Weihnachtsessen

Am Heiligabend waren wir bei meiner Schwester zur traditionellen Familien-Weihnachtsfeier eingeladen und speisten ganz vorzüglich (und ganz traditionell) Fondue Chinoise. Gestern dann etwas piano, zuhause bei Spaghetti Carbonara und heute waren Freunde bei uns zu Gast und so war es an mir, ein Festessen auf den Tisch zu zaubern. Wir entschieden uns für Fillet Wellington mit Spätzli, Pilzsauce und Salat.

Das braucht einige Vorbereitungsarbeit und -zeit. Und das ist ja das Schöne an diesen Feiertagen - man hat die nötige Zeit. Und wie es sich heutzutage gehört, fotografierte ich die fertig gebackenen Fillets, bevor sie aufgeschnitten wurden.

Es hat allen wunderbar geschmeckt und somit hat sich der Aufwand auch gelohnt. Es war ein schönes, gemütliches Beisammensein, welches bis in die frühen Morgenstunden andauerte. Ja, so mag ich Weihnachten...

Co2-Fussabdruck

Nach der grossen Ferienreise interessierte ich mich wieder einmal dafür, wie gross eigentlich mein Co2-Fussabdruck ist und wie stark dieser Urlaub zu Buche schlägt. Im WWW findet man verschiedenste Co2-Rechner und wenn man 2 oder 3 von denen durchrechnet, erhält man eigentlich ein recht gutes Bild. Interessant finde ich immer die Schlussaussage, wie viele Welten würden gebraucht, wenn alle Menschen so leben würden wie ich.

Ich bewege mich ziemlich im Durchschnitt der Schweizer/Europäer. Im Schnitt wären 3 Welten nötig, wenn alle so leben würden. Bei meiner persönlichen Berechnung für 2016 ladete ich am Schluss bei 2,8 Welten. Zwar etwas unter dem Durchschnitt, doch immer noch viel zu hoch. Wenn man sich etwas vertiefter mit der Materie auseinander setzt, erkennt man dann in etwa die Schwerpunkte.

Ganz klar: Eine Ferienreise nach Fernost ist ein echter Klimakiller. Von meinem Jahresverbrauch von knapp 17 Kilotonnen Co2 entfällt ziemlich genau ein Drittel auf diese 2 Wochen Ferien (5,7kT). Das gibt einem schon zu denken! Überdurchschnittlich lebe ich auch in den Bereichen Wohnen (zu grosses Haus, böse Ölheizung, wenig Energiesparlampen) und Essen (zu häufig Fleisch, Milch und verarbeitete Produkte).

Ich könnte also einerseits zufrieden sein, da mein persönlicher Fussabdruck etwas kleiner ist als die des Durchschnittseuropäers oder ich könnte mir ernsthafte Gedanken darüber machen, wie ich meinem Abdruck verkleinern könnte. Angesichts der Weltbevölkerung von 7'300'000'000 Menschen werden solche Überlegungen aber schnell sehr, sehr relativ...

Aus rein ökologischer Sicht habe ich den wichtigsten Schritt ja schon getan. Ich habe keine Kinder, die nach mir das Klima weiter schädigen... Ich weiss, ein sehr fatalistischer Gedanke. Aber wahr. Ich behandle dieses Klima-Thema also so, wie viele anderen Themen auch. Ab und zu denke ich daran und versuche mich dementsprechend etwas anders/besser zu verhalten, doch ich mache mich nicht verrückt davon. Es ist ein ganz kleines Puzzlestück im Bereich "bewusst leben". Denn wirklich klimaneutral sind wir erst, wenn wir tot sind...