb's zu. Die Bäckerei Wüst war mir bislang kein Begriff. Ich lernte dann jedoch, dass es sich hier im Seefeld nun um die 12. Filiale handelt, die zweite davon in Zürich. Das Hauptgeschäft und die zentrale Bäckerei befindet sich in Wangen (SZ). Die neue Filialie im Seefeld ist nicht sehr gross, doch sehr schön und modern eingerichtet. Zum Eröffnungstag war extra ein Barista (Kaffe-Macher) engagiert, der allen Gästen kleine Kaffees offerierte. (Da hätte ich mir das Geld für den Marinello-Kaffee sparen können). 

Zwei Promotoren beluden die Rikscha mit den Schoggistängelis und schon kurz nach 8 Uhr machten wir uns auf den Weg um kreuz und quer durch das Seefeldquartier zu fahren. Bei jedem Büro und Geschäft hielten wir an und die Promotoren betraten die Geschäfte und verteilten Flyer und Schoggistängeli. Natürlich kam diese süsse Überraschung überall gut an und so machte die ganze Sache auch wirklich Spass. Lustig fand ich dann auch, dass wir über Mittag, also zwischen 12 und 13 Uhr nichts anderes machten als die Seefeldstrasse rauf und runter zu fahren und Passanten mit Schoggistängelis zu beglücken. Wie man am Bild oben erkennen kann, war die Rikscha ja auch mit Werbung bedruckt und hatten wir einen guten Auftritt.

Kurz nach 4 Uhr am Nachmittag war das das Schoggistängeli-Lager leer. Über 800 Stück haben wir unter die Leute gebracht. Wir haben uns zum Abschluss noch einen feinen Latte Macchiato gegönnt und mit dem Firmeninhaber die ganze Aktion besprochen. Alle waren zufrieden und fandes es eine ganz sympathische Sache. Schön so. So soll es sein. Für mich war's natürlich auch ein guter Tag, denn erstens wurde ich gut bezahlt und zweitens konnte ich jede Menge Gratis-Schoggistängeli essen...

erster Schnee

Heute Abend hatte ich eine gebuchte Fahrt vom Bahnhof Stadelhofen zum Hauptbahnhof. Da um 18:00 Uhr die Weihnachtsbeleuchtung der Innenstadt in Betrieb genommen wurde, waren viele Geschäfte bis 22:00 Uhr offen und verschiedene Marktstände und kleine Bühnen waren entlang der Bahnhofstrasse eingebaut. Alles war also zur Anbetung des goldenen Konsumkalbs aufgebaut, so dass wir uns bis zu Weihnachten berauschen können...

Bevor ich in die Stadt fuhr musste ich noch einen Abstecher bei Mainstreet 42 machen um da Spezialwerkzeug auszuleihen, welches ich später brauchte um an Arjun's Rikscha einen Schaden zu beheben. Am späten Nachmittag regnete es noch leicht und es war deshalb klar, dass ich das Regenkombi zum Motorradfahren anziehen musste. Schon auf dem Weg in die Stadt begann es dann zunehmend zu schneien.

Für die Rikschafahrt musste ich also das Regenverdeck runterlassen, was etwas schade war, denn die Sicht für die Passagiere wird dadurch schon etwas eingeschränkt. Das kommt daher, dass bei diesem feuchtkalten Wetter das Verdeck von innen zu beschlagen beginnt und zudem die Schneeflocken aussen am Verdeck kleben bleiben. Na ja, das war nicht so schlimm. Das junge Paar fand die Fahrt durch die beleuchtete Innenstadt doch sehr schön und hat es genossen.

Meine Kleidung war wie folgt: Unten: kurze Radhose, lange Unterhose, lange Radhose, Regenhose. Oben: kurzes Funktionsshirt, langes Funktionsshirt, dünner Fleecepullover, Langarm-BikeButler-Shirt, Regenjacke. Langfingerhandschuhe und Mütze auf dem Kopf. Wahrlich: es ist Winter!

Nach der Fahrt traf ich dann wie vereinbart Arjun in der Garage und wir machten uns an die Reparatur seiner hinteren Bremse. Da war an einem Bremszylinder ein Befestigungsgewinde ausgenudelt und dieses musste nun mit einem Gewindeeinsatz ersetzt werden. Mit dem richtigen Werkzeug war das dann keine grosse Sache und nach einer halben Stunde war dann alles wieder tip top. Wir haben noch etwas geplaudert bevor wir uns verabschiedeten. Ich stieg also wieder ins Regenkombi und auf das Motorrad.

Auf dem Heimweg schneite es ziemlich heftig. Nachts bei Schneefall Motorrad zu fahren ist etwas beängstigend. Ich sehe von Natur aus nachts schon ziemlich schlecht und dann beschlägt es einem das Visier und Schneeflocken auf dem Visier sind dann noch das i-Tüpfelchen für den Blindflug. Ausserdem wird der Untergrund natürlich zunehmend rutschiger und all das zusammen macht die ganze Sache irgendwie zum Eiertanz. Ich fuhr deshalb ziemlich langsam und meist direkt hinter einem Auto. Dessen Rücklichter waren mein Wegweiser und so lange ich in seiner Fahrspur fahre, ist die Strasse auch nur nass und nicht plotschig-rutschig. Ich war dann froh, heil zu Hause angekommen zu sein. Sowas mag ich wirklich nicht. Nun kommt die Zeit, in der die Nachteile des Motorradfahrens sich zeigen.