best bike ever?

War heute zuhause und vorwiegend am PC. Gegen Abend zeigte sich dann die Sonne doch noch und so drehte ich eine kurze Bikerunde um noch etwas frische Luft zu schnappen. Während der Fahrt dachte ich: "Das ist das beste Bike, das ich je hatte." :-)

Das ist natürlich Quatsch, denn "das beste Bike" an sich gibt es überhaupt nicht. Das ist immer abhängig vom Einsatzzweck, den persönlichen Vorlieben und dem eigenen Fahrstil. Ich hatte ja schon einige Bikes. Manche lösten mehr Emotionen aus und andere halt weniger. Das INTENSE Spider habe ich in bester Erinnerung. Das war mein erstes Bike mit 29-Zoll-Laufrädern. Nach dem ARROW Sirius (welches ich doch recht lange gefahren bin), war das ein echtes Aha-Erlebnis. Die Vollfederung war sehr komfortabel und die grossen Laufräder passten sehr gut zu meiner Körpergrösse und liessen bergab die vorher bekannten Überschlagsgefühle rasch vergessen. Das war für mich, zumindest damals, auch das "best bike ever".

Ich hätte mir auch lange überhaupt nicht vorstellen können auf einem ungefederten Bike im Gelände unterwegs zu sein. Doch auch ich werde älter und vorsichtiger. Ich suche nicht mehr die ultimative Herausforderung mit den schwierigsten Trails und besonders schnell zu sein ist auch nicht mehr wichtig. Meine Ambitionen haben sich viel stärker in Richtung Genuss verlagert. Und mit dem TREK 1120 durch die Gegend zu fahren ist halt ein echter Genuss. Die Rahmengrösse passt bestens und die dicken Reifen machen einfach Spass. Da habe ich echt jedes Mal viel Freude daran... und deshalb ist dieses Bike aktuell für mich das "best bike ever"!

no es Käfeli

Mein heutiger Arbeitstag verlief ziemlich ernüchternd. Es war Klassewetter, angenehm warm und eigentlich ideal für eine Rikschafahrt. Doch es waren ziemlich wenig Leute in der Stadt und die Asia-Karavanen die durch die Altstatt ziehen sind für mich (leider) uninteressant. So verbrachte ich viel Zeit mit warten und konnte nur ein paar kleine Taxifahrten verbuchen.

Gegen 16:30 Uhr hatte ich genug. Ich wollte selbst noch etwas von diesem schönen Tag haben und so entschloss ich mich kurzerhand nach Hause zu gehen. Da kochte ich mir ein Abendessen und während dem Essen kam ich auf die Idee, dass ich nachher mit dem Bike noch ans Pistenende des Flughafens fahren könnte um da in der Abendsonne einen Kaffee zu trinken.

Gesagt, getan. Zwischen meinem Wohnort und dem Flughafen liegt ein Hügel mit etwa 150 Höhenmeter. Meist kurble ich diesen eher gemütlich hoch. Wenn ich aber, so wie heute, nur eine kurze Tour vorhabe, kann ich da schon mal etwas mehr Druck aufs Pedal geben um den Puls hochzujagen. Bei netten 25° Grad komme ich so auch schnell ins schwitzen und entledige mich dadurch der "Unzufriedenheits-Giftstoffe", die sich tagsüber angesammelt haben.

Dann gemütlich einen Kaffe trinken und in die Abendsonne blinzeln... Locker nach Hause radeln, duschen und mit dem Tag Frieden schliessen. Das war eine gute Idee!

im Paradiesgärtli

Bin an diesem prachtvollen Spätsommertag etwas mit dem Bike in der Gegend herumgestreunt. Der Ort, an dem dieses Foto gemacht wurde heisst tatsächlich Paradiesgärtli und liegt nahe Eglisau, etwa 100Hm über dem Rhein. Steht man vorne am Geländer, kann man auf den Rhein runterschauen.

Ich finde den Namen Paradiesgärtli einfach bezaubernd. Das Paradies ist ja schon der Garten Eden und in diesem Garten scheint es noch ein kleines, spezielles Gärtchen zu geben... Wer kommt auf so eine Idee?

bessere Fotoalben

Schon lange hatte ich im Hinterkopf, dass ich das Fotoalbum der MTB-Tour von Rom nach Genua noch fertigstellen wollte. Bisher waren darin die Bilder von Peter und mir, doch von Lukas habe ich auch noch viele Bilder erhalten, von denen ich die Besten ins Album übernehmen wollte.

Die neuen Bilder waren recht zügig integriert, doch ich hatte auch noch andere Ideen... Irgendwie sollte es etwas übersichtlicher werden. Man soll die verschiedenen Reisetage besser erkennen und nach Wunsch direkt anspringen können. Wenn jemand zum Beispiel die Strecke zwischen Siena und Lucca interessiert, musste er bisher zuerst 200 Bilder durchklicken, bis die gewünschten Bilder dann angezeigt wurden. Soviel Geduld haben nur Wenige...

Ich wusste, dass JAlbum (die Software im Einsatz) das kann, doch ich konnte es nicht. Also habe ich mal die Online-Dokumentation angeschaut und die entsprechenden Passagen gelesen. O.K. Eigentlich eine ganz einfache, hirarchische Ordnerstruktur. Dann testete ich das mal mit den ersten zwei Tagen. Also neue Unterordner erstellen und die entsprechenden Bilder dahin verschieben. Testen. Klappt soweit. Bis dann 16 Tagesordner erstellt und mit den richtigen Bildern befüllt waren, hat es natürlich noch etwas gedauert...

Dann steigen die Anforderungen... Titelinformationen zum Beispiel. Oder wie schaffe ich es, dass ich trotzdem eine durchgängige Diashow vom ersten bis zum letzten Bild sehen kann, ohne dass ich nun dauernd die Ordner wechseln muss? Wieder lesen und testen. Es ist alles nur eine Frage der Zeit...

Nun funktioniert alles soweit. Wie oben dargestellt sieht man auf der Hauptgalerie die Unterordner nach Tagen sortiert. So kann man (auf Wunsch) den entsprechenden Tag anwählen. Dieser Link öffnet nun zum Beispiel den Tag 6, von Pienza nach Siena. Auch die Diashow von A-Z funktioniert. Sehr gut. Das gefällt mir richtig gut. Ich habe sogar herausgefunden, dass ich die aktuelle Konfiguration als Vorlage für neue Fotoalben abspeichern kann. Für zukünftige Radreisen bin ich also -was ein Fotoalbum anbetrifft- gut gerüstet.

auf die Lägern

Nach dem gestrigen Regentag überlegte ich heute morgen, ob ich in die Stadt auf die Rikscha soll oder ob ich eine Bikerunde in der Umgebung machen soll. Es war kaum 20° Grad und die zügige Bise machte das Ganze ziemlich frisch. Es lagen keine Rikscha-Buchungen vor. Also: Heute eher eine Runde biken, Donnerstag bis Samstag dann Rikscha fahren und Geld verdienen.

Ich entschied mich dafür, wieder einmal auf die Lägern-Hochwacht zu fahren. Das bedeutet zwar eine längere Teer-Anfahrt, doch die schönen Trails und die gute Aussicht von der Plattform entschädigen dafür. Ausserdem sorgen die 400 Höhenmeter Anstieg bis zur Hochwacht für erhöhten Puls und einen gewissen Trainingseffekt. Das passt also gut.

Das TREK 1120 macht einfach unglaublich Spass. Mittlerweile habe ich es sehr gut auf meine körperlichen Anforderungen angepasst und es fährt sich einfach toll. Was mit "toll" gemeint ist, lässt sich nur schwer beschreiben. Es ist so unkompliziert und direkt. Irgendwie ehrlich. Ohne Federung weiss man immer ziemlich genau über den Untergrund bescheid und trotzdem bieten die dicken Reifen guten Komfort. Die 1x11-Schaltung funktioniert knackig und die Bremsen verzögern ausreichend. Es passt einfach. Und natürlich gefällt es mir seit der Umlackieraktion auch sehr gut. Das GPS sagt: 59 km., 3:28 Std., 920 Hm.

Wetterkapriolen

Gestern war es schön, morgen soll es schön sein, doch für heute sagte der Wetterbericht: "Teils sonnig, teils bewölkt und im Norden und Osten teils Schauer." Hmmm... wir wohnen im Nordosten der Schweiz...

Am Morgen regnete es öfters und ich machte Bürokram am PC. Nebenbei verfolgte ich das Wetterradar. Kurz nach dem Mittag sollte es eine längere, trockene Phase geben. Das eignet sich perfekt für eine Bikerunde.

Als ich das obige Foto auf dem Irchel machte sah ich schon neue Regenwolken, von Westen her kommend. Es war klar, dass diese Runde nicht trocken enden wird. Es dauerte auch nur etwa 15 Minuten, bis die ersten Tropfen fielen und es dann deutlich in Regen überging. Ich hatte zwar eine Regenjacke eingepackt trotzdem überlegte ich, ob ich nicht irgendwo unterstehen soll und abwarten, bis der Regen vorbeizieht. Der Himmel war jedoch ziemlich gleichförmig grau, so dass es nicht nur nach einem Zehnminutenschauer aussah. Also Regenjacke anziehen und die Regenhülle über den Rucksack montieren.

Es war nass aber nicht kalt, zudem stand eine Waldauffahrt auf einen der Hügel in der Umgebung an und so fand ich die Regenfahrt eigentlich noch ziemlich schön. Berghoch ist das kein Problem. Bergrunter schleudern die breiten Reifen dann doch ziemlich viel Wasser und Dreck durch die Gegend, so dass man ziemlich eingesaut wird. Der Schauer dauerte jedoch keine halbe Stunde und schon bald zeigte sich wieder blauer Himmel und kurz später auch die Sonne, so dass ich die Regenjacke wieder ausziehen konnte.

Ich war dann noch etwa eine Stunde unterwegs und konnte dabei ziemlich abtrocknen. Als ich vor das Haus fuhr war es wieder sonnig und angenehm warm. Dies nutzte ich um das Bike gleich mit Wasser und Schamm zu putzen. So machte es auch das nächste Mal mehr Spass um das Bike wieder zu benutzen. Schön war's, hat gut getan und Spass gemacht. Das GPS sagt: 47km., 3:17 Std., 950Hm.

etwas pampig

Am heutigen Sonntagnachmittag hatte ich Zeit für eine Bikerunde. Ich wollte mal nicht die übliche Sonntags-Flughafenrunde drehen, sondern in unmittelbarer Nähe ein paar Forststrassen ausprobieren, an denen ich üblicherweise vorbei fahre. Das Wetter war sonnig und schön, etwa 26° Grad warm.

Irgendwie fühlte ich mich etwas pampig und schlapp. An Anstiegen schaltete ich rasch auf kleine Gänge und somit wurde es eine sehr gemütliche, eher langsame Runde. Ich bin alt genug um mich nicht über solche Formschwächen zu ärgern. Da sehe ich ziemlich locker darüber hinweg und geniesse um so mehr die Natur, in der ich mich bewege. Und natürlich das schöne Bike, welches völlig geräuschlos seinen Dienst verrichtet. ;-)

kurze Runde

Habe den heutigen Nationalfeiertag für eine kurze Bikerunde um den Flughafen genutzt. Nichts sportliches, sondern einfach eine gemütliche und genussreiche Ausfahrt. Velo-Spazieren.

Nun habe ich wirklich super Freude am farbigen Bike. Es macht einfach Spass, damit zu fahren. Und wenn das Wetter noch so angenehm und prächtig ist wie heute, dann komme ich mit einem zufriedenen Lächeln nach Hause.

It's magic

Seit die neu lackierten Teile da sind machte ich schon ziemlich viele Fotos und wenn ich sie mir danach am PC anschaue, so denke ich meistens: "es sieht irgendwie nicht so aus, wie ich es gesehen habe".

Das ist der magische Trick! Die Magie entsteht in meinem Auge und nicht in der Linse der Kamera. Das, was ich sehe und die Kombination des Sehens mit den dadurch ausgelösten Gedanken/Gefühlen erzeugt einen Gesamteindruck, der nicht durch ein Foto wiedergegeben werden kann.

Natürlich gibt es auch erklärbare Gründe wie zum Beispiel: Beide Farben enthalten Metallic-Splitter, die je nach Lichtverhältnis und Blickwinkel ganz unterschiedlich reflektieren. Im Violett sind die Metallic-Splitter so fein, dass man sie nur im direkten Sonnenlicht sehen kann (auch beim Detailbild oben muss man ganz genau hinsehen). Dann leuchtet die Farbe förmlich. Sobald es etwas bewölkt ist, erscheint der Rahmen dunkler und einfach violett. Im Blau der Gabel gibt es erstens mehr und zweitens viel grössere Metallic-Teile und deshalb sieht man da den Effekt viel besser und auch im Schatten noch sehr gut. Diese Metallic-Zusätze verleihen der Farbe Tiefe und Lebendigkeit. Dies kann die Digitalkamera nicht wiedergeben. Das ist zu komplex und wird zu einem Mittelwert zusammengerechnet. Nur das menschliche Auge kann solche Farben "erleben".

Das alles finde ich ganz speziell und spannend. Es zeigt mir, dass nichts direktes Sehen und Erleben ersetzen kann. Da nützen 1'000 Zeilen Text oder dutzende von Fotos nichts. Man muss es selbst sehen! Das ist wie das einfache Beispiel eines Apfels. Ich kann die Form, Farbe, Konsitenz, den Geruch und den Geschmack noch so detailgetreu beschreiben. Das ist alles Nichts im Vergleich zum einfachen reinbeissen in den Apfel. Nur das direkte Erleben ist Realität. Alles andere ist höchstens eine gute Beschreibung.

Genau so ist das Leben! Immer Jetzt, unmittelbar. Nie fotografiert oder beschrieben. Und gerade deshalb habe ich manchmal Mühe um Blogeinträge zu schreiben. Das direkte Erleben ist extrem vielschichtig und facettenreich, es kann immer nur bruchstückhaft wiedergegeben werden. Nur schon Gedanken und Sprache sind künstlich, beschreibend, und deshalb höchstens halb-wahr. Und das, was der Leser dann daraus macht, ist nochmals ein weiteres Stück von der Realität entfernt. Ich weiss das mittlerweile und es ist auch nicht schlimm, es ist einfach so.

gleich übertreiben

Nachdem ich gestern keine Zeit hatte um mit dem wiederaufgebauten TREK 1120 eine Bikerunde zu drehen, wollte ich das heute nachholen. Ich hatte keine Buchungen für Rikschafahrten, ganz im Gegensatz zu Samstag. Am Sonntag soll es dann regnen und nur noch 20° Grad warm sein. Sozusagen der perfekte Tag für eine ausgedehnte Testrunde.

Es wurde wieder ein Hitzetag mit deutlich über 30° Grad und deshalb wollte ich die Sache a) ruhig angehen und b) viel im schattigen Wald fahren. Zudem füllte ich die Trinkblase bis obenhin voll.

Die ersten zwei Stunden vergingen wie im Flug und es kann schon sein, dass ich die Hitze etwas unterschätzte und auch nicht genügend getrunken habe. Auf alle Fälle verliess mich an einem Anstieg fast schlagartig die Kraft und ich suchte den nächstgelegenen Brunnen im Schatten auf. Da hielt ich den Kopf zur Kühlung unter das laufende Wasser und trank sicher einen Liter, bis ich mich wieder besser fühlte. Proviant hatte ich keinen dabei und deshalb plante ich einen Essenshalt in der Tössegg. Das hat dann auch wirklich gut getan.

Als ich weiterfuhr war es kurz vor 14:00 Uhr. Die Sonne brannte gnadenlos von einem wolkenlosen Himmel und es war richtig heiss. Kaum trank ich einen Schuck aus der Trinkblase, hatte ich schon wieder einen trockenen Mund. Ich plante einen nächsten Halt bei einer Tankstelle für ein kaltes Süssgetränk und einen Schokoriegel.

Langsam kriegte ich rechts Knieschmerzen. Komisch, sowas hatte ich noch nie. Also ignorieren und weiterfahren. Doch es wurde nicht besser, sondern der Schmerz machte sich immer deutlicher bemerkbar. Als ich bei einer nächsten Pause im Schatten sass fiel mir auf, dass mein rechtes Knie leicht angeschwollen war. Nicht gut. Ich war noch etwa 15 Kilometer und einen Hügelzug von zuhause entfernt. Etwas zum Abendessen wollte ich auf dem Heimweg auch noch einkaufen. Als ich dann den Supermarkt betratt, humpelte ich deutlich. Ein stechender Schmerz machte sich bei jeder Beugung des Knies bemerkbar. Mist.

Zu allem Übel wurde mir auch noch übel ;-) vermutlich überhitzt, Anzeichen eines Sonnenstichs. Als ich dann zuhause ankam, machte ich mir reichlich zu trinken und musste mich erstmal hinsetzen. Ja, das war alles irgendwie zuviel. Es machte halt einfach super Spass und Zeit hatte ich auch, wieso sollte man denn beim ersten Zieperlein gleich heimfahren? Obwohl, gescheiter wäre es vermutlich gewesen... Nun sitze ich zuhause und habe das Knie mit Perskindol Coolgel eingeschmiert. Morgen stehen Rikschatermine an, da muss ich zumindest wieder halbwegs fit sein. Das GPS sagt: 62 km., 4:24 Std., 1'310 Hm.