TREK Superfly 100

Jürg kam auf die heutige Trainingstour mit seinem brandneuen 29er Mountainbike. Er leistete sich das Topmodell von TREK, das Suplerfly 100 Pro in Grösse L. Natürlich mussten wir vor der Losfahrt das nigelnagelneue Bike ausgiebig beäugen und so machte ich auch gleich ein paar Fotos.

Das TREK Superfly 100 Pro ist ziemlich gut vergleichbar mit meinem Santa Cruz Tallboy. Beides 29er Fullies mit 100mm Federweg am Heck und 120mm an der Front. Leichte Carbonrahmen und Top-Komponenten. Das TREK ist mit der 142/12mm Steckachse am Hinterrad noch einen Tick moderner gegenüber dem 9mm-Schnellspanner am Santa Cruz. Die Farben sind sehr dezent. Schwarz-Weiss dominiert, doch die braun-goldenen Dekors passen sehr gut und die zwei, drei roten Farbtupfer runden das Ganze stilvoll ab.

Das ist ein sehr schönes Bike und es sieht auch stimmig aus, wenn Jürg damit fährt. Ich wünsche ihm natürlich viel Spass mit dem neuen Sportgerät und freue mich auch viele schöne, gemeinsame Touren. Die heutige Standardrunde war jedenfalls super schön, denn die Herbstsonne rang den Morgennebel doch noch nieder und so leuchtete das verfärbte Laub der Bäume in immer neuen Gelb- Braun- und Rottönen. Sehr, sehr schön.

Flamme Rouge

Heute war ich nochmals bei Christoph's Velogeschäft flamme rouge. Der Name leitet sich von einem roten, dreieckigen Wimpel ab, der auf jeder Etappe der Tour de France den jeweils letzten Kilometer bis zum Ziel anzeigt. Christoph ist ein Velo-Enthusiast und Bike-Messi. In seinem Geschäft stapeln sich Rennvelos, Bahnräder, alle Arten von Strassen und Cityrädern, Mountainbikes, Singlespeeds und Fixies (Singlespeed = nur ein Gang, mit Freilauf. Fixie = nur ein Gang, Starrlauf). Das wirklich Spannende ist jedoch, dass fast jedes Rad irgendwie speziell ist. So richtig normal ist fast nichts. Alles hat irgendeine Geschichte, die einem Christoph auch gerne erzählt. Als Beispiel dieses schöne Bike. Ein Cielo.

Das Cielo ist ein Stahl-MTB der neusten Generation. Für 29-Zoll Laufräder und mit verschiebbaren Ausfallenden (um bei Singlespeed die Kette spannen zu können). Hinter der Marke Cielo steht Chris King, eine der Lichtgestalten im amerikanischen MTB-Geschäft. In Insiderkreisen schon seit Jahrzehnten bekannt für seine edlen und langlebigen Steuersätze und perfekt gelagerte Radnaben und Innenlager. Die pinkfarbenen Naben und der Steuersatz am Kish ist auch von Chris King. Auch am Santa Cruz tallboy fahre ich einen Chris King Steuersatz. Das sind Spitzenprodukte.

In Zeiten von papierleichten Carbonrahmen ist der Bau von Stahlrahmen eigentlich anachronistisch, weil zu schwer, zu weich, zu wenig spektakulär. Trotzdem hat Stahl Charme oder wie die Amis sagen "steel is real!", gut gemacht, bietet es einfach tollen Fahrkomfort. Das ist die Basis für edles Understatement. Ein paar kleine Details lassen dann die Klasse von Chris King durchscheinen. So haben z.B. die verbauten Paragon-Ausfallenden speziell gefertigte Schlitten zur Radbefestigung, oder das Steuerrohr ist so gross gewählt, dass das neue, intergrierte Steuersatzlager fast unsichtbar eingebaut werden kann. Die aufpolierten Verstärkungsringe sind ziemlich schick und der Headbadge hat echt Stil. Der Rahmen ist aufwändig und mehrfach lackiert, was ein gewisses Schimmern erzeugt. Sehr schön. Wie es sich gehört, hat Christoph das Bike als Singlespeed aufgebaut. Für mich ist der Rahmen (zum Glück) zu klein, wie man an der zu weit ausgezogenen Sattelstütze erkennen kann.

Wir plauderten noch etwas und ich bedankte mich für das Einstellen des Lagerspiels von letzem Samstag. Das hat gewirkt und das Hinterrad läuft nun perfekt. Zum Schluss tauschten wir noch den vorderen Schnellspanner am Kish. Das heisst, neu fahre ich keinen Schnellspanner mehr. Es ist nun nur noch eine Stahlachse, welche mit einem Imbusschlüssel verschraubt wird. Ein einfacher aber effektiver Diebstahlschutz.

Auf dem Heimweg machte ich einen Halt bei meinem Lieblings-Döner-Stand und genehmigte mir seit Monaten wieder einmal einen feinen Döner Kebab im Fladenbrot, mit alles, scharf! Das hat lecker geschmeckt und mich für die letzten Kilometer gut motiviert. Schön war's!

Titaniumtreffen am Bodensee

Letztes Jahr fand am 4. Mai das erste Titaniumtreffen am Bodensee statt. Wobei "am Bodensee" eigentlich eine falsche Bezeichnung ist, denn das Treffen findet jeweils in Degersheim statt und das ist doch eine ganze Ecke vom Bodensee entfernt. Wie auch immer.

Ich musste also ziemlich früh aus den Federn um um 09:30 Uhr zum gemeinsamen Frühstück und warm-quatschen in Degersheim zu sein (ein knappe Stunde Autofahrt). Der Organisator verfügt über einen schönen japanischen Ziergarten und diesen stellten wir heute voll mit unseren Fetisch-Objekten: Mountainbikes aus Titanrohren. Das Übersichtsfoto aus dem ersten Stock gibt einen schönen Eindruck. Man konnte stundenlang fachsimpeln und über einzelne Teile philosophieren.

Diesmal waren insgesamt 10 Titanbikes am Start. Jedes ein Unikat und jedes mit viel Liebe für genau eine Person aufgebaut. Im Vergleich zum letzten Jahr waren heuer zwei Titan-Fullsuspension Mountainbikes da. Sowohl am TITUS wie auch aum ERIKSEN  waren Hinterbauten aus Karbon und Aluminium verbaut und der Hauptrahmen war aus Titan.  Nebst ganz neuen Bikes gab es aber auch diesmal wieder Klassiker zu sehen. Das Merlin mit ibis-Starrgabel und U-Brake war noch aus den 80er Jahren und das MARIN Titanhardtail (auch mit Starrgabenl) war kaum neuer. Beider Bikes waren weitgehend original aufgebaut und auch so gefahren.

Ich habe nicht viele Fotos gemacht (weil eh alle so viel fotografierten), doch das neueste Bike musste ich natürlich auch ablichten. Es ist ein Kent ERIKSEN Fully mit YETI-Hinterbau. Der Rahmen ist am Freitagabend aus den Staaten beim Besitzer eingetroffen und er hat gestern Samstag das Bike gleich fertig aufgebaut und heute stand nun eine erste Tour auf dem Programm.

Mit glänzenden Augen wird erzählt, wie "der Meister hymself" im eMailverkehr zu den einen oder anderen Änderungen angeregt hat und wie das ganze Geschäft in etwa abgewickelt wurde. Spannend und interessant zu hören. Gerade die Kommunikation über den grossen Teich ist doch sehr wichtig, wenn man schon wirklich auf Mass fertigen lässt und gewillt ist, dafür doch recht viel Geld auszugeben. Das Resultat ist wirklich sehr schön und gelungen. Auch die roten Rotor-Teile (aus Spanien) passen super zu den eloxierten Teilen. Ein wirkliches Traumbike! Viel Spass damit.

Traumbike: Edelweiss

Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich schon einmal über Jürg's Edelweiss-Bike berichtet. In der Zwischenzeit hat sich einiges getan und deshalb schreibe ich hier gerne noch einen Beitrag zu diesem Traumbike.

Der Knaller war natürlich der Artikel in der Zeitschrift bike, der grössten europäischen Bikezeitschrift. In der August-Ausgabe war in der Rubrik Leserbike folgende Doppelseite abgedruckt (Achtung: lange Downloadzeiten). Der Redakteur und eine Fotocrew besuchten Jürg im April und er musste sich danach noch bis August auf die Zunge beissen, um uns Bikekollegen ja nichts zu verraten. Dafür war dann die Überraschung auch absolut gelungen! Ich blätterte damals so locker durch die Zeitschrift und stoppte dann plötzlich bei den Bildern. Halt! Zurück! Dieses Bike kenne ich doch! Den Typen doch auch! Ich war wirklich völlig überrascht und platt! So cool!  Die ganze Geschichte, Bilder wie Text, sind wirklich gut gelungen.

In der Zwischenzeit hat Jürg mit diesem schönen Bike schon einige Kilometer gemacht. Das Edelweiss ist eine echte Herzensangelegenheit, mehr als nur ein Sonntagsbike. Die bisherige Krönung war bestimmt die Bikewoche im Berner Oberland, wo Jürg mit dem Edelweiss unterwegs war. Mehr Bilder von dem Bike sind also diesem Fotoalbum zu sehen.

Edelweiss wächst nur im Gebirge und da sieht auch das Edelweiss-Bike am besten aus.

 

Serotta TiMAX 29er

Am 18. Oktober  habe ich dieses Bike in München gesehen und nach einem zweiten, etwas genaueren Blick wurde mir klar, dass es sich dabei um ein echtes Traumbike handelt.

Das Serotta TiMAX 29er ist von der Bauart vergleichbar mit meinem KISH 29er. Es ist ein Hardtail aus edlen Titanrohren auf 29-Zoll-Laufrädern. Nur, das Serotta ist noch edler und leichter aufgebaut. Geschaltet wird mit Shimanos Topgruppe XTR und gebremst mit den leichten AVID Ultimate Scheibenbremsen. Besonders leichte FRM-Felgen mit dünnen Speichen, grüne KING-Naben und dazu passend grüne und rote Speichennippel, rote tune-Schnellspanner, leichte SCHWALBE-Reifen, sehr schön das Alles. Zur MOOTS-Ti-Sattelstütze passend ein leichter MOOTS-Ti-Vorbau (eigentlich das Strassenmodell), dazu der standesgemässe Titanlenker. Auch die White Bros. Federgabel ist in Europa doch eher selten zu sehen.

Man erkennt, dass der Besitzer viel Augenmerk auf die  farbliche Zusammenstellung gelegt hat (was nicht einfach ist, angesichts der verschiedenen Rahmenfarben). Viele Schrauben sind rot oder grün eloxiert. Da steckt viel Zeit und Liebe zum Detail dahinter. Mein Respekt! Das ist ein wirklich ausgesprochen schönes Mountainbike! Viel Spass damit und vielen Dank für die schönen Fotos.

zwischendurch

Morgen reise ich bis Donnerstagabend ins Ausland an eine technische Schulung. Bis dann wird also nichts mehr mit bloggen. Heute habe ich eigentlich auch nicht viel zu erzählen, deshalb darf sich der geneigte Leser nur an den  Fotos  ergötzen ;-) . Es handelt sich um ein echtes Schmankerl, ein Retrotec (made in USA), 29er, Stahl, im Newsboy-Look und mit einer sehr schönen Lackierung.

ARROW Sirius Red Racing

Der heutige Traumbike-Beitrag gilt meinem alten Mountainbike. Dies auch deshalb, weil ich es Ende August weggegeben habe.

Die Geschichte dieses Bikes startet eigentlich bei einem anderen Bike. Im April 2001 kaufte ich mein damaliges Traumbike, das ARROW Heaven Red Racing. Nur, der Rahmen brach schon nach knapp 500 Kilometern an der Schwingenaufnahme. Der Rahmen wurde dann zwar rasch auf Garantie ausgetauscht,  doch auch der zweite Rahmen brach wieder an der gleichen Stelle. Die Serviceabteilung von ARROW wollte dann nicht mehr so weiter machen und schlug mir vor, auf den Sirius-Rahmen zu wechseln, da bei diesem solche Schäden nicht bekannt waren. So hielt ich dann im Oktober 2001 das dritte neue ARROW Mountainbike in meinen Händen.

Und ich musste oder durfte zugeben, das Sirius war das bessere, fahrstabilere Bike als das Heaven. Mir war das Design anfangs etwas zu wuchtig, doch ich lernte das Bike nach und nach lieben. Viele schöne Touren, Alpenüberquerungen und als Abschluss den Gigathlon 2007... schön war's! Danke, Sirius! Du warst immer ein klasse Bike und ein treuer Begleiter. Auf dem Bild unten ist die letzte Ausbaustufe zu sehen. Bei genauem Hinsehen erkennt man, dass die sieben Jahre nebst dem Rahmen, nur die Kurbeln, der Umwerfer, die Bremsen und die Schalthebel am Lenker überlebten. Alles Andere wurde mindestens einmal ausgetauscht.

 Wird dies mein letztes 26-Zoll Mountainbike gewesen sein oder kehre ich später wieder zu den kleineren Rädern zurück?

Seven imx

Das heutige Traumbike ist ein echter Hingucker! Es gehört Dominic aus St. Gallen, den ich am Titaniumtreffen am Bodensee kennen gelernt habe. Ihm gebührt auch der Dank für die schönen Bilder und die Teileliste. Der Einsatzzweck dieses Bikes sind Mountainbike-Marathons und schnelle Ausfahrten. Es wurde Anfang 2008 aus Neuteilen aufgebaut und ist konsequent mit Titan- und/oder Carbonteilen bestückt. Alles vom Feinsten! Der schwarz-graue Look ist edelstes Understatement, denn nichts an diesem Bike ist günstig oder schwer... ;-)

Der schöne Rahmen kommt von Seven, einem  der edelsten Titanschmieden der Welt. Das Seven imx ist ein Mix aus Titan- und Carbonrohren Sehr exklusiv, sehr leicht, sehr schnell. Das ganze Rad ist kompromisslos auf Race gebaut und wiegt fahrfertig knapp über 8 Kilo! Echt wahr! Ein wirkliches Traumbike!

Hier die Auflistung der verbautenTeile:

  • Rahmen: Seven IMX, 1395g
  • Gabel: RockShox Reba WC, 1585g
  • Steuersatz: Chris King, 126g
  • Ahead-Kappe + Schraube: inkl.
  • Vorderbremse: Formula GM, 372g
  • Hinterbremse: Formula GM, 380g
  • Vorbau: Syntace ti, 90g
  • Lenker: Schmolke Tlo, 76g
  • Griffe: Bontrager, 26g
  • Sattelklemme: inkl.
  • Sattelstütze: Schmolke SL, 98g
  • Sattel: Spedneedle Marathon 100g
  • Spanner: Tune 56g
  • VR-Nabe: DT 190, komplett 645g
  • HR-Nabe: DT 190, komplett 752g
  • Speichen: Aerolite inkl.
  • Nippel: inkl.
  • Felgen: ZTR 355 inkl.
  • Felgenband: maxxis inkl.
  • Tubelesskit: Milch Stans No Tubes, 100g
  • Vorderreifen: Conti RC 480g
  • Hinterreifen: Conti RC 480g
  • Kurbeln: Shimano XTR 970, 782g
  • Innenlager: Shimano XTR 970, inkl.
  • Kettenblätter: Shimano XTR 970, inkl.
  • Kettenblattschrauben: Alu, inkl.
  • Pedale: Crank Brothers 4Ti, 176g
  • Kassette: Shimano DurAce, 12-27, 180g
  • Kette: Shimano XTR 970, 272g
  • Schaltgriffe: Shimano XTR 970, 240g
  • Schaltwerk: Shimano XTR Shadow, 176g
  • Umwerfer: Shimano XTR 130g
  • Schaltkabel: Gore 105,0
  • Flaschenhalter: King 28g

Anfang einer Sammlung

Als leidenschaftlicher Bikefetischist möchte ich in Zukunft vermehrt Bilder und Berichte von Mountainbikes zeigen, die mir besonders gut gefallen. Zu diesem Zweck habe ich das neue Stichwort Traumbikes eingeführt. Noch sind zuwenige Einträge vorhanden, dass das Stichwort in der linken Seitenleiste auftaucht, doch was nicht ist, kann ja noch werden. Bisher habe ich folgende Beiträge mit dem Stichwort Traumbikes versehen:

Ich möchte gerne mehr Titanbikes bringen und ich kenne ja auch ein paar Besitzer von solchen Schmuckstücken, die ich mal anmailen werde um nach Fotos nachzufragen. Mal sehen, wie sich das entwickelt. Natürlich darf man mir auch  Bilder von  Traumbikes zuschicken. Einzige Bedingung, es werden nur Mountainbikes gezeigt.

Titan Traum

CRISP Titanium 29er, Singlespeed, rigid

Ich sehe mir im Internet wirklich sehr viele Fahrräder -genauer Mountainbikes- an, und ab und zu bleiben einzelne Bilder im Hirn haften und ein paar Tage später suche ich sie dann wieder und schaue sie  mir noch einmal an. So ging es mir auch mit dem obigen Rad... das habe ich bestimmt eine halbe Stunde lang betrachtet und hätte mir gerne noch grössere, schärfere Bilder angesehen, wenn es denn welche gäbe... Das ist Bikepornografie! ;-) vor dem weiterlesen das Bild unbedingt nocheinmal genau ansehen!

Dieses CRISP Titanbike ist ein Einzelstück. Massgefertigt. Für 29"-Laufräder. Titanstarrgabel. Mit nur einem Gang! Leichteste V-Brake-Bremsen. Die roten Farbtupfer sind perfekt gesetzt.  Das Bike ist ein Kunstwerk, eine Skulptur, funktional und minimalsistisch. Daran ist nichts, aber auch gar nichts zu viel. Wäre die Sattelstütze auch noch aus Titan und nicht schwarz... mega-wow!

Um alles wieder ins richtige Licht zu rücken: So etwas kommt für mich nicht wirklich in Frage. Ich kann mir die Geschichte mit nur einem Gang nicht wirklich vorstelllen. Berghoch müsste ich immer schieben. Da bin ich zu schwach für. Genauso wenig kann ich mir noch vorstellen, im Gelände völlig ohne Federung zu fahren. Mein KISH ist selbst mit Federgabel bergrunter ziemlich ruppig und ungemütlich. Ohne Federung? Nein oder höchstens auf der Strasse. Genauso denke ich über V-Brakes. Eigentlich möchte ich nur  noch Scheibenbremsen fahren. Wenn man das nun alles berücksichtigt,  hätte das abgebildete CRISP seine Schönheit und Schlichtheit eingebüsst. Der Zauber wäre weg. Tja, so ist das nunmal. ;-)