verregnetes Trainingscamp

Als ich am Donnerstagmorgen bei herrlichem Sonnenschein losgefahren bin, konnte ich noch nicht ahnen, in welche Regenlandschaft ich reisen werde... Bereits kurz nach Basel fielen die ersten Tropfen und am Zielort im Elsass angekommen, war klar, dass der Regen so schnell nicht aufhören wird. Die Regenwolken hiengen tief in den Vogesenausläufern und alles war grau in grau.....

Na ja, man will sich ja nicht gleich entmutigen lassen... Insgesamt treffen 24 Biker/innen in der Hütte ein und nach der Zimmereinteilung geht's auch gleich mal auf's Bike für eine erste "Revier-Kennenlern-Tour". Die Gegend ist wirklich sehr schön und die Trails sind absolut Spitze, wenn auch bei Nässe schwierig zu befahren und rutschig. So sind schnell die ersten Umfaller und blauen Flecken zu vergeben.... Die Tour war nicht sehr lang, doch aufgrund des tiefen Bodens recht knackig. Der Tacho sagt: 35km., 3:02 Std., 1'250 Hm

Der Freitagmorgen begann auch wieder regnerisch... herrliche Singletrails... doch leider Matsch ohne Ende.... Der Tacho sagt: 41km., 3:35 Std., 1'150 Hm

Dann Samstag: Regen.... eine lange, anstrengende Tour, welche mit einem schweren Sturz eines Teilnehmers (Krankenwagen, -haus, Schulterfraktur) endete. Ich stürze auch mal, doch die daraus resultierenden Kratzer am Schienbein sind nicht weiters tragisch. Der Tacho sagt: 48km., 4:23 Std., 1'420 Hm

Sonntag: Wieder Regen... die Meisten (auch ich) geben Forfait. Ich habe keine saubere Kleidung mehr und die Lust auf Dreck und Matsch ist mir mittlerweile auch gehörig vergangen. Ausserdem leide ich noch immer an diesen Bauchschmerzen. Nur noch drei Leute melden sich für die Abschlusstour. Ich packe zusammen und mache mich auf den Heimweg. Am Sonntagmittag bin ich dann wieder zuhause. Mittlerweile regnet es auch hier....

Fazit: Wie die diversen Fotoalben vor Ort zeigten: Bei schönem Wetter handelt es sich um ein echtes Traumrevier. Man kann wirklich über 50% auf herrlichen Waldwegen biken und die hügelige Landschaft lässt auch bergauf-Singletrails zu. Es hat mir trotz des Regens gut gefallen. Die abgelegene Hütte hat sehr viel Charme und das gemeinsame kochen und essen mit vielen anderen Bikern ist wirklich schön. Kein Radio, kein Fernseher, keine andere Ablenkung... so hat man Zeit um sich kennen zu lernen... Es hat mich nicht verwundert, dass viele Leute bereits zum wiederholten Mal da waren und sich auch gekannt haben. Ich werde vermutlich auch wieder kommen, denn einmal bei schönem Wetter da biken, möchte ich schon noch erleben.

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