Tag 11 - nach Levanto

Heute startete also unser Abenteuer auf der Alta Via. Zu Beginn konnten wir etwas zum Aufwärmen der Küste entlang rollen, doch schon bald ging es stetig berghoch. Wir starteten auf Meereshöhe und der höchste Punkt lag auf etwa 750m.ü.M. Dazwischen gab es immer wieder kleinere Abfahrten und so summierten sich die Höhenmeter kontinuierlich.

Der heutige Tag war schlicht der Hammer! Wir hatten tolles Wetter und uns wurde alles abverlangt. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zum letzten Mal eine Tagestour mit so hohem Anteil an Wanderwegen und Singletrails gefahren bin. Dass es dazu noch vielfach eine super Aussicht aufs Meer gab, war sozusagen das Tüpfelchen auf dem i.

Ich schätze mal, dass wir heute über 20 Kilometer auf Wanderwegen/Singletrails fahren konnten. Und obwohl es ein stetes auf und ab war schätze ich, dass mehr als 97% Prozent davon fahrbar war. Peter musste nur an ganz wenigen Stellen absteigen und schieben. Für ihn war heute wohl 99% Prozent fahrbar. Ein echter Traum!

Die Abfahrten hatten es teilweise in sich und waren öfters steinübersäht und technisch anspruchsvoll. Zudem musste man an vielen Stellen sicher die Linie halten können, da die Berge hier sehr steil abfallen und würde man auf die talseite stürzen, könnte das schlimm ausgehen. Die Schlussabfahrt nach Levanto forderte uns dann wirklich alles ab. Viele Steine, immer wieder Stufen und Absätze, ausgewaschene Rinnen und alles sehr, sehr steil. Da pumpte kräftig Adrenalin durch unsere Adern.

So ganz ohne Federung am Bike ermüdete ich zusehens und so stand ich zum Schluss wohl wie ein nasser Sack auf dem Bike, denn kurz vor der Küstenstrasse setzte ich mit dem Hinterrad so stark auf einer Steinkante auf, dass ich meinen zweiten Plattfuss kassierte. Der Reifen ist auf die Felge durchgeschlagen und die Felge hat dann gleich zwei Löcher in den Schlauch gestanzt. Der klassische Snakebite. Also Schlauch wechseln, pumpen und weiterfahren. Das war rasch repariert.

Unser Tagesziel, Levanto, ist ein sehr schmucker Küstenort mit einem wunderbaren Sandstrand. Heute trieb das Meer recht grosse Wellen ans Ufer und so verwunderte es nicht, dass viele Surfer/Wellenreiter zu sehen waren. Natürlich in der Jahreszeit mit Neoprenanzügen.

Leider mussten wir auf das ersehnte Gelati in der Abendsonne verzichten, denn wir fanden schlicht keine Gelateria, welche schon Eis verkauft. So setzten wir uns mit einer Büchse Cola auf eine schöne Aussichtsbank, kramten ein paar Guetsli aus dem Rucksack und blinzelten übers Meer in die Abendsonne. Was für ein Tag!

Unser Appartement in der Villa Clelia ist klein aber praktisch und ich genoss nach diesem anstrengenden Tag die heisse Dusche ganz besonders. Danach noch fein Pizza essen und den Tag bei einem Bierchen ausklingen lassen.

Die Fotos von heute habe ich ins Album hochgeladen und der GPS-Track folgt gleich anschliessend.

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