Schlitteln

Heute hat es nun mit dem Schlitteln geklappt! Zwar war das Wetter nicht ganz so prächtig wie am letzten Sonntag, doch ein schöner Sonntagsausflug war es ganz bestimmt.

Wir trafen uns um 10 Uhr in Hinwil mit Freunden und fuhren dann gemeinsam in einem Auto in die Nähe der Alp Scheidegg. Der Fussmarsch bis hoch zum Bergrestaurant auf genau 1'200 Metern über Meer dauerte heute nur etwa 45 Minuten und schon bald sassen wir gut gelaunt in der schönen Gaststube, von wo man eine sehr schöne Aussicht in Richtung Westen geniesst. Wir genehmigten uns eine schöne Zvieri-Platte, tranken etwas Feines und unterhielten uns gut.

Die Schlittelfahrt runter zum Parkplatz machte dann mächtig Spass. Eine schnelle Unterlage und stetes Gefälle sorgen für eine flotte Fahrt und wie immer in solchen Fällen, ist man dann viel zu schnell unten. Ja, schön war's!

Schienerberg

Seit langer Zeit konnte ich mich heute Samstag wieder einmal mit Freunden für eine Bikerunde verabreden. Geplant war ein Runde rund um den Schienerberg bei Stein am Rhein, etwa so, wie wir sie vor ziemlich genau zwei Jahren schon einmal gefahren sind.

Um rechtzeitig am Treffpunkt zu sein, musste ich schon kurz nach acht Uhr losfahren, deshalb war zeitiges Aufstehen angesagt. Wir waren heute sechs Leute und so wurde der VW-Bus eines Freundes ziemlich vollgepackt. Damit fuhren wir nach Ramsen, zum Ausgangspunkt der heutigen Tour. Das Wetter war von Beginn weg gut. Der angekündigte Föhn bescherte uns Temperaturen bis gegen 15° Grad und der Schnee vom letzten Wochenende war auch schon aller weggeschmolzen. Dadurch war der Untergrund natürlich ziemlich nass und stellenweise etwas rutschig, alles in allem waren die Bedingungen aber sehr gut.

Die Runde an sich ist wirklich vom Feinsten. Der Singletrailanteil ist sehr hoch und man hat immer wieder sehr tolle Ausblicke in die nahe Umgebung. Ich war zwar einigermassen fit, doch ich spürte doch deutlich, dass mir die Höhenmeter der vergangenen Jahre fehlen. Puls 170 kenne ich auf der Rikscha genau so wenig, wie längere Anstiege. Deshalb fuhr ich heute öfters am Ende der Gruppe. Dem Genuss und der Freude an der Sache tat dies jedoch keinen Abbruch.

Nach der Tour fuhren wir dann nach Stein am Rhein, wo wir uns direkt am Rheinufer noch einen Abschlussdrink gönnten, bevor wir uns auf den Heimweg machten. Ich danke meinen Freunden für den Transport, die Tourenführung und überhaupt für das aufgestellte Zusammensein. Das war sehr schön und es hat mir gut gefallen. Das GPS sagt: 3:40 Std., 47 km., 1'150 Hm.

Belohnung

Die letzten Wochen waren schwierig und irgendwie auch nervig. Das Wetter wollte nicht richtig, dann hatte ich diese Muskelentzündung und als sich in den letzten Tagen beides besserte, blieben aus unerfindlichen Gründen dann die Rikscha-Gäste aus. Das alles hat mir ziemlich zugesetzt und so war es an der Zeit, dass ich mir selbst wieder einmal etwas gönnte.

Vor ziemlich genau drei Monaten (!) bin ich das letzte Mal eine Tour mit meinem geliebten Mountainbike gefahren und auch meine Bikefreunde hatte ich schon lange nicht mehr gesehen. Das alles fehlte mir sehr, doch das ganze Rikscha-Thema hat mich einfach völlig absorbiert. Weil sich der Erfolg nicht so richtig einstellen wollte, hatte ich einfach nicht die Nerven um dann noch an einem Schönwettersamstag zu Hause zu bleiben und mit Freunden auf's Bike zu steigen. Da plagte mich sofort das schlechte Gewissen und ich wollte mir ja nicht vorwerfen, zu wenig Engagement gezeigt zu haben. Eine verzwickte Situation...

Gestern Mittag drängte sich mir jedoch dieses Vorhaben auf. Ich setzte mir ein realistisches Tagesumsatzziel. Sollte ich es erreichen, fahre ich über das gesamte Pfingstwochenende mit der Rikscha. Wenn es (wieder) nicht klappt, gönne ich mir einen freien Tag mit Freunden und versuche mich damit mental etwas zu erholen. So bin ich dann für Pfingstsonntag und -montag auch wieder besser motiviert. Es mag etwas komisch klingen, wenn man sich für das Nicht-Erreichen eines Ziels belohnt, doch wie oben beschrieben fühlte ich mich schon etwas "down" und weitere Misserfolge machen mich auch nicht besser. Besser einmal aussetzen.

Heute Morgen hatte ich dann promt irgendwie ein schlechtes Gewissen. Blauer Himmel, Sonnenschein, Temperaturen über 20° Grad - eigentlich perfektes Rikschawetter. Nein! Ich verbiete mir dieses schlechte Gewissen! Ich habe wirklich wiedereinmal ein Tag mit Freunden und ein Tag auf dem Mountainbike verdient! Basta! Abschalten und geniessen!

Die gefahrene Trainingstour war dann auch wirklich Balsam für meine Seele. Ich hatte schon fast vergessen wie schön mountainbiken ist. Wie grün die Wiesen und Bäume sind, wie es im Wald riecht und wie sich ein leichtes Zweirad im Vergleich zu einem schweren Dreirad anfühlt. Dazu liebe Menschen und angenehme Gespräche... Ja, das hat mir wirklich sehr gefehlt und ich konnte diese Stunden heute voller Dankbarkeit geniessen. Das hat mir wirklich gut getan!

Abendspaziergang und schlitteln

Heute Abend verabredeten wir uns mit einem befreundeten Paar um einen schönen Abendspaziergang auf die Alp Egg zu unternehmen. Das Winterwetter war herrlich, es lag sehr viel Schnee und die Sonne versank langsam am Horizont. Nacht etwa eineinhalb Stunden gemütlichen Hochlaufens erreichten wir den höchsten Punkt und genossen die fantastische Aussicht ins Tal und über den Zürcher Untersee und den Seedamm. Das war wirklich sehr, sehr schön.

Im Bergrestaurant hatten wir uns einen Tisch reserviert und der Aufstieg machte auch richtig Hunger. Diesen konnten wir auch wirklich gut gebrauchen, denn die Portionen waren wirklich riesig (man beachte die gigantischen Cordon Bleu). Nach dem Abendessen mieteten wir Schlitten um zogen die Stirnlampen am um den Weg runter ins Tal nicht zu verfehlen. Der Schlittelweg machte mächtig Spass und der ganze Abend war ein voller Erfolg. Danke an unsere Freunde für's organisieren.

Buon Compleanno

Vielen herzlichen Dank für die tolle Überraschung mit dieser schönen und sehr feinen Geburtstagstorte!  

Nach einer elfstündigen Autofahrt durch die Nacht trafen wir am Sonntagmorgen in Venosa ein. Zwei Wochen Süditalien liegen vor uns.

Pfingstmontag - packen

Heute mussten wir früh aufstehen, damit wir pünktlich um neun Uhr an einem Firmungsgottesdienst teilnehmen konnten. Die Tochter der besten Freundin von Karin war eines von etwa zehn Kindern, die heute in der Kirche ihren katholischen Weg bezeugten. Für Karin und mich, als "nicht-praktizierende Protestanten", sind solche Anlässe natürlich ungewohnt und die Messe läuft bei den Katholiken doch ziemlich anders ab, als bei uns Reformierten. Während man als Protestant gut etwas einnicken kann, muss man bei den Katholiken dauern aufstehen, absitzen und irgendwelche Bekenntnisse nachsprechen. Ziemlich straff organisiert und voller Rituale und Zeremonien.

Obwohl der anwesende Weihbischof eine modern gehaltene Predigt hielt war doch unverkennbar, dass die Katholiken-Community genauso auf dem absteigenden Ast ist, wie die reformierte Kirche. Ich glaube kaum, dass irgendjemand an diesem Gottesdienst teilnahm, der nicht wegen eines Mädchens oder eines Jungens gekommen ist, zu dem er oder sie eine persönliche Beziehung hat. Das ist schon irgendwie schade, doch kaum verwunderlich. Die Individualisierung und die Aufgeklärtheit der Bevölkerung hat nicht unwesentlich dazu beigetragen, dass man diese ganze Verlogenheit des kirchlichen Machtsystems eimfach nicht mehr braucht. Kirchen und Gottesdieste sind für verlorene Seelen und wenig religiöse Menschen. Echte, persönliche Religiösität hat damit so ziemlich gar nichts zu tun und irgendwann in den letzten 2000 Jahren wurde halt von den Meisten erkannt, dass die offiziellen Kirchen vor allem Wasser predigen und Wein trinken. Den Wein kaufen sie mit dem Geld der Kirchengänger, doch die sollen gefälligst Wasser trinken. Es ist doch mehr als ironisch, dass der Vatikatstaat als geografische Heimat der katholischen Kirche eines der reichsten Länder der Erde ist. Und das, obwohl sie immer von teilen und geben sprechen. Für alle Anderen soll geben seeliger denn nehmen sein, doch die Institutionen wollen viel lieber nehmen, als geben. Ausserdem (und zum Abschluss dieses Themas) haben wohl mittlerweile sehr viele Menschen erkannt, dass echte Religiösität total persönlich ist. Da kann einem kaum ein Priester dabei helfen.

Natürlich folgte nach der Firmung noch ein gemeinsames Essen mit gemütlichem Beisammensein und so war es dann schon später Nachmittag, bis wir nach Hause gekommen sind. Dann begann eigentlich meine Sommerreise, denn es galt nun definitiv zu packen. Dazu schaute ich mir nochmals diesen Bolgeintrag und die dazu gehörende Liste an.

Natürlich findet man dann immer wieder Dinge, die man noch vergessen hat oder die man vorab noch erledigen sollte. Wie z.B. alle Akkus aufladen (GPS, Netbook, Digicam, Handy, Beleuchtung). Oder einen Backup des Netbooks auf eine externe Speicherplatte machen. Oder letzte Zahlungen online in Auftrag geben. Oder -so wie jetzt- noch einen Blogeintrag schreiben. Nun steht das Gepäck vor der Haustüre und somit ist eigentlich alles bereit. Morgen will ich mit Karin aufstehen. Nach dem Abschiedskuss fährt sie dann mit ihrem Auto zur Arbeit und ich starte mit meinem Velo auf meine Sommerreise.

Wobei... Morgen wird es gemütlich losgehen. Zuerst besuche ich meine ehemaligen Arbeitskollegen und zeige ihnen, wie ich das Geld, welches sie zu meinem Abschied sammelten, investiert habe. Mit ihnen will ich in der Caffeteria einen feinen Cappuchino trinken, bevor ich mich dann auf den Weg in die Stadt Zürich mache. Am Bürkliplatz steht derzeit eine zehn Meter hohe Skulptur (Spinne), die ich gerne fotografieren möchte. Bei meiner Rückkehr im Herbst ist sie weg, also will ich das morgen noch sehen.

Dann werde ich entlang des Zürichsees fahren, bis ich südwärts Richtung Vierwaldstättersee abzweige. Mein Ziel für morgen Abend ist ein Campingplatz in Brunnen. Da werde ich dann erstmals meine Ausrüstung testen. Am Mittwoch möchte ich dann bis nach Andermatt und am Donnerstag über den Gotthard bis an den Lago Maggiore im Tessin. Voraussichtlich am Freitag werde ich die italienische Grenze überqueren und am kommenden Sonntag möchte ich eigentlich in Turin sein. Das ist der Plan.

Ich schrieb es bereits an anderer Stelle, doch hier nochmals: Ich weiss nicht, wie regelmässig ich "beats blog" aktualisieren kann. Das hat nicht oberste Priorität. Sollte es hier in den nächsten Monaten ab und an längere Pausen geben, so hat dies nichts Negatives zu bedeuten. In der Zeit werde ich wohl einfach in abgelegenen Gebieten unterwegs sein, wo ich nur schwer an einen Internetzugriff komme. Man darf gespannt sein, wie das so funktionieren wird...

Grillparty

Am heutigen Pfingstsonntag haben Karin und ich eine kleine Grillparty organisiert. Das heisst, eigentlich wollten wir am Samstag die Party steigen lassen, doch das durchzogene Wetter hat uns im Laufe der Woche dazu veranlasst, das ganze auf den Sonntag zu verschieben. Das hat sich wirklich auch gelohnt, denn heute war das Wetter wieder besser und für eine Grillparty eigentlich richtig gut. Natürlich ging es bei dieser Party auch darum, dass ich mich von meinen Freunden verabschieden konnte, denn bis ich von meiner Sommeerreise zurückkomme, werde ich die Meisten ja nicht mehr sehen.

Es war ein sehr schöner Abend, mit gutem Essen und vielen anregenden Gesprächen, was mir sehr gut gefallen hat. Klarerweise freue ich mich auf meine langen Sommerferien, doch irgendwie beschlich mich dann doch ein etwas mulmiges Gefühl. Das will ich einfach alles zurücklassen? Wirklich? Dreieinhalb Monate ohne meine Frau, meine Freunde, unsere Katze, das schöne Haus in angenehmer Umgebung, den Schrank voller Kleider und die Garage voller Fahrrräder, das Wasserbett, die schöne Dusche, ... Ja, da hat mich dann doch etwas der Mut verlassen ... klar, das ist das mir Bekannte und vor mir liegt ein Sommer voller neuer Erfahrungen und voller Unbekanntem. Das schüchtert dann doch etwas ein.

Zum Glück stieg nicht Angst in mir auf, sondern Dankbarkeit. Ja, ich bin wirklich sehr dankbar für die Fülle, die mein Leben bietet und all die lieben Menschen, die mich begleiten. Es ist ja auch nicht so, dass ich das alles einfach so hinter mir lasse. Ich werde wiederkommen und würde mich natürlich sehr freuen, mein bekanntes Umfeld wieder anzutreffen. Es ist wirklich nur eine Auszeit und kein Abbruch. Innerlich sehe ich auch mein zukünftiges Leben in dieser Umgebung und mit diesen Menschen. Das gibt mir ein gutes Gefühl mit auf den Weg... Danke Euch allen!

zweiteilige Ausfahrt

Heute Abend waren wir bei Freunden zum Pizzaessen eingeladen. Weil wieder so schönes Wetter war, konnte ich das gut mit meiner Samstagstrainigseinheit verbinden. So war die Idee, dass Karin mit dem Auto zu den Freunden fährt und ich dort das Velo in den Kofferraum packe, damit wir nachts gemeinsam heimfahren können.

Die heutige Tour startete über bekannte Strassen und Velowege nach Uster. Heute wollte ich aber nicht über den Pfannenstiel nach Meilen an den Zürichsee, sondern ich fuhr von Egg hoch zur Forch und von da zum Zollikerberg. Es war super Wetter, es herrschten perfekte Bedingungen und ich war gut in Form. So macht Radfahren auf der Strasse wirklich Spass und es lässt sich viel geniessen. Während der Fahrt versuchte ich mir natürlich die lange Velofahrt im Sommer vorzustellen. Wie fühle ich mich wohl nach 20, 30 oder gar 60 Tagen im Sattel? Wie muss ich überhaupt fahren, damit ich "vorwiegend" unterwegs sein kann?

Vor allem zu Beginn werde ich darauf aufpassen müssen, nicht zu viel Zeit pro Tag im Sattel zu sitzen um mich nicht gleich leer zu fahren (oder mir Sitzbeschwerden einzuhandeln). Es folgen so viele Berge, dass ich wirklich jeden Tag so fahren muss, dass ich das 20 oder 30x hintereinander tun kann. Es wird bestimmt schwierig werden, Energieverbrauch und -zufuhr etwa ausgeglichen zu halten. Während der Fahrt muss ich vor allem darauf achten, möglichst viel im aeroben Bereich zu fahren. Ich darf mich also nur soweit belasten, wie ich zur Energiebereitstellung genügend Sauerstoff in den Körper kriege. Bei Puls 130 belaste ich mich zu 75% Prozent, ich denke da liegt etwa der Zielbereich. Weil dies bei Anstiegen aber kaum möglich sein wird, wird es wichtig, dass ich mich auf flachen Zwischenstücken oder auf Abfahrten entsprechend erholen kann. Da muss ich kompensieren können. Über Alles wird Gleichmässigkeit vermutlich zum Zauberwort. So etwas lässt sich gar nicht trainieren...

Nach etwas über 70 schönen Kilometern traf ich bei unseren Freunden ein. Der Hausherr feuerte bereits den Pizzaofen ein, was meine Vorfreude auf die feinen, selbstgemachten Pizzen gleich kräftig anheizte. Während des Essens erzählte ich von der geplanten Sommerreise und im Gespräch stellten wir dann fest, dass wir uns nicht -wie angedacht- in Süditalien treffen können. Das passt zeitlich einfach nicht zusammen. Sie sind Anfang bis Mitte Juli da und in 30 Tagen ab Tourstart werde ich diese Distanz nicht schaffen. Das ist etwas schade, denn dieses Treffen hätte bestimmt Spass gemacht.

Nach drei Pizzen folgte zum Dessert noch eine Erdbeertorte mit Kaffee... Herrlich... Nur, all die Kalorien machen fast ein bisschen ein schlechtes Gewissen. So kam mir die Idee, dass ich doch mit dem Fahrrad auch wieder nach Hause fahren könnte. Auf direktem Weg sind das knapp 30 Kilometer, die ich in etwa eineinhalb Stunden packen kann. Die Idee gefiel mir und so zog ich mir wieder die Veloklamotten an. Diesmal zusätzlich Knielinge und eine leichte Jacke, was für diese laue Nacht gut reichte. Die Beleuchtung hatte ich natürlich auch dabei.

Kurz nach halb elf Uhr stieg ich also wieder auf das Velo und genoss eine herrlich frische Nacht. Ja, Nachtfahrten haben schon ihren speziellen Reiz... ein meditativ gemütlichen Reiz. Kurz nach Mitternacht war ich zu Hause. Das war sehr, sehr schön. Das GPS sagt: 100km., 4:54 Std., 800 Hm.

1. Mai Sonntagsausflug

Heute Abend war ich zu einer kleinen Grillparty eingeladen und weil wieder so schönes Wetter war, war auch klar, dass ich da mit dem Velo hinfahre. Ich dachte "ich sollte ein kleines Präsent mitbringen". Am besten etwas Originelles... Da hatte ich eine Idee... Ich fahre an die 1. Mai-Demo in Zürich und bringe einen frisch geworfenen Krawall-Pflasterstein mit. Natürlich war das eher ein Scherz, doch etwas Velo-Gaffen konnte ich ja trotzdem. Dabei war ich dann ob des grossen Polizei-Aufgebots doch beeindruckt. In fast allen Seitenstrassen standen Einsatzwagen und gut ausgerüstete Polizisten. Das Grossaufgebot sollte wahrscheinlich die Chaoten abschrecken und aufzeigen, dass sie schnell und massiv eingreifen können. Als ich da vorbeikam war also alles ruhig. Für das Präsent musste ich also trotzdem eine Feinbäckerei aufsuchen...

Von Zürich fuhr ich dem linken Seeufer entlang nach Horgen und von da mit der Fähre rüber an die Goldküste, nach Meilen. Direkt bei der Fährstelle gibt es einen netten kleinen Kiosk, der immer guten Kaffee und feine Mandelgipfel anbietet. Das konnte ich mir natürlich auch heute nicht entgehen lassen. Dies auch deshalb, weil nachher noch die Steigung des Tages, hoch auf den Pfannenstiel, auf dem Programm stand.

Ich nahm es gemütlich und genoss während der Auffahrt die stets gute Aussicht über den Zürichsee und das dahinterliegende Mittelland. Das Wetter des letzten Monats ist einfach unglaublich. Immer schön und meist auch wirklich sonnig. An den letzten richtigen Regentag kann ich mich schon kaum mehr erinnern. Man könnte jeden Tag Velo fahren...

Die Grillparty fand in einer ganz neuen Überbauung statt, wo Freunde eine Gartenwohnung gekauft haben. Wobei es da noch eine kleine Einschränkung gibt, denn der Garten ist noch nicht. Die Häuser sind erst gerade fertig gebaut worden und die Umgebungsarbeiten kommen erst noch. Die Wohnung und die Häuser sind sehr schön und wenn es rund herum dann auch noch begrünt ist, lebt sich da bestimmt sehr angenehm. Wir wurden fürstlich bewirtet und haben uns gut unterhalten, so dass die Zeit wie im Flug verging.

Es war schon nach halb elf Uhr nachts, bis ich mich verabschiedete. Ich hatte Licht und Zusatzkleider dabei und so freute ich mich richtig auf eine gemütliche Stunde Heimfahrt. Die hat mir dann so gut gefallen, dass ich noch eine kleine Zusatzschlaufe gefahren bin um an einem schönen Aussichtspunkt mal die Sicht "by night" zu testen. Das war ein wunderbarer Sonntag und ein gelungener erster Mai. Das GPS sagt: 84 km., 4:08 Std., 720 Hm.

Safiental

Nach einem ausgedehnten Frühstück packten wir unsere Sachen im Ferienhaus langsam wieder zusammen. Die zwei, drei kleinen Putz-Jobs wurden verteilt und schon bald war alles wieder so hergerichtet, wie man sich bei Ankunft ein Ferienhaus wünscht. Unser Gastgeber zeigte uns die nähere Umgebung und so fuhren wir mit dem Auto ganz nach hinten ins Safiental. Das Tal ist zeitweise extrem steil und schroff, deshalb ist es wintersportmässig nicht erschlossen. Es ist ruhig und wirklich abgelegen. Man sieht nur wenige Touristen, ein paar Tourengeher, ein paar Schneeschuhläufer, ein paar Wanderer. Absolut entspannend.

Beim einzigen Restaurant sitzen wir draussen in der Sonne und geniessen nochmals einen herrlichen Wintertag. Wir können sogar Rehe, Gämse und ein paar Steinböcke sehen; einfach so, in freier Wildbahn. Sie suchen an schneefreien Stellen nach Futter und immer wenn sie wieder über den Schnee gehen, kann man sie erkennen. Das war wirklich sehr schön.

Im Laufe des Nachmittags machen wir uns auf den Nachhauseweg und tauchen dazu wieder unter die Hochnebeldecke. Der zuvor so strahlend blaue Himmel verbirgt sich schon bald hinter dem Dunst und die zuvor so leuchtenden Farben werden wieder blass und kraftlos... Ein, zwei Tage in den Bergen haben einen wirklich grossen Erholungswert! Das war ein Super-Weekend! Danke!