Spätsommerabend

Jede Jahreszeit hat seinen besonderen Reiz und irgendwie sind die Lichtverhältnisse auch immer anders. Nun, im Spätsommer ist das Abendlicht schon deutlich wärmer als noch im Juli. Das wird noch zunehmen, bis dann im Oktober warme Farben förmlich leuchten.

Habe abends noch etwas die Wärme genossen und bin mit dem Bike in ein Restaurant gefahren um gemütlich draussen zu essen. Natürlich stand das Bike in Blickdistanz, damit ich die in der Abendsonne glitzernden Farben sehen konnte... ;-)

no es Käfeli

Mein heutiger Arbeitstag verlief ziemlich ernüchternd. Es war Klassewetter, angenehm warm und eigentlich ideal für eine Rikschafahrt. Doch es waren ziemlich wenig Leute in der Stadt und die Asia-Karavanen die durch die Altstatt ziehen sind für mich (leider) uninteressant. So verbrachte ich viel Zeit mit warten und konnte nur ein paar kleine Taxifahrten verbuchen.

Gegen 16:30 Uhr hatte ich genug. Ich wollte selbst noch etwas von diesem schönen Tag haben und so entschloss ich mich kurzerhand nach Hause zu gehen. Da kochte ich mir ein Abendessen und während dem Essen kam ich auf die Idee, dass ich nachher mit dem Bike noch ans Pistenende des Flughafens fahren könnte um da in der Abendsonne einen Kaffee zu trinken.

Gesagt, getan. Zwischen meinem Wohnort und dem Flughafen liegt ein Hügel mit etwa 150 Höhenmeter. Meist kurble ich diesen eher gemütlich hoch. Wenn ich aber, so wie heute, nur eine kurze Tour vorhabe, kann ich da schon mal etwas mehr Druck aufs Pedal geben um den Puls hochzujagen. Bei netten 25° Grad komme ich so auch schnell ins schwitzen und entledige mich dadurch der "Unzufriedenheits-Giftstoffe", die sich tagsüber angesammelt haben.

Dann gemütlich einen Kaffe trinken und in die Abendsonne blinzeln... Locker nach Hause radeln, duschen und mit dem Tag Frieden schliessen. Das war eine gute Idee!

Fotoalbum-Layout-Test

Wie heisst es so schön: Das Bessere ist der Feind des Guten.

Kaum war ich mit dem fertiggestellten Italien-Fotoalbum zufrieden, beginne ich schon wieder rumzustänkern... Auf dem Handy sieht das alles nicht so toll aus. Das gewählte Design (Skin) ist nicht wirklich Mobile-Ready. Die Bildbeschreibungen sind winzig und auch die Übersichtsseiten sind... na ja... sehr klein...

Weil ich nicht das bestehende Album gefährden wollte, habe ich zuerst das ganze Album kopiert, was bei über 600 Bildern dann doch etwas dauert. Dann suchte ich mir eine mobil-taugliche Vorlage und begann diese meinen Vorstellungen anzupassen.

Das vorläufige Ergebnis kann man hier ansehen. Ein paar Kleinigkeiten sind noch anzupassen, doch ich habe das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein. ;-)

im Paradiesgärtli

Bin an diesem prachtvollen Spätsommertag etwas mit dem Bike in der Gegend herumgestreunt. Der Ort, an dem dieses Foto gemacht wurde heisst tatsächlich Paradiesgärtli und liegt nahe Eglisau, etwa 100Hm über dem Rhein. Steht man vorne am Geländer, kann man auf den Rhein runterschauen.

Ich finde den Namen Paradiesgärtli einfach bezaubernd. Das Paradies ist ja schon der Garten Eden und in diesem Garten scheint es noch ein kleines, spezielles Gärtchen zu geben... Wer kommt auf so eine Idee?

bessere Fotoalben

Schon lange hatte ich im Hinterkopf, dass ich das Fotoalbum der MTB-Tour von Rom nach Genua noch fertigstellen wollte. Bisher waren darin die Bilder von Peter und mir, doch von Lukas habe ich auch noch viele Bilder erhalten, von denen ich die Besten ins Album übernehmen wollte.

Die neuen Bilder waren recht zügig integriert, doch ich hatte auch noch andere Ideen... Irgendwie sollte es etwas übersichtlicher werden. Man soll die verschiedenen Reisetage besser erkennen und nach Wunsch direkt anspringen können. Wenn jemand zum Beispiel die Strecke zwischen Siena und Lucca interessiert, musste er bisher zuerst 200 Bilder durchklicken, bis die gewünschten Bilder dann angezeigt wurden. Soviel Geduld haben nur Wenige...

Ich wusste, dass JAlbum (die Software im Einsatz) das kann, doch ich konnte es nicht. Also habe ich mal die Online-Dokumentation angeschaut und die entsprechenden Passagen gelesen. O.K. Eigentlich eine ganz einfache, hirarchische Ordnerstruktur. Dann testete ich das mal mit den ersten zwei Tagen. Also neue Unterordner erstellen und die entsprechenden Bilder dahin verschieben. Testen. Klappt soweit. Bis dann 16 Tagesordner erstellt und mit den richtigen Bildern befüllt waren, hat es natürlich noch etwas gedauert...

Dann steigen die Anforderungen... Titelinformationen zum Beispiel. Oder wie schaffe ich es, dass ich trotzdem eine durchgängige Diashow vom ersten bis zum letzten Bild sehen kann, ohne dass ich nun dauernd die Ordner wechseln muss? Wieder lesen und testen. Es ist alles nur eine Frage der Zeit...

Nun funktioniert alles soweit. Wie oben dargestellt sieht man auf der Hauptgalerie die Unterordner nach Tagen sortiert. So kann man (auf Wunsch) den entsprechenden Tag anwählen. Dieser Link öffnet nun zum Beispiel den Tag 6, von Pienza nach Siena. Auch die Diashow von A-Z funktioniert. Sehr gut. Das gefällt mir richtig gut. Ich habe sogar herausgefunden, dass ich die aktuelle Konfiguration als Vorlage für neue Fotoalben abspeichern kann. Für zukünftige Radreisen bin ich also -was ein Fotoalbum anbetrifft- gut gerüstet.

auf die Lägern

Nach dem gestrigen Regentag überlegte ich heute morgen, ob ich in die Stadt auf die Rikscha soll oder ob ich eine Bikerunde in der Umgebung machen soll. Es war kaum 20° Grad und die zügige Bise machte das Ganze ziemlich frisch. Es lagen keine Rikscha-Buchungen vor. Also: Heute eher eine Runde biken, Donnerstag bis Samstag dann Rikscha fahren und Geld verdienen.

Ich entschied mich dafür, wieder einmal auf die Lägern-Hochwacht zu fahren. Das bedeutet zwar eine längere Teer-Anfahrt, doch die schönen Trails und die gute Aussicht von der Plattform entschädigen dafür. Ausserdem sorgen die 400 Höhenmeter Anstieg bis zur Hochwacht für erhöhten Puls und einen gewissen Trainingseffekt. Das passt also gut.

Das TREK 1120 macht einfach unglaublich Spass. Mittlerweile habe ich es sehr gut auf meine körperlichen Anforderungen angepasst und es fährt sich einfach toll. Was mit "toll" gemeint ist, lässt sich nur schwer beschreiben. Es ist so unkompliziert und direkt. Irgendwie ehrlich. Ohne Federung weiss man immer ziemlich genau über den Untergrund bescheid und trotzdem bieten die dicken Reifen guten Komfort. Die 1x11-Schaltung funktioniert knackig und die Bremsen verzögern ausreichend. Es passt einfach. Und natürlich gefällt es mir seit der Umlackieraktion auch sehr gut. Das GPS sagt: 59 km., 3:28 Std., 920 Hm.

immer neue Bedürfnisse

Unser Geist ist unersättlich. Es ist nie genug, es drängt immer zum Nächsten. Egal wo wir stehen oder was schon erreicht ist. Es ist nie genug gut, wir finden immer noch Verbesserungspotential, denn das Bessere ist der Feind des Guten. So funktioniert unser Geist.

Ich erkenne es an mir selbst immer wieder. Eine Beispiel dazu ist dieser Blog. Er könnte etwas schöner, etwas technisch ausgefeilter, etwas moderner sein. Es gibt viele tolle Beispiele dafür. Ich müsste es nur anpacken... Oder mein Mountainbike. Kaum ist die neue Lackierung fertig und die grosse Anfangsfreude normalisiert sich, denke ich darüber nach, was man noch verbessern könnte. Jetzt werden die Gepäckträger von orange auf schwarz um-pulverbeschichtet. Und dann? Griffigere Reifen? Bessere Bremsen? Leichtere Räder?

Es geht immer weiter und ist nie gut genug. Jeder erlebt das in seinem Leben und seinen Interessensbereichen. Es ist einfach menschlich und positiv betrachtet ist es dieser innere Stachel, der uns zu neuen Entwicklungen und Verbesserungen antreibt. Es macht also durchaus Sinn, dass wir so funktionieren.

Es lohnt sich trotzdem, diese Muster zu hinterfragen. Oft steigern wir uns damit in Abhängigkeiten hinein, die wir eigentlich gar nicht wollen. Nur so als fiktives Beispiel: Das neue Bike, Auto oder das grössere Haus zieht schnell finanzielle Verpflichtungen nach sich, die dann auch bedient werden müssen. Oder: Dieses Muster hindert uns wirklich zufrieden zu sein, denn:

Zufriedenheit ist ein flüchtiges Gut...

Jede Bedürfnisbefriedigung scheint ein neues Bedürfnis zu erzeugen. Kaum haben wir etwas erreicht, zieht es uns weiter zum Nächsten, zum Besseren... eine neue Karotte, die wir zu erreichen versuchen. Und das hört nie auf. Deshalb wollen wir auch nie sterben, denn es gibt immer noch etwas zu tun und zu erreichen. Wir sind nie am Ziel.

Diesem Hamsterrad lässt sich nur auf eine Art entkommen und die ist zu erkennen, dass dies eine eingebaute Funktion ist. Es gehört zum Programm eines jeden menschlichen Lebens. Genauso wie zu atmen, Blut durch die Adern zu pumpen oder das Nervensystem aufrecht zu erhalten. Und genausowenig wie ich bewusst atme, bewusst Blut durch meine Adern pumpe oder bewusst mein Nervensystem aufrechterhalte, genausowenig erzeuge ich bewusst neue Bedürfnisse. Es geschieht einfach.

Der Vorteil gegenüber physischen Prozessen ist, dass ich diesen psychischen Impulsen nicht unbedingt folgen muss. Sobald ich erkenne, dass sie einfach geschehen, und nicht von mir selbst erzeugt werden, kann ich mich auch von Ihnen distanzieren. Es ist ganz einfach mein ruheloser Geist, der von Karotte zu Karotte hüpft um im Gespräch zu bleiben, um das (Hamster-)Rad am Laufen zu halten. Das bin nicht ich! Es sind nur vorbeiziehende Gedanken, mit denen ich mich nicht unbedingt identifizieren muss. Quasi Vorschläge, die ich annehmen oder verwerfen kann. Man muss noch nicht mal entscheiden ob annehmen oder ablehnen, oft hilft auch einfach abwarten. So wie ein neues Bedürfnis aufkommt, so verschwindet es wieder. Aber Achtung: Meist wird es nur durch ein anderes, neues Bedürfnis, abgelöst... Der menschliche Geist (unser Ego) ist raffiniert und kennt tausend Tricks um im Gespräch zu bleiben.

Rein gedanklich kann man nicht entkommen. Wenn ich ein Bedürfnis erkenne und ablehne, erzeuge ich nur ein neues Bedürfnis. Nämlich: Das Bedürfnis, das aufgetauchte Bedürfnis abzulehnen. So sitzt man in der Falle, einer Endlosschleife! Es hilft wirklich nur die Erkenntnis: Ich bin das nicht! Ich bin nicht meine Gedanken, ich bin nicht meine Bedürfnisse. Die einzige Möglichkeit dieser Falle zu entkommen ist die Erkenntnis, dass ICH gar nicht drin bin. Das Programm läuft... auch ohne mich...

Das entspannt ungemein.

Vieles verliert am Wichtigkeit und Projektionen in eine bessere/schönere/zufriedenere Zukunft nehmen langsam ab. Man/Es hört auf, immer neue Bedingungen an Glück und Zufriedenheit zu stellen (Bedürfnisse zu erzeugen). Ich BIN schon HIER! Zufriedenheit ist jederzeit verfügbar. Jederzeit. JETZT. Ohne weitere Anforderungen... es besteht keine Notwendigkeit, etwas hinterher zu jagen. Ausser: Es macht Spass! ;-)

8 Jahre KTM 690 Enduro R

Vor ein paar Tagen feierte mein Motorrad quasi seinen 8. Geburtstag. Zeit also, ein paar Worte darüber zu verlieren.

Im Frühling 2011 verkaufte ich mein Auto und nach der Italien-Sommerreise kaufte ich mir dann dieses Motorrad als Auto-Ersatz. Mittlerweile sind knapp 68'000 Kilometer auf dem Tacho, was 8'500 Kilometern pro Jahr entspricht. Die Nutzung ist sehr einseitig, denn zu über 90% Prozent der Zeit fährt es mich zwischen Wohn- und Arbeitsort hin und her. Es steht ganzjährig im Einsatz, bei Sonne, Regen oder Schnee, wird aber immer in Garagen geparkt.

Ich betreibe nur minimalen Wartungsaufwand. Ausser Kette ölen und/oder nachspannen mache ich eigentlich nichts daran. In diesen acht Jahren habe ich das Motorrad keine 10x geputzt. Für mich ist ein reines Transportmittel um effizient von A nach B zu kommen. Einmal pro Jahr sieht es einen Service beim Händler und wird da wieder in Schuss gestellt.

In den ersten zwei Jahren kämpfte ich öfters mit Elektrikproblemen und musste deshalb mehrmals ausserplanmässig zum Mechaniker. Es wurden allerlei Test's durchgeführt und Teile gewechselt doch besser wurde es erst, als der gesamte Kabelbaum (auf Garantie) ausgetauscht wurde. Dann war lange Ruhe, bis 2017 die Benzinpumpe spukte und nach dem dritten Stillstand ausgetauscht wurde. Ansonsten die normalen Wechsel von Verschleissteilen wie Ölfilter, Ketten, Reifen und dergleichen. Grundsätzlich kann ich also sagen, dass das Motorrad sehr zuverlässig funktioniert. Draufsitzen, Starter drücken und losfahren.

Die hohe Sitzposition und der duchzugstarke Motor machen mir immer noch viel Freude. In den ersten Jahren war ich meist viel zu schnell unterwegs. Mittlerweile hat sich das etwas gebessert, doch es macht halt schon Laune kurz Gas zu geben und ein paar Autos zu überholen. In all den Jahren habe ich nur eine einzige Busse (Fr. 60.00, Überholen einer stehenden Kolonne) erhalten und dafür bin ich dankbar. Denn es ist natürlich schon so, dass ich fast jeden Tag irgendein Gesetz damit übertrete. Darin liegt ja der grosse Vorteil eines Motorrads in Vergleich zu einem Auto: man fährt an Kolonnen vorbei und positioniert sich zuvorderst an der Ampel. Oder man parkiert, wo es einem gerade gefällt. Oder man überholt mal rasch, auch wenn nicht allzuviel Platz ist.

Natürlich macht es bei Regen oder im Winter nicht allzu viel Spass "nur" ein Motorrad zu haben und somit täglich der Witterung ausgesetzt zu sein. Doch so ist das nun mal. Alles kann man nicht haben.

Alle paar Jahre verspüre ich Lust auf "etwas Neues". Aber solange ich nur einfach das neuste Modell des gleichen Typs kaufen würde zeigt es mir auch, dass ich grundsätzlich immer noch zufrieden bin. Meine Idee ist eigentlich, dass ich über 100'000 Kilometer mit diesem Motorrad zurücklege, bis ich es ersetze. Das heisst, ich werde damit wohl noch weitere vier Jahre unterwegs sein. Es sei denn, es würde sich zwischenzeitlich ein kapitaler Defekt oder Unfall ereignen, was natürlich nicht zu hoffen ist.

Wie man diesen Zeilen entnehmen kann, sehe ich das Motorrad -im Gegensatz zu den Velos- recht rational und emotionslos. Ich hab noch nicht mal ein aktuelles Bild davon gemacht, sondern ein altes hervorgekramt. Es hat sich ja soweit nichts verändert. Es sieht immer noch genau gleich aus, ausser dass es etwas Patina und Dreck angesetzt hat.

Zum Abschluss will ich noch anmerken, dass die damals sehr spontan gefällte Entscheidung, ein Motorrad statt ein Auto zu kaufen, sich als goldrichtig herausgestellt hat. Es hat enorme Vorteile beim täglichen Pendeln in die Stadt und ist um Welten günstiger. Es war also eine glückliche Fügung. ;-)

perfekter Arbeitstag

Mein heutiger Arbeitstag startete um 10:00 Uhr mit einer einstündigen Stadtrundfahrt. Die Gäste sind ein deutsches Rentnerpaar, welche die Rundfahrt von Ihren Söhnen geschenkt bekamen. Sie sind aufgestellt, kommunikativ und begeisterungsfähig, die perfekte Mischung! Die Zeit vergeht im Flug und beim Aussteigen bedanken Sie sich mehrfach und geben 10 Euro Trinkgeld. Schön, diese Rikschafahrt wird Ihnen in guter Erinnerung bleiben.

Dann eine halbe Stunde Pause. Toilettenstop,danach Kaffee und Gipfeli. Um 11:30 Uhr folgt eine 30 Minuten Tour mit Grosmami und Enkelin. Beiden gefällt es super und schon fallen weitere 10 Franken ins Trinkgeld-Kässeli. Sehr gut!

Am Nachmittag bin ich für eine Hochzeitsfahrt in Bülach gebucht. Ich fahre also in die Garage um die Rikscha zu wechseln. Luftdruck prüfen, die richtigen Dachleisten montieren, Computer und Sattel von meiner Rikscha an die Hochzeitsrikscha tauschen und schon bald bin ich startklar.

Das Wetter ist ideal. Meist sonnig, ein paar Schäfchenwolken und mit 25° Grad sehr angenehm und nicht heiss. Ich weiss nicht genau, wie lange ich für die rund 20 Kilometer bis nach Bülach brauche, doch ich habe genügend Zeit, denn ich muss erst um 15:00 Uhr vor Ort sein. Ich kann also gemütlich zum Milchbuck hochkurbeln und dann via Oerlikon, Glattbrugg, Rümlang nach Oberglatt fahren.

Ich weiss: Solche Fotos gab es hier schon öfters zu sehen. Doch noch nie mit der Rikscha im Vordergrund. ;-)

Obwohl ich es gemütlich nahm, war ich fast eine Stunde zu früh da und so konnte ich noch locker eine weitere Kaffeepause einlegen. Wie es sich gehört, fahre ich fünf Minuten vor dem vereinbarten Termin beim Treffpunkt vor. Die Brautmutter, die mich gebucht hat, begrüsst mich freundlich und bezahlt gleich vorab den vereinbarten Preis. Etwas Smalltalk und schon kommt das Brautpaar. Mit ein paar kleinen Umwegen fahren wir zum Standesamt, wo bereits Freunde und Angehörige warten und uns freudig in Empfang nehmen, Alle sind happy und mein Einsatz ist schon zu Ende. Alles tip top.

Nun geht es also wieder fast zwei Stunden zurück nach Zürich. Ich geniesse den herrlichen Tag und habe es überhaupt nicht eilig. Kurz nach 17 Uhr parkiere ich dann die Rikscha in der Garage. Auf dem Tacho stehen 57 Kilometer. Das ist mit der 90 Kilo Rikscha ein schönes Fitnesstraining.

Alle Gäste waren zufrieden, ich bin zufrieden und die Kasse stimmt. Das war wirklich ein perfekter Arbeitstag!

Wetterkapriolen

Gestern war es schön, morgen soll es schön sein, doch für heute sagte der Wetterbericht: "Teils sonnig, teils bewölkt und im Norden und Osten teils Schauer." Hmmm... wir wohnen im Nordosten der Schweiz...

Am Morgen regnete es öfters und ich machte Bürokram am PC. Nebenbei verfolgte ich das Wetterradar. Kurz nach dem Mittag sollte es eine längere, trockene Phase geben. Das eignet sich perfekt für eine Bikerunde.

Als ich das obige Foto auf dem Irchel machte sah ich schon neue Regenwolken, von Westen her kommend. Es war klar, dass diese Runde nicht trocken enden wird. Es dauerte auch nur etwa 15 Minuten, bis die ersten Tropfen fielen und es dann deutlich in Regen überging. Ich hatte zwar eine Regenjacke eingepackt trotzdem überlegte ich, ob ich nicht irgendwo unterstehen soll und abwarten, bis der Regen vorbeizieht. Der Himmel war jedoch ziemlich gleichförmig grau, so dass es nicht nur nach einem Zehnminutenschauer aussah. Also Regenjacke anziehen und die Regenhülle über den Rucksack montieren.

Es war nass aber nicht kalt, zudem stand eine Waldauffahrt auf einen der Hügel in der Umgebung an und so fand ich die Regenfahrt eigentlich noch ziemlich schön. Berghoch ist das kein Problem. Bergrunter schleudern die breiten Reifen dann doch ziemlich viel Wasser und Dreck durch die Gegend, so dass man ziemlich eingesaut wird. Der Schauer dauerte jedoch keine halbe Stunde und schon bald zeigte sich wieder blauer Himmel und kurz später auch die Sonne, so dass ich die Regenjacke wieder ausziehen konnte.

Ich war dann noch etwa eine Stunde unterwegs und konnte dabei ziemlich abtrocknen. Als ich vor das Haus fuhr war es wieder sonnig und angenehm warm. Dies nutzte ich um das Bike gleich mit Wasser und Schamm zu putzen. So machte es auch das nächste Mal mehr Spass um das Bike wieder zu benutzen. Schön war's, hat gut getan und Spass gemacht. Das GPS sagt: 47km., 3:17 Std., 950Hm.