Höhenmeter sammeln

Heute bin ich also david's Tour vom 13. April 2008 nachgefahren.

Bis zum Tourstart in Winterthur Töss wählte ich die Route über Oberwil und Brütten, um den schönen Downhill runter zur BMX-Strecke nochmals fahren zu können. Heute machte ich beim "Wallride"-Bretterverschlag kurz Halt für ein Foto. Das ist noch ganz neu und erst wenige Spuren sind bis jetzt auf den Brettern sichtbar. Dieses Wallride richtig zu fahren braucht Mut und Tempo. Beides Zutaten welche mir je länger je mehr fehlen...

Danach startete ich die Aufzeichnung und fuhr immer david's-Spuren hinterher. Die pinkfarbene Linie im Display sagte mir immer zuverlässig wo es lang ging, das hat wirklich gut funktioniert. Natürlich habe ich mich auch heute zwei, drei Mal kurz verfahren, doch man merkt jeweils schnell, dass man falsch ist, wendet und fährt auf die richtige Strecke zurück. David hat die Strecke selbst in seinem Blog schon sehr schön beschrieben, das schenke ich mir an dieser Stelle. Anfügen kann ich nur noch Kleinigkeiten: David scheut keine steilen Anstiege! Ich musste mehrmals absteigen und schieben und der erwähnte "Fussweg nach Manzenhueb" ist wirklich die Härte und sollte besser umfahren werden. Eine heftige Schiebeaktion bergoch. Steil, mit Stufen, da leidet wohl jeder etwas.

Der Trail runter vom Hochlandenberg nach Tablat ist wirklich erste Sahne! Das muss man sich merken. Generell: Die meisten Downhills sind wirklich gut gewählt und viele Singletrails erhöhen zusätzlich den Spassfaktor. Den Schluss der Tour habe ich dann noch etwas abgeändert. Ich bin von Sennhof nicht weiter der Töss entlang gefahren, sondern bin über den Eschenberg gefahren um da beim Tierpark Bruederholz einzukehren. Nach über vier Stunden Fahrzeit brauchte ich mal eine längere Pause, mit Sandwich, Kaffee und Kuchen.

Danach fuhr ich runter nach Winterthur Töss und auf der Gegenseite wieder hoch in Richtung Neuburg. Auf dem Nachhauseweg nahm ich noch die Trails am Beeren- und am Multberg mit, bevor ich dann auf den letzten Kilometern die Beine etwas ausschüttelte. Mittlerweile bin ich über sechs Stunden im Sattel gesessen... Eine tagesfüllende Angelegeneit.. Ich freue mich richtig auf die Dusche und danach die Entspannung auf dem Gartensitzplatz. Wettermässig war es wieder ein wunderschöner Tag. Sonne satt, von früh bis spät. Temperaturen von morgens 13, 14° bis mittags etwa 23° Grad, Staubtrockene Trails, einfach perfekt.

Noch ein paar Bemerkungen zum Garmin Edge705: 1.) Ich hätte trotz GPS eine Karte mitnehmen sollen. Zeitweise hatte ich nicht die geringste Ahnung, wo ich bin. Während der Bananenpausen hätte ich mir jeweils gerne wieder etwas einen Überblick verschafft um den weiteren Tourverlauf besser abschätzen zu können. Mit dem Minidisplay ist das fast nicht möglich. 2.) GPS-Tracks können auch Fehler haben. Einmal irrte ich ziemlich durchs Unterholz bis ich merkte, dass der Track fehlerhaft war. Es fehlte ein Stück der Aufzeichnung und der fehlende Zwischenraum wurde in Luftlinie verbunden. So fahren konnte man es jedoch nicht. 3.) Die Tour war lang und hart. Der Tacho sagt: 89 km., 6:17 Std., 2'010 Hm. 4.) Ich muss noch im Handbuch nachlesen was ich tun muss, dass ich beim Start einer Tour nicht jedesmal den Anfahrtsweg abschneide. So habe ich später zwei Datensätze für eine Tour und bis jetzt habe ich noch nicht herausgefunden, wie ich die wieder zusammensetzen kann. 5.) Ich werde vermutlich noch andere Touren von davids blog runterladen und nachfahren. Danke für den Track und die Bereitstellung der Daten. So macht biken richtig Spass.

Lägern-HW

Lägern-HW ist in meiner Trainingsverwaltung die Abkürzung für diejenigen Biketouren, während derer ich auf die Lägern-Hochwacht fahre. Heute war es wiedereinmal soweit. Ich hatte mich mit Jürg zu einer Feierabendrunde verabredet. Auch heute war das Wetter wieder spitzenmässig. Jürg ist von zwei Wochen Ferien zurückgekehrt und stand gut motiviert am Start. Er fuhr heute sein pfeilschnelles Edelweiss-Bike aus.

Wir wählten die bekannte Route aus Osten auf den Lägerngrat, und weil die Singletrails so schön trocken waren, sind wir alle Trailabschnitte auch bergwärts gefahren. Gute Leistung! Oben auf der Aussichtsplattform genossen wir die schöne Aussicht und plauderten etwas, als Vazifar zufällig auch noch auftauchte. Schön. Blogger und Hochwacht, das hat ja schon fast Tradition. Siehe hier und hier. Er machte dann das schöne Foto, welches ich nun einfach von seinem Blog geklaut habe... Danke dafür.

Auf dem Rückweg mussten wir leider feststellen, dass das Restaurant Bergwerk heute geschlossen hatte und es also nichts wurde aus Fruchtkuchen und Kaffee. Zumindest nicht dort. Also fuhren wir zum Auto zurück, packten die Bikes in den Kofferraum und suchten uns ein Restaurant für ein gutes Abendessen. Wir landeten im Freihof, in Lufingen. ;-) wieder: ein schöner Abend.

übers bloggen bloggen

Gestern habe ich mich noch etwas durch die Blogs gelesen, welche die sogenannte Blogosphäre durchforsten und Kritiken zu den jeweiligen Blogs schreiben. Eigentlich mag ich diese Blogs gar nicht so, denn sie bringen selbst nichts Eigenes zu Stande sondern zeigen immer nur mit dem Finger auf andere und deren Blogbeiträge. Doch manchmal habe ich einfach noch etwas Zeit und statt ins Bett zu gehen lese ich dann solche Blogs mal quer. Dabei stelle ich fest, dass Banales und Normales immer wieder verrissen und niedergemacht wird. Irgendwie erwarten oder erwünschen sich solche Metablogs Aussergewöhnliches, Spektakuläres oder zumindest Provozierendes zu lesen. Na klar, da lässt sich dann besser darüber bloggen.

Ich selber jedoch lese lieber ganz normale "Leute wie Du und ich" Blogs. Menschen die ganz normal durchs Leben gehen und dementsprechend auch ganz normale Probleme und Sorgen mit sich tragen und Lebensstimmungen durch ihre Blogs transportieren, die einem Normalo wie mir glaubwürdig erscheinen. Ob da nun das Nachtessen angebrannt ist oder jemand bei der Arbeit eingeschlafen ist und sich spätabends fragt ob er nun Überstunden gemacht hat, weil er über den Feierabend hinaus geschlafen hat... ;-) ganz normale Dinge halt.

Mit dieser Meinung will ich nicht das Mittelmass als erstrebenswertes Ziel darstellen oder das Banale heroisieren. Nein, ich akzeptiere es einfach als Teil (und zwar nicht unwesentlicher Teil) unseres Lebens. Und wieso soll dieser Teil in einem Blog denn nicht beschrieben werden? Wer nicht professionell bloggt oder sonst irgendwie Geld mit seinem Blog generieren muss, steht auch nicht unter dem Druck, stets etwas besonders Originelles oder Publikumswirksames ins Netz zu stellen. Er kann ganz einfach so sein, wie er ist und Gegebenheiten seines Lebens so schildern, wie er sie empfindet. Letztendlich stehe ich auf Authenzität (hoffentlich richtig geschrieben). Mein Verständnis gegenüber Blogs ist halt noch immer der etwas romantische Ansatz des "Internet-Tagebuchs". Und weil jeder Mensch sehr viele normal banale Tage kennt und sich nicht dauernd in Genialität ergiesst, gibt es halt auch viele banale Beiträge auf vielen Blogs. Doch so ist das Leben (und das interessiert mich).

Kommentarflaute

Interessanterweise gibt es keinen Zusammenhang zwischen den Besucherzahlen und der Anzahl Kommentare. Seit hier das Thema Gigathlon auftaucht, steigen die Besucherzahlen kontinuierlich und bei durchschnittlich etwa 1'000 Hits pro Tag würde man auch den einen oder anderen Kommentar erwarten. Dem ist aber nicht so.

Da könnte man glatt auf den Blog von Bundesrat Moritz Leuenberger neidisch werden. Der erste Beitrag erhielt 487 Kommentare. Der zweite noch immer 160. Das finde ich wirklich beeindruckend. Da werde ich noch weiter mitlesen. Und: Nein, ich selbst habe keinen Kommetar abgegeben. 

Jill und Susitna100

Jill aus Alaska hat das diesjährige Susitna100 Rennen um fast 4 Stunden schneller beendet als letztes Jahr! 20 Stunden und 50 Minuten. Ich ziehe meinen Hut, verneige mich und sage: GRATULATION! Super Leistung!

Noch extremer die Leistung von Jill's Freund Geoff. Er war der schnellste Läufer und hat die 161 Kilometer zu Fuss durch Schnee und Eis in 21 Stunden und 43 Minuten bewältigt. Er brauchte dazu nur gut eine Stunde länger als Jill mit dem Bike. Einfach unglaublich! (Was sind wir hier alles nur für Weicheier und Warmduscher...)

Up in Alaska

Seit ich selbst blogge lese ich fast täglich auch den Blog von Jill aus Juneau Alaska. Ich bewundere ihre Bilder. Unglaublich! Jeden Tag ein Bild und viel Text! Eine Bikerin in einer unglaublichen Landschaft, mit unglaublichen Vorstellungen von Sport, Arbeit und Leben. Das ist für mich eine faszinierend fremde Welt, an der ich teilhaben darf.

Letztes Jahr startete Jill erstmals am Susitna100, einem 100 Meilen Rennen durch das gefrorene Alaska. Wer sich das mal vorstellen will, der klickt z.B. mal hier um einen Eindruck von der dafür notwendigen Bikeausrüstung zu erhalten. Das ist einfach heftig! Extrem! 

Schon kurz nach dem Rennen war klar, dass dies nicht ihre letzte Teilnahme war. Letztes Jahr benötigte Sie genau 24 Std. 0 Min. 54 Sek. für die ganze Strecke. Das macht einen Schnitt von 6,7 Kilometer pro Stunde... hammerhart! Und doch: das sollte auch unter 24 Stunden möglich sein... Am kommenden Sonntag wird Jill nun zum zweiten Mal am Start sein und das Abenteuer in Angriff nehmen.

Ich spüre echte Bewunderung und drücke Jill kräftig den virtuellen Daumen, dass auch 2007 alles gut gehen wird und Sie das Ziel gesund erreicht. Gesundheit ist das Allerwichtigste, gerade in einer solch extremen Umgebung. Ich freue mich wie immer auf ihre täglichen Bilder und Berichte und kann dabei erst noch mein Englisch verbessern. Jills Blog ist eine echte Bereicherung für mich. Schön, dass es so etwas gibt.

PS: Übrigens: Jills Freund Geoff will die kurze 50 Meilen Strecke zu Fuss zurücklegen (80km).

Freitagabendprogramm

Nachdem mir das heutige Schneebiken so gut gefallen hat und der Wetterbericht für morgen Freitag kalt aber trocken und schön ist, fällt es mir leicht, mich für das Nachtbiken mit Fonueplausch zu entscheiden. Ausserdem kann ich das auch als eine Art mini bloggy friday betrachten, denn Vazifar wird morgen auch dabei sein und so lerne ich einen weiteren Blogger persönlich kennen. Wie man auf seinem Blog nachlesen kann, ist er mit Spikes bereiften Reifen ja bestens ausgerüstet. Ausserdem kann ich mich so einmal mit jemandem über GPS-Geräte beim Einsatz an Mountainbikes unterhalten. Irgendwann werde ich mich ja wohl auch diesem Gadget nicht mehr entziehen können.

Den anderen Zürcher Bloggern wünsche ich einen unterhaltsamen Abend am "echten" bloggy friday und freue mich bereits auf den Anlass im Februar (23.02.2007). Da möchte ich auch mal wieder dabei sein.