VitaltrainerInnen-Treffen am Pfäffikersee

Seit dem Abschluss unserer Vitaltrainerausbildung versuchen wird den Kontakt aufrecht zu erhalten und zu diesem Zweck treffen wir uns nach Möglichkeit alle zwei Monate zu einem gemeinsamen Abendessen. Heute trafen wir uns in Pfäffikon, direkt am See. Diejenigen, die Lust und Zeit hatten, trafen sich etwas früher und machten einen kleinen Ruderbootausflug.

Wie man an den Bildern erkennen kann, war wieder herrliches Wetter. Ein paar Restwolken schmückten den blauen Himmel und mit etwa 24° Grad war es auch angenehm warm. Perfekt um mit dem Velo da hin zu fahren und natürlich auch perfekt für eine Fahrt mit dem Ruderboot. Birgit, Andrea und ich hatten Spass "auf See" und genossen die schöne Abendstimmung. Gegen 19 Uhr trafen wird dann die übrigen Teilnehmer im Restaurant quer. Das ist eine Showbäckerei mit Erlebnisgastronomie. Sehr schön und groszügig gemacht, mit vielerlei Spezialitäten. Die Speisekarte ist ein halbes Buch. Eine interessante Location...

Wir haben uns gut unterhalten und vorzüglich gegessen. Das war wirklich ein gelungener Abend und so war es dann schon nach halb elf Uhr nachts, bis ich mich für den Heimweg parat machte. Nun zog ich Knielinge an, ein Langarmtrikot und darüber noch eine leichte Jacke. Dazu montierte ich die Akkubeleuchtung ans Velo. So war ich gut gerüstet für die etwa 25 Kilometer. Die Nacht war angenehm mild und es hatte nur sehr wenig Strassenverkehr. So machen auch Nachtfahrten Spass. Das war ein schöner Tag. Danke! Das GPS sagt: 66 km., 3:32 Std., 400 Hm.

genauer betrachtet...

Nachdem ich mich gestern ausgiebig mit Haushalt und Garten beschäftigte, war heute mein freier Tag. Klar, dass ich auf's Velo wollte um das schöne Wetter etwas zu geniessen. Wie in den Ferien bin ich zeitig aufgestanden, habe reichlich gefrühstückt und mich dann für die Fahrt bereit gemacht. Draussen war es sonnig, doch ziemlich kühl und windig. Um halb zehn Uhr wurden elf Grad angezeigt und mehr wie 14 oder 15 würde es auch nicht werden. Schönes Frühlingsbikewetter für lange Hose, Windstoppershirt und Langarmjacke, aber nichts für kurze Hosen. Schön war es alleweil.

Während der Fahrt dachte ich an den letzten Blogeintrag und die Kommentare dazu. Erstmal einfach: VIELEN DANK! Man erkennt den gesellschaftlichen Stellenwert des Themas. Dann scheint es mir aber nun doch wichtig, auf ein paar Punkte genauer einzugehen.

Der Titel war: "man sah es kommen..." das heisst, ich war nicht überrascht. Die ganze Geschichte war ein längerer Prozess, der über mehrere Gespräche zu diesem Punkt führte. Ich konnte aber hier, im öffentlichen Blog, nicht darüber berichten.

Ich wollte eigentlich schon lange nicht mehr und war der Sache überdrüssig. Schon die Reduktion von 100 auf 60 Prozent vor -nun auch schon- drei Jahren war ein erster Schritt zur Loslösung. Nun folgt der Zweite und Entscheidende. Nun werde ich zukünftig wieder auf meinen eigenen Beinen zu stehen haben.

Ich bin kein Opfer irgendeiner Strategie! Natürlich trägt mein Stellenabbau (nur einer unter vielen) zur Erreichung der Firmenziele bei. Doch er trägt auch zur Erreichung meiner persönlichen Ziele bei. Man ist fair mit mir umgegangen und hat meinen erbrachten Einsatz entsprechend gewürdigt. Auch die noch weiter gebotene Unterstützung durch ein spezialisiertes Stellenbüro finde ich bemerkenswert. Etwas überspitzt ausgedrückt könnte man sagen, dass wir uns im gegenseitigen Einvernehmen getrennt haben und dadurch eine win-win Situation eingetreten ist, die beiden dient...

Deshalb bin ich derzeit auch nicht traurig oder frustriert. Alles erinnert mich an einen alten Bilderwitz, der mir immer in Erinnerung geblieben ist. Da steht ein kleiner Angestellter vor einem riesigen Chefpult. Dahinter sitzt ein dicker Chef und in seiner Sprechblase steht: "I give you the biggest opportunities of your lifetime! You're fired!" zu deutsch: "Ich gebe Ihnen die grössten Chancen Ihres Lebens! Sie sind gekündigt!"... Dieser Witz ist eigentlich ziemlich zynisch, und doch hat er etwas... aber im positiven Sinne. Mir wurde gekündigt und nun stehe ich vor den grössten Möglichkeiten meines Lebens. (Fast) alles steht mir nun offen.

Ich weiss, was ich nicht mehr will und nicht mehr kann. Das habe ich nun fast dreissig Jahre lang gemacht. Für die zweite Hälfte meines Berufslebens suche ich mehr Berufung und weniger Broterwerb. Noch weiss ich nicht wirklich, was es dann sein wird, doch es wird ganz bestimmt weniger mit Technik zu tun haben, als bisher. Näher ans Leben, näher an die Menschen, so in die Richtung... Die Vitaltrainerausbildung 2008+09 war mal ein erster Schuss ins Blaue und der Grundgedanke, Fitness für Senioren, interessiert mich noch immer. Da lässt sich bestimmt etwas machen und in die Richtung werde ich bestimmt wieder aktiver werden.

Ich werde also -zumindest vorerst- keinen neuen Job suchen. Im Gegenteil. Ich werde möglichst lange von meinen Ersparnissen leben und mir wirklich viel Zeit lassen. Zuerst muss ich mich vom alten Ballast befreien, muss mich reinigen und leer machen. Bevor überhaupt etwas Neues entstehen kann muss ich in mir, in meinem Kopf und in meinem Leben einen Platz dafür schaffen. Eine lange Veloreise wäre dafür ein geeignetes Vehikel...

Auch diese Gedanken sind nicht neu, doch auch darüber konnte ich ja schlecht schreiben. Um es kurz zu machen: Ich plane diesen Sommer, von Mitte Juni bis Ende September möglichst weit durch Italien zu fahren. Wenn es geht: Italien runter bis Sizilien und über Sardinien, Korsika und Elba wieder nach Hause. Mit dem Bike, mit Zelt und Schlafsack. Dreieinhalb Monate oder 100 Tage... Die 100 Tage haben sich eher zufällig so ergeben. Meine Definition war zu Beginn ganz einfach "den Sommer hindurch"...

Es wird sich also etwas tun hier.

Und dies bringt mich nun wieder zum heutigen Tag. Natürlich brauche ich nun einiges an Vorbereitung, an Material und Equipment für so ein Unternehmen. Zelt, Matte, Schlafsack. Gepäckträger, Taschen hinten und eventuell auch vorne am Lenker, um nur ein paar Punkte zu nennen. Heute wollte ich ein paar Teile rekognoszieren. Zelt, Matte, Schlafsack. Dafür war ich nochmals bei TRANSA und habe mich da entsprechend beraten lassen. Da wüsste ich nun in etwa, was ich will. Zelt 2kg, Matte 1kg, Schlafsack 1kg. Soweit so klar.

Ich plane, nach GPS zu fahren und wenn möglich den Blog von unterwegs zu pflegen. Dafür wäre ein kleines Netbook ganz nett. Darauf könnte ich auch Bilder sichern und Beiträge vorschreiben. Also fahre ich zu Mediamarkt und schaue mir verschiedene Modelle an. Hmm. Da bin ich noch unschlüssig. Eilt nicht, kann ich weiter überlegen.

Dann folgte ein Abstecher ins Buchgeschäft. Ich bestellte mir das Buch "Radreisen, Basishandbuch, Reise Know-How" und das Buch "Radfahren ultraleicht". Bevor ich mich entscheide wie ich mein Gepäck transportiere, will ich mich erst noch etwas schlau machen.

Auf dem Nachhauseweg besuchte ich noch eine Vitaltrainerkollegin und wurde da freundlich zum Kaffee eingeladen. Danke, das war sehr nett. So bin ich heute den ganzen Tag mit dem Velo unterwegs gewesen und habe einiges gesehen. Interessant und schön war's. Das GPS sagt: 70 km., 3:52 Std., 500 Hm.

Erholungstag

Das erste Mal aufstehen fühlte sich heute gar nicht gut an. Ich hatte dicke, plumpe Beine und spürte jeden der gestrigen 130 Kilometer... Trotzdem bin ich zeitig aufgestanden und habe mir ein frisches Früchte-Birchermüesli zusammen geschnitzt. Dazu holte ich die Zeitung aus dem Briefkasten und liess so den Tag gemütlich mit einem ausgedehnten Info-Frühstück beginnen. Heute stand "Haushalt" auf dem Programm. Aufräumen, abstauben, Küche, Bad und WC putzen und überall Staub saugen. Dusche schrubben, Bettwäsche wechseln, PET und Altglas entsorgen, einkaufen, Küchenbeleuchtung reparieren, ja, das war so in etwa mein Tagesprogramm. Der Vorteil von Haus- zu Büroarbeit ist, dass man sich im Haushalt viel mehr bewegt. Und wenn man zum Putzen gute Musik auflegt, kann man schon fast Aerobic-mässig staubsaugen oder Flächen reinigen. ;-) . Heute begleitete mich Dire Straits mit einer Live-Doppel-CD durch den Morgen. Diese Bewegung motivierte mich dazu, mich für über eine Stunde in den Keller zu verziehen und mich ganz konsequent mir, meinem Körper und meinem Geist zu widmen. Ich verfügte heute über ein gutes Körpergefühl und so wählte ich Bewegungen und Haltungen, die bereits beanspruchte Muskeln dehnten und lockerten, während weniger beanspruchte Muskelgruppen stärker beansprucht wurden. Somit konnte ich mich gut ausgleichen oder ausbalancieren, wie man will. Auf alle Fälle tat es mir gut und verschaffte mir ein rundes, vollständiges Körpergefühl. Dann versuchte ich mich an ein paar Atemübungen, bevor ich (seit langem wieder einmal) einen Meditationsversuch startete. Hmmm... das kriege ich einfach (noch) nicht hin. Ich bin noch immer viel zu gefangen in meinen auseinander treibenden Gedanken oder in störenden Sinnes- und Körperempfindungen. Keine Spur von innerer Ruhe... Abends war dann ein Treffen der Vitaltrainer/innen 2008+09 angesagt. Wir trafen uns bei einer Freundin zum Grillen im Garten. Das Wetter dazu war wirklich zu 99% perfekt. Es war über 25° Grad warm und windete kaum. Nur die Sonne schien nicht, sonst war es wirklich ideal um draussen zu sitzen, gemeinsam zu essen und sich in die Nacht hinein zu unterhalten. Wir haben angeregt diskutiert und es war schön, viele der Frauen wieder zu sehen. Einige von ihnen sind in der Zwischenzeit aktiv geworden und geben Vitaltrainer-Unterricht in irgend einer Form. Aqua-Fit ist sehr gefragt und drei oder vier von ihnen stehen nun regelmässig am Bassinrand und animieren Menschen zu gesunder Bewegung im Wasser. Nordic-Walking scheint nicht zu funktionieren. Hier finden sich kaum zahlungswillige Kunden. Andere geben Ernährungsvorträge oder Bewegungslektionen im Reha-Bereich. Wirklich sehr interessant. Und klarerweise kommt da die Frage: "Beat, was machst Du denn so?" "Ähmm... ich... ? nichts... ? Ich bevitaltrainere mich selbst. Seit Anfang Jahr versuche ich viel von dem Gelernten an mir selbst aus. Ich bewege mich viel, achte vermehrt auf eine gesunde, natürliche Ernährung und schaue für ausreichend Entspannung. Tja, das ist es." Das regt natürlich zur Reflexion an. Wie so viele Andere habe ich die meiste Zeit meines Lebens fünf Tage die Woche gearbeitet und hatte zwei Tage frei. Wenn ich´s mir recht überlege, ziemlich genau 30 Jahre lang. Von 15 bis 45... Seit Anfang Jahr hat meine Standard-Woche nun nur noch drei Arbeitstage und dafür vier freie Tage. Und was das wirklich heisst, bin ich am erfahren. Es birgt eine unglaubliche Lebensqualität, wenn man über mehr freie Tage als Arbeitstage verfügt. Es gibt mir das Gefühl, Herr über den grössten Teil meiner Lebenszeit zu sein. Und das ist neu und eröffnet mir ganz neue Perspektiven. Ich kann tun und lassen was ich will und muss dabei Null Einkommen generieren. Solange ich nicht über die Stränge schlage, reicht mein 60% Gehalt. Es besteht also kein Druck um an der momentanen Situation etwas zu ändern. Ich bin fast geneigt zu sagen: Besser kann´s ja kaum noch kommen. Natürlich will ich mich längerfristig in den Trainings- und Gesundheitsbereich verlagern, doch momentan will ich halt eben vor allem mal mich selbst trainieren und auf Vordermann bringen. Im Zuge dieser Anstrengungen mache ich ja auch viele neue Erfahrungen und ich denke immer wieder, dass es mir eben genau daran mangelt. An der Erfahrung, an der Selbsterfahrung. Deshalb nehme ich mir nun diese Zeit um die gelernten Themen an mir selbst auszuprobieren und eben Erfahrungen zu sammeln. Und das braucht Zeit. Zeit die ich jetzt habe und deshalb jetzt dafür einsetze. Deshalb kann ich Vitaltrainermässig so "Nichts" vorweisen.

Treffen der Vitaltrainer-Klasse 08+09

Heute Abend trafen wir uns ein erstes Mal nach Abschluss der Ausbildung zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch. Direkt beim Bahnhof Winterthur besuchten wir ein schönes Restaurant und an einem grossen Tisch konnten wir uns gut unterhalten und vorzüglich essen.

Was ich mir merken will: Von den 12 abgeschlossenen Vitaltrainer/innen sind 10 gekommen, eine Abmeldung und einmal kein Feedback. Dass so viele gekommen sind, fand ich sehr schön. Auch wenn ich nicht mit ganz Allen gesprochen habe, so konnte ich mich doch mit Vielen austauschen. Im Moment scheint Aqua-Fit am Markt gefragt zu sein, denn drei Frauen berichteten davon, dass sie nun am Bassinrand Aqua-Fit unterrichten würden. Tja, Hallenbad... nicht mein Ding. Zwei berichteten von Nordic-Walking Kursen, die sie anbieten. Da bin ich gespannt, was sie beim nächsten Treffen, in zwei Monaten, berichten werden.

Bei mir hat sich in Richtung Vitaltrainer nicht mehr viel getan. Ich bringe mich momentan selbst auf Vordermann und denke mittlerweile, dass ich dann nochmals eine Ausbildung machen möchte. Eine fachliche Spezialisierung, die mir die nötige Basis für kommende Unterrichtsstunden vermittelt. Ich weiss noch nicht so genau wonach mir der Sinn steht, doch es geht vermutlich in Richtung funktionelle Gymnastik. Yoga, Power-Yoga, Pilates, Rückenfit, so als Ideen. Dazu surfe ich gelegentlich im Internet und versuche herauszufinden, wo es welche Ausbildungsangebote gibt.  

Vitaltrainer - Diplomapéro

Heute war nun endlich die Übergabe der Vitaltrainer-Diplome. Um 18:00 Uhr waren wir zu einem Steh-Apéro im Schul-Restaurant eingeladen, wo wir nach einer kurzen Rede des Schulleiters die Diplome ausgehändigt kriegten. Auf einem der Blätter sind die sechs Bewertungskriterien aufgeführt, die es zu Bestehen galt.
  • Praktische Prüfung Ernährung -> 5.5
  • Praktische Prüfung Bewegung und Entspannung -> 4.5
  • Praktische Prüfung Aqua-Fit und Wassergymnastik -> erfüllt
  • Praktische Püfung Nordic Walking -> erfüllt
  • Praktische Prüfung Übungslektion SVEB -> erfüllt
  • Diplomarbeit -> erfüllt

Die Noten sind fair (Bestnote= 6.0, erfüllt= 4.0) und spiegeln auch in etwa meine Einschätzung der jeweiligen Prüfungen. Natürlich hätte ich auch gerne von den anderen Teilbereichen mehr erfahren, als nur ob die Mindestanforderung erfüllt wurde oder nicht, doch so sind nun mal die Regeln. Im Nachhinein ist das auch ziemlich egal, denn es zählt wirklich nur, ob bestanden oder nicht. Und bestanden heisst erfüllt. Dieser offizielle Schlussapéro war etwas... stief... stier... na ja... ein typischer Steh-Lunch in einer Mensa halt...

Eine der Schulkolleginnen hatte in einem nahegelegenen italienischen Restaurant Platz reserviert und so freuten wir uns auf einen etwas lockereren und gemütlicheren Abschluss des Abends. Wir haben dann gut gegessen und uns dabei bestens unterhalten. Nachdem wir uns über zwei Monate nicht gesehen hatten, gabs natürlich viel zu erzählen und zu fragen. Das war war schön, interessant, lustig, amüsant. Das war auch energetisch sehr interessant...

Als sich die Runde dann langsam auflöste wurde uns bewusst, dass sich nun die Wege trennen werden und dass nur ein organisiertes Wiedersehen dazu beitragen kann, dass wir weiter in Kontakt bleiben. Alle zwei Monate, immer der zweite Freitagabend. Eine gute Idee. Beat, organisiere doch mal was... Ja, mach ich doch gerne....

Woche 3

Meine Arbeitswoche liegt nun schon wieder hinter mir und es folgen zum dritten Mal in diesem Jahr zwei freie Arbeitstage. In Woche 1 war ich angekränkelt und habe meinen neuen Gymnastikraum nutzbar gemacht. In Woche 2 realisierte ich, dass diese neue Freiheit nun ein andauernder Zustand sein wird. Kein Job, keine Schule, keine wirklich wichtigen Aufgaben - echte Freizeit!

Letzten Sommer dachte ich noch, dass ich unmittelbar nach der Schule (also jetzt) damit beginne, mir ein zweites Standbein als Vital-/Personal-Trainer/-Coach aufzubauen um die zwei freien Tage zu füllen. Da gab es Ideen wie eine neue Homepage, Erstellen von Mustertrainings, eigene Produkte definieren, Zielgruppe festlegen und Kontaktmöglichkeiten suchen, und und, und. Doch nun, wo die Schule fertig ist, bin ich Vitaltrainer-mässig wie in ein Loch gefallen. Ich habe zwar die Prüfungen bestanden, kriege das Diplom jedoch erst am 26. Februar. Das finde ich doof, obwohl ich weiss, dass dies eigentlich nebensächlich ist. Das hindert mich an gar nichts. Es stört mich höchstens etwas.

Bis dahin nehme ich mir nun eine Auszeit oder nein, ich fokusiere die gewonnenen Erkenntnisse auf mich und trimme in der Zwischenzeit mich selbst fit, als mein eigener Personaltrainer (klingt schon fast etwas schizophren). An mir selbst will ich die gelernte Theorie in die Praxis umsetzen. Mal sehen, ob es funktioniert. Als Erstes habe ich mir tägliche Gymnastikübungen verordnet und einmal pro Woche gibt es neu einen Ausdauertag. Letzte Woche war dies die Schneeschuhtour vom Donnerstag und weil diese Woche der Wetterbericht für Freitag besser ist, entschied ich, dass ich am Freitag in die Berge fahren werde. Ich möchte das schöne Erlebnis (und den guten Sport) wiederholen.

Ich suchte deshalb heute Abend im Buch "Schneeschuh-Tourenführer Zentralschweiz" eine schöne Tagestour und wurde auch schnell fündig. Am Freitag will ich die Tour Nr. 44 Wägital - Nüssen - Chli Mutzenstein laufen. Die Daten zur Tour: 12 km, 750 Hm, 5-7 Std. Die GPS-Daten habe ich von hier. Den Wägitalersee kenne ich von dieser Velotour, im August 2008 und er ist mir noch in bester Erinnerung. Im Winter, alles im Schnee, wird das bestimmt auch traumhaft schön werden. Ich freue mich schon sehr.

Morgen gibt es aber erst noch einen Haushalt- und Vorbereitungstag. Auch gut.

diplomierter Vitaltrainer

Der Aargauer hat es mit seinem gestrigen Kommentar angesprochen und es stimmt, ich habe hier im Blog immer noch nicht geschrieben, wie die Prüfungen zum Vitaltrainer nun ausgegangen sind. Es verzögerte sich... am 5. Januar erhielt ich dann folgendes Schreiben:

Sehr geehrter Herr ..........

Gerne bestätigen wir Ihnen, dass Sie alle Abschlussprüfungen der Fachausbildung Vitaltrainer/in erfolgreich bestanden haben - herzliche Gratulation!

Die Diplome werden am Diplomapéro vom 26.02.2010 überreicht.

Freundlich grüsst
Klubschule Migros Winterthur

 O.K. Danke. Das war es also.

Ich bin erleichtert, diesen Abschnitt erfolgreich beendet zu haben. Nun kommt jedoch der weitaus wichtigere Teil, nämlich der, was ich daraus mache. Und da bin ich noch sehr unschlüssig. Auch deshalb habe ich den erfolgreichen Abschluss nicht so hinausposaunt, weil nun viele fragen: "Und jetzt? Was machst Du? Was bietest Du an? Wo?"...

Franz Beckenbauer würde sagen: "Schaun mer mal!"

geschafft

Seit dem letzten Blogeintrag ist fast eine Woche vergangen. Ich war voll mit meiner Vitaltrainer-Lektionsplanung beschäftigt. Bis am Mittwochabend hatte ich das Programm fertig. Am Donnerstag übte ich die Lektion drei Mal und arbeitete noch an den Übergängen. Abends druckte ich alle nötigen Unterlagen aus und machte mich bereit.

Heute Morgen konnte ich nicht wirklich lange schlafen, denn eine gewisse Nervosität war schon deutlich spürbar. Ich frühstückte und las die Zeitung. Ich hatte noch Stunden an Zeit. Mein Plan war, so gegen 14:00 Uhr in der Schule zu sein, damit ich in der Herrengarderobe noch ein letztes Mal üben konnte, bevor dann um 15:00 Uhr die Prüfung startete.

Am späten Vormittag spielte ich noch 2x das volle 40 Minuten Programm durch. Langsam sitzt es und auch der Zeitplan stimmt. Ja, so kann ich antreten. Meine Gefühlslage stimmt. Die Nervosität hält sich in Grenzen. Dann fuhr ich mit dem Auto zur Schule und bereitete mich wie geplant in der leeren Garderobe vor. Ich sprach nochmals die ersten beiden Textblöcke durch. Ja, ich denke, das sitzt. Also los.

Fünf Minuten vor Übungsbeginn betrete ich der Gymnastikraum und teste meine CD in der Stereoanlage. Welche Tasten muss ich drücken? Welche Lautstärke brauche ich bei Y.M.C.A. und welche bei Wonderful World? O.K. alles klar. Die beiden Prüfungsexperten betreten den Raum und ich überreiche ihnen meine schriftliche Vorbereitung. Wir einigen uns darauf, pünktlich um 15:00 Uhr zu beginnen. Auch die Mitschülerinnen und Probanden sind pünktlich da. Also: Uhr bereit legen, nochmals die Notitzen zurechtrücken und: LOS!

Ich profitierte von den Testläufen der Vorbereitung und startete gut in das Programm. Die Teilnehmerinnen machten gut mit und verstanden, was ich von ihnen wollte. Ja, das Aufwärmen war ganz o.k. Dann folgte der Ausdauerteil mit Y.M.C.A. Hmmm... na,ja, war vielleicht zu kompliziert erklärt? Oder zu wenig erklärt? Auf jeden Fall hatten einige Teilnehmerinnen Mühe, den Tanzanweisungen zu folgen. Der erste Durchgang war ziemlich harzig, die zweite Runde war dann deutlich besser und auch die Stimmung war dann wirklich gut. Danach folgte eine geführte, progressive Muskelrelaxation (PMR) zur Körper-Entspannung, die ich präzise vorbereitet hatte und die ich meiner Ansicht nach auch sicher durchgeführt habe. Das Lied Wonderful World von Louis Armstrong war dann ein gelungener Ausklang. Nach dem Aufräumen und Bedanken stoppte ich meine Uhr: 41 Minuten, 10 Sekunden. -> Sehr gut! Soweit war ich also zufrieden. Die Anspannung fiel zentnerweise von meinen Schultern... GESCHAFFT!

Dann folgten noch die zur Prüfung gehörenden 10 Frageminuten der Experten..

Und da muss ich gestehen, dass ich darauf wohl nicht ausreichend vorbereitet war. Da kamen Fragen wie: Weshalb hast Du diese und nicht jene Übung ausgewählt? Welche Muskeln wolltest Du damit genau trainieren? Warum hast Du diese Muskeln anderen vorgezogen und warum denkst Du, dass man diese Muskeln besonders trainieren sollte? Wo hättest Du Vereinfachungen oder Variationen anbieten können, wenn einzelne Teilnehmerinnen mit gewissen Übungsteilen Probleme haben? Was war das genaue Ziel der Lektion und denkst Du, dass Du dieses erreicht hast? Hmmm.... Das war hart. Richtig hartes Brot. Die Fragen mit dem Muskeln konnte ich schlicht nicht beantworten. Ich wusste nicht, wie sie heissen. Rückenmuskeln halt... wieso diese Übung? na ja, sie gefiel mir halt, ich dachte, die Übung passt einfach gut dazu... Hmmm.... Nicht wirklich die Antworten, die von grosser Fachkompetenz zeugen... Schade.

Und deshalb bin ich zum Schluss mit gemischten Gefühlen nach Hause gefahren. Die Vorbereitung war o.k., die Übung selbst war gut, doch der Frageteil war schwach. Es war also gut, doch kein voller Erfolg. Gut, doch nicht toll oder super. Na ja, es ist, wie es ist.

Auf alle Fälle bin ich nun froh, dass die Zeit des Lernens und der Prüfungen vorbei ist. Noch vor Weihnachten erhalten wir von der Schulleitung Bescheid ob man bestanden hat, oder ob man im Januar zu einer Nachprüfung antreten muss. Ich denke einfach mal, dass es für mich gereicht hat.

Nun kommen zwei Wochen Ferien! Keine Schule mehr! Büro erst wieder im neuen Jahr! Schön so.

drin

Das schlechte Wetter motivierte mich nicht für eine Biketour. Ausserdem muss ich mich nun wirklich um die Bewegungsübung von nächster Woche kümmern. Ich bin noch immer hin und her gerissen. Musik ja, doch will ich wirklich Y.M.C.A. bringen? Ist vielleicht etwas viel Klamauk, zu zwanghaft gute Stimmung. Ich bin mir nicht so sicher.

Heute habe ich mich nochmals hingesetzt und mich nun doch für Y.M.C.A. entschieden. Ja, das will ich machen. Das Stück habe ich ausgezählt und nun notiere ich mir die gewünschten Schritte und Bewegungen dazu. Das muss ich immer wieder ausprobieren und so spielte ich die letzten Stunden fast ausschliesslich Y.M.C.A. und tanzte dazu.      

Den Entspannungsteil will ich mit einer 4-er Version von progressiver Muskelentspannung (PMR) bestreiten und so sind nun die zweiten 20 Minuten bereits verplant. Bleibt die Einleitung, das Aufwärmen und ev. ein paar Kraftübungen. Das kommt gut.

Mehrarbeit

Das Arbeitsjahr nähert sich nun rasch dem Ende und so muss ich beruflich nochmals einen Kunden im Ausland besuchen. Dienstag früh bis Donnerstag spät. Zwei Flüge, Mietauto, zwei Nächte im Hotel. Tagsüber Besprechungen und deren Vor- und Nachbearbeitung. Das wird anstrengend.

Am Freitag folgt der letzte Vitaltrainer-Schultag und am kommenden Montag bricht dann schon meine letzte Arbeitswoche in 2009 an, wo ich die Ergebnisse der kommenden Reise aufarbeiten muss. Bis Mittwoch. Am Donnerstag heisst es lernen und dann, am Freitag, folgt als (hoffentlich krönender) Abschluss, meine eigene Bewegungs- und Entspannungs-Prüfung. Am Freitag, 18.12.2009, um 17:00 Uhr ist dann Schluss! Fertig Arbeit und fertig Schule! Danach ist mein offizielles Jahr 2009 beendet. Eine herausfordernde Zeit - mit sehr guter Perspektive - zwei Wochen Ferien, bis Anfang 2010. -> Also los! Ran geh'n!