man sah es kommen...

Heute um 09:00 Uhr wurde ich von meinem Chef zu einem "persönlichen Gespräch" in ein Sitzungszimmer bestellt. Wir trafen da einen Arbeitskollegen von der Personalabteilung, welcher einen kleinen Stapel Papiere mit sich trug. Allen war klar, worum es ging. Mein 60%-Arbeitsvertrag wurde aus Restrukturierungsgründen gekündigt.

Wie ich im September letzten Jahres bereits erwähnte, verlagert mein Arbeitgeber zunehmend Arbeiten in günstigere Produktionsländer. Dadurch wurde meine Position hier in der teuren Schweiz hinfällig und die Firma will nun zukünftig auf meine Dienste verzichten. Wirklich arbeiten muss ich nur noch bis Ende April, ab Mai werde ich bis zum Vertragsende freigestellt (Garden leave). Ganz konkret bedeutet das, dass ich noch ganze sechs Arbeitstage vor mir habe, dann ist Schluss. Nach zehn Dienstjahren geht das jetzt ganz schnell.

Nun gibt es noch ein paar Dinge zu regeln und abzuschliessen. Formulare für Versicherungen, Pensionskasse, Stellenvermittlung und zur Materialrückgabe. Alles wurde bereits vorbereitet. Obwohl ich es ja kommen sah, überrascht es mich nun, wie schnell das geht. Da wurde ich ganz professionell abserviert.

Es stehen also Veränderungen bevor!

Abends war ich mit Jürg auf eine letzte Bikerunde verabredet, bevor er mit seiner Frau für zehn Wochen nach Amerika reist. Er wird, unter anderem, einen Abstecher nach Moab und Durango machen und da eine Woche mit Guide biken. Das sind Kultstätten für Mountainbiker, Slickrock-Trails, das Beste vom Besten! Das wird bestimmt Spitze werden. Am Samstag startet ihre Reise und da wollten wir den heutigen Sportabend noch gemeinsam verbringen. Wir trafen Ueli, unseren Squashpartner, in einem nahen Restaurant und gönnten uns ein feines Abendessen. Heute gab es auch wirklich einiges zu erzählen...

leuchtende Herbstfarben

Nein, am obigen Bild wurde nichts manipuliert. Es wurden weder die Farben zusätzlich gesättigt, noch der Kontrast verstärkt. Auch mein Auge hat die Situation genau so wahrgenommen, wie es auf dem Bild erscheint. Ein unglaubliches Leuchten von warmen Farben bei sehr tiefstehender Herbstsonne.

Da sich schon tagsüber eine solch prächtige Abendstimmung ankündigte, machte ich mich bereits kurz nach halb fünf Uhr aus dem dem Bürostaub. Ich wollte meine üble Laune unbedingt an diesem schönen Abend aufpolieren und dies geschieht am besten mit einer knackigen Abendrunde. Also husch husch nach Hause, umziehen und los! Es war zwar schon ziemlich kühl, doch die Luft war frisch und leicht. Das Herbstlaub fiel melancholisch von den Bäumen, leuchtete und raschelte unter den Reifen. Es war niemand sonst unterwegs, nur Natur, der Lauf der Zeit und ich. Ahhh, tief durchatmen... das tut gut... wie klein und unbedeutend ich doch bin und wie noch viel kleiner und noch viel unbedeutender meine Luxusproblemchen doch sind... alles nur geistiger Staub. Einmal tief Luft holen, durchatmen und den Staub wegpusten...

Mittlerweile wird es rasch dunkel und so bleibt nicht viel Zeit für eine längere Ausfahrt, auch wenn ich gerne noch eine oder zwei Stunden weitergebikt wäre. Das war auch nicht entscheidend. Wichtig war doch, dass ich das erleben durfte und dass ich mich innerlich lösen und befreien konnte. Etwas Schweiss und frische Luft wirken oft Wunder. Das GPS sagt: 22 km., 1:32 Std., 600 Hm.

schnelle Abendrunde

Heute Abend traf ich mich mit Jürg auf eine Feierabendrunde. Wie man anhand unserer Kleidung erkennen kann, hat nun der Herbst definitv Einzug gehalten, so war es nur etwa 11° Grad und dabei stark bewölkt. Und weil es nun doch schon recht früh dunkel wird, mussten wir uns beeilen, damit wir es noch auf die Lägern-Hochwacht (und wieder zurück) schafften. Als Belohnung gab es dann ein feines Nachtessen mit angeregten Gesprächen. Eine schöne Erholung vom beruflichen Alltag. Das GPS sagt: 31 km., 1:55 Std., 560 Hm.

lass uns nach Las Vegas, die Sonne putzen!

Mann, wir waren damals noch Teenager...vor fast 30 Jahren...

Es wird nun schon merklich früher dunkel und Feierabendbikerunden fallen deshalb eher kurz (aber herzlich) aus. Die momentane Wetterlage mit Nebel am Morgen, Sonne am Nachmittag und Abendrot vor einer blauen Nacht, bietet dafür viele visuelle Freuden. Ja, schön ist es hier.

Feierabendrunde

Den zweitletzten Tag der Top of Graubünden Tour überstand meine SONY DSC-T10 Digitalkamera leider nicht ohne Schaden. Im heftigen Gewitterregen ist wohl Wasser eingedrungen und das Resultat ist, dass der Bildschirm dunkel bleibt und nicht mehr funktioniert. Ich kann zwar noch fotografieren und die Bilder am Computer bearbeiten, doch ich sehe nicht mehr, was ich fotografiere.

In den Italien Ferien habe ich mir nun eine neue Digicam gekauft. Es ist eine SONY DSC-WX1. Ich wollte ein etwas grösseres Objektiv und eine verbesserte Serienbild-Funktion. Ich hatte bisher immer SONY-Digicams und bin damit auch zufrieden, deshalb wieder SONY.

Heute nun wollte ich sehen, wie das Standardfoto mit diesem Apparat ausfällt. Das Objektiv hat mehr Weitwinkel und deshalb kommt einiges mehr auf das Bild. In der Grundeinstellung wirke ich auf der Holzbank ziemlich verloren. Ich habe dann eine Stufe herangezoomt und denke nun, dass ich mit diesen Einstellungen die zukünftigen "Standardfotos" aufnehmen werde. Die beiden Bilder sind lediglich verkleinert, sonst unbearbeitet. Die Farben und Kontraste werden genau so von der Kamera wiedergegeben.

Die Bikerunde habe ich in vollen Zügen genossen. Das Wetter war kühl aber trocken, der Boden stellenweise nass und rutschig. Ich bin mit dem Intense gefahren, weil ich da Schutzbleche anbringen kann, was nach dem Regen der letzten Tage wohl keine schlechte Idee war. Nur: Hätte man diese auch richtig befestigen sollen... Beim Irchelturm merkte ich nämlich, dass ich irgendwo das vordere Schutzblech verloren hatte. Der Konus im Schaftrohr war zuwenig verklemmt, denn diesen Befestigungszapfen habe ich auch gleich verloren. Blöd. Ich werde in den nächsten Tagen die Strecke wohl nochmals abfahren und die Augen offen halten. Ich denke die Chance ist nicht schlecht, dass ich das Schutzblech wieder finde. Mal sehen.

Körperlich fühlte ich mich ausgesprochen fit und ausgeruht. Ich bin oft Wiegetritt gefahren und hatte stets das Gefühl, noch Reserven zu haben. Ja, das fühlte sich gut an. Das GPS sagt: 35 km., 2:05 Std., 810 Hm.

sonniger Abend

Heute war das neue Santa Cruz Tallboy Bike beim Händler für eine Erstinspektion. In den ersten sechs Wochen bin ich etwas über 800 Kilometer damit gefahren und vor der Woche Bikeferien in Graubünden (nächste Woche), konnte so eine Inspektion gar nicht schaden. Die hintere Scheibenbremse musste entlüftet und ein paar Speichen nachgezogen werden, das war es dann schon. Die freundlichen Mechaniker haben natürlich alle Teile, Gelenke und Befestigungen überprüft. Alles in Ordnung (wie erwartet/erhofft).

Da das Wetter tagsüber immer besser wurde und sich abends dann wirklich noch die Sonne zeigte, wollte ich natürlich gleich noch eine kurze Feierabendrunde fahren und bin deshalb rasch nach Hause gefahren und habe mich umgezogen.

Ich bin dann eine meiner beliebten Irchel-Runden gefahren und habe bei der Hochwacht eine Pause gemacht und einen Apfel gegessen. Ist das Bild nicht einfach schön? Der Tag neigt sich dem Ende entgegen, ich habe Zeit, geniesse den Ausblick, die frische Luft und die Ruhe des Waldes... Das GPS sagt: 27 km., 1:36 Std., 550 Hm.

aus grau mach blau

Als ich nach einem eher grauen Bürotag vor das Firmengebäude trat war ich überrascht, wie positiv sich das Wetter im Laufe des Tages entwickelt hatte. Es war zwar immer noch ziemlich wolkig, doch es drückte stellenweise die Sonne durch und es war auch wieder über 20° Grad warm. Das habe ich in diesem klimatiserten Kühlschrankbüro mit verdunkelten Fensterscheiben gar nicht wirklich mitgekriegt.

Kurz vor halb sieben Uhr startete ich dann alleine auf eine kurze Standardrunde. Es war ein idealer Abend um etwas abzuschalten, den Körper in Wallung zu bringen und dabei den Kopf durchzulüften. Ich fuhr zum einmillionsten Mal eine Schleife zum Irchelturm und wieder zurück. Wieder empfand ich die Luft als sehr angenehm und erfrischend (wieder nach Regenfällen), trotzdem hatte ich zeitweise das Gefühl, zuwenig Sauerstoff aus der Luft zu absorbieren und meinem Organismus zuführen zu können. Ich keuchte etwas mehr als üblich.

Auf dem Rückweg wollte ich mir den neu gebauten "Blindensteg" über die Töss ansehen und um da hin zu kommen, bot sich der Schanzentrail-Downhill runter nach Dättlikon förmlich ab. Die Spur war zwar noch ziemlich nass und stellenweise rutschig, doch ich bin vorsichtig und eher langsam gefahren und somit war es auch kein Problem. Als ich dann die neue Wanderweg-Brücke sah, war ich doch leicht enttäuscht. Eine schnöde Stahl- und Betonkonstruktion. Gefühllos und vermutlich Kosten/Nutzen optimiert. Da hat mir die alte Holzbrücke doch deutlich besser gefallen. Die war nicht nur zweckdienlich, sondern auch schön konstruiert. Das lässt sich von dieser Zweckbrücke leider nicht mehr sagen. Na ja, immerhin ist da wieder eine Brücke...

Ich bin dann bei tiefstehender Abendsonne gemütlich nach Hause geradelt und stellte auch heute fest, dass zwei Stunden auf dem Mountainbike einen acht Stunden Bürotag echt rausreissen können. Meine Stimmung war nun nicht mehr grau sondern blau. Ziel erreicht.

ein Abend zum festhalten

Dienstags will ich nach Möglichkeit eine Feierabendbikerunde fahren und das herrliche Wetter der letzten Wochen hat dieses Vorhaben gut unterstützt. Und auch heute war es wieder einer dieser -wie ich sie nenne- Königstage. Abends um sechs Uhr war es 28° Grad, bei einem wolkenlosen, blauen Himmel. Das Korn auf den Feldern reift prächtig und einige Sorten werden nun schon geerntet. Die Stoppeln der gemähten Felder leuchten goldgelb in der Abendsonne. Dazu die grünen Wälder, der blaue Himmel... Wir werfen Schatten... schon wieder etwas längere Schatten...

Sommer heisst Fülle, heisst dichte Wälder, viele Mücken und Insekten, heisst Blasen auf dem Asphalt, heisst Farbenpracht und ästhetische Sinnesfreude. Sommer heisst Breite, Wärme, der genährte Busen der Natur. Da vergass ich zu fotografieren. Der Abend war eine stille Sensation, die Perfektion des sonnigen Alltags, nicht spektakulär, sondern ruhig, sinnlich und voll. Mit unglaublicher Wärme in den Farben und darin, wie sich dieser Abend anfühlte. Das lässt sich nicht fotografieren... Das GPS sagt: 36 km., 2:00 Std., 540 Hm.

Für mein Gedächtnis fotografierte und speicherte ich die Sinneseindrücke und Empfindungen der letzten Stunden unter "alles ist schön und alles ist gut". Ich möchte mich später an dieses Gefühlsgemisch aus Freude, Dankbarkeit, Gesundheit, Komplettheit und Eingebettet-sein erinnern können. Das wäre schön.

GPS-Track in 3D

Heute Abend wollte ich vor den angekündigten Gewittern noch eine kurze Feierabendrunde fahren und wollte mir dazu eine früher schon gefahrene Tour auf das GPS laden. Als ich die Datei abspeichern wollte, wurde ich zu meiner Überraschung gefragt: 3D-Modus Ja/Nein? Trackfarbe blau/pink? Track links/rechts? Hä? Was ist denn das? Das wurde ich bisher noch nie gefragt. Na ja. Ohne gross nachzudenken wählte ich   Ja, blau, links. Worauf das GPS antwortet: Warten Sie 10 Minuten. Der 3D-Track wird erstellt. Ich war gespannt. Als ich dann losgefahren bin, war ich doch sehr überrascht... Auf dem Foto sieht man den 3D-Track, den ich abgefahren bin. Blau und immer links des Weges. Unglaublich, was die heutige Technik alles möglich macht... 3D-Tracks... wirklich unglaublich...So kann man sich echt nicht mehr verfahren. Obwohl, ich finde den Aufwand schon fast etwas übertrieben. Ich wollte ja nur kurz biken...

Sommer-Feierabendrunde

Direkt nach Arbeitschluss hatte ich einen privaten Termin wahrzunehmen und so war es schon fast 19 Uhr, bis ich zu Hause war. Ich wollte dennoch eine Feierabendrunde fahren, denn der herrliche Abend mit fast 30° Grad wollte einfach noch etwas ausgekostet werden...

Zum neuen Bike hier noch ein paar Gedanken. Wie immer wenn ich ein neues Bike erhalte, habe ich Mühe, die für mich korrekte Sitzposition zu finden. Mühe insofern, dass ich Fehlstellungen nicht sofort merke, sondern erst nach einiger Zeit im Sattel. Eine Stunde kann ich mit fast jeder Geometrie fahren, doch ab 3 Stunden zeigt sich, ob ich gut sitze oder nicht. Es gibt so viele Punkte, die Schmerzen können oder in die andere Richtung, die gefühllos und taub werden können. Nach den zwei langen Touren vom Donnerstag und Samstag war mir klar, dass ich nicht optimal sitze. Ich kriegte Bauchmuskelkater und mein Hintern schmerzte mehr also üblich. Der Sattel war wohl eine Spur zu weit nach hinten geneigt und so drückte mir die Sattelnase stärker auf das Schambein. Dies vielleicht auch deshalb, weil ich steil bergauf öfters mal das Gefühl hatte, am Lenker zu hängen. Genaues messen und vergleichen mit dem Intense zeigte dann, dass ich eher zu lang positioniert bin. In meiner Teilekiste fand ich noch einen 80mm, 5° Vorbau, den ich anstelle des 110mm, 0° Vorbaus montierte. Das verkürzt die Sitzposition gleich um 3cm, was mir bei einer kurzen Testfahrt vor dem Haus als etwas kurz vorkam. Ich konnte den Sattel noch 1cm nach hinten schieben und nun stimmt die Sitzlänge genau mit dem Intense überein. Ich war zudem gespannt, wie der kürzere Vorbau das Lenkverhalten beeinflusst.

In der herrlichen Abendsonne bin ich dann viele meiner Lieblingstrails abgefahren und endlich habe ich auch wieder einmal ein paar Bilder (mit Selbstauslöser) gemacht. Das erste Bild entand um 20 Uhr, das Zweite, oben beim Irchelturm um 21 Uhr. Wieder finde ich interessant, wie die verschiedenen Lichtverhältnisse das Orange des Carbonrahmens verschieden erscheinen lassen. Übrigens, die Bilder sind farblich nicht nachbearbeitet, denn zusätzliche Farbsättigung ist bei dem knalligen Rahmen völlig unnötig. ;-)

Die Erfahrungen mit dem kurzen Vorbau waren ziemlich positiv. Ziemlich deshalb, weil ich 80mm nun als zu kurz empfinde. 90mm wäre wohl richtig. Mal sehen, ob ich bei Simon einen entsprechenden Vorbau zum testen ausleihen kann.

Noch was: Am Samstag fuhr ich mit ca. 2,2 bar Reifendruck und hatte oft das Gefühl, zu hart zu fahren. Heute reduzierte ich den Druck hinten wie vorne auf 1,8 bar, was eindeutig richtig war. Der Rollkomfort auf Schotterwegen ist gleich deutlich besser geworden. Es sieht also so aus, dass man ohne Schlauch, mit dieser Tubless-Milch mit weniger Luftdruck fahren kann, ja fast fahren muss. Obwohl ich mir nicht erklären kann weshalb, fühlen sich 2 bar mit Schlauch im Reifen weicher an, als 2 bar mit dieser Milchgeschichte. Ist eigentlich unlogisch, doch ich konnte ja direkt mit dem Intense vergleichen und spürte den Unterschied. Im Moment denke ich, 1,8 bar Schlauchlos entsprechen etwa 2 bar mit Schlauch. Ich werde diesbezüglich sowieso noch etwas experimentieren und dann hier wieder berichten.

Die gefahrene Runde hat mir viel Spass gemacht und ich konnte mich richtig gut entspannen dabei. Bis ich wieder zu Hause war, war es kurz vor zehn Uhr. Herrlich. Ich liebe diese langen und warmen Tage. So könnte es noch länger sein. Das GPS sagt: 28km., 1:52 Std., 810 Hm