Frühlingstour

Der Wetterbericht sprach von schönem, sonnigem Wetter und gegen 10° Grad. Das war schon fast eine Aufforderung um wieder einmal etwas Rad zu fahren.

In den Wintermonaten trieb ich nur sehr wenig Sport und habe an die 4 Kilo zugenommen. Das dauernde vor dem PC sitzen und das üppige Essen haben Spuren hinterlassen. So ist das nun mal. Zwar nehme ich mir jeweils vor, auch im Winter aktiv zu bleiben, doch nach über 200 Tagen auf der Rikscha bin ich dann doch nicht mehr sonderlich motiviert und geniesse das süsse Nichtstun. Aber.... das hat seinen Preis.

Schon bald ist März und die Rikschasaison startet wieder. Damit dann das Leiden nicht allzu gross wird, sollte ich also langsam wieder etwas trainieren. Deshalb entschied ich mich, den wirklich schönen Tag für eine KISH-Strassenrunde zu nutzen.

Ich liess es gemütlich angehen und sah das Ganze unter dem therapeutischen Aspekt - Bewegungstraining. Dafür eignet sich eine bekannte Route und deshalb entschied ich mich, via Uster und Egg über den Pfannenstiel nach Zürich zu fahren. Dort meinen obligaten Kaffeehalt zu machen und dann nach Hause zu radeln. Das gibt so um die 70 Kilometer. Einfach dahinrollen und geniessen. An Anstiegen runterschalten und gleichmässig atmen. Den schönen Tag geniessen...

Als ich abends zuhause vom Rad stieg merkte ich ganz deutlich, dass von der letztjährigen Form nichts mehr übrig geblieben ist. Ich hatte ziemlich müde Beine und auch die Knie merkte ich. Es war also wirklich an der Zeit um wieder einmal etwas zu unternehmen.

Stadtrad

Wenn ich in der Stadt bin und nur kurz was erledigen will, so wäre ich schon öfters froh gewesen, ich hätte ein normales Fahrrad zur Verfügung und müsste dafür nicht entweder den Töff oder die Rikscha nehmen. Deshalb überlegte ich mir, ob ich ein günstiges Strassenvelo kaufen soll, welches ich dann in der Garage parkiere.

Irgendwann stellte ich mir jedoch die Frage, weshalb ich wieder ein Fahrrad kaufen sollte, wenn doch das Nöll-Rennrad seit Jahren zuhause rumsteht und nicht gebraucht wird. Berechtigte Frage...

Gestern habe ich es also entstaubt und in Schuss gebracht. Es brauchte nicht allzuviel. Ein Schlauch war mittlerweile undicht und das Lenkerband fehlte. Kleinigkeiten, Ersatzteile dafür waren auch vorhanden, also eine recht kurze Sache. Eine Probefahrt auf der Strasse und ja, alles funktioniert tip-top. Ich überlegte noch kurz, ob ich die 35mm-Cross-Reifen durch 25mm-Rennradreifen tauschen sollte (denn die liegen ja auch schon fast 10 Jahre im Keller), konnte mich dann aber doch nicht dafür begeistern. Ich brauche ja nicht wirklich ein schnelles Stadt-Rad und dickere Reifen geben etwas mehr Komfort.

Heute packte ich dann das Velo ins Auto und fuhr es in die Stadt. Da steht es nun für Gelegenheitsfahrten zur Verfügung. Gut so. Eine gute Lösung, die erst noch nichts gekostet hat. So zehre ich immer wieder von den Zeiten als ich noch mehr Geld zur Verfügung hatte und mir Dinge anschaffte, die ich dazumal gar nicht wirklich brauchte...