Streetparade 2016

Letzten Samstag fand die 25. Streetparade in Zürich statt und wieder strömten an die 900'000 Besucher ans Zürcher Seebecken um abzutanzen und zu feiern. Erfahrungsgemäss ist das einer der umsatzstärksten Tage/Nächte des Jahres. Diesmal bin ich um 12:30 Uhr gestartet und habe anfangs viele kleine/günstige Fahrten hin zum See gemacht. Während der Parade war es dann etwas ruhiger und ab 22:00 Uhr begann dann der grosse Rückzug und viele (nicht mehr ganz nüchterne) Menschen wollten zurück oder an anderen Orten weiterfeiern. Potential war also genügend vorhanden.

Ungünstigerweise war ich mental nicht so gut drauf. Ich war nicht hochmotiviert und die leicht agressive Stimmung machte mir auch zu schaffen. Dazu kamen die sehr vielen Scherben auf den Strassen, so dass man immer aufpassen musste um nicht gleich einen Plattfuss einzufangen.Es war ganz einfach Arbeit, für mich jedoch nur in sehr geringem Masse Vergnügen.

Eigentlich wollte ich bis morgens um 2:00 Uhr durchhalten, doch ich war schon ziemlich bald müde uns ausgelaugt. Diese Massen fordern mental ganz gewaltig. Als ich dann um 01:00 Uhr ein Fahrt bis in die Nähe der Garage hatte, strich ich die Segel. Ich hatte gegen 75km auf dem Tacho und meine Akkubeleuchtung machte auch langsam schlapp. Eine willkommene Ausrede um aufzuhören.

Zuhause machte ich dann Kassensturz und war mit dem Ergebnis soweit zufrieden. Mein gestecktes Mindestziel habe ich erreicht, mehr aber auch nicht. Der Umsatz war schwächer wie 2015, doch letztes Jahr lief es ja generell besser und dies war auch auch an der Streetparade so. Für nächstes Jahr muss ich mir vornehmen, dass ich später loslege, da die beste Verdienstzeit erst nach 18:00 Uhr losgeht und man aber noch weit bis in die frühen Morgenstunden Fahrgäste findet. Mit steigendem Alkoholpegel werden die Gäste auch spendabler und somit verdient man besser.

Während des Abends dachte ich aber auch, dass ich ganz einfach langsam zu alt werde für diesen Partystress. Ich mag die grölenden, tobenden und neben sich stehenden Menschen einfach nicht mehr wirklich ertragen. Ich finde das nur wenig lustig... tja, man wird nicht jünger...

furchtbare Weltpolitik

Es sind düstere Zeiten, wenn Amerika zwischen Trump und Clinton wählen muss. Eigentlich ist es unglaublich. Donald Trump mag vielleicht ein gewiefter Geschäftsmann sein, doch von grösseren Zusammenhängen hat er nicht die blasseste Ahnung. Seine laxen Aussagen zum Einsatz nuklearer Waffen lassen einen erschrecken. Auch die Ideen zu Mexiko, dem nahen Osten oder zu Russland sind einfach hahnebüchern. Undurchführbar. Oder dann, mit Millionen von Toten.

Da lobe ich mir Angela Merkel! Sie ist DIE EINZIGE die erkannt hat, dass wir ALLE einfach Menschen sind. Der Weg zu einer menschlicheren Zukunft wird nicht durch Ausgrenzung und Teilung gefunden, sondern durch Willkommen heissen und feiern!

Um grosse Menschenströme zu verhindern müssen wir Frieden und Freiheit erschaffen, nicht Tod und Zerstörung. Das heisst, die Rüstungsindustrie würde am besten weltweit eingestellt und all die genialen Ingenieure und Techniker würden alternative Energiequellen erforschen oder lokal angepasste Nahrungsmittelproduktionen verbessern. Das würde wirklich helfen!

Die Rüstungsindustrie ist REIN Geld getrieben. Alle produzieren und verkaufen Waffen nur, weil sie damit Geld verdienen. Hunderte von Milliarden Doller! Jedes Jahr, weltweit! Ein unglaubliches Potential! Dieses sollte man positiv nutzen können!

Die Menschenheit und deren Führung, also die Weltpolitik, die "Führer der X wichtigsten Nationen" sollte sich doch Friede, Freiheit und Prosperität wünschen. Das funktioniert aber nur, wenn wir uns als EINHEIT und nicht als VIELHEIT (Wir und die Anderen) verstehen. Das ist der einzige und auch einfachste Weg. Alle Fähigkeiten Zusammenführen und nicht diese auseinander zu dividieren! So würde es viel besser gehen!

Alles pure Theorie! Was ist denn da in Wirklichkeit los?

Aus jeder Ecke springt ein TEILER! Ein armer Mensch mit Verlustängsten, der Seinesgleichen hinter sich schart, der Grenzen und Mauern fordert, WIR sind die Guten und die ANDEREN sind die Bösen! Dass der Text in englisch und nicht in deutsch erschien, kommt einem Witz gleich. Die hetzen gegen Ausländer, sprechen aber ausländisch... die haben wirklich gar nichts verstanden...

"Schwerter zu Pflugscharen" mehr denn je! -> beendet die Kriege und die Migrationsströme werden versiegen! Der Austausch und Handel würde aufblühen und neue Perspektiven erschaffen. Es ist eigentlich eine einfache Entscheidung: Will ich Krieg, Zerstörung und Verderben oder will ich das nicht? Wenn ich das nicht will, dann brauche ich auch keine Rüstungsindustrie und keine Armee mehr. Ein Netz aus Polizei und Sicherheitskräften um "Recht und Ordnung" durchzusetzen, sollte reichen.

Mir scheint es auch immer wichtiger, dass wir über den aktuell existierenden Kapitalismus hinweg kommen. Geld ist das goldene Kalb, dem alle hinterher jagen. Man schmückt sich mit schönen Kleidern, teuren Autos und vornehmen Häusern. Man ist immer mit Geld beschäftigt und rennt ihm immer irgendwie hinterher. Das ist voll das Hamsterad! Mit tausend Tricks werden wir bei Laune gehalten, damit wir zielstrebig vorwärts springen um dann doch nie am Ziel anzukommen. Die heutige Kapitalverteilung muss neu geregelt werden. Wenn wirklich 10% der Bevölkerung mehr als 90% des gesamten Kapitals besitzt, dann läuft etwas falsch. Dann muss ein neues Wertesystem her, das nicht nur zählbar/teilbar/monetär ist. Aber wie das aussehen und funktionieren soll, das weiss wohl noch kein Mensch.

Man könnte den nicht bewertbaren Teil jedes Menschen stetig verbessern. Kapitalismus nur noch für Fortgeschrittene. Man versucht regional den minimalen Lebensstandard so hoch wie möglich zu halten. Durch z.B. Recht auf Schutz (Bett/Hütte/Haus), Recht auf Nahrung, Recht auf medizinische Notfall-Versorgung, Recht auf Bildung, Recht auf freien Medienzugang, etc. Der einfachste Bürger sollte sich nicht prostituieren müssen, nur um zu überleben. Es soll kein Anreiz für Diebstahl oder Gaunereien gegeben werden. Jeder Mensch soll sich aus freier Entscheidung, nach seinen eigenen Fähigkeiten, einbringen und entwickeln dürfen. Natürlich gibt es auch dann weiterhin Gewinner und Verlierer, doch auf einem ganz anderen Niveau. Solange die Weltbevölkerung wächst, würde auch die Wirtschaft wachsen. Auch wenn die Welt an sich nicht wächst, denn wir sind noch lange nicht zu viel. Es gibt noch viel Platz und Potential auf dieser Erde. Da kann auch der Mars noch etwas warten...

es WÄRE so vieles möglich, doch die Weltpolitik ist so furchtbar von gestern...

Die beste Zeit

Endlich ist Sommer, Hochsaison und Vollbetrieb! SUPER! Das ist die beste Zeit des Jahres! Am liebsten mag ich vier gebuchte Rundfahrten pro Tag mit ausreichend Pause dazwischen. So macht die Arbeit als Rikschafahrer richtig Spass! kurz/kurz mit Sonnenbrille, zwischen 24 und 28° Grad warm. Ideal!

Im Juli bin ich von 31 Tagen an 28 unterwegs gewesen. An drei Sonntagen blieb ich zuhause, sonst war ich jeden Tag (zumindest für kurze Zeit) auf der Rikscha und am arbeiten. Es war ein guter Monat. Und trotzdem: Auch der Juli 2016 war wirtschaftlich schlechter, als der Juli 2015. So wie jeder Monat dieses Jahr auch schon. An allen Fronten kommt weniger rein dieses Jahr und das ist natürlich nicht wirklich lustig. Da muss man -im wahrsten Sinne des Wortes- ganz kräftig strampeln!

Kein Widerstand leisten! Akzeptieren und sofort wieder in den aktuellen Moment kommen! Ich bin fit und freue mich an diesen Sommertagen. Jetzt gilt es durchzuziehen und jeden schönen Tag mitzunehmen und zu geniessen!