zur Kyburg

Ich war mir nicht so im Klaren, wie ich mich heute wohl am besten anziehen sollte. Das Aussenthermometer zeigte stolze 12° Grad über Null. Ganz schön warm für Januar. Nach einigem hin und her suchte ich die dünnste lange Bikehose hervor. Oben nur ein Windstopper-Shirt und darüber eine Langarmjacke. Zur Sicherheit packte ich noch ein Langarmtrikot in den Rucksack. Als dann meine Bikekumpels bei mir eintrafen zeigte sich, dass die Anderen wohl vor den gleichen Problemen standen. Jürg, der Hitzigste von uns, trug nur eine 3/4 Hose und oben ein Kurzarmtrikot. Darüber noch eine Windweste. Im Gegensatz dazu Beat, welcher so ziemlich wintermässig daher kam. Auch Peter war eher warm angezogen.

Wir wollten heute vorwiegend Schotterstrassen fahren, weil die Singletrails wohl noch immer zu nass und zu dreckig sind. So entschieden wir uns, zuerst entlang der Töss flussaufwärts  zu fahren und dann von Sennhof die steile Asphaltstrasse hoch zur Kyburg zu nehmen. Die Wanderwege am Tössufer entlang waren Spitzenklasse und machten wohl allen fast etwas zu viel Spass, denn die geplante Grundlagentour entwickelte sich zunehmend zu einem Rennen. Man stachelte sich gegenseitig an und pushte immer mehr. Bei einem kurzen Halt mussten wir uns dann mal unterhalten und uns klar darüber werden, was wir heute wirklich wollen. Die Hinteren fühlten sich zu sehr gehetzt und die Vorderen mussten auch zugeben, dass sie wohl etwas zu viel Gas gaben. Also: Tempo rausnehmen, mehr geniessen und aufeinander Rücksicht nehmen. Gut, dass man mal miteinander spricht! ;-)

Oben bei der Kyburg machten wir ein paar tolle Fotos, bevor wir dann ein Restaurant betraten um uns etwas zu stärken. Jetzt konnte man sehen, wer zu warm angezogen war. Einige waren schon ziemlich durchgeschwitzt. Bei Kaffe-Zwetschgenlutz und Appenzeller-Biberli unterhielten wir uns über geplante Touren, GPS-Navigation und andere Bikethemen. Wie üblich dauerte es dann etwa 10 Minuten, bis alle sich wieder fahrfertig angezogen hatten, bevor wir die rasante Strassenabfahrt via First und Ottikon runter nach Kemptal in Angriff nehmen konnten (Spitzengeschwindigkeit gem. meinem Tacho: 68,4 km/h). Die Steigung hoch nach Winterberg war dann schon fast angenehm, weil man dabei wieder auf Betriebstemperatur kommen konnte.

Die heutige Bikerunde war eine wirklich schöne Wintertour nahe von Winterthur ;-) . Einzig der Rückweg könnte etwas interessanter und weniger auf geteerter Strasse verlaufen. Da muss ich mal die Karten etwas studieren um vielleicht eine andere Variante zu finden. Der Tacho sagt: 48 km., 2:45 Std., 650 Hm.

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