Badenfahrt

Heute war ich mit der Rikscha für eine Hochzeit in Baden gebucht. Offeriert hatte ich den Transfer nach Baden mit einem Mietauto. Die Kosten dafür kannte ich ja nun, seit der Hochzeit Ende August in Schaffhausen. Da sich für den heutigen Tag jedoch keine weiteren Buchungen ergaben entschied ich mich, statt mit dem Mietauto, direkt mit der Rikscha von Zürich nach Baden zu fahren. Das sind etwa 24 km pro Weg, fast vollständig flach und vermutlich in je 2 Stunden zu schaffen.

Kurz nach 12 Uhr legte ich los um noch etwas Luft zu haben, damit ich ganz sicher zum vereinbarten Termin um 14:30 Uhr vor dem Standesamt in Baden ankomme. Das Wetter war perfekt, ein schöner Herbsttag mit gegen 17° Grad, also ideales Radfahrwetter. Die Fahrt hat wunderbar geklappt und mit 1 Std. 50 Min. reiner Fahrzeit war ich noch etwas schneller als geplant. So konnte ich einen Verpflegungszwischenhalt einlegen und vor dem Standesamt hatte ich auch genügend Zeit um mich vorzubereiten.

Die Idee war eigentlich, dass der Bräutigamm mit der Rikscha die Braut zum Restaurant fährt, wo dann der Hochzeitsapéro stattfindet, doch so funktionierte es dann doch nicht. Der Bräutigamm schaffte es keine 10m geradeaus zu fahren. Immer wieder zog es ihn auf eine Seite und trotz mehrmaliger Instruktion geriet er jedesmal fast in Panik und wollte absteigen, was aber eine schlechte Idee ist. Steigt man nämlich von der rollenden Rikscha vom Sattel, stösst einem das Gewicht der Rikscha fast um. "Sitzenbleiben, bremsen und anhalten!" Ich habs immer wieder gesagt, doch er wollte/konnte es einfach nicht verstehen oder umsetzen. Tja, so wird das nichts und man will ja am Hochzeitstag weder den Bräutigam schlecht aussehen lassen, noch die Braut in Gefahr bringen. Es war also sicher die bessere Idee, wenn ich selbst fahre und Braut und Bräutigamm in der Rikscha sitzen. Wir sind dann also alle zusammen ganz gemütlich zum Restaurant gefahren, respektive die geladenen Hochzeitsgäste spazierten neben der Rikscha her. Da unser Weg mitten durch die Badener Altstadt führte, gab's natürlich viele "Ah!" und "Oh!", Gratulationen und klatschende Leute. Schön. So hat es dann doch allen Spass gemacht.

Danach stand dann wieder meine Rückfahrt nach Zürich auf dem Programm. Ich nahm es dabei etwas gemütlicher als auf dem Hinweg und genehmigte mir in Schlieren auch eine Erfrischung. Als ich gegen 18:30 Uhr die Rikscha in der Garage parkte, zeigte der Tacho 52km. Durch die eingesparten Kosten des nicht benötigten Mietautos habe ich so heute ganz gut verdient. Gut so!

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