KISH 29er - erste Eindrücke

Am Samstag, 12. Mai, fuhr ich die ersten Twentinyner-Kilometer mit dem neuen KISH Titan Hardtail. In den letzten 11 Tagen bin ich damit an 8 Tagen insgesamt 337 Kilometer gefahren. Darunter eine Strassentour im teils strömenden Regen. Zeit also für eine erste Beurteilung.

Das KISH fährt sich für ein Hardtail überraschend komfortabel. Das ist vermutlich die Kombination aus grösseren Laufrädern, dem "weichen" Titanrahmen und meinen Fahrgewicht. Wenn der Rahmen und die Anbauteile auch längerfristig halten, wird jedes Fully gegen dieses Bike einen schweren Stand haben. Das KISH zeigt mir, dass auf meinen meistgefahrenen Strecken ein 29er Hardtail fast noch mehr Spass macht, weil es eben direkter als ein Fully ist und die grösseren Laufräder noch zusätzlichen Grip bieten. So machen schnelle und rasch aufeinander folgende Kurven noch mehr Spass.

Die Geometrie des Bikes ist sehr ausgewogen und vermittelt mir jederzeit ein sicheres Fahrgefühl. Natürlich holpert es mehr als auf einem vollgefederten Bike und dadurch muss ich in den Beinen aktiver fahren und muss öfters aus dem Sattel. Das alles macht aber auch schneller ;-)

Technisch sind noch zwei Problemchen vorhanden. Erstens: Die Federgabel ist auf 80mm Federweg reduziert. Wenn ich nachmesse, komme ich jedoch höchstens  auf 70mm effektiv genutzten Federweg. Die RockShox Reba  kann durch den Händler auf 100mm umgebaut werden und das werde ich wohl noch machen lassen.  Zweitens streift die Kette auf dem kleinsten Ritzel hinten (Gang 9) irgendwo. Ich konnte nicht eruieren ob am Umwerfer, am Rahmen oder am Schaltwerk doch man vernimmt deutliche Schleifgeräusche. Deshalb schalte ich nur noch bis Gang 8, was aber nicht die Lösung ist. Wenn man ganz pingelig sein wollte, könnte man drittens noch die vordere Bremsleitung etwas kürzen.

Zum Unterschied 26er zu 29er Laufräder:

Ich weiss nicht so genau. Die grösseren Räder bedingen eine andere Rahmengeometrie und dadurch verändert sich das Sitz- und Fahrgefühl an sich. Sicher ist, dass die grossen Räder laufruhiger sind (oder träger). Mit 2.6 bar Reifendruck habe ich spürbar mehr  Haftung als mit den 26er Rädern. Es gibt kein besseres Wort: Grip ohne Ende! Vor allem am Vorderrad merkt man es deutlich. Ich weiss nicht ob ich wirklich schneller durch Kurven fahre, doch das Gefühl wird mir zumindest so vermittelt. Nicht verschweigen soll man jedoch auch die Gewichtsnachteile der grösseren Räder. 10% Prozent mehr Umfang bringt auch 10% mehr Gewicht an Felge, Schlauch und Reifen. Dadurch leidet die Spritzigkeit und das merkt man auch. Die kleineren Räder sind natürlich agiler und lassen sich etwas einfacher beschleunigen.

Mir persönlich behagt das 29er Format. Die Bikegrösse harmoniert deutlich besser mit meiner Statur und auch auf Singletrails machen die Räder richtig Spass. Die Spannung auf das INTENSE Spider 29 Fully steigt durch diese Erfahrungen mit dem KISH nun natürlich noch mehr. A propos: Ich habe heute erstmals Bilder von ausgelieferten Grösse L Spider 29 Rahmen im Internet gesehen. Es kann also nicht mehr allzu lange dauern.

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