Silvester!

Ein freier Nachmittag, ungeduscht und unrasiert, aber mit Alkohol und Zigaretten vor dem Monitor. Das sind gute Voraussetzungen für einen Jahresrückblick... Der "Honig Malt Whisky Likör" ist ein Weihnachtsgeschenk und passt super zu einer heissen Tasse Milchkaffee...

Zuerst mal eine drehen und rauchen... also womit soll ich beginnen...

2013 war das Jahr 1 mit Arjun. Schon im Janaur führten wir Gespräche über eine Zusammenarbeit und ab April legten wir dann auch zu zweit los. Ich gab ihm ganz offiziell einen Job, mit AHV, SUVA und PK, alles ganz korrekt angemeldet und einbezahlt.

Während der Saison haben wir uns meist nur bei gemeinsamen Rundfahrten (oder zu Reparaturarbeiten) getroffen. Ansonsten hatten wir einen ganz anderen Ansatz. Ich arbeite tagsüber und mache viele Sightseeingtouren und er arbeitet vorwiegend nachts und macht viele Taxifahrten im Kurzstreckenbereich. Beides hat ansprechend gut funktioniert. Wir  hatten dadurch viel Präsenz und erarbeiteten uns unseren eigenen Platz in der Gesellschaft von Zürich. Vorher gab es da nichts. Heute gibt es Bike Butler!

Am 18. April war die Fernsehsendung bei Aeschbacher. Drei Tage später, am 21. April, wurde in der Stadt Zürich überraschend Richard Wolff in den Stadtradt gewählt und Arjun hat ihn zur Wahlannahme ins Stadthaus gefahren. Da berichteten schweizweit die Medien und eine Bike Butler Rikscha war sogar in der Tagesschau zu sehen! Cool! Das hat über ein paar wenige Tage hunderte von neuen Klicks auf der Homepage gebracht. Nochmals einen gewaltigen Peak gab dann die Sendung "Züri West Night live!" Mitte Juni, wo wir nochmals etwa 7 Minuten Fernseh-Präsenz erhielten. Von da weg ging's dann wirklich los!

Juli war mein Rekordmonat. 26 Tage, über 230 Stunden und über 1'100 Kilometer war ich mit der Rikscha unterwegs. Am Samstag, 6. Juli, bin ich über 102 Kilometer im Sattel gesessen. In brutto 17 Stunden, Samstagnacht von "Züri-Fäscht". Im Juli absolvierte ich über 70 Stadtrundfahrten. Es lieft wie am Schnürchen.

Im August hatte ich dann -wie auch schon letztes Jahr- eine erste, leichte Krise. Ich war müde nach diesem verrückten Juli und sah doch noch überhaupt kein Ende, denn ich muss bis Ende Oktober durchhalten und das ist noch weit weg. Zwei Ruhetage mehr und auch ein paar Fahrten weniger als im Juli waren die Folge davon. Trotzdem: der zweitbeste Monat aller Zeiten.

Am 30. August gab's dann die zerstörte Rikscha. Zum Glück wurde niemand verletzt und der Schaden konnte finanziell geregelt werden, doch Fahrten mit 3 Rikschas lagen ab da nicht mehr drin. Ausserdem musste ich nun für Hochzeiten immer wieder umdekorieren und konnte nicht einfach nur rasch die Rikscha wechseln.

Am Sonntag, 23. September war "Zürich Multimobil", eine Mobilitätsausstellung der Stadt Zürich mit Partnern. Wir (Bike Butler) waren der Rikschapartner und machten an diesem sonnigen Herbsttag viele Gratisfahrten. (Da wäre die dritte Rikscha schon sehr toll gewesen). Karin betreute unseren kleinen Stand und informierte Intressenten über unsere Aktivitäten. Das war ein gelungener Anlass.

Oktober war dann schon so etwas wie das Runterfahren vor den Ferien. Immer noch 40 Rundfahrten gaben eine gute Basis und dazwischen nahm ich es oftmals nicht mehr so streng. War ganz o.k.

Anfang November dann zuerst die zwei Wochen Ferien in Florida und auf Barbados. HERRLICH! Tolle Natur, herrliches Wetter, klares Meer, ein Paradies...

Zuhause musste ich mich dann zuerst wieder an nass und kalt gewöhnen. Es plätscherten noch ein paar Fahrten herein, doch mich beschäftigte mehr der Kauf von zwei weiteren Rikschas und damit natürlich der Idee, weiter zu wachsen und mehr Rikschas auf die Strasse zu bringen. Mehr Rikschas = mehr Möglichkeiten = mehr Werbefläche = mehr Aufwand = mehr Risiko.

Dass ich die zerstörte Rikscha ersetzen wollte, war immer klar. Die Gründe für eine weitere, eine 4. Rikscha, waren dann schon weniger konkret. War's der innere Wunsch nach Wachstum? Oder einfach nur, damit ich mich noch ein bisschen mehr anstrengen muss als bisher, damit es nicht langweilig wird? Mehr Rikschas heisst doch ganz einfach auch mehr Möglichkeiten und das ist ganz sicher interessant. Zudem hatte ich den Eindruck, dass ich jetzt, gegen Ende eines wirklich guten Jahres, den möglichen Gewinn durchaus in ein weiteres Fahrzeug investieren kann.

Anfang Dezember holte ich dann zwei Rikschas in München und langsam musste ich nun konkret werden. Wann genau will ich die 3. Rikscha fahren lassen? Nur dann kann ich die Werbeflächen auch wirklich vermieten. Und dann brauche ich zwingend einen oder mehrere Fahrer. Ja, da gibt's noch ein paar Knackpunkte. Immerhin: Ich fand rasch eine tolle Garagen-Lösung, wo wir ab 01.01.2014 alle Rikschas unterbringen können. Dazu kam dann noch das Buchhaltungszeugs, die Ideen zur Gründung einer GmbH und das Silvestervideo und bumm! Bin ich schon wieder am heutigen Silvestertag angelangt. Ja, 2013 war ein richtig spannendes und interessantes Jahr und Bike Butler ist finanziell selbsttragend geworden. Sehr gut!

Der letzte Abschnitt soll doch nun die Wünsche und Hoffnungen für 2014 offenlegen. In erster Linie wünsche ich mir bestmögliche körperliche Gesundheit. Das ist sicher matchentscheidend! Sonst? Ich wünsche mir glückliche Zufälle und kein Pech. Viele interessante Menschen. Hoffnungen mache ich mir eigentlich keine. Ich vertraue den positiven Kräften des Lebens und will jedem Tag offen und mit Freude begegnen.

Das bringt mich zum Schluss dieses Beitrags. selbst-VERTRAUEN. Das habe ich gelernt im Jahre 2013. Ich vertraue darauf, dass sich die Bike Butler Rikschageschichte positiv entwickelt und dass ich da ganz genau am richtigen Ort in meinem Leben bin. Nach vielen Zweifeln und ganz normalen Startschwierigkeiten komme ich mir erstmals so etwas wie angekommen vor und finde in eine Phase des Vetrauens. Ja, alles ist gut, so wie es ist! Ich brauche mich nicht zu verstellen und niemand steht mir im Licht. Ich kann freudig und wachen Auges ins neue Jahr schreiten und mein Ding durchziehen. Alles ist gut...

happy new year!

Am gestrigen Silvester waren wir mit Freunden in der Stadt Zürich. Nach einem feinen Eseen und einem kurzen Disco-Abstecher entschieden wir uns, ans Seebecken zu pilgern um das Neujahrsfeuerwerk anzusehen. Das war dann auch wieder grandios, auch wenn der Nebel die am höchsten gezündeten Raketen (und somit auch die Grössten) etwas verdeckte. Dem grossartigen Erlebnis und der guten Stimmung tat dies jedoch keinen Abbruch.

Heute verlebten wir dann einen ruhigen Tag zu Hause. Ich habe gelesen, etwas im Internet gesurft und dann noch die Jahresstatistik fertig gemacht. Für mich selbst habe ich dann das Jahr 2010 auch geistig abgeschlossen. Natürlich könnte ich die Zahlen noch etwas analysieren, doch dazu habe ich nicht wirklich Lust. Nur so viel: Der Durchschnitt von 1:30 Std. Sport pro Tag lag so hoh wie nie zuvor, auch wenn ich schon mehr Velokilometer gefahren bin, so hat demgegenüber der Anteil an alternativen Tätigkeiten zugenommen und das hat mir mehr verschiedene Eindrücke vermittelt, was ich bestimmt als Plus in Erinnerung behalten werde.

Nun ist das neue Jahr angebrochen und naturgemäss richtet man am 01.01. den Blick etwas nach vorne. Was mag dieses Jahr wohl bringen? Dabei liegt mein diesjähriges Augenmerk etwas mehr auf der beruflichen Seite. Ich weiss, dass Änderungen kommen werden und weil ich diese noch nicht einschätzen kann oder auch, weil ich sie noch bewusst weit offen lasse, weiss ich noch nicht genau, was ich darüber denken soll. Es ist ein Gemisch aus Vorfreude und Unbehagen. Denn, wer verlässt schon gerne die Komfortzone? Dazu noch freiwillig? Und ohne konkreten Plan? Ja, das wird spannend.

Ich umschreibe die Ausgangslage mal so: Das erarbeitete Fundament bietet nun viele Möglichkeiten und Freiheiten. Dieses Fundament erarbeitete ich mir durch Tätigkeiten die mir persönlich (leider) nicht entsprochen haben, deshalb will ich etwas ändern. Das kitzekleine Problem dabei ist, dass mich die Schaffung dieses Fundaments von mir selbst entfernt hat und ich deshalb heute kaum mehr weiss, was mir denn wirklich entspricht. Ich muss also erstmal zum Stillstand kommen, in mich gehen und all den geistigen Schutt der letzten Jahrzehnte abwerfen. Nach der Befreiung brauche ich eine Phase der Reinigung und Läuterung. Dies erscheint mir sehr wichtig und bevor ich da durch bin, will ich mich nicht festlegen.

Natürlich drängt mein Geist/Verstand dazu, sofort die Zukunft zu planen und möglichst keine Unsicherheiten einzugehen, doch wenn man nur noch im Nebel steht ist es halt schwierig, eine neue (und richtige) Richtung zu erkennen. Man braucht etwas Zeit, muss etwas aufsteigen und die Wolken hinter sich lassen um den Überblick zu erlangen. Dann kann man wählen und entscheiden. Natürlich birgt dies Risiken und natürlich bewege ich mich auf unbekannten Terrain, doch auch mir bleibt nicht ewig Lebenszeit. Nur zu funktionieren reicht einfach nicht mehr. Ich habe in den letzten Jahren auf einiges verzichtet, habe Abhängigkeiten abgebaut und nun beschleicht mich das ungute Gefühl, dass ich Handeln muss, dass ich den Sprung ins Ungewisse wagen muss, weil ich sonst irgendwann den Mut und die Kraft nicht mehr aufbringe um überhaupt noch zu springen. Also werde ich 2011 springen!

Ich wünsche allen Lesern ebenfalls ein gutes und ereignisreiches neues Jahr! Möge uns das Vertrauen in uns selbst und in die Zukunft an neue Ufer führen!

das war der Januar

Winterlich und kalt. Laut Medienberichten war es hier im Monatsdurchschnitt 1,5° Grad kälter als im Mittel der vergangenen 20 Jahre. So gesehen bin ich zufrieden, insgesamt 5x auf dem Velo gewesen zu sein. Dazu 4x Squash, 3x Group-Fitness und 3x Schneeschuh laufen, macht 15 Aktivitäten im Januar (also jeden zweiten Tag etwas). Hinzu kam die morgendliche Gymnastik und die Thai-Chi-Übungen am Abend. Dass ich diese Bewegungsübungen noch vermehrt machen kann kann erkenne ich daran, dass ich dennoch an acht Tagen im Januar Null Minuten Aktivität in meine Liste eingetragen habe. Das lässt sich noch verbessern.

So wenig Kilometer wie in diesem Januar bin ich seit 2005 nicht mehr gefahren. Nur, das nimmt auch an Wichtigkeit ab. In den letzten Jahren bin ich eigentlich nur Rad gefahren und mittlerweile mag ich viele unterschiedliche Aktivitäten. Es leiden zwar die Velokilometer, doch die Zeitbilanz verbessert sich. Mit den insgesamt 36 Stunden Aktivität bin ich wirklich zufrieden. Das macht im Schnitt eine Stunde, zehn Minuten Bewegung pro Tag. Da bin ich sogar mehr als zufrieden.

Gesundheitlich kämpfte ich im Januar über zwei Wochen mit einer leichten Erkältung, die nie wirklich schlimm wurde, doch auch nicht wirklich weg ging. Zuerst waren es Schluckbeschwerden, dann Schnupfen und zum Schluss noch Husten. Von allem etwas. Im Laufe des Monats ist mir dann aufgefallen, dass ich mich meist im Januar erkältete, oder dass ich sogar grippekrank im Bett lag. Diesmal war es nur eine Erkältung. (Doch der Winter ist ja noch nicht vorbei).

Ich bin zufrieden mit dem Start ins neue Jahr und wenn ich so weiter mache, bin ich im Sommer wirklich gut in Form. Das motiviert mich, um weiter dran zu bleiben.