entlacken

Heute fuhr ich wieder mit dem Velo in die Stadt um den mit Abbeizer vorbehandelten Rikscharahmen weiter zu bearbeiten. Nachdem ich die Frischhaltefolie entfernt hatte, sah ich wie an vielen Stellen die Pulverbeschichtung aufgequollen war und deutete dies als gutes Zeichen. Ich begann mit dem Spachtel die Farbe abzukratzen und musste aber schon bald feststellen, dass ich heute wohl noch nicht zum Ziel kommen werde. Ich kratzte und schabte etwa ein Stunde und entfernte die Farbe so gut es eben ging. Wie man auf dem Bild gut sehen kann, gibt es noch einige Farbflecken, die ich trotzdem nicht weggekriegt habe. Das ist noch nicht gut genug und deshalb schmierte ich das Ganze nocheinmal mit Abbeizer ein und lasse es wieder einwirken. Wenn ich das nächste mal in die Garage fahre, werde ich noch Schleifpapier mitnehmen, damit ich die Farbflecken, die dann noch übrig bleiben runterschleifen kann.

Nach dieser Aktion besuchte ich Katrin Barth in Ihrem Nähatelier im Kries 4. Dazu eine kurze Vorgeschichte: Katrin lernte ich 2012 kennen. Sie war die erste Kundin, welche die Hochzeitsrikscha für ihre beste Freundin buchte. Darüber habe ich diesen Blogbeitrag geschrieben. Letztes Jahr, ich glaube es war im September oder Oktober buchte dann die besagte Freundin die Hochzeitsrikscha um zusammen mit Karin von zu Hause zum Standesamt zu fahren (zu Katrins Hochzeit). So sahen wir uns wieder. Auf der Fahrt zum Standesamt fragte ich Katrin, ob Sie immer noch Rucksäcke schneidert und ob sie sich auch vorstellen könnte Dachverkleidungen und Regenverdecke für Rikschas herzustellen. So kam es dann zu der lockeren Verabredung für "kommenden Winter".

Nach im Schnitt fünf Jahren sind die Dachverkleidungen der Rikschas teilweise ramponiert und die Regenverdecke zerkratzt und nicht mehr wirklich transparent. Es ist also an der Zeit, dass ich mich um Ersatz kümmere. Die Originalteile aus Deutschland kosten fast 600 Euro pro Rikscha. Mal 4 Rikschas = teuer. Für so viel Geld kann man durchaus darüber nachdenken, diese Teile hier fertigen zu lassen. Und als Kleingewerbler ist es ratsam, andere lokale Kleingewerbler zu unterstützen. Wir besprachen die Sache nocheinmal gründlich und kamen überein, dass ich ihr Anfang nächster Woche alle Teile einer Rikscha mitbringe, damit sie ein konkretes Angebot machen kann. Es würde mich sehr freuen, wenn das klappt.

Nach diesem Treffen fuhr ich mit dem Velo auf direktem Weg nach Hause. Das Wetter war heute kalt/feucht/neblig/hochneblig, etwa 4° Grad und nicht so prickelnd um Rad zu fahren. Zudem wirkten die Kilometer und Höhenmeter von gestern noch etwas nach. Aufgefallen ist mir, dass man bei Nebel die Abgase der Autos deutlich besser riecht, als wenn es trocken ist. Ich glaube das liegt daran, dass die Stink-Moleküle an den feinen Nebel/Wasser-Molekülen anhaften und man sie deshalb deutlicher wahrnimmt. Nur so ein Gedanke... Das GPS sagt: 1:59 Std., 37,5 km, 300 Hm.

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