Tag 12 - nach Tavarone

Das Bild des Tages ist mit Bedacht gewählt, denn heute mussten wir insgesamt vier mal anhalten und einen platten Reifen (respektive Schlauch) reparieren. Zuerst hatte ich zweimal hinten platt und dann war Peter an der Reihe. Zuerst vorne und dann auch noch hinten. Dreimal waren Dornen die Ursache und einmal ist Peter in ein verrostetes Stück Stacheldraht gefahren. Na ja, Shit happens ;-)

Der Tag hat schon schwierig begonnen, denn die gestrige, recht anstrengende, Tour hat doch Spuren hinterlassen. Wir hatten Mühe aus dem Bett zu kommen und waren eigentlich für die heutige Tour gar nicht sonderlich motiviert. Wir wussten ja einerseits, dass wir weg vom Meer und in die Berge fahren und andererseits prophezeite der Wetterbericht gegen Abend Regen. Wir redeten also nicht allzu viel, packten unsere Sachen zusammen, gingen Proviant einkaufen und machten uns auf den Weg.

Die Laune besserte sich rasch, denn der Himmel war wolkenlos blau und die ersten paar Kilometer führten flach der Küste entlang. Der Veloweg war auf einem ausgedienten Bahntrasse angelegt und führte kilometerlang durch beleuchtete Tunnels, völlig autofrei. Der Luxus pur.

In Fromera unterquerten wir dann die Bahn und die Strasse ging gleich steil berghoch. Die Morgensonne wärmte schon kräftig, so dass ich schon bald zu schwitzen begann. Ich war dankbar, dass die Route auf einer gutmütigen Asphaltstrasse und nicht auf einem holprigen Schotterweg nach oben führte. Irgendwann ging es von der Strasse weg und sogleich folgten schöne Wanderwege und Singletrails, die uns ins nächste Tal führten. Da hofften wir auf einen Capuccino, doch ausser drei Campingplätzen konnten wir nur ein kleines Lebensmittelgeschäft finden. Da kauften wir uns ein Pannini und etwas zu trinken und setzten uns damit in die Sonne.

Die Stärkung erfolgte zur richtigen Zeit, denn nun ging es über eine Stunde lang wieder berghoch. Dann folgten wieder herrliche Singletrails, die immer hoch und runter führten. Natürlich waren auch heute wieder richtig fiese und steile Rampen dabei. Ich war wirklich froh, dass ich vor der Tour noch das Kettenblat wechselte und so mit 28x46 einen richtig kleinen/langsamen Gang zur Verfügung hatte, den ich schon gestern und auch heute sehr oft einsetzte. Das alles macht zwar Spass, doch es zerrt schon ziemlich an der Kraft. Dazu noch die vier Plattfüsse... wir waren wirklich froh, als wir gegen 17 Uhr in das kleine Hügeldorf Tavarone kamen.

Hier haben wir im einzigen Hotel ein Zimmer gebucht. Die heisse Dusche war ein Traum und nun freuen wir uns riesig auf das Nachtessen. Nachdem ich nun schon die Fotos ins Album hochgeladen habe und der Blogeitrag auch gleich fertig geschrieben ist, schaffe ich es heute ganz sicher vor Mitternacht das Licht zu löschen.

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