heisser Juli

Die Meteorologen sagen schon knapp eine Woche vor dem Monatsende voraus, dass dies der heisseste Juli seit Beginn der Messaufzeichnungen werden wird. Wir erlebten mehr Tage mit Werten über 30° Grad als andere. Es war fast immer sonnig, trocken, schön und heiss. Das ist gut fürs Geschäft, aber anstrengend und auf Dauer laugt es einem auch aus. Die ständige Hitze macht einem zunehmend zu schaffen.

So war ich also sehr viel am arbeiten, sehr viel an der Sonne und deshalb fühle ich mich mittlerweile auch ziemlich ausgelaugt. Vor allem geistig geht es mir langsam an die Substanz. Doch das ist nichts Neues. Eigentlich ist das der übliche End-Juli Blues, der mich befällt. Ich merke, dass ich nun bald fünf Monate am Stück am arbeiten bin. Keine Ferien und nur höchst selten mal zwei Tage hintereinander frei. Meist sind es Sechstagewochen. Und noch ist kein Ende in Sicht. Es folgen noch drei solche Monate, bis Anfang November endlich Ferien geplant sind. So komme ich mir oft vor wie ein Eichhörnchen, welches im Sommer die Nüsse zusammensucht und einlagert, damit der Proviant über den Winter reicht. So ist es nunmal, in einem doch saisonalen Beruf. Dies soll kein Jammern sein, sondern eine einfache Feststellung...

Deshalb geniesse ich Sonntage wie diesen umso mehr. Ich habe keinen Rikscha-Termin und kann zuhause etwas ausspannen und somit auch wieder einmal einen Blogeintrag schreiben. Schön.

Abwechslung nötig

Die letzten Wochen war es fast durchgängig schön und heiss, was bedeutet, dass ich seit drei Wochen nahezu jeden Tag mit der Rikscha in der Stadt unterwegs war. Es zeichnet sich der heisseste Juli aller Zeiten ab. In der Zeitung las ich, dass bis jetzt der Juli 5° Grad wärmer war als der langjährige Durchschnit. Ja, es war/ist schon fast tropisch...

So war ich doch ziemlich verwundert, dass ich für heute Samstag keine Buchungen und Reservationen erhalten habe. Zumal Samstage normalerweise stark nachgefragt sind. Seit März hatte ich wirklich jeden Samstag Buchungen und war deshalb immer in der Stadt. Von Mitte dieser Woche an wünschte ich mir dann, dass nun auch keine Buchungen mehr kommen, damit ich wirklich wieder einmal einen freien Tag einlegen kann. Ich brauche wirklich wieder einmal etwas anderes als Rikscha fahren, Stadt, viele Menschen, viel Verkehr, viel Lärm, etc....

Und was mache ich nun an diesem freien Tag? Ich staube das SANTA CRUZ Mountainbike ab und gehe eine Runde Rad fahren... Man könnte sagen: bekloppt! Schon wieder Velo fahren!?!

Mir ging es jedoch vor allem darum, dass ich wieder einmal etwas Natur erleben kann. Wälder, Bäume, Flüsse... Ruhe... Deshalb konnte ich mich ganz ausgezeichnet erholen. Ich hatte keinerlei Eile und konnte die vier Stunden die ich unterwegs war optimal geniessen. Ich stellte fest: Das hat mir schon gefehlt. Seit über 1 1/2 Jahren war ich nun nicht mehr mit dem MTB unterwegs. Entweder fuhr ich Rikscha oder dann mit den KISH auf der Strasse. So richtig in der grünen, freien, Natur war ich schon lange nicht mehr... zu lange nicht mehr... schön war's!