gute Aussicht

Glücklicherweise war es heute morgen draussen trocken und so konnte ich den milden Dezembertag an der frischen Luft verbringen. Ich wollte zwei, drei Besorgungen machen und die konnte ich gut mit dem Fahrrad erledigen.

Das Graffitti rechts hat mir gut gefallen. L.G.2011. Was der Spayer damit wohl sagen wollte? Ich interpretierte daraus: "Liebe Grüsse aus dem Jahr 2011". Ein Jahr der Befreiung! Es wurde die Waffe gezückt und abgedrückt, doch es schoss keine Kugel heraus, sondern ganz langsam entwickelt sich eine Kaugummiblase in Herzform... Was passiert wohl 2012, wenn diese Liebesblase platzt? Das setzte ganz viele Bilder und Assoziationen in meinem Kopf frei. Ägyptischer Frühling. Arabische Volksbefreiung. Europäische und globale Finanzkrise. Persönliche Berufsentwicklung. Überall wurde im 2011 gehandelt (die Waffe gezückt und abgedrückt) und überall ist das Ende noch ungewiss... Der Spayer malte ein Herz... Trotz Ungewissheit und Geburtsschwierigkeiten, sind das doch eher gute Aussichten...

bin wieder da

Der PC brauchte fast zehn Minuten, bis er nach all den Updates voll funktionsfähig war. Nur zwei Wochen online-Abstinenz bringen acht Windows-Updates mit sich. Unglaublich.

In den letzten zwei Wochen waren Karin und ich mit Freunden bei deren Verwandten in Süditalien. Dabei konnte ich einige Höhepunkte meiner Sommerveloreise nochmals sehen und gemeinsam mit Karin erleben. Das war wirklich sehr schön. Derzeit kopiere ich die Ferienfotos auf die Festplatte und sehe sie durch. Einzelne Bilder werde ich als Gedankenstütze wohl noch in den Blog einfügen.

Nun ist es erstmal vorbei mit den Ferien. Überhaupt, ich weiss gar nicht mehr genau, wann ich Ferien habe und wann nicht. Seit Ende April arbeite ich nun nicht mehr und habe sozusagen immer Ferien. Eine an sich glückliche Situation, die jedoch nicht von noch allzu langer Dauer sein sollte. Ich zehre in dieser einkommenslosen Zeit von der aufgebauten Substanz und die reicht nicht ewig. Deshalb habe ich mich nun für eine professionelle Standortbestimmung und Laufbahnberatung entschieden. Ich möchte meine Situation mit erfahrenen Berufsberatern diskutieren und erhoffe mir qualifiziertes Feedback, Anregungen und Ideen für die weitere berufliche Zukunft. Der Starttermin dazu ist jedoch erst in zwei Wochen.

Bis dahin wird mich der Bau des Gartenhauses auf Trab halten. Ich muss nun die Seiten- und Trennwände bestellen und alles soweit vorbereiten, dass zum Schluss nur noch Türen und Fenster eingebaut werden können. Doch das ist noch ein langer Weg. Erst einmal Holz bestellen und anpassen, dann streichen und fertig montieren. Das dauert bestimmt auch noch zwei Wochen. Elektrisches Licht und Steckdosen werde ich wohl auch noch installieren wollen... das nimmt vorerst mal kein Ende.

Der Rahmen steht

Fast die ganze Woche arbeitete ich im Garten und am neuen Gartenhaus. Am Montag machte ich den Boden fertig, am Dienstag wurde der Holzrahmen aufgebaut, Mittwoch und Donnerstag baute ich das Dach auf und heute Freitag war Zeit für all die kleinen Arbeiten, die noch zu erledigen waren. Wie z.B. neue Rasenerde mit Samen an der Platzkante anbringen oder die Schnittflächen der gekürzten Dachlatten aussen 2x weiss streichen, oder eine Silikonfuge an der oberen Kante des Wandabschlusses anzubringen, oder die übrig gebliebenen Gartenplatten sauber versorgen und die abgefrästen Stücke zum Entsorgen bereitlegen, oder...

Montagabend Pilates und Mittwochabend Yoga, das war mein Sportprogramm. Angesichts der vielen körperlichen Arbeit der letzten zwei Wochen bin ich zufrieden damit. Natürlich wäre es auch herrliches Bikewetter gewesen und man hätte schöne Herbsttouren fahren können, doch dafür fehlte mir die Zeit, respektive ich wollte sie -wie oben geschildert- anders nutzen. Muskelkater im Rücken, in den Schultern, den Unterarmen, sowie den Händen und Fingern sind auch Erfahrungen, die von körperlicher Aktivität zeugen. Hat Spass gemacht.

real life

Ich bin nicht verschwunden oder so, doch das echte Leben interessiert mich derzeit mehr, als Zeit vor dem PC zu verbringen. Und wenn ich online bin, informiere ich mich lieber gemäss meinen Interessen, als dass ich selbst Inhalt produzieren möchte. Hinzu kommt, dass man unreife Themen nicht im öffentlichen Internet ausbreiten sollte (betrifft meine berufliche Situation).

Die zweimonatige Sommerreise ist mir natürlich immer noch sehr präsent und ich merke an kleinen Details, dass sich in mir etwas verändert hat. Ich bin nun zwar wieder zuhause und doch erlebe ich dieses zuhause irgendwie anders. Die Reise war eine sehr spezielle Erfahrung und irgendwie beginne ich einzelne Auswirkungen nun langsman zu verstehen. Gut so.

Im echten Leben bin ich seit dem letzten Blogeintrag vor allem mit dem Ersatz des alten Gartenhäuschens beschäftigt. Was als kleine Idee anfing, artet zusehens in ein grosses und arbeitsintensives Projekt aus. Derzeit schaufle und pickle ich Erde aus dem Garten um danach einen wirklich flachen Steinplattenboden verlegen zu können. Nach der Offerte des lokalen Gartenbauers entschied ich mich, diese Arbeiten selber auszuführen. Zeit habe ich ja und körperliche Arbeit kann ja auch mal nicht schaden.

Natürlich war ich auch öfters mal auf dem Bike. Immer von zuhause aus und meist auf bekannten (und schon fotografierten) Trails. Darüber muss ich ja auch nicht jedesmal berichten.

Über mein derzeitiges und zukünftiges Blog-Verhalten mache ich mir keine besonderen Gedanken und lasse es einfach mal fliessen...

füllen des Vakuums

Die letzten drei Wochen dienten vor allem dazu, die in den knapp neun Wochen der Veloreise entstandenen Bedürfnislöcher zu stopfen. Am Anfang standen natürlich die naheliegenden Geschichten wie Dusche, Bett und Essen. Dabei genoss ich die zuvor vermissten Ressourcen ganz besonders. In der ersten Woche kochte ich uns so ziemlich alle meine Lieblingsgerichte und war froh, dass die Zeit von Linguine und Pizza vorbei war.

Gleich danach machte ich mich an das Mobilitätsloch. Velofahren ist zwar toll und schön, doch wenn es nur darum geht möglichst schnell, einfach und komfortabel von A nach B zu kommen, bietet das Auto halt schon viel mehr. Aus welchen Gründen auch immer entschied ich mich dann aber kurzfristig um und kaufte statt einem Auto ein Motorrad. Ziel ist eigentlich, dass der Töff das Auto ersetzen soll, doch man muss mal sehen, was ich im Herbst und Winter oder nach einer längeren Schlechtwetterperiode von dieser Idee noch halte. Momentan ist es natürlich cool, mit einem so neuen und tollen Motorrad durch die Gegend zu fahren.

Als Nächstes dann die Beziehungs- und Kommunikationslöcher wieder auffüllen. Nach den zwei Monaten alleine sein brannte ich natürlich darauf, Freunde wieder zu treffen und mich mit ihnen auszutauschen.

Dann endlich wieder einmal andere sportliche Betätigungen ausüben als "auf der Strasse Velo fahren". Wieder mit Freunden durch Wälder biken und Singletrails fahren, mit Karin ins Pilates und in die Yogastunde.

Hinzu kam dann noch die Garten/Gartenhausgeschichte, wo ich auch Energie und Zeit investieren konnte. Und so vergingen diese drei Wochen wie im Flug und das bloggen ist merklich ins Hintertreffen geraten.

Kein Anschluss unter dieser Nummer

Ich schätze mal, dass ich schon über 15 Jahre einen mobilen Telefonanschluss habe. Oder wie man in der Schweiz sagt, ein Natel. Es begann mit einem Natel D International Vertrag für 75 Franken pro Monat Grundgebühr. Für die "schöne" Nummer bezahlte ich schon 1995 sechzig Franken. Obwohl, sooo schön war nun 079 421 50 25 auch wieder nicht (doch mehr wollte ich damals nicht ausgeben).

Diese Handynummer hatte ich bis gestern. Nun kommt die Ansage: "Diese Nummer ist ungültig oder nicht mehr in Betrieb." Es sieht so aus, als ob mein Änderungsantrag (Montag) zu spät kam und mein lieber Arbeitgeber den Anschluss bereits deaktivierte. Das Blöde dabei ist, dass deaktivierte Abos nicht transferiert werden können und ich somit die Nummer nicht mehr kriege.

In einer einfachen Welt wäre das alles nicht wirklich ein Problem. Ich würde wen anrufen, der aktiviert die Nummer bei Swisscom wieder und die ändern den Abotyp zu einem Privatabo. Nur leider leben wir nicht in einer einfachen Welt. Mein Arbeitgeber organisiert das ganze Mobile-Geschäft für Europa aus Asien. Das heisst: Ich müsste einen internen Antrag stellen, welcher via Indien und England nach Zürich zur Swisscom geschickt wird. Dieser Antrag müsste von meinem Vorgesetzten bewilligt werden und bestimmt noch weitere Kriterien erfüllen, die mich schon in Gedanken schwindlig werden liessen.

NEIN! Ich will nicht mehr! Ich will eine einfachere Welt und das heisst in diesem Fall ganz einfach LOSLASSEN! Was interessiert mich meine alte Handy-Nummer denn? Das sind nur ein paar Zahlen. Wer wirklich mit mir in Kontakt treten will, wird Mittel und Wege finden um auch meine neue Mobilenummer herauszufinden. Mit einem SMS an alle Freunde sind die mir wichtigsten Menschen ja schnell informiert. Das ist einfach nur ein weiterer, kleiner Schritt in der Loslösung aus meinem alten Leben...

Zum Schluss kann ich der ganzen Geschichte auch noch etwas Positives abgewinnen. Nun war ich plötzlich frei in der Wahl des Abotyps und konnte so auch gleich auf PrePaid wechseln. Nun bin ich Natel easy liberty uno Kunde. Sunrise oder Orange waren für mich kein Thema. Solange ich es mir leisten kann, unterstütze ich lieber Schweizer Firmen. Ich habe gleich einmal 100 Franken Guthaben aufgeladen und bin gespannt, wie lange das reicht.

Luxus-Kratzbaum

Heute war Basteltag. Ich wollte draussen an der Kinderschaukel die langsam verrottende Sisalschnur  ersetzen, die unser Kater in den letzten Jahren runtergekratzt hat. Dazu brauchte ich logischerweise Sisalschnur, weshalb eine Velofahrt zum Baucenter auf dem Programm stand. Zwar liegt im Gartenhaus noch eine Rolle der alten Schnur, doch das reicht nirgends hin. Im gleichen Gang wollte ich noch einen Swisscom-Shop aufsuchen, um meine Mobilenummer vom Geschäft auf Privat umzuschreiben.

Die Strecke zum Ziel führt über einen Hügel. 3km berghoch und dann 3km bergrunter. Gefühlte 30 Minuten und ohne schwitzen gehen die 150 Höhenmeter bei mir nicht. Schon gar nicht, wenn es so schön und warm ist, wie heute Morgen. Vor dem Swisscom-Shop steige ich also schwitzend vom Rad und in dem Moment fällt mir ein, dass ich das Übernahmeformular zuhause auf dem Tisch liegen gelassen haben. Shit! Ich versuche es trotzdem, doch ohne Formular geht gar nichts. So sind nun mal die Prozesse...

Im Baucenter bin ich dann unschlüssig welche Sisalschnur und vor allem wie viel davon ich kaufen soll. Ich entscheide mich für die dickere und kaufe nur mal 10 Meter. Ich weiss genau dass dies zuwenig ist, doch ich muss ja wegen dem Formular nochmal herkommen und dann kann ich die richtige Restmenge kaufen. Gute Idee. Dann nach Hause, also wieder 150 Höhenmeter, 3km hoch, 3km runter.

Zuhause mache ich mich gleich ans Werk und stelle fest, dass 10m Sisalschnur nur 20cm des Holzpostens abzudecken vermag. Wenn ich also auf 80cm Höhe will, brauche ich noch zusätzlich 30 Meter. O.K. Nun das Formular aber nicht vergessen!

Um die Mittagszeit mache ich mich zum zweiten Mal auf den gleichen Weg. 3km berghoch, 3km bergrunter. Leichtes schwitzen, mittlerweile brennt die Sonne ziemlich runter. Mit dem richtigen Formular ist dann alles kein Problem und nach fünf Minuten ist der Antrag "an die Zentrale" zur Verarbeitung gefaxt. Innert der nächsten 10 Tage wird meine Nummer aus dem Geschäftsvertrag herausgelöst und mir für mindestens ein Jahr ein Natel Liberty primo Abo für 29.00 SFr. pro Monat verrechnet. Eigentlich wollte ich auf ein PrePaid-Angebot wechseln, doch das war irgendwie vertragstechnisch nicht möglich. Für ein Jahr ist das o.k. Mehr interessiert mich im Moment gar nicht.

Dann nochmals zum Baucenter und 30 Meter dicke Sisalschnur ab der Rolle abwickeln und abmessen. Der Seilbund sieht zum Schluss aus, als wollte ich in die Berge. Doch ich will nicht in die Berge sondern in den Garten. Also wieder 3km berghoch und 3km bergrunter.

Dann begann der mühsame Teil der Ausführung. Weil der Pfosten ja fest verankert ist, muss man den ganzen Rest der Schnur (zu Beginn also fast 30m) immer um den Pfosten herumgeben, wenn man die Schnur wickeln will. Das ist ziemlich mühsam. Zudem sollte man ja stets Zug auf der Schnur haben, damit sie möglichst straff anliegt. Immer nach 5x umwickeln klopfe ich mit einem Hammer die Schnur nach unten zusammen, damit sie wirklich dicht an dicht liegt. Alle 12-15 Umrundungen fixiere ich die Schnur hinten mit einer Hagraffe und entspanne mich einen Moment. Es ist Mittags um drei, die Sonne brennt ziemlich, der Schweiss läuft in Strömen, doch das Werk kommt voran. Ziemlich genau nach 80cm sind dann die insgesamt 40 Meter Sisalschnur verbraucht. Zum Abschluss nehme ich die dünnere Schnur aus dem Gartenhaus und wickle diese mit gösseren Abständen weiter nach oben, damit der Kater daran hochklettern kann. Ja, find ich gut. Ist ansprechend geworden und wie man am Bild des Tages erkennt, hat unser Tigi den aufgepimpten Katzenbaum gleich mal ausgetestet und für gut befunden.

eingespielter Wochenrhythmus

Montag bis Mittwoch bis jeweils etwa 18 Uhr arbeiten und Geld verdienen. Am Montagabend Pilates, am Dienstag Squash und am Mittwochabend Power Yoga. Mit diesem Programm reicht die Lust spätabends dann meist nicht mehr, um noch Blogeinträge zu schreiben.

Donnerstag ist Beat-Tag, der gehört nur mir. Meist fahre ich eine Velotour und davon gibt es dann einen Beitrag. Freitag ist Haushalt, Putzen und Einkaufen ist angesagt, was blogmässig nicht viel hergibt. Samstags gehe ich eigentlich immer mit Freunden auf eine Trainingstour. Sonntag ist dann Familientag, da unternehmen Karin und ich etwas gemeinsam oder mit Freunden. Oft gibt es auch davon Blogbeiträge.

So verläuft in etwa mein Leben im Arbeitsmodus, das heisst, wenn weder Karin noch ich Ferien haben und wir permanent zu Hause sind. Anfang dieses Jahr funktioniere ich genau drei Monate so, Januar, Februar und März. Im April kommen dann erste Ferien, dann ändert sich das Schema. Noch drei eingespielte Wochen, dann geht es in die Radwoche nach Riccione an die italienische Adriaküste. Ich freue mich schon...

Woche rum...

Mittwochabend, 18:30-19:30 Uhr, Power-Yoga, Groupfitness mit Karin

Donnerstagmorgen, 08:00-08:45 Uhr, Physiotherapie, erster Besuch. 09:15-10:10 Uhr, Spinning, Groupfitness. Danach 1x Dampfbad und 1x Sauna.

Heute Freitag: drei Stunden Haushalt und Putzen. Dann noch einkaufen.

Wenn ich heute etwas früher aufgestanden wäre, hätte ich nachmittags noch eine Velorunde drehen können, doch dem war halt nicht so. Als ich gegen drei Uhr Mittags alles erledigt hatte, war es mir dann zu spät und in Anbetracht der bevorstehenden Samstagsrunde, musste es heute ja auch nicht unbedingt sein. Ich verspürte leichten Muskelkater in den Beinen von der gestrigen Spinningstunde. Ein paar Körperübungen, etwas Yoga, als Vorbereitung auf einen nächsten Meditationsversuch, dafür eignete sich der späte Nachmittag noch gut.

Es tut gut, ganz bewusst den Körper durchzubewegen. Ich bin unglaublich steif und ungelenk. Irgendwie verkrustet. Ich kann noch immer nicht mit den Fingern den Boden berühren, wenn ich mich mit gestreckten Beinen vorwärts beuge. Trotz Power-Yoga, Pilates und all dem Zeugs, ich bleibe ziemlich starr. Um effektiv beweglicher zu werden müsste ich wirklich täglich üben und dazu kann ich mich derzeit (noch) nicht motivieren.

Über die Meditationsversuche möchte ich nicht viele Worte verlieren. Heute versuchte ich es mit geschlossenen Augen. Das klappt etwas besser. Es fehlt mir irgendwie an der richtigen Stützmuskulatur. Ich ermüde in der Sitzposition und beginne mich zunehmend zu verspannen, was sich eher früher als später in Bewegung ausdrückt. Nächster Versuch...

happy new year!

Am gestrigen Silvester waren wir mit Freunden in der Stadt Zürich. Nach einem feinen Eseen und einem kurzen Disco-Abstecher entschieden wir uns, ans Seebecken zu pilgern um das Neujahrsfeuerwerk anzusehen. Das war dann auch wieder grandios, auch wenn der Nebel die am höchsten gezündeten Raketen (und somit auch die Grössten) etwas verdeckte. Dem grossartigen Erlebnis und der guten Stimmung tat dies jedoch keinen Abbruch.

Heute verlebten wir dann einen ruhigen Tag zu Hause. Ich habe gelesen, etwas im Internet gesurft und dann noch die Jahresstatistik fertig gemacht. Für mich selbst habe ich dann das Jahr 2010 auch geistig abgeschlossen. Natürlich könnte ich die Zahlen noch etwas analysieren, doch dazu habe ich nicht wirklich Lust. Nur so viel: Der Durchschnitt von 1:30 Std. Sport pro Tag lag so hoh wie nie zuvor, auch wenn ich schon mehr Velokilometer gefahren bin, so hat demgegenüber der Anteil an alternativen Tätigkeiten zugenommen und das hat mir mehr verschiedene Eindrücke vermittelt, was ich bestimmt als Plus in Erinnerung behalten werde.

Nun ist das neue Jahr angebrochen und naturgemäss richtet man am 01.01. den Blick etwas nach vorne. Was mag dieses Jahr wohl bringen? Dabei liegt mein diesjähriges Augenmerk etwas mehr auf der beruflichen Seite. Ich weiss, dass Änderungen kommen werden und weil ich diese noch nicht einschätzen kann oder auch, weil ich sie noch bewusst weit offen lasse, weiss ich noch nicht genau, was ich darüber denken soll. Es ist ein Gemisch aus Vorfreude und Unbehagen. Denn, wer verlässt schon gerne die Komfortzone? Dazu noch freiwillig? Und  ohne konkreten Plan? Ja, das wird spannend.

Ich umschreibe die Ausgangslage mal so: Das erarbeitete Fundament bietet nun viele Möglichkeiten und Freiheiten. Dieses Fundament erarbeitete ich mir durch Tätigkeiten die mir persönlich (leider) nicht entsprochen haben, deshalb will ich etwas ändern. Das kitzekleine Problem dabei ist, dass mich die Schaffung dieses Fundaments von mir selbst entfernt hat und ich deshalb heute kaum mehr weiss, was mir denn wirklich entspricht. Ich muss also erstmal zum Stillstand kommen, in mich gehen und all den geistigen Schutt der letzten Jahrzehnte abwerfen. Nach der Befreiung brauche ich eine Phase der Reinigung und Läuterung. Dies erscheint mir sehr wichtig und bevor ich da durch bin, will ich mich nicht festlegen.

Natürlich drängt mein Geist/Verstand dazu, sofort die Zukunft zu planen und möglichst keine Unsicherheiten einzugehen, doch wenn man nur noch im Nebel steht ist es halt schwierig, eine neue (und richtige) Richtung zu erkennen. Man braucht etwas Zeit, muss etwas aufsteigen und die Wolken hinter sich lassen um den Überblick zu erlangen. Dann kann man wählen und entscheiden. Natürlich birgt dies Risiken und natürlich bewege ich mich auf unbekannten Terrain, doch auch mir bleibt nicht ewig Lebenszeit. Nur zu funktionieren reicht einfach nicht mehr. Ich habe in den letzten Jahren auf einiges verzichtet, habe Abhängigkeiten abgebaut und nun beschleicht mich das ungute Gefühl, dass ich Handeln muss, dass ich den Sprung ins Ungewisse wagen muss, weil ich sonst irgendwann den Mut und die Kraft nicht mehr aufbringe um überhaupt noch zu springen. Also werde ich 2011 springen!

Ich wünsche allen Lesern ebenfalls ein gutes und ereignisreiches neues Jahr! Möge uns das Vertrauen in uns selbst und in die Zukunft an neue Ufer führen!