trotzdem...

Morgens war das Wetter wirklich prächtig und die Schmerzen meiner Muskelentzündung sind fast völlig verschwunden. Was soll man mit einem solch schönen Sonntag anfangen? Weil der Wetterbericht für die kommenden Tage (schon) wieder Regen ankündigte, entschied ich mich dazu, nochmals nach Zürich zu fahren um einige Stunden mit der Velorikscha meine Dienste anzubieten.

Leider nahm dann aber die Bewölkung stetig zu, was dann gleich auf die Motivation von möglichen Kunden drückt. Das fand ich nicht tragisch. Ich wollte einfach Präsenz zeigen und eher etwas auf Kunden warten als leer herumfahren.

Lustig fand ich zwei Japaner, die mit gezücktem Fotoapparat auf mich zu kamen und fragten ob ich wisse, wo das Foto geschossen wurde, welches sie mir im Display zeigten. "Schwierig zu sagen... wieso?". Sie hätten da in der Nähe ihr Mietauto parkiert und suchen dieses nun schon seit über einer Stunde, aber ohne Erfolg. Ich schaute mir das Foto noch einmal genau an. Ich hatte eine Idee und die zwei stiegen ein. Und siehe da, an der Fraumünsterstrasse fanden wir dann ihr Mietauto. Da waren Sie sehr erleichtert.

Gegen halb fünf Uhr am Nachmittag fielen dann erste Regentropfen und weil ich mich nicht überlasten wollte, fuhr ich gleich zurück zur Garage und brach meine Sonntagsübung ab. Nachher stellte ich zwar fest, dass es nicht wirklich zu regnen begann und ich nach einer kurzen Pause wieder hätte weiterfahren können. Doch irgendwie schallten mir die Worte des Arztes noch im Ohr, der mir drei, vier Tage Ruhe und Erholung verordnet hatte. Also besser nicht übertreiben.

Polterabend-Fahrt

Ich war froh, dass die entzündungshemmenden Medikamente so gut wirkten, denn ich wollte die von Rikscha Taxi Zürich gebuchte Polterabend-Fahrt unbedingt bestreiten. Solche Gruppenfahrten sind immer etwas Spezielles und machen grossen Spass.

Um die Belastung aber wirklich gering zu halten, bin ich nur ganz gezielt für diese eine Fahrt in die Stadt gefahren. Dort trafen wir auf acht junge Frauen, die für ihre Freundin den Polterabend und diese Fahrt organisiert hatten. Interessant fand ich, dass die Hauptperson, die zukünftige Braut, unbedingt mit mir mitfahren wollte. Das offenere Fahrzeug (und mein Outfit) hatten es ihr sichtlich angetan. Das fand ich ein schönes Kompliment.

Mit insgesamt vier Rikschas sind wir dann quer durch Zürich bis nach Kilchberg gefahren, wo schon andere Poltergäste auf die Ankunft der lustigen Gruppe warteten. Der Abend war angenehm warm und die Stimmung ausgezeichnet. So macht es natürlich allen grossen Spass. Ja, mir hat es auch sehr gut gefallen. Danke!

Geduld

Das Wetter will einfach nicht wirklich besser werden. Noch immer ist eher April- als Maiwetter. Am Montag war es noch knapp 18° Grad, heute kaum mehr 15 und morgen soll es dann regnen bei noch etwa 10° Grad. Wahrlich, für ein sonniges Rikschavergnügen braucht es noch immer Geduld...

Um meine Eigenwerbung etwas zu verbessern liess ich den Touristen-Tourenplan auf einen 85x55cm grossen Aufkleber drucken, den ich auf das Polster der Rückenlehne aufbrachte (Tagesbild). Zudem fuhr ich heute wieder einige Hotels an um Flyer zu verteilen. Ich bemühe mich wirklich, um das Geschäft anzukurbeln. Das Wetter kann ich aber nicht beeinflussen...

Zeitweise zweifle ich schon etwas... Es gibt nichts geschenkt... Bisher verkauft sich weder die Werbefläche wirklich gut, noch gibt es viele Leute, die in Zürich spontan Rikscha fahren wollen und auch die Resonanz auf die mittlerweile über 1'000 verteile Flyer ist sehr bescheiden. Da könnte man schon ins Grübeln geraten.

Auch wenn es mir nicht immer leicht fällt, so will ich mir dieses Grübeln aber etwas verbieten. Nachdenken was ich besser machen kann ist o.k., doch frustriert zu sein liegt nicht drin. Es ist einfach noch nicht an der Zeit um irgendwelche Schlüsse zu ziehen. Ein harziger Start ist noch kein Misserfolg. Ich brauche Geduld. Mindestens bis Ende September will ich mir und meinem Rikscha-Projekt Zeit geben. Erst nach einem vollständigen Sommer kann ich die Sache erst wirklich beurteilen. Anfang Oktober sind zwei Wochen Ferien geplant und dann -am Strand- werde ich etwas Distanz kriegen und dann erlaube ich mir auch Schlüsse zu ziehen. Bis dahin muss ich positiv bleiben und mich in Geduld üben.

anstrengender Freitag


Heute Abend war ich das erste Mal für eine Hochzeitsfahrt gebucht. Ich holte das Hochzeitspaar am Schiffsteg beim Bürkliplatz ab und fuhr es dann zum Restaurant in der Nähe des Albisriederplatzes, wo die Hochzeitsfeier stattfand. Die Fahrgäste fanden die Sache eine tolle Überraschung und freuten sich über die gemütliche und entspannte Fahrt durch die Stadt.

Morgens startete ich bereits um 10:00 Uhr, weil es einfach perfektes Wetter war und ich so hoffte, schon einmal morgens ein paar Gäste fahren zu können. Das war zwar eine schöne Idee, doch wie ich schon früher feststellte, klappt das nicht. Am Morgen ist einfach noch nichts los. So hatte ich Zeit um ein paar schöne Fotos mit dem Mainstreet42-Design zu machen. Kurz nach dem Mittag fand ich dann erste Fahrgäste und ab diesem Moment gab es einiges zu tun. Schön so!

Abends war ich dann ganz schön platt. Heute sind über 50 Kilometer zusammengekommen und den ganzen Tag draussen an der Sonne zu verbringen ermüdet zusätzlich. Ich bin natürlich froh, wenn es so gut läuft, doch wenn ich da an Juli und August denke, wo es dann doch noch einiges wärmer sein wird, so weiss ich noch nicht so genau, wie ich dann lange Wochen überstehen werde. So rein körplich meine ich das. Aber ich will mir jetzt nicht den Kopf über die Zukunft zerbrechen. Bis dann bleibt noch etwas Zeit und die (an sich schon gute) Form wird sich wohl noch weiter verbessern. Man wird es sehen...

Ende April - Anfang Mai

Gestern war ja der letzte Tag im April und ab heute, dem 1. Mai, fahre ich nun mit Werbung für den Bikeshop Mainstreet 42 an der Rikscha kreuz und quer durch Zürich.

Der April war wettermässig sehr durchzogen und so war es nicht sehr verwunderlich, dass es Rikscha-mässig nicht sehr gut lief. Ich konnte bedeutend weniger fahren und wegen der teils ziemlich tiefen Temperaturen hatte ich auch weniger Gäste als noch im März. Das hat mir zeitweise schon etwas an den Nerven gezerrt, denn irgendwie erwartete ich, oder zumindest wünschte ich mir, dass es von Monat zu Monat besser geht und mehr Leute zusteigen. So war es nun aber nicht. Na ja... Der April ist nun zum Glück Geschichte und ein neuer Monat (und neues Glück) liegt vor uns...

Wie es sich gehört, montierte ich heute Morgen das Werbedesign für den Monat Mai. An dem schönen Foto-Design habe ich echt Freude. Es sieht richtig gut aus und natürlich freut es mich besonders, für ein Bikegeschäft Werbung zu machen. Bei Simon Ruchti (Inhaber und Geschäftsführer) von Mainstreet 42 kaufte ich mein oranges SANTA CRUZ Tallboy 29 Bike, welches leider in letzter Zeit vorwiegend in der Garage steht. Das ist halt die Kehrseite der Medallie. Da ich quasi mein Hobby zum Beruf gemacht habe, habe ich in meiner Freizeit kaum noch Lust um auch noch aufs Rad zu steigen. Wobei Lust auf echtes Mountainbiken hätte ich schon, doch meist habe ich ja nur dann frei, wenn es schlechtes Wetter ist oder wenn meine Bikefreunde arbeiten müssen. Das fehlt mir schon etwas, doch man kann ja bekanntlich nicht alles haben...

Der heutige 1. Mai war vermutlich der allererste 1. Mai, an dem ich arbeitete. Dabei profitierte ich einerseits vom ansprechend guten Wetter und davon, dass wegen der vielen 1.Mai-Veranstaltungen die Zürcher Verkehrsbetriebe nur in reduziertem Ausmass fuhren (und vielleicht auch davon, dass fast alle Geschäfte geschlossen waren). Die Stimmung war gut und die Leute motiviert um sich einmal etwas Spezielles, wie zum Beispiel eine Rikschafahrt, zu gönnen. Das war ein wirklich guter Tag und so hoffe ich, dass dies ein gutes Omen für einen tollen Monat Mai ist.

bbbeat-Design

Am letzten Freitag konnte ich zwei neue Designs für meine Rikscha in Empfang nehmen. Einerseits handelt es sich um das Werbedesign für den Monat Mai (worüber ich im Laufe der Woche sicher noch berichten werde) und andererseits um ein Eigen-Werbe-Design, welches auf diesen Bildern zu sehen ist.

Die Erfahrungen der nun fast zwei Monate mit dem blachenprinz-Design waren durchwegs gut, doch ich stellte halt auch immer wieder fest, dass sich scheinbar einige Leute fragen, ob ich ein reines Werbefahrzeug bewege oder ob sie da auch mitfahren können. Deshalb entwickelte ich dieses Eigen-Werbe-Design. Auf den Seitenteilen ist das Angebot für Taxi-Fahrten beschrieben und auf der Rückwand ist der Tourenplan mitsamt den Beschreibungen und Preisen der Standrundfahrten gross aufgedruckt. Am Samstag bin ich dann erstmals damit rumgefahren und das hat mich wirklich überzeugt! Zwei Mal kriegte ich Anrufe von Leuten die mich vorbei fahren sahen und mich dann für eine Fahrt bestellten. Zudem gab es einige Touristen, die sich die Rückwand genau ansahen und sich so informierten.

Ich kann nun jedoch nur noch morgen Montag mit diesem Design rumfahren, da ich -wie oben erwähnt- ab dem 1. Mai wieder mit Kundenwerbung unterwegs sein werde. Diese Werbeeinnahmen sind essentiell wichtig für mich und darauf kann ich nicht verzichten. Da ich bis jetzt für Juni und später noch keine weiteren Werbekunden gefunden habe, überlege ich mir, ob ich mich gleich auf Juli und später konzentrieren soll, damit ich den ganzen Juni mit meinem eigenen Design rumfahren kann... Mal sehen.

Freifahrt

Eigentlich kann ich es mir nicht wirklich leisten, Leute kostenlos durch die Stadt zu fahren und doch mache ich das ab und zu. Es sind so Momente wo ich schon lange alleine unterwegs bin und mir das Gesicht einer Person so sympatisch ist, dass ich einfach möchte, dass er oder sie mit mir mitfährt.

Heute ging es mir mit der älteren Dame auf dem Foto so. Sie wartete am Bellevue aufs Tram und hat mich schon bei der Anfahrt beobachtet. Als ich dann am Rotlicht unvermittelt neben ihr angehielt fragte sie ganz leise: "Kann man da mitfahren?" "Natürlich kann man" antwortete ich und fuhr direkt aufs Trottoir. Sie wollte an den Limmatplatz und es war mir eine Freude, sie da hin zu fahren. Beim Landesmuseum angekommen fuhr ich mit ihr extra noch eine Runde durch den Platzspitzpark um die nun austreibenden Bäume anzusehen. Sie war ganz begeistert und genoss die Fahrt in vollen Zügen. Am Limmatplatz angekommen dankte sie mir mehrfach und drückte mir doch noch einen 5-Liber für einen Kaffe in die Hand. Unterwegs erzählte sie mir, dass sie schon 91 Jahre alt ist und dass das Alter nicht immer schön sei. So ein tolles Erlebnis wie sie jedoch heute mit mir gehabt hätte, täte der Seele immer wieder gut. Recht hat sie. Mir hat es auch gut getan. So etwas kann Geld gar nicht aufwiegen.

gemeinsame Rikschafahrt

Heute um 15 Uhr war ich mit drei Leuten von Rikscha Taxi Zürich verabredet um mit Ihnen eine 8-köpfige Männergruppe rund eineinhalb Stunden durch die Stadt zu fahren. Dies war unser erster gemeinsame Auftrag und wir verstanden uns dabei auch auf Anhieb gut. Das fand ich doch sehr positiv und das bietet für mich natürlich den Vorteil, dass ich zukünftig auch mehr als nur zwei Personen auf eine Tour mitnehmen kann (ich bestelle mir dann noch Fahrer von Rikscha Taxi Zürich). Etwas belustigt war ich, als einer der drei Elektrorikschas der Strom ausging und sich der Fahrer mit seinem schweren Gerät und den zwei Passagieren richtig abstrampeln musste. Tja, das kann mir nicht passieren...

Vorher und nachher bin ich wie gewohnt die Innenstadt abgefahren und suchte Fahrgäste. Dabei gab es ein paar schöne Begegnungen und als mich eine Polter-Frauen-Gesellschaft anhielt und mich um ein Foto mit der zukünftigen Braut bat, konnte ich natürlich nicht Nein sagen. Für einen Batzen in die Hochzeitskasse konnte ich mir dann auch noch ein Polaroid-Bild mit der Braut kaufen. Ich staunte schon etwas, dass es im Digitalfoto-Zeitalter überhaupt noch solche Apparate gibt. Zwar nicht mehr von Polaroid sondern von Fujifilm. Die Bildqualität ist aber genauso mies wie in alten Zeiten. Lustig fand ich dieganze Aktion dennoch und so kam ich auch zum Bild des heutigen Tages.

Facebook

Eher etwas widerwillig eröffnete ich für BIKE BUTLER BEAT einen Facebook-Account. Heutzutage muss so etwas wohl einfach sein. Ich wurde in den letzten Wochen schon x-Mal darauf angesprochen. Das bedeutet nun aber auch, dass ich mich mit der Materie doch mal auseinander setzen muss um ein halbwegs vernünftiges Profil zu erstellen... Na ja, wenn's hilft...

Aprilwetter

"Im April, im April, da macht's Wätter was es will" reimte schon Emil ganz treffend...

Bedingt durch meinen neuen Outdoor-Job interessiert mich natürlich das Wetter in Zürich ganz besonders. Und der April 2012 wird wohl hierzulande als ein regenreicher Monat in die Geschichte eingehen. Ich behaupte jetzt schon einmal: Im März war es wärmer und es gab doppelt so viele Sonnenstunden. Hier waren die Ostern verregnet, das Sechseläuten war verregnet und auch in den kommenden Tagen muss immer wieder mit einzelnen Regengüssen gerechnet werden. Alles andere als Rikscha-Wetter...

Zwar hat meine Rikscha, wie man am heutigen Tagesbild gut erkennen kann, ein Regenverdeck, doch Regenwetter reduziert ganz einfach das Potential an Kunden, denn wer nicht unbedingt raus muss, bleibt lieber drinnen. Zudem drückt Regenwetter natürlich auch auf die Temperaturen und bei knappen 10° Grad (und leichtem Regen) haben nicht mehr viele Leute Lust, um in eine Rikscha zu steigen.

Na ja, ich will nicht jammern. Es soll jetzt regnen und dafür einen sonnigen Sommer geben!