< nicht viel Neues | wieder zuhause >

Samstagsbiken

Meine Bikefreunde sind entweder in den Ferien oder hatten heute sonstwie keine Zeit und deshalb fuhr ich seit längerem wieder einmal alleine los. Morgens um 10:00 Uhr war das Wetter recht gut, sonnig mit ein paar Wolken und etwa 18° Grad warm. Ich hatte nicht sehr viel Zeit, weil ich am Nachmittag noch ein paar andere Dinge geplant hatte.

Ich fuhr eine Bikerunde mit dem Ziel, bei meinem Bikehändler in Bülach vorbei zu sehen, weil da der DT-Swiss 210L Dämpfer des ARROW aus dem Service zurückkam und ich ihn abholen konnte. Auf dem Weg dahin fuhr ich wiedereinmal am Bikepark Bülach vorbei und entschloss mich spontan, zwei Singletrailrunden zu fahren um die Federungseinstellungen bei dieser Gelegenheit zu überprüfen. Das INTENSE macht nun maximal Spass. Ich mag das softe Ansprechen der Federelemente und die Balance von vorne zu hinten kriege ich immer besser in den Griff. So konnte ich die Strecke zügig abfahren und hatte auch bei holprigen Wurzelpassagen stets ein gutes Gefühl. All die vielen Kurven, Hügel und Senken fordern bei schneller Fahrt wirklich viel Konzentration und mit Druck auf dem Pedal sinkt mein Puls kaum mehr unter 160. Eigentlich eine ideale Test- und Trainingsstrecke. Irgendwann beginne ich hier die Rundenzeiten zu messen...

Nachdem ich beim Bikehändler war stellte ich fest, dass ich ziemlich direkt nach Hause fahren sollte, um nicht in Zeitnot zu geraten. Ich suchte mir den steilsten Weg über den Eschenmoser raus, denn ich wollte auch die uphill-Tauglichkeit nochmals tasten. Das INTENSE klettert exzellent und interessanterweise muss man sich dabei kaum sorgen, dass das Vorderrad am Boden bleibt. Da hatte ich mit dem ARROW jeweils deutlich mehr zu kämpfen. An sehr steilen Rampen musste ich jeweils ganz nach vorne auf   die Sattelspitze rutschen und das Gewicht weitest möglich nach vorne bringen um das Vorderrad unten halten zu können. Beim INTENSE ist das wirklich ganz anders. Ich frage mich natürlich warum und ohne viel von Technik zu verstehen finde ich eigentlich nur zwei mögliche Antworten: 1.) Die längeren Kettenstreben  oder 2.) Der steilere Lenkwinkel. Ich tippe eher auf die längeren Kettenstreben, denn bei Uphill-Motorradrennen sieht man viele  Motorräder mit  überlangen Schwingen die nur deshalb so gebaut wurden,  damit sie sich nicht so schnell aufbäumen. Durch den längeren Hebel verändern sich die Kräfte. Wie auch immer: Das Bike klettert wirklich prächtig. Meine Lunge und meine Muskeln sind definitiv der limitierende Faktor. Der Tacho sagt: 35 km., 1:56 Std., 560 Hm

Zuhause nahm ich mich dann noch dem ARROW an. Ich wollte es einem Freund ausleihen und deshalb musste ich es noch in Stand setzen. Der Dämpfer war schnell eingebaut und mit dem richtigen Druck versorgt. Danach wechselte ich noch die Pedale (kein Klick) und den Sattel. Zum Schluss stellte ich den VRO-Vorbau noch nach oben/hinten um die Sitzposition etwas zu verkürzen. Mein Freund ist etwa 10cm kleiner als ich und darauf wollte ich das Bike noch etwas anpassen. Auf der kurzen Probefahrt stellte ich dann fest, dass die hintere Bremse noch etwas rumzickt und das Kabel zum vorderen Umwerfer recht streng läuft. Das Kabel hängte ich kurz aus und ölte die Kabelseele - funktioniert wieder tiptop. Bei der hinteren Scheibenbremse wurde es schon etwas komplizierter. Die Beläge waren fast runtergefahren und  deshalb konnte ich die Bremse nicht mehr richtig justieren. Als Rad ausbauen, alte Beläge rausfummeln, Bremskolben zurückdrücken, neue Beläge einbauen und alles wieder montieren. Natürlich musste ich den Bremssattel neu auf die Scheibe ausrichten, damit wieder alles (nahezu) schleiffrei läuft.  Noch ein kurze Probefahrt: prima.

Als gegen Abend dann unsere Freunde zu Besuch kamen, mussten wir nur noch ein paar Kleinigkeiten einstellen, bis sich mein Kumpel halbwegs wohl auf dem ARROW fühlte. Sattelhöhe und -neigung, Winkel der Lenkerhörnchen, eh voilà. Danach genossen wir zu viert den schönen Abend auf dem Gartensitzplatz und grillierten uns ein paar zünftige Farmersteaks. Dazu baked patatoes, Süssmais und Tomaten/Mozarella-Salat. Lecker. Das war ein richtig schöner Samstag.

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Kommentare

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Spoony am :

Beat, "ohne viel von Technik zu verstehen" dürfte bei diesem Beitrag extremes Understatement sein, oder? Herzliche Grüsse aus dem fernen Osten! Spoony

Rolf am :

Hallo Beat Bist du verschollen?? Hoffe es geht dir gut!! Grüsse _ Rolf

Spoony am :

BEAT, wo bist Du? Seit dem 17. Oktober 06 hast Du nie mehr so lange nichts mehr von Dir hören lassen und damals hast du die Blogpause angekündigt. Da macht man sich richtig Sorgen! Grüsse, Spoony

beat am :

HALLO ! Hier bin ich wieder. Es tut gut zu lesen, dass man vermisst wird ;-)

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