blau machen

Dieser Eintrag hat eine Vorgeschichte. Es ist ja nicht normal, dass ich an einem sonnigen und warmen Tag nicht mit der Rikscha in der Stadt unterwegs bin, sondern eine Biketour fahre.

Die Vorgeschichte geht in etwa so. Wie schon öfters erwähnt, fällt es mir sehr schwer, spontan Gäste für eine Rikschafahrt zu finden. Sei es für eine Stadtrundfahrt oder für eine kurze Taxifahrt. Ich schleiche oft stundenlang durch die Stadt, warte an belebten Plätzen und signalisiere so meine Verfügbarkeit. Wenn dabei über ein paar Stunden niemand zusteigt wird das Ganze erstens langweilig und zweitens nervt es. Es stellt sich dann rasch die Sinnfrage und oftmals antwortet dann die innere Stimme mit: sinnlos!

In den letzten Jahren ist mir das nicht so stark aufgefallen, denn ich hatte einen Stammgast, mit dem ich drei- bis viermal pro Woche für mehrere Stunden unterwegs war. Es ging dabei weniger um das Rikschafahren an sich, ich war eher eine Art Gesprächspartner und Unterhalter. Oftmals spielten wir auch zusammen Schach und auch dafür wurde ich bezahlt. Dieser Stammgast ist weggefallen. Weshalb, ist eigentlich egal. Wir hatten keinen Streit. Ich würde einfach mal sagen, dass er sein Leben grundlegend geändert hat und somit auch alte Gewohnheiten ablegte. Wie auch immer: Er füllte eine beträchtliche Zeit meines Arbeitstags aus und einfach verdientes Geld war es auch.

Nun stelle ich also fest wie hart es ist, wenn keine Buchungen anstehen und man auf Spontankunden angewiesen ist. Es ist frustrierend. Es scheint dafür keinen Markt zu geben... Deshalb kam es dieses Jahr schon öfter vor, dass ich nach vier oder fünf Stunden ohne wirklichen Erfolg die Segel streiche. Ich habe dann jeweils das Gefühl, dass jede andere Tätigkeit sinnvoller ist und ich eigentlich nur den Tag totschlage.

Solange ich eine feste Buchung pro Tag habe, ist es o.k. Dann ist ein Minimaleinkommen garantiert und somit lassen sich Stunden ohne Erfolg besser verkraften. Wenn aber keine Buchung vorliegt, ich über fünf Stunden in der Stadt rumlungere und nur ein paar Franken verdiene, dann schlägt mir das mittlerweile echt aufs Gemüt.

Gestern und Vorgestern hatte ich je eine Buchung und investierte davor oder danach mehrere Stunden für Spontanfahrten. Mit sehr bescheidenem Erfolg. Heute hatte ich nun keine einzige Buchung, doch morgen bin ich ausgebucht und kann somit gutes Geld verdienen. Diese Situation war nun der Auslöser dafür, dass ich heute blau machte und mir eine schöne Bikerunde gönnte.

Ich habe mir eine lange und anstrengende Tour zurechtgelegt. Mein freier Tag soll zumindest meiner Fitness zugute kommen. Es war ein herrlich warmer Tag und ich genoss jeden Kilometer. Das GPS sagt: 69 km, 4:40 Std., 1'480 Hm

Bike Day

Wie schon die letzten Jahre ist am Tag des "Urban City Ride" perfektes Frühlingswetter. Ich entschloss mich deshalb mit dem Bike in die Stadt zu fahren und dann auf die Rikscha zu steigen. Mein Auftrag war, dass ich einen Fotografen und einen Filmer (die beiden Herren unten rechts) durch die Stadt fahre, so dass sie immer wieder gute Fotopositionen einnehmen konnten um den Anlass zu dokumentieren.

Diese zwei Stunden sind für mich ziemlich anstrengend, weil die Fotografen die Radfahrer ja von vorne aufnehmen wollen. Das heisst: Ich muss jeweils mit den Passagieren an die Spitze des Umzugs fahren, die springen raus und machen Aufnahmen, dann springen sie wieder in die Rikscha und ich muss uns wieder durch die Massen von Radfahrern pflügen um wieder an die Spitze des Feldes zu kommen. Zwischendurch schwimmen wir auch mit dem Umzug mit, damit die Fotografen Nahaufnahmen von speziellen Leuten oder Fahrrädern machen können. Ich bin also echt gefordert.

Mittags um zwei Uhr stellte ich die Rikscha wieder in die Garage und machte mich mit dem TREK 1120 auf den Heimweg. Eigentlich wollte ich noch eine etwas ausgedehntere Tour machen doch ich stellte schon bald fest, dass meine Batterien ziemlich leer waren. Ich zog also eine eher gemütliche Rückwegvariante vor und genoss noch etwas den schönen Sonntagnachmittag. Als ich zuhause ankam, war ich doch ziemlich müde. Das GPS sagt: 63 km., 4:06 Std., 650 Hm

Rikscha 2019

Der Start in die neue Saison war schwierig. Am Montag fiel noch Schnee. Am Dienstag war das Wetter dann besser und ich war auch mit der Rikscha in der Stadt. Nur, Dienstag im Frühling = wenig Menschen im Stadtzentrum, also wenig Chancen auf Kunden. Abends traf ich dann zwei junge Journalisten, die für ein Online-Magazin verschiedene Berichte über Stadtrundgänge und -führungen schreiben. Sie wollten eine "little nightlife tour" machen. Natürlich kostenlos. Meine Bezahlung soll die dadurch entstehende Online-Werbung sein.

Mittwoch und Donnerstag dann wieder Weltuntergangswetter und Büro. Am Freitag buchte mich eine über 80jährige Frau für eine Stadtrundfahrt mit Ihrer Schwester. Ich fuhr im strömenden Regen mit dem Motorrad in die Stadt, zog Velo-Regenkleider an, rollte die Regenverdecke runter und machte mich auf den Weg zum Treffpunkt. Da wartete ich einen Moment auf die zwei betagten Frauen. Die wollten nun plötzlich nicht mehr fahren. Nein, zu viel Regen, gerade eine Erkältung auskuriert, blah, blah. Ich soll Ihnen nicht böse sein, doch Sie kämen dann lieber ein anderes Mal, bei schönerem Wetter. Bevor ich etwas wie "gebucht heisst auch bezahlen" sagen konnte, waren sie um die Ecke verschwunden. Ich wurde wortwörtlich im Regen stehen gelassen. Enkeltrickbetrug mal anders herum... Natürlich war ich angesäuert, doch es hilft ja nichts. Also wieder mit dem Motorrad durch den Regen nach Hause. Ausser Spesen nichts gewesen.

Heute Samstag war dann alles anders. Um 11 Uhr eine stündige Stadtrundfahrt, dann um 13 Uhr eine Hochzeitsfahrt und um 19:30 Uhr nocheinmal eine stündige Rundfahrt. Dazwischen vier oder fünf Taxifahrten. Und das alles bei herrlichem Frühlingswetter, bei etwa 17° Grad. Dazu eine fantastische Sicht in die Berge und Menschen ohne Ende. Ja, so muss es sein! So macht die Arbeit als Rikschafahrer Spass.

Natürlich ging es auch heute nicht ohne psychologischen Dämpfer. Nach der Hochzeitsfahrt war ich mit Arjun Kaffee trinken und wir besprachen dabei seine Zukunft hier in Zürich und als Geschäftspartner von Bike Butler GmbH. Letztes Jahr war seine Beteiligung ja schon unterirdisch und deshalb wollte ich von ihm zu Anfang dieser Saison ein klares Satement, wie er seine Zukunft sieht. Und dieses Statement hat er mir heute abgegeben. Seine Zukunft sieht er nicht mehr in der Schweiz sondern in Neuseeland. Er will möglichst schon im April dahin und deshalb so rasch wie möglich das Kapitel Bike Butler abschliessen. O.K..... das ist eine klare Ansage...

Natürlich bin ich ob dieser Entwicklung enttäuscht. Auch wenn es absehbar war. Ein paar Träume sind geplatzt und das stimmt mich traurig. Ich muss das jetzt erst mal ein paar Tage sich setzen lassen und mir dann überlegen, wie ich weitermachen will. Soll ich die GmbH gleich auflösen und als Einzelfirma weitermachen oder soll ich die GmbH bestehen lassen und nach Möglichkeit einen neuen Geschäftspartner suchen? Oder soll ich gleich alles hinschmeissen, diese Saison noch beenden und mir für die Zukunft einen ordentlichen Job suchen? Da wird nun sehr vieles in Frage gestellt.

Regentag

Heute regnete es den ganzen Tag und deshalb bin ich zuhause geblieben. Es war eh an der Zeit, dass ich die BikeButler-Homepage mal wieder etwas auf Vordermann bringe. Ich habe das in den letzten Monaten immer vor mir hergeschoben und mittlerweile hatte ich einfach keine Ausrede mehr.

Für die Events und Werbefahrten des letzten Jahres musste ich die jeweiligen Bilder zusammensuchen und entsprechend formatieren. Dabei bin ich dann üder das obige Foto gestolpert. Es zeigt den Kniebereich meiner Bontrager-Winterhose. Dieses Foto ist schon über ein Jahr alt und ich habe es schon damals mit dem Hintergedanken gemacht, dass die beiden b's eben für beats blog stehen könnten. Damit es nicht wieder für Jahre in der Versenkung verschwindet, habe ich die damalige Idee nun kurz umgesetzt. Eine kleine Spielerei... ;-)

Mini Schwiiz

Im letzten November nahm ich an Aufzeichnungen für die Sendung "Mini Schwiiz - Dini Schwiiz" teil. Es geht dabei darum, dass jeweils fünf Kandidaten ihre Stadt, ihr Dorf oder ihren Stadtteil den anderen Teilnehmern vorstellen und diese dann den Tag bewerten. Diese Woche war das Thema Zürich und dabei präsentierte ich die Altstadt, den Kreis 1. Am Montag war Höngg zu sehen, am Dienstag das Industriequartier, heute eben die Altstadt, morgen Donnerstag dann Wiedikon und am Freitag, zum Abschluss, dann Affoltern.

Die Sendung wird im Vorabendprogramm, jeweils zwischen 18:15 und 18:40 Uhr ausgestrahlt. Die Aufnahmearbeiten dauerten jeweils einen ganzen Tag und das Endprodukt ist dann 25 Minuten Fernsehzeit. Ganz schön aufwändig. Diese Woche werden nun die Folgen über Zürich ausgestrahlt.

Ich habe an dieser Sendung nur teilgenommen um mein kleines Rikschabusiness in die Medien zu bringen. Deshalb war es für mich ganz wichtig, dass die BikeButler-Rikschas zu sehen sind. Aus früheren Fernseh-Präsentationen wusste ich, dass so etwas das Geschäft ankurbelt. Dass Menschen, die nichts von dieser Rikschageschichte wissen, darauf aufmerksam werden und unter Umständen so zu Kunden werden. Mal sehen. Ich hoffe natürlich, dass dies auch diesmal der Fall sein wird.

Über diesen Link kann man sich die heutige Folge ansehen.

Anstatt

Bei dem schönen Wetter heute, hätte ich mich auch mit der Rikscha in der Stadt rumtreiben können und versuchen etwas Geld zu verdienen. Aber irgendwie ist bei mir die Luft bezüglich Rikscha fahren im Moment ziemlich draussen. Die Saison war lang und ohne eine Buchung kann ich mich derzeit nur schwer motivieren. Irgendwie habe ich es für dieses Jahr gesehen...

Also nutzte ich das Wetter für eine längere Mountainbikerunde mit dem neuen Velo.

Die gewählte Strecke bin ich früher oft mit Freunden gefahren. Von zuhause nach Pfungen, von da hoch zum Irchelturm, weiter zur Hochwacht, runter zur Tössegg, hoch zum Rhinsberg und dem Hügelkamm entlang bis nach Eschenmosen. Weil ich genug Zeit hatte, fuhr ich runter ans Pistenende bei Oberglatt und genehmigte mir da noch einen Kaffee, bevor ich dann wieder nach Hause fuhr. Das GPS sagt: 49km, 3:21 Std., 1'100 Hm.

Es war einfach nur schön. Das Velo funktioniert nun einwandfrei. Ich wüsste echt nicht, was man noch verbessern könnte. Die Sonne schien, die Luft war kalt und gut zu atmen. Ich war meist völlig alleine, höchstens ein paar Hündeler. Wirklich perfekt!

SamSonntag

Heute wurde ich mit der Rikscha schon sehr zeitig für eine Hochzeitsfahrt gebucht. Wie meist war ich dann etwa 15 Minuten zu früh beim Treffpunkt und deshalb wollte ich um die Ecke noch eine Zigarette rauchen. Ich setzte mich dazu hinten in die Rikscha und drehte mir eine Zigi. Ich hatte das Feuerzeug in der Hand und wollte schon anzünden als ich plötzlich dachte "wieso steht die Rikscha so schief?". Ich stieg aus und sah, dass ich hinten rechts einen Plattfuss eingefangen hatte. Also nix mit rauchen, sondern in Windeseile Werkzeug, Pumpe und Ersatzschlauch hervorkramen, die Rikscha auf den Rücken stellen und den Schlauch wechseln. Zum Glück habe ich die Scherbe im Reifen sehr schnell gefunden und so war ich dann trotz diesem Schreckmoment pünktlich vor dem Standesamt. Die Rikschafahrt war dann ganz nett, weil die halbe Hochzeitsgesellschaft ebefalls mit Fahrrädern unterwegs war und wir so in einem kleinen Konvoi quer durch die Stadt radelten.

Kurz nach 10:00 Uhr war der Job erledigt und erste Sonnenstrahlen zeigten sich am Himmel. Was also jetzt tun? Ich hatte keine weitere Buchung mehr im Kalender, doch das Wetter versprach noch ein paar Taxifahrten zu offerieren. Oder doch lieber rasch zusammenpacken und dann zuhause noch eine Bikerunde drehen? Der Entscheid fiel rasch... ;-)

Als ich daheim ankam war Karin gleich aufgestanden und so genehmigte ich mir mit ihr zusammen ein zweites Frühstück. Dann nahm ich das neue Bike aus dem Schuppen und demontierte die orangen Gepäckträger. So wie ich das Bike momentan nutze, braucht es die schlicht nicht. Wenn dann wirklich eine Bikreise ansteht, sind sie schnell wieder montiert. So ist das Bike nicht nur gleich ein Kilo leichter, es ist auch nicht mehr ganz so auffällig.

Ich stürzte mich also wieder in Radklamotten und fuhr los. Gemütlich genoss ich das immer besser werdende Wetter. Mit etwa 8 Grad war es auch deutlich angenehmer als die letzten paar Tage. Ein richtiger Sonn-Tag.

Ohne klaren Plan rad-wanderte ich ein paar Hügel in der Umgebung ab. Nach den Hochnebeltagen tat mir die Sonne richtig gut und meine Stimmung war aufgeräumt, zufrieden und dankbar. Nach den vielen Strassenkilometern der letzten Jahre sind diese Forststrassen und Singletrails wie ein Nachhause kommen. Die einstige Liebe zu Mountainbiketouren flammt wieder auf. Es ist nicht ein hitziges auflodern, sondern eher ein warmes, bekanntes und gereiftes Gefühl. Ein Wiedersehen mit heimischer Natur, mit Hügeln, Feldern, Wälder, Wiesen. Alles ganz direkt und klar. Insgesamt machte ich dreimal Pause. Blinzelte in die Sonne und genoss die stille und friedliche Atmosphäre. Nicht mal das eher hektische Treiben am Pistenende beim Flughafen hat mich irritiert. Es fühlte sich einfach alles rund und stimmig an. 

anstehende Veränderungen

Mein Geschäftspartner kämpft seit ein paar Jahren mit persönlichen Problemen und sein Engagement hat sich dieses Jahr Nahe Null bewegt. Es war ein schleichender Prozess, den ich irgendwie nicht beeinflussen oder aufhalten konnte. Angebotene Hilfe hat er ausgeschlagen und irgendwann dachte ich: "gib ihm einfach Zeit. Das kommt dann schon wieder." Doch dem ist nicht so (leider). Schon im Frühsommer sagte ich ihm, dass ich bis September/Oktober ein klares Statement von ihm erwarte, wie er sich die Zukunft vorstellt. Einerseits warte ich noch darauf, andererseits glaube ich gar nicht mehr daran, dass er überhaupt eine Entscheidung trifft.

Bis Ende September sieht die Situation so aus, dass ich über 80% des Firmenumsatzes generierte und er die restlichen knapp 20% Prozent. Das heisst dann auch, dass ich 80% Prozent der Firmenkosten trage. Auf Dauer bin ich nicht gewillt, das so weiterzuführen. Entweder er ist Partner und engagiert sich dementsprechend oder ich ziehe das Ding alleine durch. Alleine hätte ich Möglichkeiten um Kosten einzusparen und so bliebe mir effektiv mehr Geld als heute. Und dieses "mehr" kann durchaus der Unterschied von "sehr wenig" zu "genügend" sein.

Natürlich bin ich enttäuscht. Er war es, der mich dazu motivierte um die Einzelfirma in eine GmbH umzuwandeln, damit er sich daran beteiligen kann. Ich wusste, dass dies einen höheren administrativen Aufwand und letztendlich mehr Kosten zu Folge hat, doch ich glaubte auch, dass wir zu zweit mehr erreichen können, als alleine. Tja, so kann man sich täuschen. Ausser Spesen nichts gewesen.

Wenn nun die ruhigere Rikscha-Zeit anbricht, kann ich mir vertieft Gedanken darüber machen, wie es weitergehen soll. Will ich nach sieben (mageren) Jahren als Rikschafahrer überhaupt weitermachen? Wenn ja, wie genau? Wenn nein, welche beruflichen Optionen habe ich denn überhaupt noch? Es öffnet sich also wieder einmal ein weites Feld...

Auch wenn ich mir diese Situation nicht gewünscht habe, so mag ich dieses "weite Feld" von Möglichkeiten. Es wird Zeit, wieder mal etwas kreativer über die Zukunft nachzudenken als "weiter wie bisher"... Das finde ich spannend.

Coop-Event

Vor zwei Monaten kriegte ich einen interessanten Auftrag von Coop. An einem Tag sollen in Basel, in Zug und in Zürich je zwei Rikschas unterwegs sein und Fahrgäste zu den "Coop to go" Filialen zu fahren.

Zürich und Zug konnten wir mit unseren eigenen Rikschas abdecken. In Basel arbeiteten wir mit einem anderen Rikschaunternehmen zusammen. Für mich gab das ziemlich viel Arbeit. Ich kümmerte mich um die Bedruckung und Dekoration der Rikschas für Zug und Zürich, organisierte die Fahrer und versuchte alles irgendwie unter Kontrolle zu haben. Am Event-Tag fuhr ich mit einem Miettransporter schon vor 06:00 Uhr nach Zürich um die zwei Rikschas für Zug einzuladen. dann holte ich den zweiten Fahrer ab und wir machten uns auf den Weg nach Zug. Dort standen 9 Stunden Präsenz auf dem Programm. Wir fuhren Rikscha und verteilten Flyer an die Bevölkerung. Abends dann alles wieder zurück und bis ich dann zuhause war, war es kurz nach 21 Uhr... Anstrengend... doch immerhin gut bezahlt.

Fitnesstest

Vor dem heutigen Tag hatte ich ziemlich Respekt. Zuerst war ich für eine 90 Minuten Tour in Zürich gebucht und danach für eine Hochzeitsfahrt in Winterthur.

Über den Winter habe ich ein paar Kilos zugelegt und bin diese bisher nicht mehr losgeworden. Zudem merke ich, dass ich nicht jünger werde und auch mehr Regeneration brauche als früher. Ich wusste ja aus früheren Jahren, dass eine Fahrt nach Winterthur und zurück mit der 95kg schweren Rikscha ziemlich viele Körner braucht. Davor noch eine Rundfahrt... ja, das ist heftig.

Und so bin ich nun auch ziemlich fertig. 5:45 Std. Fahrzeit und 72 Kilometer.

Es überwiegt das Positive. Ich kann's noch immer und dank der gesparten Transporter-Miete stimmt auch das Einkommen. Bleibe wohl morgen etwas länger liegen...