neue Webseite

Seit etwa einem Monat beschäftige ich mich mit dem Aufbau einer neuen Webseite für Bike Butler. Natürlich soll alles schöner, moderner und mehr interaktiv werden - wie immer, wenn man ein solches Projekt startet ;-)


Das Hauptaugenmerk liegt jedoch auf "responsive Design" oder "Mobile first". Das heisst in Deutsch: Das Erscheinungsbild der Webseite soll nach Möglichkeit immer gleich sein, egal ob mit PC, Tablet oder Smartphone darauf zugegriffen wird. Die Darstellung soll sich also automatisch an die verschiedenen Grössen (Auflösung) der Displays anpassen. Weil immer mehr Menschen mit Handys im Internet surfen liegt der Fokus also auf der Darstellung für kleine Displays.

Zusätzlich möchte ich eine Newsletter-Funktion integrieren und ab nächstem Jahr dann jeden Monat ein E-Mail an Kunden und Interessierte versenden, in dem auf Neuigkeiten hingewiesen wird. Das soll dann wiederum mehr Besucher auf die Webseite bringen.

Es gibt also viel zu tun und deshalb verbrachte ich in den letzten Wochen viel Zeit vor dem PC. Den aktuellen Stand meiner Arbeiten kann man sehen, wenn man auf das obige Bild klickt. Der Aufbau der neuen Seite passiert also parallel zur bestehenden Webseite. Wenn dann mal alles fertig ist, wird die alte Seite durch die Neue ersetzt. Klarerweise ist derzeit noch nicht alles fertig (und bis jetzt alles nur in deutsch). Trotzdem würde ich mich über Kommentare dazu freuen.

Rikscha-Rahmenbruch

Heute ist an Arjun's Rikscha der untere Hauptträger der Rikscha gebrochen, was einen ziemlichen Totalschaden darstellt. Natürlich werden wir eine Reparatur versuchen, doch so einfach wird das nicht. Zuerst müssen wir mal jemanden finden, der Aluminium schweissen kann. Dann muss die Stelle zusätzlich verstärkt werden, denn sonst wird der nächste Riss/Bruch -direkt neben der Schweissnaht- nicht lange auf sich warten lassen. Es wird also etwas Zeit und Aufwand brauchen, bis diese Rikscha wieder einsatzfähig sein wird.

Zum Glück neigt sich die Saison dem Ende entgegen und es sind keine Buchungen mit 4 Rikschas mehr anstehend. Arjun wird also die 3. Rikscha fahren, bis eine Lösung gefunden und umgestzt ist. Es zeigt sich, dass es durchaus wichtig ist, Ersatz zu haben.

Test mit Google Maps

Ich beschäftige mich derzeit mit Überlegungen zu der neuen Bike Butler Homepage. Eine wichtiger Teil dabei ist, dass unsere Standard-Touren vernünftig darstellt und beschrieben werden. Heute ist mir die Idee gekommen, dies mit Google Maps auszuprobieren. Dafür suchte ich mir zuerst eine kleine Anleitung und danach zeichnete ich mal eine kleine 30 Minuten-Tour auf. Nachfolgend nun das Ergebnis.

-> Bild entfernt, weil später auf Google Maps gelöscht <-

Der erste Wurf gefällt mir schon mal recht gut. Die Zoom-Möglichkeiten sind Spitze und dass man Zusatzinformationen durch Klicks auf verschiedene Kartensymbole abrufen kann, erachte ich als einen echten Mehrwert.

In einem zweiten Schritt versuchte ich, mehrere Touren in einer Karte darzustellen (z.B. alle 30 Min. Touren). Hier das Ergebnis:

Hmmm... Überlappende Linien werden zum Problem. Immerhin, wenn man auf eine Linie/Tour klickt, sieht man sie vollständig und erhält die Zusatzinformationen. Noch überzeugt mich das noch nicht wirklich. Da muss ich noch etwas rumtüfteln.

ich werde alt...

Gestern war wiedereinmal Streetparade in Zürich. Um die 900'000 Menschen strömten ans Zürcher Seebecken um "Love never ends" zu zelebrieren. Das ist naturgemäss eine der umsatzstärksten Nächte als Rikschafahrer und deshalb ein absolutes MUSS.

Kurz vor zwei Uhr nachmittags machte ich mich auf ins Getümmel. Zu Beginn ist die Bahnhofsregion ein guter Fang-Standort um Leute möglichst nahe ans Seebecken zu bringen, wo die eigentliche Parade zwischen etwa drei und sechs Uhr stattfindet. Dieses Jahr war es mit etwa 20° Grad relativ kühl. Schnell stellte ich fest, dass die Sicherheitsmassnahmen der Polizei nochmals deutlich erhöht wurden und es schwierig war überhaupt in die Nähe des Sees vorzustossen. Nach den Terroranschlägen der letzten Jahren in Europa habe ich dafür auch durchaus Verständnis.

Schnell wird einem klar, wie viel Streetparade mit hemmungslosem Alkohol- und Drogenkonsum zu tun hat. Leere Alkflaschen werden auf die Strasse geschmissen und so werden viele Scherben zum Spasskiller für Rikschafahrer (und Fussgänger). Kurz vor sechs Uhr hatte ich dann erstamals einen platten Vorderreifen. Nach etwa 15 Minuten Reparatur ging es dann weiter. Kaum eine Stunde später dann ein platter Hinterreifen. Langsam beginnt es mich zu ärgern...

Die angetrunkenen Leute nehmen stetig zu. Die Müllberge wachsen. Dauernd heulen Sirenen von Polizei und Krankenwagen. Leute kotzen an den Strassenrand oder pinkeln an parkierte Autos. In was für einer Welt leben wir? Anstand und Hemmungen gehen verloren. Jeder will einfach PARTY, ohne Rücksicht auf Verluste. So sieht also "Love never ends" aus...

Natürlich ist das Ganze eine Altersfrage. Es gibt noch einige alte Raver, doch vermutlich ist 80% des Publikums unter 30 Jahren. Für Viele bedeutet Streetparade nichts anderes als Party machen und wieder einmal richtig die Sau rauslassen. Ich bin nun schon deutlich über 50 und habe auch wenig (oder keine) Beziehung zum jungen Partyvolk. Vieles ist mir zu laut, zu hektisch, zu abgedreht. Schlicht eine schwierige Beziehung...

Ich nahm mir vor, mindestens bis um Mitternacht durchzuhalten. Wenn ich gut drauf bin, bis 02:00 Uhr und sollte es spitzenmässig laufen, so gerne auch noch länger. So der Plan... Um 21:00 Uhr hatte ich dann Hunger und erste Motivationsprobleme. Ich machte eine halbe Stunde Essenspause, dann ging es weiter. Die betrunkenen Fahrgäste nahmen zu. Je länger je mehr ging mir die ganze Sache auf die Nerven. Ich schaute vermehrt auf die Uhr.

Kurz vor Mitternacht stiegen dann Gäste zu, die ganz in die Nähe unserer Garage wollten. Das war dann wie ein Zeichen. Schon während der Fahrt war mir klar, dass ich danach die Segel streiche. Ich hatte genug. Das Ganze ist einfach nicht meine Welt. Modern ausgedrückt: " Ich bin zu alt für diesen Scheiss!" Auch wenn die anderen Rikschafahrer vermutlich noch lange unterwegs waren und einiges mehr verdienten als ich, darum geht es gar nicht. Das ist nicht die Art von Rikschageschäft wie ich es mir vorstelle. Das entspricht mir einfach nicht und nur für diesen Tag (oder für diese paar Franken mehr) will ich mich auch nicht verstellen. Jeder hat so seine Stärken und Schwächen. Das Nachtgeschäft ist nicht mein Ding und das kann ich auch so akzeptieren.

guter Monat

Der diesjährige Mai war für mich als Rikschafahrer ein ausgesprochen erfolgreicher Monat. Dies verdanke ich in erster Linie dem sehr guten Wetter. Die zweite Monatshälfte war sehr sonnig und warm, was natürlich Buchungen nach sich zog. Das ist wichtig, denn tagsüber läuft das Geschäft mit Taxifahrten kaum. Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich ja diesen Beitrag dazu geschrieben und daran hat sich auch nichts geändert.

Dies ist nun meine sechste Rikschasaison und somit weiss ich langsam wie es läuft. Insgesamt komme ich zu folgender Aussage: "Rikscha fahren ist kein gutes Geschäft, doch ein guter Lebensstil." Man muss in der Lage sein, all die Freiheiten die man geniesst als wertvoll zu betrachten und zu schätzen. Anders geht es nicht...

Rikschasaison 2017 - bisher


Dieses Jahr war das erste Jahr seit 2012, dass ich Januar und Februar keinen einzigen Rikschakilometer zurücklegte. Hauptsächlich wegen meiner Winterradreise war das Rikschageschäft offiziell geschlossen. Das war auch aus der Erfahrung geboren, dass Januar und Februar traditionell die kältesten zwei Monate des Jahres sind und es dadurch so oder so nur zu ganz vereinzelten Buchungen kommt. Wirklich Geld verdienen lässt sich in dieser Zeit kaum und auch rückblickend bereue ich den Entscheid nicht. Im Gegenteil. Es hat mir gut getan, mal längere Zeit an etwas ganz anderes zu denken. So bin ich dann recht gut motiviert am 1. März 2017 in die neue Saison gestartet.

Wie immer ist es zu Beginn recht harzig. In allen Belangen. Es ist noch ziemlich kalt und es besteht wenig Interesse. Dieses Jahr hatte wir aber wirklich Glück. Zum einen hatten wir gleich zwei Events (1x für die VBZ und 1x für McDonalds) und auch das Wetter war uns ausgesprochen freundlich gesinnt. Das führte rein geschäftlich zum besten März aller Zeiten.

Auch der April startete gut und mit angenehmen Temperaturen, bis dann am Ostermontag das Wetter kippte und eine Kaltfront Zürich erreichte. Da gab es plötzlich wieder Stadtrundfahrten im Schneegestöber und zwischendurch auch Tage, an denen ich ganz zuhause blieb. Nicht schlimm. Man hat ja auch ein Auge auf die Natur und das tolle Wetter verhalf dem Frühling zu einem explolsiven Start und innert weniger Wochen trieben die vorher kahlen Bäume saftig grüne Blätter und viele Sträucher blühten. Das war sehr schön anzusehen. Alles in allem ist dieser Frühling aber viel zu trocken. Seit etwa einem Monat hat es so gut wie nie geregnet oder wenn es dann mal regnete oder schneite, dann nur für kurze Zeit.

Ab Mitte nächster Woche soll nun der grosse Frühlingsregen kommen. Endlich aus Sicht der Natur. Nicht wirklich nötig, aus Sicht des Rikschafahrers. Aber ich kann gut damit umgehen. Die Natur ist wichtiger und die Zahlen für den April stimmen soweit auch, dass mich ein paar Regentage nicht aus der Fassung bringen. Denn soviel ist klar: Dieses Saison startete viel besser als letztes Jahr und das verdanken wir nicht zuletzt dem doch mehrheitlich guten Wetter. Da darf es dann ruhig mal ein paar Tage regen.

Heute war ich am Kinderumzug des Sechseläutens und auf dem Bild sieht man den Böögg, der morgen auf dem Scheiterhaufen verbrannt wird. Für Morgen ist der Wetterbericht sehr gut. Sonnig und bis 17° Grad. Das freut mich natürlich, denn das ist nun mal wirklich gut fürs Geschäft. Und wenn dann am Dienstag oder Mittwoch der Regen kommt, dann ist auch wieder für körperliche Erholung gesorgt. Ja, dieses Jahr beginnt doch richtig gut. Schön so. Danke!

5 Jahre Bike Butler

Aktuell feiere ich gerade das 5 jährige Jubiläum als Bike Butler (ganz im Stillen). Ich blätterte in diesem Blog auf März 2012 zurück und las mir die damaligen Beiträge nocheinmal durch. Ich muss zugeben, es hat sich -so rein äusserlich- nicht viel verändert in der Zwischenzeit. Noch immer ist es schwer an Kunden zu kommen und noch immer habe ich viel leere Zeit tagsüber.

Geändert hat sich, dass ich 5 Jahre älter wurde und natürlich nun über 5 Jahre Erfahrung verfüge. In diesem Geschäft wird immer sehr viel vom Wetter und vom Zufall abhängig sein. Das muss man akzeptieren und damit umgehen können. Das heisst, es braucht Geduld, Gelassenheit und Vertrauen. Und natürlich die Fähigkeit, mit wenig zufrieden zu sein. Es ist kein gutes Geschäft sondern ein Lebensstil, der gerade so zum materiellen Überleben reicht.

Man darf diese Aussagen nicht falsch verstehen. Es soll kein Jammern oder Beschweren sein. Die Vorzüge dieses unsicheren Lebens sind gross, aber nur schwierig zu beschreiben. Es ist ein grosses, offenes Feld voller Freiheiten und Möglichkeiten. Nur sehr wenige Grenzen oder Regeln sind gesetzt. Es ist so vieles mir selbst überlassen, wie vermutlich noch nie zuvor in meinem Leben.

Nun ist es natürlich Typ-abhängig, wie man damit umgeht. Ich bin nicht der Eroberer, der dieser Stadt seinen Stempel aufdrücken und seinen Erfolg erzwingen will. Ich bin eher der stille, der integrative und harmonische Typ, der nach Gleichklang, Vereinigung und Verschmelzung sucht. "Go with the Flow" ist sozusagen zu meinem Lebensmotto geworden. Die Stimmung und Schwingung in dieser Stadt aufzunehmen und mitzuschwingen, das versuche ich immer wieder. Dazu braucht es Hingabe und ein Stück Selbstvergessenheit. Demut. Sensibilität. Und eben dieses Grundvertrauen, dass alles richtig ist, so wie es ist. Dass ich nichts anzufügen oder zu ändern brauche...

Ich bin zu einem Teil dieser schönen Stadt geworden und versuche dem natürlichen Lauf der Dinge (die keine Dinge sind) zu folgen. Es startet langsam im März, nimmt Fahrt auf im Frühling, kulminiert im Sommer, geniesst im Herbst, und freut sich auf die Weihnachtszeit. Dann folgen zwei Monate der Ruhe und danach beginnt es erneut. Ähnlich wie im Vorjahr, jedoch immer nur ähnlich und nie gleich. Es ist kein Müssen sondern ein natürliches Fliessen, ein stetes Loslassen, ein Mitspielen und Mitfeiern... und ist nicht das das Wichtigste überhaupt? Dass man dieses Leben feiert? Dass man sich nicht gesondert und getrennt fühlt sondern als Teil des Ganzen, welches genau so wichtig ist wie jedes andere Teil? Dabei ist der Audruck "wichtig oder unwichtig" nur eine menschliche Beschreibung/Bewertung, die real gar nicht existiert... innen und aussen nähern sich an, gehen fliessend ineinander über und werden irgendwann deckungsgleich oder EINS...

Ja, das alles ist ein grossartiges Lern- oder/und Spielfeld. Es geht darum, Widerstände (Ansichten, Meinungen, Konzepte, Glauben, etc.) abzubauen, Schleier zu lüften, klarer zu sehen und zu erkennen: Das ist das Leben! Das bin ich! Unglaublich - Wundervoll!... also lass uns weiterspielen "Go with the Flow"...

Bürozeit

Ich habe mir wirklich fest vorgenommen, dass ich die Suche nach Rikscha-Werbepartnern früher starte, als in den Vorjahren. Ende November/Anfang Dezember ist einfach zu spät. Die Werbebudgets sind dann für das kommende Jahr schon meist verteilt. Deshalb mein Ziel für die Saison 2017: Werbebriefe am besten im Oktober 2016 verschicken!

GESCHAFFT! Gestern und heute brachte ich 130 Briefe zur Post. In jedem ein Media-Tarif 2017 in Papierform und ein freundlich, motivierendes Begleitschreiben. Habe in der letzten Woche also über 500 Seiten Papier bedruckt, gefaltet und eingepackt.

Das ist ein guter Start für 2017!